siegburgaktuell 21.10.2026

In Boppard spielt der Komponist mit Hänsel und Gretel
Siegburg. Grüße erreichten uns aus Boppard. Konrad Wietelmann traf dort auf "unseren" Engelbert Humperdinck. Der im heutigen Siegburger Stadtmuseum geborene Komponist, der mit der Märchenoper "Hänsel und Gretel" einen Welterfolg schuf, erwarb 1897 ein Landhaus im Rheinstädtchen, in dem er für vier Jahre lebte.

"65er Nachrichten" vereinen frühere Freundinnen
Siegburg. Die eine ist Queen Elisabeth. Die andere Farah Diba aus Persien. Weil die englische Königin nur über einen begrenzten Glamourfaktor verfügt, tauschen Ulrike Wagner und Marianne Barteck während ihres Spiels häufiger die Rollen. Es soll gerecht zugehen.
1952 befreunden sich die Mädchen, sind in der Kita und später in der Schule unzertrennlich. Nachmittags streifen sie durch den Garten von Ulrikes Eltern, die froh sind, wenn Marianne kommt und ihr Nesthäkchen beschäftigt. Sie haben in ihrer Konditorei gut zu tun. Bis in die Volksschulzeit hinein hält der Kontakt, der mit Ulrikes Wechsel aufs Gymnasium abbricht.
In der aktuellen Herbstausgabe der "65er Nachrichten" berichtet Ulrike, die heute Gallon heißt und nahe Karlsruhe lebt, auf Seite 47 über die Historie des elterlichen Konditoreibetriebs in der Holzgasse 3. In der Heimat liest Marianne - sie unterschreibt mittlerweile mit dem Namen Vierlinger - den Beitrag, erkennt die beste Freundin von einst, erkundigt sich in der Rathausredaktion der Seniorenzeitschrift nach ihr. Der Verkupplung folgt das ausgiebige Telefonat, das Ulrike kurz umreißt: "Unser beider Leben verlief ziemlich stürmisch, mit verschiedenen Schicksalsschlägen. Es ist fast unglaublich, dass wir uns jetzt, nach bald 70 Jahren, über meinen Artikel über das Café wiedergefunden haben." Am 8. November wollen sich die Frauen treffen.
Die "65er Nachrichten" sind eine Zeitschrift von Senioren für Senioren. Eingereicht werden können sämtliche Blumen aus dem bunten Strauß des Lebens: Erinnerungen an Karnevalssessionen, an Schulen, an Unternehmen oder Vereine, die nur noch im Fotoalbum existieren. Abgebildet werden soll gleichzeitig das heutige Stadt- oder Weltgeschehen, geschildert aus lebenserfahrener Perspektive. Kontakt unter 65er@siegburg.de, +49 2241/102-1282 beziehungsweise -1267.
Foto: Das blonde Mädchen ist Ulrike. Marianne ist erkennbar am dunklen Haar. Beide eint nicht nur die Vorliebe für Katzen.

Kopten kooperierten mit Protestanten
Siegburg. Koptische Christen kennt man aus den Nachrichten rund um den Konfliktherd Nahost. Dass eine Gemeinde in der Aggerstraße existiert, ist Außenstehenden kaum bekannt. Kräftig dazugelernt haben die Teilnehmenden am Interkulturellen Stadtrundgang, denen Mikel und Gabriele Karieks ihre Glaubensgemeinschaft vorstellten.
"Koptisch" bedeutet ursprünglich "ägyptisch". Die heutigen Kopten leben weiterhin überwiegend in Ägypten, dort gibt es beispielsweise 80 Klöster. Aber auch in anderen Ländern sind Kopten ansässig - so auch in Deutschland. Die Liturgie wird traditionell auf Koptisch und Deutsch gefeiert. Der Papst der weltweit organsierten Kirche trägt den Namen Tawadros II. In den 2010er-Jahren war er mehrfach in Deutschland.
Jeden Sonntag wird von 9.30 bis 12.30 Uhr Gottesdienst gefeiert, im Anschluss folgen die Agape (das gemeinsames Essen), die Sonntagsschule, die Bibelstunde und ein Treffen der Jugendlichen. Die Interessierten fühlten sich an den zuvor absolvierten Aufenthalt bei den Griechisch-Orthodoxen erinnert, und tatsächlich ist das äußere Erscheinen in Sachen Ikonographie und Liturgie ähnlich. Inhaltlich jedoch, in der theologischen Ausrichtung, unterscheidet man sich grundlegend, was an der Entfernung der Herkunftsgebiete liegt. Alexandria hier, Byzanz dort. Gäste sind laut Mikel Karieks herzlich willkommen, denn das tatsächliche Erleben und Auf-Sich-Wirken-Lassen eines Gottesdienstes seien nur schwer in Worte fassen.
Der Einfachheit halber und wegen des größeren Fassungsvermögens stellten die Kopten ihr Programm in der evangelischen Auferstehungskirche in der Annostraße vor, in der Pfarrer Matthias Lenz inmitten der Erntedankkulisse zum Gotteshaus und zum Gemeindeleben referierte. Die Kirche selbst, 1957 errichtet, nachdem der weitaus mächtigere Vorgängerbau im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs untergegangen war, erinnert an ein Zelt, was die unmittelbare Nähe zu Gott symbolisiert. Dem eher zweckmäßigen Charakter verleihen die bunten Fenster, die indirekte Beleuchtung und das verrückbare Mobiliar eine warme Atmosphäre.
Neben den Gottesdiensten und den Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien nutzt die Kantorei die Räumlichkeiten für ein großes Spektrum musikalischer Ausrichtungen. Bekannt ist die Auferstehungskirche für ihre aufwendigen chorsinfonischen Werke sowie für Auftritte des Gospelchors Rising Voices. Außerdem treffen sich die jeweiligen Altersgruppen bei den Young Voices oder in der Seniorenkantorei. Es gibt einen Posaunenchor und Konzerte auf der Flentrop-Orgel.

Bei Herbstregen oder im Hitzesommer
Siegburg. Unverständlich, warum das Informationsangebot offizieller Stellen im Netz oft unverständlich daherkommt. Für die Seite BürgerGrün auf www.siegburg.de gilt das Gegenteil. Der Einstieg liest sich so:
Grün
... hält die Stadt kühl
... ist schön anzusehen
... vermindert das Lärmempfinden
... sorgt für weniger Schäden bei Starkregen
... beruhig
... gibt Insekten einen Lebensraum
... bietet Nahrung für Tiere
... filtert Feinstaub und Abgase aus der Luft.
Darunter wird der User auf Aktionstage, Fördermöglichkeiten privater Begrünung oder die Grünflächenpatenschaften hingewiesen. Eine solche Patin an einem Bergstraßen-Beet zeigt das Foto, das Leser Klaus Ridder einsandte. Er schreibt: "Wir sehen Frau Fischer bei der Arbeit im Herbstregen mit Schirm. Richtig anstrengend war's im Hitzesommer. Dann war sie mit einem Wagen und Gießkannen unterwegs. Die angrenzenden Geschäfte helfen mit Wasser aus. Zur Nachahmung empfohlen."

Musikalische Reise durch Raum und Zeit
Siegburg. Traditionell beschließt Roberto Moya die jährliche Reihe der Gitarrenkonzerte im Stadtmuseum. So auch am Samstag, 14. November, um 19.30 Uhr, mit "Suite und Variationen für Gitarre solo". Das Programm vereint Meisterwerke unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen, von Johann Sebastian Bach und Fernando Sor über Isaac Albéniz, Heitor Villa-Lobos und Oscar Rosatis bis hin zu Eigenkompositionen. "So entsteht eine musikalische Reise von barocker Eleganz über spanische Klangfarben bis zu den charakteristischen Rhythmen Südamerikas - mal poetisch und meditativ, mal temperamentvoll und voller Energie", heißt es in der Ankündigung
Moya wurde in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires geboren und studierte später an der Musikhochschule im spanischen Alicante. Seit mehr als vier Jahrzehnten ist er auf den Bühnen Europas und Amerikas tätig, als Musikpädagoge gibt er seine Erfahrungen an jüngere Generationen weiter.
Tickets gibt es in allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online. Reservierungen nimmt das Stadtmuseum unter stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de oder +49 2241 10274-10 entgegen.

Wer vertritt Sie, wenn Sie es nicht mehr selbst können?
Siegburg. Jeder kann durch einen Unfall, eine Erkrankung oder hohes Alter in eine Situation kommen, in der eine andere Person stellvertretend entscheiden und Dinge regeln muss. Aber wer wird diese Person sein? Die erwachsenen Kinder, Ehe- oder Lebenspartner sind nicht automatisch berechtigt, stellvertretend rechtsverbindliche Erklärungen abzugeben oder Entscheidungen zu treffen. Erst durch eine Vollmacht oder eine vom Amtsgericht eingerichtete Betreuung wird die Vertrauensperson hierzu legitimiert. In einer Veranstaltung am Mittwoch, 18. November, um 17 Uhr im AOK-Haus, Kaiserstraße 35-37, informiert AWO-Mitarbeiterin Diana Caspari, wie Sie in "gesunden Tagen" Vorsorge treffen können, damit Sie von der von Ihnen gewünschten Person vertreten werden. Anmeldung unter buero.betreuungsverein@awo-bnsu.de oder +49 2241 9692460.

Damencafé erst im November
Siegburg. Gestern kündigten wir Ihnen das Internationale Damencafé des Partnerschaftsverein an, wenig später erreichte uns eine Mail des Veranstalters: "In unsere Ankündigung hat sich leider ein Fehler beim Datum eingeschlichen." Frauen aus aller Herren Länder treffen sich nicht in diesem Monat, sondern erst am Sonntag, 29. November.

Zoric nach 70 Minuten im Halbmarathon-Ziel
Siegburg. Es ist ein 21.097, 5 Meter langer Stadtspaziergang - pardon ... Spazierlauf: Der Halbmarathon im Oktober durch die italienische Hauptstadt Rom. Er führt vorbei an der Papstbasilika St. Paul vor den Mauern, der Cestius-Pyramide, dem Circus Maximus, den Caracalla-Thermen, der Piazza Navona und dem Koloseum. 30.816 Läuferinnen und Läufer gingen am vergangenen Sonntag an den Start, darunter auch Dominik Zoric vom Leichtathletikzentrum Rhein-Sieg. Viel Zeit für die Schönheiten neben der Strecke nahm sich der 24-Jährige jedoch nicht. Nach einer Stunde, neun Minuten und 42 Sekunden überquerte er als 27. Mann die Ziellinie, nur drei Frauen waren schneller als er. Das Rennen gewann der Kenianer Filex Kibet in 59:22 Minuten vor Selemon Ataklti Kidanu aus Äthiopien (59:38 Minuten) und Elisha Kiprop, ebenfalls Kenia (1:00:13 Stunden). Anfang September hatte Zoric beim Lauf über die Kö in Düsseldorf das 5.000-Meter-Rennen gewonnen, die Teilnahme am Halbmarathon in Köln musste er krankheitsbedingt absagen.

Für Polizei und Rettungsdienst
Siegburg. Zweimal öffnete die Feuerwehr in den zurückliegenden Stunden Türen. Am gestrigen Dienstag bittet die Polizei um 9.21 Uhr um Zugang zur Wohnung einer vermissten Person in der Ernststraße. Die Räumlichkeiten sind leer. Heute Morgen um 5.49 Uhr braucht der Rettungsdienst in der Waldstraße Hilfe, um zu einer verletzten Person zu gelangen.

Sicher und altersgerecht digital unterwegs
Siegbur. Anlässlich des heutigen Tags der Kinderseiten gibt das Kreisjugendamt Tipps, wie Eltern ihrem Nachwuchs beim Start in die digitale Welt behilflich sein können.
Gemeinsam mit den Kindern starten - geeignete Inhalte entdecken: Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern Internetseiten, Apps und Spiele entdecken. Für die Auswahl der geeigneten Inhalte sind das Alter, der Entwicklungsstand sowie die Qualität des Angebots wichtig. Es sollte nicht nur auf die Bildschirmzeit geschaut werden.
Im Gespräch bleiben: Wenn Eltern Interesse daran zeigen, was ihre Kinder online machen, kann regelmäßig über positive oder unangenehme Erfahrungen gesprochen werden. Der Nachwuchs bleibt mit seinen Erfahrungen nicht allein, sondern lernt, sich auszutauschen.
Gemeinsame Regeln vereinbaren: Wichtig ist es, mit den Kindern Regeln zu vereinbaren, wann und wie lange digitale Medien und Handy genutzt werden dürfen und wann sie abzuschalten sind. Auch sollte geklärt sein, welche Apps oder Spiele genutzt werden und was wie bestellt beziehungsweise gekauft werden kann.
Privatsphäre schützen: Kinder sollten früh lernen, persönliche Daten, Fotos, Aufenthaltsorte und andere private Informationen nicht unbedacht weiterzugeben.
Social Media besonders begleiten: Es sollte mit den Kindern genau besprochen werden, wann, welche und wie Social-Media-Plattformen genutzt werden, denn bei diesen handelt es sich nicht um speziell für Kinder geschaffene oder geschützte Räume. Die Altersgrenze eines Anbieters ist zudem nicht automatisch eine pädagogische Altersempfehlung.
Hilfe ermöglichen: Die Kinder sollten wissen, dass sie problematische Inhalte oder Kontakte blockieren und melden können. Sie sollten das Vertrauen haben, sich jederzeit an Eltern oder andere Vertrauenspersonen zu wenden - möglichst ohne Angst vor Vorwürfen oder einem sofortigen Medienverbot.
Empfehlungen: Kindergerechte Websiten sind unter anderem fragFINN, Internet-ABC, Seitenstark, logo!, KiKA oder HanisauLand.

Stadtnachrichten online
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Mittwoch, 21. Oktober 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Sonntag, 1. November)
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (Foto, bis Samstag, 31. Oktober)
Anno-Gymnasium: "Lemas-Geschichte(n)" (bis Sonntag, 29. November)
14 bis 17 Uhr, Café T.o.d., Nordfriedhof:
StrickCafé
14 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Vortragsreihe Beruf und Studium in den Herbstferien: Humanmedizin
14 bis 18 Uhr, Vorplatz der katholischen Kirche Liebfrauen, Antoniusweg 1:
Bauernmarkt
15 bis 18 Uhr, GGS Stallberg, Deutzer-Hof-Straße 24:
Spielmobil Armin
19 Uhr, Stadtbibliothek, Griesgasse 11:
Balian Buschbaum: "Attila live - SlowTainment" (ausgebucht)
Donnerstag, 22. Oktober 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Sonntag, 1. November)
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Samstag, 31. Oktober)
Anno-Gymnasium: "Lemas-Geschichte(n)" (bis Sonntag, 29. November)
14 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Die Artothek hat geöffnet
Vortragsreihe Beruf und Studium in den Herbstferien: Architektur- und Immobilienmanagement und Geodäsie
15 bis 18 Uhr, Spiel- und Sportplatz Arndtstraße:
Spielmobil Armin
15.30 Uhr, Stadtbibliothek, Griesgasse 11:
Vorlesen lernen mit Caesar (Anmeldung über den Link)
18.30 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Dr. Ulrich Hofmann: "12.000 Jahre Pioniere und Familiengeschichten zwischen Sieg und Rhein" (309. Museumsgespräch)

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Mittwoch, 21. Oktober, der 294. Tag in 2026
Wetter: "St. Ursulas Beginn, zeiget auf den Winter hin."
Sonnenuntergang heute: 18.27 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 8.06 Uhr
Mondaufgang heute: 16.37 Uhr
Monduntergang morgen: 3.20 Uhr

Ursula (von Köln und 11.000 Gefährtinnen; Ursula starb der Legende nach um 304 in Köln den Märtyrertod, möglicherweise im Zuge der grausamen Christenverfolgung durch den römischen Kaiser Diokletian, nach anderer Lesart als bretonische Königstochter von Hunnenhand; die Zahl der angeblich 11.000 Leidensgenossinnen beruht auf einer versehentlichen Multiplikation der Opferzahl mit dem Faktor 1.000, die weiter überliefert wurde; nach einer Inschrift des 4. Jahrhunderts baute ein Kölner Bürger eine zerstörte Kapelle über den Gräbern von Märtyrerinnen wieder auf; Ausgangspunkt der Legende ist eine Inschrift auf einem Stein aus dem 4./5. Jahrhundert in der heutigen St.-Ursula-Kirche, die von einem Martyrium nicht näher benannter Frauen spricht; die Heilige Ursula ist eine Patronin von Köln, die Ursula-Kirche eine der zwölf großen romanischen Basiliken in der Altstadt; Bild: Emblem einer stolzen Stadt - unter den Kronen der Heiligen Drei Könige, deren Reliquien 1164 von Mailand nach Köln gebracht wurden, zeigt das über sieben Jahrhunderte alte Kölner Wappen elf Tränen, die für Ursula und ihre zehn Gefährtinnen stehen, die nach der Legende zusammen zu 11.000 wurden); Céline ("Die Himmlische", Nonne, starb Ende des 5. Jahrhunderts in Frankreich), auch: Celina.
Gustav Langenscheidt (1832-1895), Sprachlehrer und Verleger; Alfred Nobel (1833-1896), schwedischer Chemiker und Preisstifter; Carl Krone (1870-1943), Zirkusmagnat, schuf 1924 in München mit einem Zelt, das 8.000 Sitzplätze, zwei Bühnen und drei Manegen aufwies, Europas größten Zirkus; Georg Solti (1912-1997), britisch-ungarischer Dirigent; Dizzey Gillespie (1917-1993), amerikanischer Jazzmusiker; Eberhard Fechner (1926-1992), Schauspieler und Regisseur; Leo Kirch (1926-2011), Medienmogul; Manfred Mann (1940), in Südafrika geborener Musiker, Gründer der britischen Band Manfred Mann ("Mighty Quinn", "Fox On The Run", "Raggamuffin Man", "Davy's On The Road Again"), später Manfred Mann's Earth Band; Carrie Fisher (1956-2016), amerikanische Schauspielerin (Prinzessin Leia in "Star Wars"); Kim Kardashian (1980), amerikanisches Model und Schauspielerin (2014 mit der "Goldenen Himbeere" als schlechteste Nebendarstellerin ausgezeichnet, wie bereits 2009), Trash-Queen und Werbe-Marke; mit Formel-1-Fahrer und Teamorder-Ignorant Lewis Hamilton verbandelt; Silvio Heinevetter (1984), Handballtorwart, 206 Länderspiele.

1931: Arthur Schnitzler, der österreichische Schriftsteller ("Der Reigen") stirbt 69-jährig in Wien; 1969: Jack Kerouac, der amerikanische Schriftsteller ("On The Road") stirbt 47-jährig in St. Petersburg; 1984: Francois Truffaut, der französische Regisseur ("Jules und Jim", "Der Mann, der die Frauen liebte", "Das Geheimnis der falschen Braut") stirbt 52-jährig in Neuilly-sur-Seine; 2010: Loki Schmidt, die Ehefrau von Altkanzler Helmut Schmidt, bekannt auch als passionierte Botanikerin, stirbt 91-jährig in Hamburg; die von ihr gegründete und nach ihr benannte Stiftung kürt jährlich die "Blume des Jahres": 2026 ist dies der Feldrittersporn (Foto); 2012: George McGovern, der US-Politiker, demokratischer Präsidentschaftskandidat 1972 gegen Richard Nixon, stirbt 90-jährig in Sioux Falls/South Dakota; 2014: Ben Bradlee, der amerikanische Journalist, Chefredakteur der "Washington Post" über Jahrzehnte bis zum Ruhestand 1991, stirbt 93-jährig in Washington; der Chef des liberalen Blatts, das in den 70er-Jahren den Watergate-Skandal enthüllte und damit Präsident Richard Nixon in den schmählichen Rücktritt zwang, war 1965 als "Newsweek"-Hauptstadtbüroleiter von der Post-Herausgeberin Katherine Graham gefragt worden, warum er Job-Angebote aus Washington ablehne, ein Angebot der "Washington Post" werde er nicht ablehnen, deutete Bradlee an und das mit den Worten: "I'd give my left one to be the managing editor of the Post" - auch dann wäre ihm noch genügend Testosteron verblieben, urteilte die "New York Times"; der "SPIEGEL" würdigte Bradlee: "Er war ein Chefredakteur, wie sich ihn Journalisten erträumen: einer, der seinen Schreibern den Rücken stärkte und sie fliegen ließ"; 2016: Manfred Krug, der Schauspieler ("Liebling Kreuzberg", "Auf Achse" als Fernfahrer Franz Meersdonk, ARD-"Tatort" Hamburg, "Sesamstraße") stirbt 79-jährig in Berlin; 2022: Rainer Schaller, der 250 Millionen Euro schwere Unternehmer ("McFit"-Fitnessstudios), 2010 Veranstalter der unseligen Loveparade in Duisburg, bei der durch eine Massenpanik 21 Menschen ihr Leben verloren, stirbt 53-jährig bei einem Flugzeugabsturz vor Costa Rica; 2023: Bobby Charlton, der englische Fußballnationalspieler, Weltmeister von 1966 und Ikone des Clubs Manchester United, stirbt 86-jährig; der von der Queen zum Ritter geschlagene Sportsmann und Offensivspieler kassierte in 760 Spielen mit ManU und der Nationalelf gerade mal zwei gelbe Karten; 1958 überlebte er 20-jährig den Flugzeugabsturz seines Teams in München, 23 Menschen starben, darunter acht Teamkollegen - er spüre "eine Schuld davongekommen zu sein und so viel erfahren haben zu dürfen", bekannte er in späten Jahren; 2024: Christine Boisson, die französische Schauspielerin ("Die Taxifahrerin", "Jenatsch") stirbt 68-jährig in Paris.

Vor 110 Jahren - 21. Oktober 1916
"Nieder mit dem Absolutismus, wir wollen den Frieden", ruft der sozialdemokratische Politiker Friedrich Adler (37), Sohn des Gründers und Vorsitzenden der österreichischen Arbeiterpartei, und erschießt dann im Speisesaal des Hotels "Meissl & Schadn" am Neuen Markt in Wien den beim Mittagessen sitzenden Karl Graf Stürgkh (57).
Mit dem Ministerpräsidenten des Kaiserreichs stirbt ein übler Kriegstreiber. Am Parlament vorbei hatte er an verantwortlicher Stelle zwei Jahre zuvor Österreich in den Krieg mit Serbien gepeitscht und ist damit sehr mitverantwortlich für die Urkatastrophe des Ersten Weltkriegs. Während des Kriegs hatte Stürgkh mit rigider Unterdrückung geherrscht, führte eine rigorose Zensur ein.
Attentäter Adler wurde zunächst zum Tod verurteilt, dann von Kaiser Karl I. zuerst zu 18 Jahren Kerker begnadigt, schließlich im Herbst 1918 amnestiert. Er stirbt 1960 in Zürich. Foto: Attentäter Adler (links) und Graf Stürgkh - das Opfer, das ein Täter war.
Vor 105 Jahren - 21. Oktober 1921
Der Völkerbund in Genf beschließt die Teilung Oberschlesiens in ein deutsches und ein polnisches Gebiet. Zwei Drittel des oberschlesischen Industriereviers gehen an Polen. Bei einer Volksabstimmung hatten sich 60 Prozent der Menschen für eine Zugehörigkeit zu Deutschland ausgesprochen, vergebens.

Vor 95 Jahren - Oktober 1931
Potzblitz! "Wie ein Wunder" mute das Foto an, staunt die Presse. Denn: Das Bild sei in einem stockdunklen Raum gemacht worden und die abgebildeten Herren hätten ihre eigene Hand nicht vor Augen sehen können. Blitzlicht sei nicht verwendet worden. Ja, was denn? "Das Versuchslaboratorium einer Filmfabrik wurde gegen Lichtstrahlen abgedichtet und mit Infrarot bestrahlt." Nicht sichtbar für das menschliche Auge, wohl aber für präparierte Platten. Fazit: "Es wird also von nun an möglich sein, auch Vorgänge in einem absolut dunklen Raum photographisch aufzunehmen."
Vor 60 Jahren - 21. Oktober 1966
"All Things Bright And Beautiful" singen die Kinder der Pantglas-Grundschule in Aberfan/Südwales gerade, als um 9.15 Uhr die instabile Kohleabraumhalde 7 am benachbarten Bergwerk in Bewegung kommt und den Merthyr-Hang hinabrutscht. Die gesamte Grundschule und Teile der benachbarten Mittelschule werden verwüstet. Unter den 144 Menschen, die bei der Tragödie ums Leben kommen, sind 128 Kinder, zum größten Teil zwischen sieben und zehn Jahren alt. Die NCB, die staatliche National Coalboard, Betreiber der Minen, ist schuld an der Katastrophe. "Ignoranz, Inkompetenz und fehlende Kommunikation" bescheinigt ein Untersuchungsbericht den Verantwortlichen.
Vor 50 Jahren - 21. Oktober 1976
Die Bundesrepublik wird erstmals in den UN-Sicherheitsrat gewählt.
Vor 45 Jahren - 21. Oktober 1981
Weiter Streit um die Reduzierung der sowjetischen Erdöllieferungen an die DDR, die um ihre Existenz fürchtet. Honecker fährt zu Verhandlungen nach Moskau und erkundigt sich beim Zentralkomitee-Sekretär Konstantin Russakow, "ob es zwei Millionen Tonnen Erdöl wert sind, die DDR zu destabilisieren und das Vertrauen unserer Menschen in die Parteiführung zu erschüttern". Die Sowjets bleiben hart, fordern die Bereitschaft der DDR, die Folgen der wirtschaftlichen Sowjet-Krise mitzutragen, andernfalls drohe der Verlust der gegenwärtigen Weltstellung der Sowjetunion mit unabsehbaren Folgen für die "ganze sozialistische Gemeinschaft".
Vor 40 Jahren - 21. Oktober 1986
Sozialdemokrat Egon Bahr und SED-Politbüromitglied Hermann Axen unterbreiten auf einer Pressekonferenz Vorschläge für eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa. Die Bundesregierung kritisiert dies als "höchst fragwürdige" Nebenaußenpolitik.
Vor 40 Jahren - 21. Oktober 1986
DDR-Oberkommunist und SED-Bonze Erich Honecker reist zu einem fünftägigen offiziellen Freundschaftsbesuch nach China.

Vor 110 Jahren - Oktober 1916
"Um den ständig einlaufenden Beschwerden in der Versorgung mit Butter und Margarine nach Möglichkeit entgegen zu treten, sollen Kundenlisten eingeführt werden. Die Abgabe von Butter und Margarine erfolgt nach Einführung dieser Listen nur noch in folgenden Geschäften: 1. Wwe Auf der Heide, Kaiserstraße 136; 2. Emonts, Barbara, Bahnhofstraße 4;3. Finger, Maria, Bahnhofstraße 20; 4. Wester, Jakob, Kaiserstraße 8; 5. Gerhards, Christian, Holzgasse 35; 6. Wingenfeld, B., Mühlenstraße 43; 7. Heust, Maria, Mühlenstraße 43; 8. Schlüter, Lisette, Kaiserstraße 81; 9. Winterscheid, Maria, Mühlenstraße 5. Ich fordere daher sämtliche Versorgungsberechtigte auf, sich im Laufe nächster Woche unter Vorlage der Butterkarte bei einem der vorgenannten Geschäfte in die Kundenliste eintragen zu lassen. Der Bürgermeister, Plum." Foto: Mühlenstraße, auf der rechten Seite hinter der Servatiuskirche, von der ein Pfeiler zu erkennen ist, das Haus Nummer 5.
Vor 110 Jahren - Oktober 1916
"Die Reisenden werden wiederholt auf die Möglichkeit einer militärpolizeilichen Befragung im Eisenbahnzuge aufmerksam gemacht. Die während der Kriegszeit in den Eisenbahnzügen tätigen militärischen Überwachungspersonen sind berechtigt, von jedem Reisenden zu verlangen, daß er sich über Zweck und Ziel der Reise ausweist. Hieraus können für Reisende, die zufällig keine Ausweispapiere bei sich haben, unbequeme Weiterungen erwachsen. Den Reisenden, namentlich solchen, die längere Fahrten unternehmen, wird daher geraten, sich mit Ausweispapieren (Geburtsschein, polizeiliche Anmeldescheine usw.) zu versehen."

Vor 105 Jahren - Oktober 1921
"Die Ortskohlenstelle Siegburg teilt mit, daß im kommenden Winter wiederum mit einer großen Knappheit an Briketts und Kohlen zu rechnen ist. Es muß deshalb nach wie vor mit anderen Brennstoffen wie Koks, Braunkohle, Holz usw. gerechnet werden. Der Bürgerschaft wird daher dringend empfohlen, sich hierin bei Zeiten einzudecken. Kokos und Braunkohle sind ohne Karte frei zu beziehen. Man wolle sich wegen Belieferung von Gaskoks an das Gaswerk und wegen Zechenkoks, Braunkohle und Holz an die hiesigen Händler wenden." Foto: Auch vor dem Krieg herrschte immer wieder Mangel an Brennstoffen. Hier sammeln Siegburger Pänz 1909 nach einem Sieghochwasser angeschwemmtes Holz.
Vor 95 Jahren - Oktober 1931
Der Wolsberg soll zu einem "schönen Ehrenhain für die Gefallenen der Stadt Siegburg" ausgestaltet werden, mit einem "entsprechenden Aufgang" samt Bänken und Anlagen. In der Nähe des Trerichsweihers soll ein neuer Sportplatz entstehen. An der Waldstraße werden acht an der Ulmenkrankheit befallene Bäume gefällt. Die vor dem neuen Postgebäude freigelegten Streifen sollen in neun Metern Breite zu Bürgersteigen umgebaut werden. Die Anlegung soll berücksichtigen, dass vor der Post vorbei die elektrische Bahn Siegburg-Zündorf fahren kann.
Vor 95 Jahren - Oktober 1931
Der "Reichenstein" am oberen Markt wirbt mit Mittagstisch. Je nach Wahl zu 1,20, 1,50 und zwei Mark. Oder "höher". Für Stammgäste empfiehlt sich das "Abonnement ("Zehner-Karte"). Hasenpfeffer ist Saison-Spezialität, täglich gibt es frische Seemuscheln, freitags Reibekuchen. Für "kleinere Gesellschaften bis 200 Personen" bietet Wirt Th. Bartram einen abteilbaren Saal, daneben Konferenz- und Gesellschaftszimmer. In seiner neuen Bundeskegelbahn hat er Samstag noch frei.

Vor 80 Jahren - Oktober 1946
Unter Leitung von Lisbeth Herkenrath bietet die städtische Musikschule in Siegburg zusätzlich das Unterrichtsfach Gesang-Grundschulung mit Stimm- und Gehörbildung, rhythmischer Erziehung und Singen nach Noten an. Weiter sind im Angebot: Musikgeschichte und gemeinsames Musizieren.
Am 5. Februar 1942, inmitten der Kriegswirren, unter Leitung von Lisbeth Herkenrath aus der Taufe gehoben, verzeichnete die Musikschule rasch steigende Besucherzahlen. 35.000 Kinder und Jugendliche, soviel wie Siegburg damals Einwohner zählte, lernten unter Herkenrath bis zu deren Pensionierung 1974. Ihr Geburtshaus in der Kaiserstraße war auch der erste Sitz der Musikschule, damals Konservatorium. Später zog die Einrichtung in die Holzgasse, dann Garten- und Breite Straße, bis sie 1977 den endgütigen Sitz im früheren Gymnasium in der Humperdinckstraße fand. Foto: Die obere Kaiserstraße um 1960, auf der linken Seite im Hintergrund das Konservatorium.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Apotheken-Notdienst: https://www.aponet.de
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
