siegburgaktuell 14.09.2026

Motivationsschübe am Montag
Siegburg. Wir starten die Woche mit kleinen Mutmacher-Steinen, die unsere Leserin Dagmar Dehmel am Michaelsberg auflas. Die aus der Pandemie bekannten Kiesel sind mit Kurzbotschaften wie "Kraft" oder "Du schaffst es" beschriftet und zauberten der Finderin ein Lächeln ins Gesicht.
Hoffnungsvolles in geballter Form finden Sie in dieser Ausgabe: einen Rückblick auf das Fest der Demokratie am Studienhaus, die Anmeldung zur Erstkommunion, die Registrierung als Ersthelfer. Und wir geben die Hoffnung nicht auf, dass den Nutzern von Apple-Geräten demnächst wieder die siegburgaktuell-Bilder auf ihrem iPhone oder iPad angezeigt werden. Die Arbeit an der Problemlösung läuft. Bei akuter Fotolosigkeit bitte die Option "Im Browser öffnen" ganz oben in der Newslettermail nutzen.

Leisepark Ende des Monats fertig
Siegburg. Wann ist die Umwandlung des Alten Friedhofs in einen Leisepark abgeschlossen? Mehrere Leser, die das Grünareal als zweiten Garten oder Gartenersatz nutzen, hatten diese Frage. Die Arbeiten gerieten durch Lieferengpässe in Verzug, Ende September soll alles fertig sein. September 2026, wohlgemerkt.

Rückblick auf den Tag für Demokratie
Siegburg. Mit einem bunten Informations- und Unterhaltungsprogramm zeigte das Bündnis für Demokratie und Vielfalt am Samstag Muckis am VHS-Haus. Die dem Bündnis angeschlossenen Organisationen stellten sich vor, die Band Mad Memories spielte "Wonderwall" von Oasis, ein "Kompliment" der Sportfreunde Stiller und endete stilecht mit "In unserem Veedel" der Bläck Fööss.
Bürgermeister Stefan Rosemann dankte den Versammelten, dass sie offen und sichtbar für die demokratische Grundordnung einstehen, die die Mütter und Väter unserer Republik nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen haben. Er schlug auch selbstkritische Töne an: "Wir müssen uns mit den Menschen beschäftigen, die extremen Parteien ihre Stimme geben, und uns fragen: Sind wir zugewandt? Orientieren wir uns an ihren Anliegen, lösen wir Probleme wie die zu hohen Energie- und Lebenshaltungskosten?"
Weil die Vielzahl der Demokratie-Initiativen verwirrend sein kann, hier eine Aufzählung und Binnendifferenzierung.
Bündnis für Demokratie und Vielfalt: Machte erstmals am 75. Grundgesetzgeburtstag im Mai 2024 von sich reden, zeigte danach beispielsweise mit "Kein Platz für Rassismus"-Plakataktionen Flagge.
Siegburg zeigt Haltung: Regelmäßige Demokratie-Stammtische und Kundgebungen in der Innenstadt.
Siegburger Konsens: Ein Zusammenschluss von Lehrerinnen und Lehrern, die Leitlinien zur Abwehr von radikalen Schüler- beziehungsweise Elternansichten entwickelt haben.
Foto (v.l.): Berivan Mogultya-Tokus vom Caritasverband, Leyla Velarde Medina de Schüring von der Aktion Neue Nachbarn im Erzbistum und der evangelische Pfarrer Matthias Lenz.

Ein wenig Demokratie-Theorie?
Siegburg. Termine, die wir Ihnen ans Herz legen, wenn sie sich theoretisches Wissen draufpacken wollen zur aktuellen politischen Situation:
Am Mittwoch, 16. September, um 19.30 Uhr spricht der Philosoph Prof. Martin Booms im Siegburger Stadtmuseum zum Aufstieg der Populisten in Amerika und Europa und beschreibt die Krise des westlichen Liberalismus.
Der diesjährige Michaelsempfang des Kreiskatholikenrats widmet sich dem Thema "Kirche im Spannungsfeld der neuen, auch rechten, kulturellen und (geo-)politischen Strömungen". Festrednerin ist Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer. Freitag, 25. September, ab 18.30 Uhr, Beginn mit der Heiligen Messe in St. Servatius. Anmeldungen an kreiskatholikenratrheinsieg@web.de.
Die VHS lädt am 1. Oktober zum Dialogformat "Sprechen & Zuhören" ein, entwickelt vom Verein "Mehr Demokratie" zur Stärkung demokratischer Kultur vor Ort. 18.30 Uhr, Studienhaus an der Humperdickstraße 27.

Stadt setzte Teilnehmer aufs Gleis
Siegburg. Feueralarm im RE7 durch Raucher auf der einzigen funktionierenden Toilette. Personen im Gleis zwischen Münster und Osnabrück. Kaputtes Signal in Gelsenkirchen. Stellwerkausfall in Köln. Wer badet es aus? Deutschlands Zugbegleiter.
Mit einer Hommage an einen der undankbarsten Arbeitsplätze dieser Republik begannen Stadtplanungsamtsleiter Fabian Löbach und Denkmalpflegerin Anja Göbel ihre drei Rundgänge zum Tag des offenen Denkmals, den Siegburg 2026 unter das Motto der Schienen und Bahnhöfe gestellt hatte. Mit der Kelle in der Hand steuerten die Schaffner vom Treffpunkt am Nordbahnhof, dem Haltepunkt der "Luhmer Grietche" genannten Aggertalbahn, über Kaiserstraße und Markt, wo der Rhabarberschlitten nach Zündorf verkehrte, bis zum einstigen Haltepunkt der Straßenbahn nach Bonn. Reaktion der Mitgänger: "Damals ist sie wenigstens gefahren."
Unser Foto zeigt den Empfang der 30 erschienenen Denkmaleigentümer am Sonntagvormittag auf ein Glas Saft oder Sekt im "Latino" im Nordbahnhof. Zunächst setzen die Zugbegleiter diese geladenen Gäste aufs Gleis, tourten mit ihnen auf den Spuren der Mobilität von gestern und heute durch die City. Um 14 und um 16 Uhr folgten Rundgänge für die Allgemeinheit. Die erste der öffentlichen Gruppen war ebenfalls 30 Mann und Frau stark und trotzte den Regenfällen. Der Teilnehmer um 16 Uhr war witterungsbedingt allein und erhielt eine 2:1-Betreuung.

Beratung bei (drohender) Behinderung
Siegburg. Die städtische Verfahrenslotsin berät Menschen mit (drohender) Behinderung sowie deren Angerhörige zu Leistungen der Eingliederungshilfe oder anderen Unterstützungsmöglichkeiten. Offene Sprechstunde morgen, Dienstag, 15. September, von 14 bis 16 Uhr im Bistro der Pauline, Jakobstraße 20.

Schneller als der Rettungsdienst
Siegburg. Im Notfall zählt jede Sekunde. Der Rettungsdienst ist schnell - doch die ersten Minuten bis zur Ankunft haben entscheidenden Einfluss auf die Überlebenschancen einer verunglückten Person. Dabei kann jede und jeder helfen. Grundvoraussetzung ist eine Erste-Hilfe-Ausbildung und die Installation der KatRetter-App.
Erkennt die Leitstelle in der Notrufabfrage einen möglichen Herz-Kreislauf-Stillstand, wird gleichzeitig zur Alarmierung des Rettungsdienstes die KatRetter-App aktiviert. Teilnehmende im Umkreis des Einsatzortes erhalten eine Nachricht und können den Einsatz annehmen oder, ohne Konsequenzen zu befürchten, ablehnen. Bei Annahme ist ein Ersthelfer schnell vor Ort, bietet Hilfe an und beginnt mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen.
Aktuell sind mehr als 3.350 Ersthelfende registriert, die seit Inbetriebnahme des Systems zu 219 Einsätzen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis alarmiert wurden. Ausführliche Infos gibt es hier. Das Bild ist KI-generiert.

Erst Schreck, dann Stallberg, schließlich Brückberg
Siegburg. Anderthalb Kilometer lang ist eine Ölspur, die ein Gelenkbus am Samstagmittag über die B56 bei Stallberg zieht - die Reinigung wird an eine Fachfirma übergeben -, unter dem Fahrzeug befindet sich ein Ölfleck von 35 Quadratmetern, den die Feuerwehr mit Bindemittel abstreut. Der Einsatz ist gerade beendet, da kommt es gegen 13.30 Uhr zu einem Unfall mit drei Fahrzeugen auf der B56 (Foto), diesmal Höhe Brückberg. Eine Person muss vom Rettungsdienst versorgt werden, die Feuerwehr streut auslaufende Betriebsstoffe ab. Eine weitere Betriebsmittelspur auf der B56, diesmal bei Schreck, wurde bereits am Freitagabend entfernt.
Am Freitagnachmittag stürzt ein Baum in der Straße "Kningelbach" um, versperrt Zufahrt und -gang zu einem Gebäude. Die Feuerwehr schneidet das Hindernis so zurück, dass die Bewohner ins Haus können. Für die Entfernung des Baumes wird der Grundstückseigentümer an ein Fachunternehmen verwiesen. Die Kettensäge ist auch am Samstagnachmittag im Einsatz, als der Rettungsdienst einen Patienten im Wald erreichen möchte, die Zufahrt jedoch durch einen herabgefallenen Ast gesperrt ist. Nochmal Hilfe für den Rettungsdienst am Freitagabend. In der Hauptstraße wird eine Wohnungstür geöffnet.
Am Sonntagnachmittag werden mehrere Personen aus einem Aufzug befreit, der im zweiten Obergeschoss eines Hauses an der Brandstraße steckengeblieben ist. Die fast zeitgleiche Alarmierung zum Nogenter Platz - hier läuft Abwasser aus einem defekten Rohr - kann beim Eintreffen abgebrochen werden, eine vom Eigentümer verständigte Fachfirma ist bereits vor Ort. Abends noch eine unklare Rauchentwicklung über der "Freiheit" - die Feuerwehr kann bei der Kontrolle eine solche nicht feststellen.

Polizei fahndet nach Eigentümern dieser Sachen
Siegburg. Der Zugriff erfolgte nach längerer Ermittlungsphase in der Zeithstraße: Die Polizei nahm einen 41-Jährigen vorläufig fest, der 30 Gramm Kokain, 600 Gramm Amphetamin, rund 700 Gramm Marihuana sowie mehrere Hundert Euro Bargeld bei sich in der Wohnung lagerte.
Die Beamten entdeckten außerdem mehrere Briefmarkenalben, hochwertige Armbanduhren, Notebooks und Schmuck. Die Herkunft der Gegenstände ist ungeklärt. Es besteht der Verdacht, dass der Mann Drogen nicht nur gegen Bargeld, sondern auch gegen mutmaßliches Diebesgut abgegeben hat. Wer erkennt die abgebildeten Gegenstände oder kann Angaben zu deren Herkunft beziehungsweise zu den rechtmäßigen Eigentümern machen? Hinweise bitte unter +49 2241 541-3121.
Zwei Verdächtige, die die Fahnder dabei beobachtet hatten, wie sie nacheinander bei dem Verkäufer der verbotenen Substanzen einkehrten, müssen sich ebenfalls vor Gericht verantworten. Bei ihnen fanden sich geringe Mengen Kokain.

Mit Patrozinium und Livemusik
Siegburg. In Braschoss steht am Samstag, 19. September, das traditionelle Dorffest auf dem Kirchplatz an. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr mit der Heiligen Messe zum Patrozinium. Anschließend erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Festprogramm mit Livemusik.

Realschule begrüßte Fünftklässler
Siegburg. Mit Sonnenblumen, einer Trinkflasche mit Schullogo und passendem Schlüsselband sowie Eis begrüßte die Alexander-von-Humboldt-Realschule die neuen Fünftklässler. Als Klassentier überreichte Schulleiterin Iris Gust den Klassenleitungen Schildkröten (Foto), die Sechstklässler führten Tänze, Seilspringen und Akrobatik vor.
Während die Kinder ihre neuen Klassen kennenlernten, warteten auf die Eltern noch einige "Hausaufgaben": Gemeinsam wurde der Schulmanager eingerichtet, mit dem die gesamte schulische Kommunikation papierlos erfolgt, außerdem stellte sich das ZeitWerk für die Übermittagsbetreuung vor.

Freie Christliche Grundschule stellt sich vor
Siegburg. Am Samstag, 19. September, stellt sich die Freie Christliche, Frankfurter Straße 86, ab 10 Uhr bei einem Tag der offenen Tür interessierten Eltern und zukünftigen Erstklässlern vor. Ein Spieleangebot für Geschwisterkinder sowie Kaffee und Kuchen runden den Vormittag ab, der gegen 13 Uhr endet.

Der Weg zur Erstkommunion
Siegburg. Noch bis Sonntag, 20. September, läuft die Anmeldephase für katholische Kinder, die 2027 zur Erstkommunion gehen möchten. Wer kein Einladungsschreiben erhalten hat und auch nicht an einem der beiden Elternabende teilnehmen konnte, findet alle Informationen sowie ein Anmeldeformular unter www.servatius-siegburg.de. Der erste Begrüßungs-Weggottesdienst findet am Sonntag, 27. September, um 14 Uhr in St. Anno statt.

Sonnenliebhaber und gut für den Garten
Siegburg. "Meine Feuerwanzen wärmen sich in der Abendsonne auf, sie lieben die Sonne", leitet unser Leser Horst Limbach den Text zu seinem Foto ein. Und macht dann Werbung für die Sechsbeiner: "Die Feuerwanzen sind nützliche Insekten für den Garten. Sie ernähren sich von herabgefallenden Samen, abgestorbenen Planzenteilen und toten Insekten. Sie können nicht fliegen, die Flügel sind stark verkürzt. Die Lebenserwartung ist von zwei Monaten bis zu einem Jahr, bei optimalen Bedingungen bis zu zwei Jahre. Bei mir ist das der Fall, denn ich habe mehrere Malvensträucher, sie fressen deren Samen. Für Vögel, Igel und Spitzmäuse sind die Wanzen eine wichtige Futterquelle."

"Das Parlament der Wirtschaft"
Siegburg. In der vergangenen Woche hat die IHK Bonn/Rhein-Sieg die Unterlagen für die Wahl zum "Parlament der Wirtschaft" an rund 55.000 Mitglieder aus Industrie, Handel und Dienstleistung versendet. Bis Mittwoch, 7. Oktober, 17 Uhr, darf online oder per Brief abgestimmt werden. Infos und einen Überblick über alle 103 Kandidierenden erhalten Sie unter wahl.ihk-bonn.de.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Montag, 14. September 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Sonntag, 1. November)
8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, Kreishaus, Kaiser-Wilhelm-Platz 1:
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg stellt sich vor (bis Mittwoch, 16. September)
10 bis 12 Uhr, St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2:
Lotsenpunkt Siegburg
14 bis 16 Uhr, Gemeinschaftsgarten, Cecilien-/Wellenstraße:
Der Gemeinschaftsgarten (Foto) hat für Besucher geöffnet
15 bis 18 Uhr, Pumpwerk, Bonner Straße 65:
Boogie Hebels und Ralf Scherer: „Spätschicht“ (bis Freitag, 23. Oktober)
15 bis 18 Uhr, Spielplatz Haydnstraße:
Spielmobil Armin
Dienstag, 15. September 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Sonntag, 1. November)
8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, Kreishaus, Kaiser-Wilhelm-Platz 1:
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg stellt sich vor
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
80 Jahre Siegburger Briefmarkenfreunde e.V. (bis Sonntag, 27. September)
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Samstag, 31. Oktober)
14.30 bis 16.30 Uhr, Bistro Pauline, Jakobstraße 16:
Pflegeberatung im Stadtteil mit Verfahrenslotsin Joanna Vervuert
15 bis 17 Uhr, Katholisches Pfarrheim Kaldauen, Antoniusweg 1:
Seniorencafé "Café Lichtblick"
15 bis 18 Uhr, Spielplatz Kaldauer Feld:
Spielmobil Armin
19 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Vortrag von Sven-Felix Kellerhoff: "Von Adenauer lernen heißt siegen lernen? - Was am Gründungskanzler der Bundesrepublik 150 Jahre nach seiner Geburt noch aktuell ist"

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Montag, 14. September, der 257. Tag in 2026
Wetter: Kurze Schauer möglich.
Sonnenuntergang heute: 19.48 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 7.06 Uhr
Monduntergang heute: 20.30 Uhr
Mondaufgang morgen: 12.29 Uhr
Albert (Avogadro, Prior im italienischen Mortara, Bischof von Bobbio und Vercelli, Patriarch von Jerusalem, bei einer Prozession auf dem Weg zum vierten Laterankonzil 1214 in Rom ermordet); Cornelius (römischer Bischof, starb 253 im heutigen Civitavecchia, nach rheinischer Legende Patron der Liebenden).
Alexander von Humboldt (1769-1859), Naturforscher, Wissenschaftler und Universalgelehrter, bekannt vor allem durch seine Erkundungstouren durch Lateinamerika; Theodor Storm (1817-1888), Lyriker und Erzähler ("Der Schimmelreiter"); Iwan P. Pawlow (1849-1936), sowjetischer Mediziner und Physiologe, Medizinnobelpreis 1904, entdeckte das Prinzip der Klassischen Konditionierung (bedingte Reflexe); Hans Clarin (1929-2005), Schauspieler ("Das Wirtshaus im Spessart") und Synchronsprecher (Cookies Kieksstimme in "77 Sunset Strip", später Meister Eders "Pumuckl"); Renzo Piano (1939), italienischer Architekt, der Genuese gilt als Meister der Baukunst, schuf das Kölner Weltstadthaus in der Schildergasse, im Volksmund "Walfisch" genannt; Eckhard Henscheid (1941) Schriftsteller ("Trilogie des laufenden Schwachsinns") und Heinrich-Böll-Beleidiger ("steindumm"), das Bundesverfassungsgericht klärte ihn über die Unzulässigkeit von Schmähkritik und die Grenzen der Meinungsfreiheit auf; Günter Netzer (1944), Fußballer ohne große Karriere in der Nationalmannschaft, der Kölner Wolfgang Overath spielte zumeist statt seiner; Ex-Fußballkommentator im Verbund mit Gerhard Delling, das Duo bekam für seine sprachlichen Leistungen einen Grimme-Preis und der von ihm häufig gescholtene damalige Bundestrainer Rudi Völler Magenschmerzen - bis zum legendären Wutausbruch 2003 vor laufender Kamera nach einem Länderspiel-Gegurke gegen Island (Delling süffisant: "Die Brasilianer des Nordatlantiks"), Duzmaschine Waldemar Hartmann bekam darauf Völlers TV-Frust live ab ("Du hast drei Weizen getrunken"); Delling hat mit Lebensgefährtin Christina Block ("Blockhouse") heute ganz andere Sorgen; Pete Agnew (1946), britischer Bassist bei Nazareth ("Love Hurts"); Florian König (1967), TV-Sportreporter; Amy Winehouse (1983-2011), britische Sängerin mit tragischem Hang zu Crack und Co.

1321: Dante Alighieri, der italienische Dichter und Philosoph, Schöpfer der "Göttlichen Komödie", Wegbereiter des Italienischen statt Lateinischen in der zeitgenössischen Literatur, stirbt 55-jährig in Ravenna; 1542: Peter Henleins, der Schlosser, der um 1510 als erster tragbare Uhren in Dosenform konstruierte, stirbt etwa 60-jährig in Nürnberg; 1715: Pierre "Dom" Pérignon, der französische Benediktinermönch, maßgeblicher Entwickler der Methode champenoise, der Flaschengärung zur Herstellung von Schaumwein, Namensgeber für die Moët & Chandon-Marke, stirbt 77-jährig in Hautvillers/Champagne; 1851: James Fenimore Cooper, der amerikanische Schriftsteller ("Der letzte Mohikaner"), Vorreiter des amerikanischen Romans, schrieb über edle Wilde, Fallensteller, von Indianern bedrohte Ostküstensiedler - Abenteuerherz was willst du mehr; sein "Lederstrumpf" ist ein amerikanischer Mythos: Er wird gebraucht, um die riesigen Weiten zu erkunden, als die Zivilisation nachrückt, ist sein Ende unvermeidlich; Cooper stirbt einen Tag vor seinem 62. Geburtstag in Copperstown/New York; Bild: Roman-Cover von "Der letzte Mohikaner"; 1927: Hugo Ball, der Schriftsteller und Dadaist stirbt 41-jährig in Sant'Abbondio im Tessin; 1982: Grace Kelly, die Fürstin von Monaco und ehemalige Schauspielerin stirbt 52-jährig im Zwergstaat an den Folgen eines Autounfalls, den sie tags zuvor mit Tochter Stephanie in einer Spitzkehre auf der Route de La Turbie erlitten hatte, unweit der Route de Beausoleil, wo 1954 Alfred Hitchcock mit ihr und Cary Grant die Picknick-Szene für "Über den Dächern von Nizza" drehte; 1982: Bachir Gemayel, der christlich-maronitische Milizenführer und frei gewählte Präsident des Libanon stirbt 34-jährig in Aschrafija bei einem Bombenanschlag auf das Parteihauptquartier, mit ihm kommen 25 weitere Menschen ums Leben, das Attentat wird dem syrischen Geheimdienst zugeschrieben; die Ermordung Gemayels löst das von christlichen Falangisten verübte Massaker von Sabra und Schatila aus, bei dem bis zu 3.000 Menschen, überwiegend wehrlose Zivilisten, ermordet werden; 1999: André Kostolany, der in Ungarn geborene amerikanische Finanzexperte und Börsenguru stirbt 93-jährig in Paris; 2000: Rolf Kauka, der Comic-Zeichner und Verleger ("der deutsche Walt Disney"), Vater von "Fix und Foxy", stirbt 83-jährig in Thomasville im amerikanischen Georgia; in den 1930er-Jahren strich er sein Weltbild in braunen Farben; 2005: Robert Wise, der amerikanische Regisseur ("Der Tag an dem die Erde stillstand", "West Side Story", "Star Trek") stirbt 91-jährig in Los Angeles; die erste Oscar-Nominierung hatte er als Cutter von Orson Welles Meisterwerk "Citizen Kane", insgesamt vier Oscars und drei Nominierungen; 2009: Patrick Swayze, der amerikanische Schauspieler ("Ghost - Nachricht von Sam", "Fackeln im Sturm", "Dirty Dancing") stirbt 57-jährig in Los Angeles; 2015: Fred deLuca, der milliardenschwere amerikanische Gründer der Schnellrestaurant-Kette "Subway" stirbt 67-jährig in Lauderale Lakes/Florida an Leukämie; mit nur 17 Jahren hatte er die erste Sandwich-Bude eröffnet; 2022: Henry Silva, der amerikanische Schauspieler ("Botschafter der Angst") stirbt 95-jährig im kalifornischen Woodland Hills; mit seinen hartmarkanten Gesichtszügen war er auf die Rolle des Bösewichts vom Dienst abonniert, der "SPIEGEL" blickt zurück: "Wenn er in einem Film auftauchte, musste man mit dem Schlimmsten rechnen"; 2022: Irene Papas, die griechische Schauspielerin („Alexis Sorbas“, "Z") und Sängerin in langer Zusammenarbeit mit Vangelis stirbt 96-jährig in Chiliomodi.
Vor 630 Jahren - 14. September 1396
Der "Verbundbrief" schreibt für die Stadt Köln verfassungsrechtlich fest, dass neben den Patriziern auch die Gaffeln und Kaufleute bei der Ausübung von Regierungsgewalt zu beteiligen sind.

Vor 240 Jahren - 14. September 1786/1
Goethe am Gardasee - der geniale Künstler erlebt auf seiner Italienreise den dritten Tag in einer großartigen Landschaft, gerät aber in den Verdacht, ein Spion der Österreicher zu sein. Der Dichter vermerkt: "Der Gegenwind, der mich gestern in den Hafen von Malcesine trieb, bereitete mir ein gefährliches Abenteuer, welches ich mit gutem Humor überstand und in der Erinnerung lustig finde. Wie ich mir vorgenommen hatte, ging ich morgens beizeiten in das alte Schloss, welches ohne Tor, ohne Verwahrung und Bewachung jedermann zugänglich ist. Im Schlosshofe setzte ich mich dem alten auf und in den Felsen gebauten Turm gegenüber; hier hatte ich zum Zeichnen ein sehr bequemes Plätzchen gefunden; neben einer drei, vier Stufen erhöhten verschlossenen Tür, im Türgewände ein verziertes steinernes Sitzchen, wie wir sie wohl bei uns in alten Gebäuden auch noch antreffen. Ich saß nicht lange, so kamen verschiedene Menschen in den Hof herein, betrachteten mich und gingen hin und wieder. Die Menge vermehrte sich, blieb endlich stehen, so dass sie mich zuletzt umgab. Ich bemerkte wohl, dass mein Zeichnen Aufsehen erregt hatte, ich ließ mich aber nicht stören und fuhr ganz gelassen fort. Endlich drängte sich ein Mann zu mir, nicht von dem besten Ansehen, und fragte, was ich da mache. Ich erwiderte ihm, dass ich den alten Turm abzeichne, um mir ein Andenken von Malcesine zu erhalten. Er sagte darauf, es sei dies nicht erlaubt, und ich sollte es unterlassen. Da er dieses in gemeiner venezianischer Sprache sagte, so dass ich ihn wirklich kaum verstand, so erwiderte ich ihm, dass ich ihn nicht verstehe. Er ergriff darauf mit wahrer italienischer Gelassenheit mein Blatt, zerriss es, ließ es aber auf der Pappe liegen. Hierauf konnt' ich einen Ton der Unzufriedenheit unter den Umstehenden bemerken, besonders sagte eine ältliche Frau, es sei nicht recht, man solle den Podestà rufen, welcher dergleichen Dinge zu beurteilen wisse. (...) Ich machte ihn und das Volk aufmerksam auf den Verfall dieser Türme und dieser Mauern, auf den Mangel von Toren, kurz auf die Wehrlosigkeit des ganzen Zustandes und versicherte, ich habe hier nichts als eine Ruine zu sehen und zu zeichnen gedacht. Man entgegnete mir: wenn es eine Ruine sei, was denn dran wohl merkwürdig scheinen könne? Ich erwiderte darauf, weil ich Zeit und Gunst zu gewinnen suchte, sehr umständlich, dass sie wüssten, wie viele Reisende nur um der Ruinen willen nach Italien zögen, dass Rom, die Hauptstadt der Welt, von den Barbaren verwüstet, voller Ruinen stehe, welche hundert- und aber hundertmal gezeichnet worden, dass nicht alles aus dem Altertum so erhalten sei, wie das Amphitheater zu Verona, welches ich denn auch bald zu sehen hoffte. (...)"

Vor 240 Jahren - 14. September 1786/2
Goethe am Gardasee, als Spion verdächtigt. Fortsetzung: "Als ich jedoch des Amphitheaters zu Verona erwähnte, das man im Lande unter dem Namen Arena kennt, sagte der Aktuarius, der sich unterdessen besonnen hatte, das möge wohl gelten, denn jenes sei ein weltberühmtes römisches Gebäude, an diesen Türmen aber sei nichts Merkwürdiges, als dass es die Grenze zwischen dem Gebiete Venedigs und dem östreichischen Kaiserstaate bezeichne und deshalb nicht ausspioniert werden solle. Ich erklärte mich dagegen weitläufig, dass nicht allein griechische und römische Altertümer, sondern auch die der mittlern Zeit Aufmerksamkeit verdienten. Ihnen sei freilich nicht zu verargen, dass sie an diesem von Jugend auf gekannten Gebäude nicht so viele malerische Schönheiten als ich entdecken könnten. Glücklicherweise setzte die Morgensonne Turm, Felsen und Mauern in das schönste Licht, und ich fing an, ihnen dieses Bild mit Enthusiasmus zu beschreiben. Weil aber mein Publikum jene belobten Gegenstände im Rücken hatte und sich nicht ganz von mir abwenden wollte, so drehten sie auf einmal, jenen Vögeln gleich, die man Wendehälse nennt, die Köpfe herum, dasjenige mit Augen zu schauen, was ich ihren Ohren anpries, ja der Podestà selbst kehrte sich, obgleich mit etwas mehr Anstand, nach dem beschriebenen Bilde hin. Diese Szene kam mir so lächerlich vor, dass mein guter Mut sich vermehrte und ich ihnen nichts, am wenigsten den Efeu schenkte, der Fels und Gemäuer auf das reichste zu verzieren schon Jahrhunderte Zeit gehabt hatte. Der Aktuarius versetzte drauf, das lasse sich alles hören, aber Kaiser Joseph sei ein unruhiger Herr, der gewiss gegen die Republik Venedig noch manches Böse im Schilde führe, und ich möchte wohl sein Untertan, ein Abgeordneter sein, um die Grenzen auszuspähen. "Weit entfernt", rief ich aus, "dem Kaiser anzugehören, darf ich mich wohl rühmen, so gut als ihr, Bürger einer Republik zu sein, welche zwar an Macht und Größe dem erlauchten Staat von Venedig nicht verglichen werden kann, aber doch auch sich selbst regiert und an Handelstätigkeit, Reichtum und Weisheit ihrer Vorgesetzten keiner Stadt in Deutschland nachsteht. Ich bin nämlich von Frankfurt am Main gebürtig, einer Stadt, deren Name und Ruf gewiss bis zu euch gekommen ist." "Von Frankfurt am Main!" rief eine hübsche junge Frau, "da könnt Ihr gleich sehen, Herr Podestà, was an dem Fremden ist, den ich für einen guten Mann halte; lasst den Gregorio rufen, der lange daselbst konditioniert hat, der wird am besten in der Sache entscheiden können." Schon hatten sich die wohlwollenden Gesichter um mich her vermehrt, der erste Widerwärtige war verschwunden, und als nun Gregorio herbeikam, wendete sich die Sache ganz zu meinem Vorteil. Dieser war ein Mann etwa in den Fünfzigern, ein braunes italienisches Gesicht, wie man sie kennt. Er sprach und betrug sich als einer, dem etwas Fremdes nicht fremd ist, erzählte mir sogleich, dass er bei Bolongaro in Diensten gestanden und sich freue, durch mich etwas von dieser Familie und von der Stadt zu hören, an die er sich mit Vergnügen erinnere. Glücklicherweise war sein Aufenthalt in meine jüngeren Jahre gefallen, und ich hatte den doppelten Vorteil, ihm genau sagen zu können, wie es zu seiner Zeit gewesen und was sich nachher verändert habe. (...) Als ich ihm nun die genaueste Auskunft fast über alles gegeben, um was er mich befragt, wechselten Heiterkeit und Ernst in den Zügen des Mannes. Er war froh und gerührt, das Volk erheiterte sich immer mehr und konnte unserm Zwiegespräch zuzuhören nicht satt werden, wovon er freilich einen Teil erst in ihren Dialekt übersetzen musste. Zuletzt sagte er: "Herr Podestà, ich bin überzeugt, dass dieses ein braver, kunstreicher Mann ist, wohl erzogen, welcher herumreist, sich zu unterrichten. Wir wollen ihn freundlich entlassen, damit er bei seinen Landsleuten Gutes von uns rede und sie aufmuntere, Malcesine zu besuchen, dessen schöne Lage wohl wert ist, von Fremden bewundert zu sein. Ich verstärkte diese freundlichen Worte durch das Lob der Gegend, der Lage und der Einwohner, die Gerichtspersonen als weise und vorsichtige Männer nicht vergessend. Dieses alles ward für gut erkannt, und ich erhielt die Erlaubnis, mit Meister Gregorio nach Belieben den Ort und die Gegend zu besehen. Der Wirt, bei dem ich eingekehrt war, gesellte sich nun zu uns und freute sich schon auf die Fremden, welche auch ihm zuströmen würden, wenn die Vorzüge Malcesines erst recht ans Licht kämen. (...) Gegen Abend holte mich der gute Mann in seinen Weinberg ab, der den See hinabwärts sehr wohlgelegen war. Uns begleitete sein fünfzehnjähriger Sohn, der auf die Bäume steigen und mir das beste Obst brechen musste, indessen der Alte die reifsten Weintrauben aussuchte." Foto: Malcesine mit Scaligerburg um 1925, Blick von Nordwest.

Vor 125 Jahren - 14. September 1901
Nach der Ermordung von William McKinley wird Rechtsanwalt Theodore Roosevelt zum 26. US-Präsidenten gewählt. Mit 42 Jahren ist er das jüngste Staatsoberhaupt in der Geschichte der USA.

Vor 115 Jahren - 14. September 1911
Der russische Premier Pjotr Stolypin (49) wird Opfer eines Revolverattentats, welches ein Sozialrevolutionär im Theater Kiew verübt. Der Politiker erliegt vier Tage später seinen schweren Verletzungen. Stolypin war verhasste Symbolfigur des Zarenreiches, versuchte mit brutalen Methoden den revolutionären Terrorismus einzudämmen. Andererseits hatte er erkannt, dass nur Reformen sein Land vor dem Chaos retten. So hatte er Feinde im gesamten politischen Spektrum. Die Sozialrevolutionäre propagierten offen den Mord als legitimes Mittel der Politik. Bereits im August 1906 wurde auf Stolypin ein Bombenattentat verübt, das er leicht, seine Tochter Natalja schwer verletzt überlebte. 27 Menschen starben. "Begrabt mich, wo ich ermordet werde", hatte er verfügt. Stolypin ruht in Kiew. Foto: Kutsche von Stolypin nach dem Attentat 1906.
Vor 85 Jahren - 14. September 1941
"Verdacht" hat Premiere in den USA. In den Hauptrollen Cary Grant und Joan Fontaine, die für diese Rolle den Oscar erhält.
Vor 30 Jahren - 14. September 1996
Die UN-Vollversammlung spricht sich nach langen Verhandlungen mit 158 von 173 Stimmen für einen weltweiten Atomtest-Stopp aus. US-Präsident Bill Clinton setzt als Erster seine Unterschrift unter das Abkommen.
Vor 110 Jahren - September 1916
Aufruf des "Vereins deutscher Nähmaschinenhändler" an die Leserinnen und Leser des "Siegburger Kreisblatts": "Kauft deutsche Nähmaschinen; Singer-Nähmaschinen mit dem Einguß The Singer Manufacturing Company sind Fabrikate des amerikanisch-englischen Singertrusts. Wer Singer-Nähmaschinen kauft, schädigt die deutsche Nähmaschinen- Industrie und unterstützt ausländische Unternehmungen."
Vor 110 Jahren - 14. September 1916
Bekanntmachung: "Zwei Nachtwächter-Stellen sind hier sofort neu zu besetzen. Die Entschädigung beträgt 1.260 Mark jährlich. Bekleidung und Ausrüstung stellt die Stadt. Die Annahme erfolgt auf Kündigung ohne Pensionsberechtigung. Anforderungen: Kräftiger Körperbau, vollkommene Gesundheit, Nüchternheit und Zuverlässigkeit sowie die Fähigkeit, schriftliche Anzeigen leserlich und verständlich abzufassen. Der Bewerbung sind beizufügen: Selbstgefertigter Lebenslauf und beglaubigte Abschriften der Zeugnisse über die seitherige Tätigkeit. Siegburg, der Bürgermeister, Plum."

Vor 110 Jahren - 14. September 1916
Bekanntmachung: "Die städtische Badeanstalt wird am 20. d. Mts. geschlossen. Die zur Aufbewahrung übergebene Wäsche ist rechtzeitig abzuholen. Siegburg, der Bürgermeister, Plum." Foto: Schluss mit lustig, die Saison ist vorbei und der uniformierte Bademeister guckt schon grimmig. Siegburger Badeanstalt am Mühlengraben um 1911.
Vor 100 Jahren - 14. September 1926
"Samstag abend kurz nach 10 Uhr stand ein hier im Felde liegender Strohbarmen in hellen Flammen. Die Feuerwehr war schnell und vollzählig versammelt, sie rückte jedoch nicht aus, weil es aussichtslos war, das Feuer zu löschen und bei dem Versuch die anliegenden Felder nur Schaden erlitten hätten. Leider ist der Barmen nicht versichert gewesen."

Vor 40 Jahren - 14. September 1986
Bürgeranhörung zum Vorentwurf des Bebauungsplanes für das Gebiet Griesgasse, Zeughausstraße, Annostraße und Markt. In diesem Viereck entsteht das neue Siegburger Stadtmuseum. Bedenken gegen die geplante zweigeschossige Überdachung des zum ehemaligen Amtsgericht gehörenden alten Pedellhauses werden ebenso wenig erhoben wie gegen die eingeschossige Überbauung des Innenhofs. Geschäftsleute stören sich aber an der am Treppenaufgang geplanten Überdachung des Museumseingangs. Auch die Absperrung der Annostraße für den Durchgangsverkehr mit Pfosten am Markt erbost Geschäftsleute. "Ich mauere Ihnen auch nicht die Türe zu und sage: Gehen Sie zum Fenster rein" erzürnt sich ein Händler. Er fordert - Fußgängerzone hin, Fußgängerzone her - "ungehinderte An- und Abfahrt zu jeder Zeit". Foto: Umbau des alten Amtsgerichts zum Museum am Markt.

Vor 40 Jahren - September 1986
Keine Zeit oder wenig Lust am Formulieren haben Bürgermeister Dr. h.c. Adolf Herkenrath und Stadtdirektor Dr. Konrad Machens. Auf der Begrüßungsseite des Theaterprogramms 1986/87 ist jedenfalls sehr viel weiß geblieben, dazu die Unterschriften der beiden und der Satz: "Für die Spielzeit 1986/87 wünschen wir Ihnen gute Unterhaltung". Als Zugabe noch ein Goethe-Zitat: "Nicht Wünschelruten, nicht Alraune, die Zauberei liegt in der guten Laune." Gefüllter als das Vorwort ist das im Oktober startende Programm selbst. "Das Leben des Galilei" von Bertolt Brecht präsentiert die Münchner Schauspielbühne. Mit Friedrich Joloff in der Hauptrolle. Für die Pänz gibt es den "Kleinen Prinz", und im November stehen Maxim Gorkis "Nachtasyl" (mit Ralf Wolter und Peter Kuiper) sowie Peter Härtlings "Das war der Hirbel" auf dem Spielplan.
Gerhard Hauptmanns "Fuhrmann Henschel" verkörpert Friedrich Schütter, Herbert Herrmann und Barbara Capell unterhalten im Lustspiel "Micky Maus und Einstein". Jutta Speidel und Eva Kotthaus (Foto) sowie Christine Brücker und Helga Op gen Orth spielen im März 1987 die Hauptrollen in "Wenn du geredet hättest, Desdomona". Vorher reden wird Brücker bereits im November, da liest sie bei der "Siegburger Literaturwoche" aus "Jauch und Levkojen, Nirgendwo ist Poenichen". Neben weiteren Veranstaltungen stehen in der Stadthalle auch die Tragikomödie "Die leichten Herzens sind" mit Horst Tappert, Heinrich Bölls "Die Ansichten eines Clowns" sowie Nestroys "Frühere Verhältnisse" mit Fritz Muliar auf dem Programm mit dem knappen Vorwort.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Apotheken-Notdienst: https://www.aponet.de
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
