vom 21.03.2021

Spuren von Karlheinz Goedtke

Norddeutscher "Serientäter" schuf den Hänsel und die Gretel

Siegburg. 100 Jahre nach seinem Tode rückt Engelbert Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel" ins Interessenzentrum. Die Skulptur der Märchengeschwister vor dem Siegburger Rathaus hat der Bildhauer Karlheinz Goedtke (1915-1995) geschaffen. Die Phrix schenkte sie der Stadt zur 900-Jahr-Feier 1964. Das Kunstwerk stand zunächst an der Stadthalle, seit 1968 am heutigen Platz rechts des Rathaus-Haupteingangs.

Wer war Karlheinz Goedtke? Geboren 1915 im oberschlesischen Kattowitz, studierte er in der ersten Hälfte der 1930er-Jahre an der Werkkunstschule in Stettin beim Bauhaus-Schüler Kurt Schwerdtfeger und von 1938 bis 1940 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Nach dem Weltkrieg ließ er sich in Ratzeburg nieder und drückte fortan seiner neuen Heimat Schleswig-Holstein den Stempel auf. 1950 schuf er im nahen Mölln die dortige Kultfigur "Till Eulenspiegel", elegant seine "Badende", die man 1961 auf der Promenade am Timmendorfer Strand aufgestellte. "Pole Poppenspäler" erinnert in Husum an die gleichnamige Novelle des wohl größten Husumers, nämlich Theodor Storm. Die norddeutschen Figuren wirken so ganz anders als sie beispielsweise Siegfried Lenz, der Autor der "Deutschstunde", mit Worten zeichnete. Nicht streng, vom Winde gedrückt, gebeugt oder gar verhärmt. Goedtkes Typen sind schlank, grazil, häufig in leichtfüßiger Bewegung.

Zurück ins Rheinland.  Was passiert mit Hänsel und Gretel, wenn das Rathaus demnächst kernsaniert wird? Wir verraten noch nicht zu viel. Es gibt Überlegungen, die Kinder dort unterzubringen, wo sie sich am wohlsten fühlen. In der Nähe eines Spielplatzes ...

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