siegburgaktuell 09.09.2026

Morgen melden sich 350 Sirenen im Kreis
Siegburg. Am morgigen bundesweiten Warntag heulen im Rhein-Sieg-Kreis 350 Sirenen. Durch die um 11 Uhr beginnende Übung soll die volle Funktionsfähigkeit der Bevölkerungswarnsysteme überprüft werden. Getestet wird außerdem die App NINA, was ausgeschrieben Notfall-, Informations- und Nachrichten-App bedeutet. Was signalisieren die einzelnen Sirenenlaute im Ernstfall?
Auf- und abschwellender Ton gleich Gefahr. Dann bitte aufs Handy schauen und/oder Radio anschalten für weitere Auskünfte, Nachbarn informieren, auf Lautsprecherdurchsagen auf der Straße achten. Die 110 und 112 freihalten, nur in wirklich drängenden Situationen anrufen.
Gleichbleibender Ton gleich "Gefahr gebannt".
Am morgigen Warntag ist die Abfolge: gleichbleibend, auf- und abschwellend, gleichbleibend, jeweils für eine Minute. Das Bild ist KI-generiert.

Erster Ausschuss nach der Sommerpause
Siegburg. Mit dem Mobilitätsauschuss heute Abend um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses endet die politische Sommerpause. Was steht auf der Agenda?
ADFC-Ortsgruppensprecher Sebastian Gocht berichtet, wie er die jüngst umgesetzten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs beurteilt - und wo aus Sicht des Vereins noch Potential für Verbesserungen besteht. Auch den Fahrradklimatest, bei dem das Radfahren vor Ort bewertet werden kann, wird er vorstellen.
Spannend die Frage, wie es mit dem Radverkehr in der Fußgängerzone weitergeht. Grund dafür ist eine Neufassung der Straßenverkehrsordnung, die ab dem 1. März 2027 E-Tretroller und Fahrräder gleichstellt.
Außerdem wird ein Blick auf die aktuelle Baustellensituation geworfen.
Tagesordnung und Unterlagen gibt es hier, im Livestream sind Sie auf der heimischen Couch dabei. Foto: Noch ganz frisch - Fahrradstraßenmarkierung in der Bahnhofstraße.

Großprojekt Wahnbachtalstraße
Siegburg. Meist geht es in Bezug auf die Baustelle an der Wahnbachtalstraße um das Auto. Heute steht das Fahrrad im Mittelpunkt, denn der Radwegbau gehört zum Großprojekt. Seit Montag werden die alten Wege rausgerissen, um für den neuen Untergrund, auf dem es sich dann beträchtlich besser rollt, Platz zu schaffen. Botschaft: Die Arbeiten sind im Plan, bereits kommendes Wochenende wird frisch asphaltiert.
Gestern, so die Kollegen der Mobilität, wurde noch einmal bei der Verkehrssicherheit im Baustellenbereich nachjustiert und Hinweise für Radler, ganz pragmatisch, in Signalfarbe aufgesprüht: "Es ist schön zu sehen, wie zügig es in den Nebenanlagen vorangeht. Spoiler: Das Ergebnis wird gut."

Reul am Freitag auf dem Markt
Siegburg. Die politische Großwetterlage führte ihn zuletzt in Waldbrandgebiete und zu attackierten Umspannwerken. Gleichzeitig findet NRW-Innenminister Herbert Reul Zeit für Besuche mit engem Bürgerkontakt, beehrt regelmäßig die landesweit angebotene Reihe "Coffee with a Cop". Heute ist er im ostwestfälischen Bad Salzuflen, übermorgen in Siegburg. Das Kaffeemobil der Ordnungshüter steht am Freitag, 11. September, von 10 bis 16 Uhr auf dem Markt und dient als Anlaufstelle für alle, die mit der Polizei ins Gespräch kommen möchten. Der Minister hat sich zwischen 14 und 15 Uhr angesagt.

Leseclubsommer ist zu Ende
Siegburg. "Schön trubelig war es in den Sommerferien", schreibt uns das Team der Stadtbibliothek. Der Grund: 513 Teilnehmende am SommerLeseClub (SLC) sammelten eifrig Stempel für ihre Logbücher. 3.432 Medien gingen in sechseinhalb Wochen in die Ausleihe - 6,7 pro Clubmitglied. 150 Schülerinnen und Schüler besuchten die angebotenen Workshops wie Freestyle-Basteln, Schreibwerkstatt, Abenteuerzeichnen, Escape Game "Bibliothek" oder Podcast/Tonstudio.
Schön trubelig war es auch beim Finale am Samstag. Zum großen Abschlussfest im Cineplex wurden nach der Begrüßung durch Bürgermeister Stefan Rosemann die leseeifrigste Grundschule (GGS Nord), die SLC-Klasse der Jahres (7a des Gymnasiums Alleestraße) und die Einzelteilnehmenden mit den am kreativsten gestalteten Logbüchern durch Stephanie Trommeschläger, Leiterin des SLC-Teams der Stadtbibliothek, und ihren Mitstreiterinnen prämiert. Dann wurde es still im sich verdunkeltem Kinosaal, der Überraschungsfilm "Tad Stones und die Wunderlampe" begann.
Rundum zufrieden und stolz darauf, einen Beitrag zur außerschulischen Leseförderung beizutragen, freuen sich die Bibliothekarinnen nun auf die 20. Auflage im nächsten Jahr. Der SLC wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie den regionalen Sponsoren Nikolaus-Stiftung, Cineplex, Siegwerk und Oktopus-Freizeitbad.

Museumsgespräch nutzte Computerspiel
Siegburg. In neue Dimensionen stieß das Museumsgespräch am letzten Donnerstagabend vor. Für seine Ausführungen zum Gefecht von Siegburg im Jahr 1796 modifizierte Referent Kay-Marten Harmes das Computerspiel "Napoleon: Total War". So konnte der Mitarbeiter des Kreisarchivs das Aufeinanderprallen von Franzosen und Österreichern auf dem Gebiet des heutigen St. Augustin authentisch simulieren. Uniformen, Regimentsfahnen und aufsteigender Musketenrauch flimmerten über die Leinwand. Eine Zeit, in der es nicht einmal Fotografie gab, wurde mit bewegten Bildern für die Gegenwart fassbar.
Das Setting von 1796 sei hier grob skizziert. Auf der einen Seite das revolutionäre Frankreich, das die Ideen von 1789 über den Rhein trägt. Auf der anderen das ins Wanken geratene Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Die Fürsten und Herzöge des noch bestens aus der Schule bekannten Flickenteppichs überlassen den Kampfjob dem österreichischen Vielvölkerheer um Erzherzog Karl. Dazwischen die Bevölkerung und der Magnet Abtei, auf ewig wichtig wegen der strategischen Lage.
In den Städten und Dörfern sind die Franzosen gefürchtet, weil sie keine Feldküchen mitführen. "Holt euch von den Menschen, was ihr braucht", lautet die Ansage der Feldherren zur Motivationssteigerung. Die Träger der Trikolore holen sich längst nicht nur Lebensmittel. Es geht grausam zu.
Am 1. Juni kommt es zur Schlacht in den Siegauen zwischen Menden und Buisdorf. Die Österreicher sind nummerisch deutlich unterlegen, keine 4.000 Mann gegen 20.000 Anstürmende unter dem genialen General Jean-Baptiste Kléber aus Straßburg. Die Franzosen siegen, kommen bis Wetzlar, dann werden sie zurückgedrängt. Im wesentlich bekannteren Gemetzel bei Uckerath, das am 19. Juni 1796 folgt, wechselt das Kampfglück vollends die Seiten.
Unterdessen macht in Norditalien ein Befehlshaber von sich reden, dessen Körpergröße im krassen Missverhältnis zu seinem Erfolg steht: Napoleon Bonaparte. Die Kriege gehen bis 1815 weiter. Austerlitz, Jena-Auerstedt, Leipzig und Waterloo - all diese blutgetränkten Namen warten noch auf Eingang in die Geschichtsbücher.
Erstaunlich der Besuch des Museumsgesprächs. Knapp 100 Personen saßen im Forum.

Aktive Senioren kutschieren Friedhofsbesucher
Siegburg. Das Café T.O.D. auf dem Nordfriedhof wartet am kommenden Sonntag, 13. September, während seiner Öffnungszeit (14 bis 17 Uhr) mit einem besonderen Service auf. Die Aktiven Senioren sind mit ihrer Fahrradrikscha zu Gast und chauffieren die Café-Gäste über die Friedhofsanlage und zu gewünschten Grabstellen. Die pedalbetriebenen Taxis verkehren zwischen 14.30 und 16 Uhr.
Die Aktiven Senioren sind eine Organisation unter dem Dach der Johanniter.

... und vielleicht auch Backgammon?
Siegburg. Würfelbecher raus, Daumen drücken! Am Freitag, 11. September, verwandelt sich das Bistro Pauline in der Wolsdorfer Jakobstraße 22 von 14 bis 17 Uhr in ein buntes Spielecafé für alle Generationen. Eigene Lieblingsspiele können mitgebracht werden. Um 15.30 Uhr ist Bingo-Zeit. Für beste Stimmung und die richtigen Zahlen sorgt die Moderatorin und Podcasterin Katrin Beck (Foto). Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Hier zu weiterer Information.

Spätschicht im Pumpwerk
Siegburg. "Spätschicht" ist der Titel einer Ausstellung, die von Samstag, 12. September, 16 Uhr, bis Freitag, 23. Oktober, im Pumpwerk, Bonner Straße 65, zu sehen sein wird. In der Werkschau finden zwei grundverschiedene Ansätze, ohne bunte Kolorierung zu arbeiten, zusammen. Die Kunst Boogie Hebels beschränkt sich auf die Verwendung schwarzer Farbe, mit Spachteln und Rakeln in Schichtungen auf Leinwände aufgetragen. Ralf Scherer widmet sich in seinen Schwarz-Weiß-Fotografien dem Menschen, die Aufnahmen entstehen spontan, ohne Arrangements oder Nachbearbeitungen.
Öffnungszeiten: montags und sonntags von 15 bis 18 Uhr, freitags von 11 bis 13 Uhr. Am Samstag, 3. Oktober, findet ab 13 Uhr eine Midissage statt, Titel: "Artist Talk - Kunst wie Musik auf Vinyl", Schallplatten untermalen das Gezeigte akustisch. Foto: "Copy Me" von Ralf Scherer.

Hier sprechen Sie Spanisch
Siegburg. "Café y Lectura" - Kaffee und Lesestoff: Das ist die Mischung, die die Teilnehmenden des gleichnamigen VHS-Onlineangebots ab Samstag, 19. September, erwartet. Für die Texte, von Zeitungsartikeln bis hin zu Kurzgeschichten, über die in den einzelnen Stunden gesprochen wird, sorgt Kursleiterin Melissa Bueno, für das passende Heißgetränk sind Sie selbst verantwortlich. Weitere Infos und Anmeldung unter www.vhs-rhein-sieg.de.

Und 1.000 Gläubige auf dem Markt
Siegburg. Die kirchlichen Termine des kommenden Wochenendes, die uns erreichten:
Jubiläum in St. Servatius am Samstag, 12. September, um 11.30 Uhr. Zur 1.600. Orgelmusik zur Marktzeit gibt es ein Spezial um einen der größten deutschsprachigen Dichter. Unter dem Titel "Ich finde dich in allen diesen Dingen" steht Lyrik von Rainer Maria Rilke, dessen Todestag sich 2026 zum 100. Mal jährt. Was wird geboten? Orgelimprovisationen von Kantor Dr. Dirk van Betteray, Ulrich E. Hein rezitiert Meisterstücke wie "Der Panther", es werden überdies Pastell-Kreide-Zeichnungen von Ursula Groten ausgestellt.
Ebenfalls am Samstag lädt die Familienkirche in der Bonner Straße 33c zwischen 13 und 17 Uhr zum Familienfest, das unter das Motto "David gegen Goliath" gestellt ist.
Am Sonntag, 13. September, ist Tag des offenen Denkmals. Die Wolsdorfer Kirche St. Dreifaltigkeit ist von 10.15 bis 11.45 Uhr geöffnet. Um Viertel nach zehn beginnt auch die Führung, in der es um die Ausstattung, Kunstgegenstände, liturgisches Inventar, die Fenster und um die Biografien der Wolsdorfer Pfarrer geht.
Ab 11 Uhr erwartet die Evangelische Allianz Rhein-Sieg 800 bis 1.000 Personen auf dem Markt zum Open-Air-Gottesdienst, der um 11.30 Uhr beginnt. Zudem präsentieren sich die unter dem Dach der Allianz gebündelten Kirchengemeinden an Ständen, Kaffee und Kuchen gibt's obendrein.

Fest zum Saisonauftakt
Siegburg. Die Handballdoku "Grip of Glory" in der ARD-Mediathek gesehen? Bisschen reißerisch die Episodentitel wie "Hunger am Meer" über den THW Kiel oder "Der Norden brennt" über die SG Flensburg-Handewitt. Liebhaber kommen aber voll auf ihre Kosten.
Die heimische Handballspielgemeinschaft Sieg veranstaltet am Sonntag, 13. September, zwischen 11.30 und 19 Uhr ein Schnupper-Auftaktwochenende rund um die Vierfachhalle am Anno-Gymnasium. Neben den ersten Meisterschaftsspielen der männlichen C1 (Foto) und C2 sowie der Saison-Generalprobe der ersten Herren gegen den Verbandsligisten vom TV Wahlscheid ist noch einiges mehr zu erleben. Auf die Kleinen warten eine Hüpfburg und ein Kinderschminktisch. Mit filzummantelten Pfeilen kann man sich an der XXL-Dartscheibe versuchen, in der Halle ist ein Zielwerfen mit Bällen geplant.
Das leibliche Wohl ist nicht in Gefahr. Wer einmal einen Abwehrarm im Gesicht hatte, der weiß: Auf dem Spielfeld ist das nicht immer der Fall.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Mittwoch, 9. September 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Sonntag, 1. November)
8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, Kreishaus, Kaiser-Wilhelm-Platz 1:
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg stellt sich vor (bis Mittwoch, 16. September)
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Samstag, 31. Oktober)
14 bis 17 Uhr, Café T.o.d., Nordfriedhof:
StrickCafé
14 bis 18 Uhr, Vorplatz der katholischen Kirche Liebfrauen, Antoniusweg 1:
Bauernmarkt
15 bis 18 Uhr, GGS Stallberg, Deutzer-Hof-Straße 24:
Spielmobil Armin
15.30 bis 17 Uhr, Servatiushaus, Mühlenstraße 14:
Mi-a-Mi - der Treff für alleinstehende Erwachsene
18 Uhr, Helios Klinikum, Ringstraße 49:
Dr. Dennis Vogel (Foto): "Wieder in Bewegung! Von Indikation bis Nachsorge bei Kniegelenkersatz"
18 Uhr, Rathaus, Nogenter Platz 10:
Mobilitätsausschuss
Donnerstag, 10. September 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Sonntag, 1. November)
8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, Kreishaus, Kaiser-Wilhelm-Platz 1:
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg stellt sich vor (bis Mittwoch, 16. September)
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Samstag, 31. Oktober)
14 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Die Artothek hat geöffnet
15 bis 18 Uhr, Spiel- und Sportplatz Arndtstraße:
Spielmobil Armin
18 Uhr, Rathaus, Nogenter Platz 10:
Stadtratssitzung

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Mittwoch, 9. September, der 252. Tag in 2026
Wetter: "Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Herbst mit wenig Segen." Der Alternativspruch mit Verkehrsinformation: "Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Herbst mit bösen Wegen." Will heißen: Ein regennasser Herbst erschwerte die Ernte durch matschige Feldwege.
Sonnenuntergang heute: 19.59 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 6.59 Uhr
Monduntergang heute: 19.19 Uhr
Mondaufgang morgen: 5.55 Uhr
Gorgonius (von Rom, frühchristlicher Märtyrer, um 305 gestorben), auch: Gorgon; Audomar (von Thérouanne, Bischof, bei Coutances in der Normandie geboren, starb um 667), auch: Otmar.

Armand Richelieu (1585-1642), französischer Kardinal und politischer Strippenzieher ("Rote Eminenz"); Luigi Galvani (1737-1798), italienischer Biophysiker aus Bologna; William Bligh (1754-1817), britischer Kapitän der legendären "Bounty"; Eduard Mörike (1804-1875), Lyriker ("Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte"); Johann Gottfried Piefke (1815-1884), preußischer Militärmusiker, konnte nichts für seinen Nachnamen, der aber wurde den Ösis zum abwertenden Synonym für Deutsche; Leo Tolstoi (1828-1910), russischer Schriftsteller ("Krieg und Frieden", "Anna Karenina"), Max Reinhardt (1873-1943), österreichischer Theaterleiter und Regisseur; Harland Sanders (1890-1980), amerikanischer Unternehmer, Begründer der Systemgastronomie-Kette "Kentucky Fried Chicken"; Peter Beauvais (1916-1986), Fernsehregisseur ("Trauer muss Elektra tragen", "Deutschstunde"); Fritz Herkenrath (1928-2016), vor seiner Laufbahn als Schulrat spielte der Kölner Torwart für den FC und in der Nationalelf (Vierter bei der WM 1958 in Schweden), Deutscher Meister 1955 mit Rot-Weiß Essen; Arnim Basche (1934-2021), Sportjournalist, unvergessen durch seinen Versprecher als Moderator im ZDF-Sportstudio 1973: "Kickenbacher Offers"; Chaim Topol (1935-2023), israelischer Schauspieler, bekannt durch seine Darstellung des Milchmanns Tewje in Norman Jewisons Musical-Verfilmung von "Anatevka", und Schriftsteller ("Memoiren eines alten Arschlochs"); Otis Redding (Foto, 1941-1967), amerikanischer Sänger ("Sittin' On The Dock Of The Bay") und Songschreiber; Ted Herold (1942-2021), Rock'n' Roller, sollte einst zum deutschen Elvis werden, mit "Moonlight" 1960 ein Nummer-1-Hit in der Bundesrepublik; Billy Preston (1946-2006), amerikanischer Keyboarder und Sänger, Begleit- und Studiomusiker für Größen wie Little Richard, die Beatles ("Get Back") oder die Rolling Stones; Bruce Palmer (1946-2004), kanadischer Bassist bei Buffalo Springfield; Angela Cartwright (1952), amerikanische Schauspielerin ("Lost In Space"); Hugh Grant (1960), englischer Schauspieler ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Notting Hill"); Markus Wasmeier (1963), ehemaliger Skirennläufer, im Riesenslalom Weltmeister 1985 sowie Olympiasieger 1994, da auch Gold im Super-G; Georg "Schorsch" Hackl (1966), Ex-Rennrodler, dreifacher Olympiasieger; Rachel Hunter (1969), australisches Model und Schauspielerin, Ex von Rod Stewart; Michelle Williams (1980), amerikanische Schauspielerin ("Brokeback Mountain"); Andrea Petković (1987), in Bosnien-Herzegowina geborene Tennisspielerin, Karriereende 2022; "Petko" schreibt seit Jahren Kolumnen und Essays etwa in "Spiegel", FAZ oder SZ-Magazin, gründete einen Online-Klub, in dem jeder über Literatur mitdiskutieren kann und erhielt viel Lob für ihr erstes Buch "Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht"; auch als TV-Kommentatorin unterwegs; Lennard "Lenny" Kämna (1996), Radrennfahrer, 2020 Etappensieg bei der Tour de France, 2022 Etappensieg beim Giro d'Italia auf der sizilianischen Hochgebirgsstrecke von Avola zum Ätna, Etappensiege beim Giro del Trentino (Tour of the Alps) und bei der Andalusienrundfahrt, 2023 Gesamtneunter beim Giro und 2023 Etappensieg bei der Vuelta; bei der Vorbereitung des Giro 2024 wurde er auf Teneriffa von einem auf der falschen Spur fahrenden Pkw erfasst - schwere Verletzungen, lange Krankenhaus und Reha; Dara (1998), bulgarische Sängerin, mit "Bangaranga" Siegerin des letzten Eurovision Song Contest in Wien.

1901: Henri de Toulouse-Lautrec, der französische Maler und Bohème, Wegbereiter der Werbegrafik ("Moulin Rouge" - das Foto zeigt ihn bei der Arbeit an diesem Werk), stirbt 36-jährig in Paris; 1976: Mao Tse Tung, der kommunistische Diktator und Volksmörder - über sieben Millionen Menschen kommen allein während der von ihm angezettelten "Kulturrevolution", etliche Male so viele durch seine Macht- und verfehlte Wirtschaftspolitik ums Leben - stirbt 83-jährig in Peking; 1995: Reinhard Furrer, der in Wörgl geborene deutsche Wissenschafts-Astronaut, 1985 an Bord des Spaceshuttles "Challenger" bei der D1-Mission dabei, als Berliner Student einst an spektakulären Tunnel-Fluchthilfen ("Tunnel 57") beteiligt, stirbt 54-jährig beim Absturz einer historischen Messerschmitt, mit welcher der begeisterte Pilot nach einer Flugshow am Berliner Flugplatz Johannistal zu einem Rundflug gestartet war; in geringer Höhe sackte die Maschine bei einer Kunstfigur ab - Pilot Gerd Kahdemann und Furrer waren sofort tot; ungeklärt bleibt, wer am Doppelsteuer im entscheidenden Moment die Verantwortung trug; 1999: Ruth Roman, die in Litauen geborene amerikanische Schauspielerin (unter anderem in Alfred Hitchcocks "Der Fremde im Zug"), 1956 Überlebende des Untergangs der "Andrea Doria", stirbt 74-jährig in Laguna Beach/Kalifornien; 2003: Edward Teller, der amerikanische Physiker, "Vater" der Wasserstoff-Bombe und Atomwaffen-Apologet, stirbt 95-jährig im kalifornischen Stanford; 2015: Christof Stählin, der in Rothenburg ob der Tauber geborene Schriftsteller und Kabarettist ("Unter den wirklich Guten gewiss der Stilvollste", lobte die "B.Z.") stirbt 73-jährig in Hechingen, einst dichtete er: "Und wenn ich einmal nicht mehr aufzufinden bin, / dann sucht mich nicht im Norden, denn dann steh ich / als Zypresse, als Zypresse, als Zypresse, / auf einem Berge jenseits aller Pässe, / mit anderen zusammen da im Hain, / dann laßt mich bei Zypressen sein"; 2016: Jörg Zink, der evangelische Theologe, einer der bekanntesten Köpfe der bundesdeutschen Ökologie- und Friedensbewegung, stirbt 94-jährig in Stuttgart; 2018: Daniel Küblböck, der durch die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" populär gewordene Sänger springt 33-jährig morgens um 4 Uhr während einer Kreuzfahrt bei Neufundland in die Labradorsee; weil die Überlebensspanne im kalten Wasser kurz ist, werden Rettungsbemühungen am Tag drauf eingestellt; 2019: Robert Frank, der in der Schweiz geborene kanadische Fotograf und Filmer, der mit seiner Leica festhielt, "was da ist", stirbt 94-jährig in Inverness; sein 1959 veröffentlichter Fotoband "The Americans" sorgte für Aufsehen, rief wegen seiner realistischen Bilder aber nicht nur amerikanische Zustimmung hervor, auch die Rolling Stones taten sich mit seiner filmischen Dokumentation der 1972er-Tour zum Album "Exile On Main Street" schwer: Langeweile, trostlose Leere, Drogenkonsum bestimmten die Szenerie - die möglicherweise über sich selbst erschrockene Band verhängte Aufführungsbeschränkungen; 2020: George Bizos, der in Griechenland geborene südafrikanische Anwalt und Menschenrechtler, einst Verteidiger von Nelson Mandela, stirbt 92-jährig in Johannisburg; 2020: Ronald Bell, der amerikanische Sänger, Saxophonist und Komponist ("Ladies Night"), Mitbegründer von Kool & the Gang, stirbt 68-jährig auf den Virgins Islands; 2020: Shere Hite, die amerikanische Sexualforscherin ("Hite-Report") stirbt 77-jährig in Tottenham/London; 2024: Friedrich-Wilhelm Schorlemmer, der Theologe und Bürgerrechtler im Unrechtsstaat der DDR stirbt 80-jährig in Berlin; 2024: James Earl Jones, der amerikanische Schauspieler ("Der scharlachrote Pirat", "Sommersby"), Originalstimme von "Star Wars"-Darth Vader, Oscar, Grammy und Emmy, stirbt 93-jährig in Pawling/New York; 2024: Caterina Valente, die in Paris geborene italienische Künstlerin, erfolgreich als Sängerin ("Ganz Paris träumt von der Liebe", "Wo meine Sonne scheint"), Tänzerin, Entertainerin und Schauspielerin ("Bonjour, Kathrin"), stirbt 93-jährig im schweizerischen Lugano.
Vor 60 Jahren - 9. September 1966
John meets Yoko: Beatle Lennon trifft auf einer Avantgarde-Kunstausstellung in der Londoner Indica-Gallery die Japanerin Yoko Ono. Der Anfang ihrer Beziehung - und der Anfang vom Ende für die Beatles.
Vor 55 Jahren - 9. September 1971
Im New Yorker Staatsgefängnis Attica kommt es wegen der menschenunwürdigen Verhältnisse zu einer Revolte. Nach fünf Tagen endet der Aufstand in einem fürchterlichen Blutbad. 32 Inhaftierte und elf Angestellte sterben, allesamt durch Schüsse von Staatsbeamten, die in den Tränengasnebel ballern. In dem für strengste Bedingungen berüchtigten Knast saß auch Mark David Chapman, der Mörder von John Lennon, ein.

Vor 50 Jahren - 9. September 1976
Im ZDF läuft die TV-Serie "Biene Maja" an. Die Abenteuer der Honigbiene, die nur in ihrem Gelbton an eine fiese Wespe (Klatsch!) erinnert, basieren auf den Romanen des Autors Waldemar Bonsel (1880-1952). Nicht im Buch dabei, sondern für die Flimmerkiste zusätzlich erfunden, wurden Grashüpfer Flip und Biene Willi. Den Titelsong singt Karel Gott. Bild: Briefmarke mit Maja und Flip aus dem Jahre 1998.
Vor 115 Jahren - September 1911
Bekanntmachung: "Die Ausgabe von Zeitkarten und Schülerkarten und die Erneuerung dieser Karten durch Einkleben und Abstempeln von Wertmarken für die elektrische Bahnen der Kreise Bonn-Stadt, Bonn-Land und des Siegkreises erfolgt außer bei der Kasse der Straßenbahnen Bonn, Cölnstraße 80, bis auf weiteres auch bei der Firma John Wintgen Markt 25, ferner bei dem Stationswärter der Bahn an der Haltestelle in Hangelar. Die Betriebsdirektion."

Vor 115 Jahren - September 1911
In dem seit 6. September gültigen Fahrplan der neuen Bahn geht die erste Fahrt nach Bonn am Siegburger Bahnhof um 6.20 Uhr los. Vier Minuten später ist erster Halt in Siegburg-Mülldorf, Niederpleis-Menden um 6.27 Uhr, Hangelar 6.31 Uhr, Vilich-Mülldorf 6.33 Uhr, Vilich 6.35 Uhr, Beuel-Vilicher Straße 6.41 Uhr und "An" in Bonn Beethovenhalle um 6.45 Uhr. Weitere Bahnen ab Siegburg 7.20, 8, 9 Uhr, dann jede Stunde bis Mitternacht. Die erste Bahn aus Bonn erreicht Siegburg um 6.05 Uhr. Foto: Siegburgs Stadtbaurat Geimer setzte sich im Januar 1916 an den Schreibtisch und zeichnete Entwürfe für ein Haltegebäude gegenüber dem alten Landratsamt und der Dienstvilla des Landrats, hier "Blick b".

Vor 55 Jahren - 9. September 1971
Richtfest für den Neubau der Autobahn-Raststätte Siegburg-Ost. Seit vorletztem Frühjahr laufen die Arbeiten. Bald hat das alte Baracken-Provisorium ausgedient. Foto: Das neue Rasthaus Ost im Januar 1973.

Vor 55 Jahren - September 1971
Vera Tschechowa, Barbara Rütting, Gisela Uhlen, Sonja Ziemann, Ellen Schwiers, Johanna von Koczian, Hans-Joachim Kulenkampff, Vadim Glowna, Michael Heltau, Charles Regnier, Harald Leipnitz - einige der bekannten Schauspielerinnen und Schauspieler, die in der Spielzeit 1971-72 des Siegburger Theaters in der Aula Alleestraße auftreten. Das teuerste Balkon-Abo für 17 Veranstaltungen kostet 135 DM, ein Einzelticket für eine der insgesamt 31 Veranstaltungen kostet 9 DM. Billigste Tickets im Parkett II mit 60 bzw. 4 DM. Auf dem Programm einige Konzerte, unter anderem eines zum Gedächtnis des 50. Todestages von Komponist Engelbert Humperdinck. Desweiteren die Beatoper "Tommy" und die Musicals "Hair", "My Fair Lady" und "Anatevka". An Dramen stehen "Andorra" von Max Frisch und Arthur Millers "Blick von der Brücke" auf dem Spielplan. Zu den Schauspielen zählen Sartres "Die ehrbare Dirne" und Hochhuths "Der Stellvertreter". Bei den Komödien gibt es unter anderem Horvaths "Zur schönen Aussicht". Konsequent im Sprachstil der Zeit werden "Brasiliana" als "Negerballett aus Rio", "Black Africa" aus Guinea als "Original Negerballett" und "Porgy and Bess" als Gershwins "Negeroper" tituliert. "Der Glaube und die Gewißheit an die Lebensfähigkeit und Notwendigkeit der darstellenden Künste auf unserer Schaubühne ließ die die Auswahl für die Spielzeit entstehen", erläutern Bürgermeister Adolf Herkenrath und Stadtdirektor Dr. Nobert Jakobs im Vorwort: "Sie hat umso mehr ihre Berechtigung, als in der Stadt Siegburg mehr Bürger als noch vor wenigen Jahren das Theater besuchen."

Vor 15 Jahren - September 2011
Die interessanteste Baustelle der Kreisstadt: Richtig spannend ist es, wie mit der alten "Kaufhalle" Stein um Stein ein Stück Siegburger Nachkriegsgeschichte verschwindet. Die Abriss-Show hat ihr höchstinteressiertes Publikum. Egal wie das Wetter ist, Zaungäste und Kaufhallen-Kiebitze gibt es immer reichlich.

Vor 5 Jahren - September 2021/1
Gehörte neben Eisenhower, de Gaulle und Adenauer auch Karl Marx zur Weltprominenz, die Siegburg besuchte? Ja, berichtet siegburgaktuell:
"Der Manifest-Autor, der vor anderthalb Jahrhunderten Gespenster in Europa umgehen lässt, die sich erst nach 1990 verflüchtigen, wird in diversen Abhandlungen immer wieder als V.I.P.-Gast aufgezählt. Er soll beim Arbeiterphilosophen Peter Josef Dietzgen an der Sieg geweilt haben. Soweit bekannt.
Wo aber findet sich der Nachweis des Marx-Gastspiels? Daniel Aebli hat uns angerufen und aufgeklärt. Der emeritierte Professor wohnt mit seiner Frau Ursula abwechselnd in seiner schweizerischen Heimat und in Siegburger Innenstadtnähe, im Elternhaus der Gattin. An der Historie der Kreisstadt hegt er außerordentliches Interesse, lebenslang hat er sich zudem mit Karl Marx und Friedrich Engels beschäftigt. 'Zur Promotion 1970 haben mir die Kollegen die ersten Bände der Marx-Engels-Werke, bekannt unter dem Kürzel MEW, feierlich in einem Früchtekorb überreicht.'
In dem, nun ja, durchaus umfangreichen Textkonvolut der Theoretiker findet sich ein Brief, den Marx am 25. September 1869 aus Hannover an den in Manchester lebenden Engels schreibt. Er berichtet über zurückliegende Reisen. Sie führten ihn über Lüttich nach Köln. Dann kommt der Satz, der die Siegburgvisite zweifelsfrei belegt: 'Von da Besuch bei Denker Dietzgen in Siegburg.'
Was er mit dem Siegburger, der Marx aufgrund seines Rauschebartes ähnelt, bespricht, teilt der Briefschreiber nicht mit. Weil Aebli Wissenschaftler ist und auf Genauigkeit wert legt, hier seine offizielle Zitation zur Siegburgfundstelle zum selber Nachlesen: MEW 32, Berlin 1974, Seite 371."
Mehr zur Daniel Aebli im nächsten Artikel. Zusatz am Rande: Nach dem Krieg werden die klar erkennbaren NS-Straßennamen durch unbedenkliche ersetzt. In der Kreisstadt betrifft das unter anderem die Verbindung zwischen Luisen- und Seydlitzstraße. Auf den Straßennamensgeber Ludwig Knickmann - ein Opfer des Ruhrkampfes gegen die französischen Besatzer, den die Nazis posthum zum Helden stilisierten - folgt Josef Dietzgen.

Vor 5 Jahren - September 2021/2
Über ein kleines Stadtmuseum in der Cecilienstraße berichtet siegburgaktuell:
"Das Haus Aebli-Weber in der Cecilienstraße ist ein kleines Stadtmuseum. Da wären die Tonscherben als Reminiszenz an die große Zeit der Töpfer. Sie stammen aus Siegburger Erde und werden sorgfältig verwahrt. Ehrensache, dass der Archäologe Aebli versucht hat, die Funde zu datieren, Gefäß-Verzierungen zu deuten. 'Diese Scherbe hier muss aus der Reformationszeit stammen', sagt er kennend und dreht ein Grabungsstück in der Hand. Er meint, ein Vexierbild zu erkennen - hier der Papst, dort der Teufel. Ein anderes Tonteil könnte sich auf die Bibelstelle 'Jesus und die Sünderin' beziehen.
Weiter im Text, weiter im Haus. An den Wänden hängen Bilder des Lohmarer Waldes oder der Seidenbergstraße. Es sind Werke von Friedrich 'Fritz' Müller (1913-2001), dem Onkel von Ursula Aebli-Weber. Nach dem Krieg entwickelte sich der Maler weg von heimischen Wäldern und Feldern, entwarf Ideallandschaften.
An das jüdische Siegburg hat die Siegburgerin vielerlei Erinnerungen, weitergegeben innerhalb der Familie. Aebli-Weber berichtet, dass ihr Großvater das Grundstück, auf dem ihr Elternhaus steht, im Inflationsjahr 1923 von einem Juden namens Abraham kaufte. 'In Raten wurde direkt an ihn abbezahlt, was mit häufigen Gängen in die Holzgasse verbunden war.' Hautnah bezeugten ihre Mutter und ihre Großmutter später die Shoa. 'Sie sahen den Abtransport der letzten jüdischen Mitbürger aus dem Haus an der Brandstraße.' Der Ausgrenzung und Vernichtung war eine friedliche Koexistenz vorausgegangen. 'Es wurde mir immer erzählt, dass am Königlichen und später Staatlichen Gymnasium im Humperdinckhaus samstags keine Klausuren geschrieben wurden. Aus Rücksichtnahme auf die jüdischen Schüler.'" Foto: Ursula Aebli-Weber mit Töpferscherbe, Daniel Aebli mit erwähntem Brief von Marx an Engels. Im Hintergrund die Landschaftsbilder ihres Onkels, Fritz Müller. Das Ehepaar ist weiterhin sehr geschichtsinteressiert, besuchte letzten Donnerstag das Museumsgespräch (siehe oben).
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
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