siegburgaktuell 02.10.2026

Drei Tage Hopfenfest mit Streefood-Markt
Siegburg. Wer heute Morgen im sich langsam lichtenden Nebel über den Markt schlenderte, dem fiel möglicherweise das "Herzlich willkommen"-Banner (Foto) auf. Wozu willkommen? Wir kennen die Antwort!
Erstmals wird auf dem Markt nicht nur Streetfood angeboten, sondern auch das Hopfenfest gefeiert. Zehn Brauer stellen ihre Craftbiere vor, von naturtrübem Zwickel und obergärigen Spezialitäten bis zu kreativen Sorten wie IPA, APA und Porter; auch polnische und regionale Gerstensäfte werden angeboten.
Wer lieber Wein oder Cocktails genießt, wird ebenfalls fündig. Und auf Hungrige warten Jamaican Jerk Chicken, peruanische und indische Küche, Sushi, Burger, handgemachte Pasta, Loukoumades oder Frozen Yogurt. Musik, gemütliche Sitzbereiche und ein Karussell für die jüngsten Gäste runden das Angebot ab.
Öffnungszeiten: Heute 15 bis 22 Uhr, morgen von 12 bis 22 Uhr und am Sonntag von 12 bis 20 Uhr. Dann ist von 13 bis 18 Uhr auch ein Einkaufsbummel möglich: Die Geschäfte laden zum Verkaufsoffenen Sonntag.

Mit Koran und Musik
Siegburg. Heute Nachmittag erkundet die Reihe der Interkulturellen Stadtrundgänge das Deichhaus und die Zange. Anmeldung unter www.vhs-rhein-sieg.de. Die Führung am morgigen Samstag durch die Innenstadt ist bereits ausgebucht. Aber schauen wir noch einmal zurück auf den bereits absolvierten Stopp in der Alevitischen Gemeinde in Troisdorf, in die auch viele Siegburgerinnen und Siegburger ein- und ausgehen. Ute Krämer-Bönisch berichtet:
"Wir werden herzlich von Hasret Cal, der Vorsitzenden des Alevitischen Kulturzentrums, mit Musik und frisch hergestelltem Gebäck empfangen. Wir erfahren viel Neues über das Selbstverständnis der Aleviten und was sie ausmacht - auch im Vergleich zu anderen Religionsgemeinschaften, die sich auf den Koran berufen.
Für die Aleviten steht der Mensch im Vordergrund - und zwar vor der Religion, die alles verknüpft. Respekt, Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, ein friedliches Zusammenleben und eine enge Verbindung prägen die Gemeinschaft. Der Gottesdienst ist nicht auf einen Wochentag festgelegt (es gibt also kein Freitagsgebet, auch keinen festen Wochen-Rhythmus), nennt sich Cem - kurz für Cemevi - und wird von Frauen und Männern gemeinsam besucht, es gibt keine rituellen Unterschiede. Männliche Geistliche werden Dede genannt, weibliche als Ana bezeichnet.
Viele der Vereinsmitglieder haben ihre Wurzeln in der Türkei, ungefähr die Hälfte sind Kurden. Mit Gründung der Türkei 1923 und der Festlegung der Reformen 1925 wurde der alevitische Glaube verboten, seine Anhänger wurden verfolgt und in guten Zeiten bestenfalls geduldet.
Ein Sänger greift zur Saz (Foto) und stimmt ein Lied mit schlichter und trauriger Melodie an, viele aus der Gemeinschaft steigen mit ein. Es erzählt davon, dass wir alle von Geburt an einen langen Weg gehen, auf dem wir Leid und Unterdrückung entkommen. Die Musik und die dazugehörenden Noten werden als gemeinsame Sprache und als Netz der Menschheit untereinander gesehen. Die ersten Instrumente der Aleviten entstanden aus Pfeil und Bogen und wurden damit nicht nur symbolisch umfunktioniert. Das Ziel: Krieg und Unterdrückung sollen ein Ende haben."

Wohnraum schaffen, ohne zu bauen
Siegburg. Für ein Wochenende in eine andere Stadt. Längst nicht nur jüngere Kurzurlauber suchen nicht nach Hotels, sondern nach Wohnungen, die über Onlineplattformen angeboten werden. Sie sind praktisch, günstig, schnell gebucht. Das ABER schwingt schon mit. Gerade in Regionen mit ohnehin angespanntem Mietmarkt verschärft diese Herauslösung von Wohnungen die Situation. Die Stadtverwaltung hat in mühevoller Recherchearbeit einschlägige Plattform durchforstet, dabei auch zurückgegriffen auch auf ältere Erhebungen. Ergebnis: In zehn Jahren ist die Zahl der "Plattformbetten" stark gestiegen. In der Kreisstadt sind es mittlerweile 500.
Zwei Ausschüsse kümmerten sich in dieser Woche um die Problematik. Mittwoch der Planungsausschuss, gestern der für die soziale Stadt. In beiden Gremien kam man überein, dass sich Verwaltung und Politik zu Workshops treffen, an deren Ende eine Satzung zum Wohnraumschutz in Siegburg stehen kann, nicht stehen muss. Die Sache ist nämlich durchaus diffizil. Wie wird eine solche Satzung ausformuliert? Worauf liegt der Fokus - neben den Plattformvermietung tragen längere Leerstände gleichermaßen zur Reduzierung des Angebots bei. Reichen die Kapazitäten der Verwaltung bei der Umsetzung einer entsprechenden Regelung? Involviert sind das Baudezernat und das Amt für Senioren, Wohnen und Soziales.
Blick über den Rhein: Bonn hat eine entsprechende Satzung verabschiedet, mit der sich die Siegburger Verwaltung bereits intensiv auseinandersetzte. Zielrichtung war schwerpunktmäßig der globale Medizintourismus in den Sommermonaten, der Kurzzeitvermietungen zum lukrativen Geschäft machte.
Den Überlegungen zugrunde liegt das Wohnraumstärkungsgesetz, das NRW-Kommunen seit 2021 Instrumente an die Hand gibt, für mehr Wohnraum zu sorgen und damit die rasante Mietpreisentwicklung zu drosseln.

Tourist Info erhält Barrierefrei-Plakette
Siegburg. Auszeichnung für die Tourist Info im Stadtmuseum, die ab sofort das "Reisen für Alle"-Siegel trägt. Es steht für geprüfte, verlässliche und detaillierte Information zur Barrierefreiheit. Menschen können durch Einsicht im Netz bereits vor ihrer Abfahrt einschätzen, ob Angebote, Wege, Räumlichkeiten und Services zu ihren individuellen Bedürfnissen passen, etwa zur Geh-, Seh- oder Hörbehinderung. Der Zugang zum Tourismus-Schalter ist stufenlos (Foto), es gibt breite Türen sowie ausreichende Bewegungsflächen für Rollstühle und Rollatoren. Der Beratungsbereich ist absenkbar.

Letztes Kabarett-Programm ohne KI?
Siegburg. Als das "vermutlich letzte Kabarett-Programm der Menschheitsgeschichte, das komplett ohne Künstliche Intelligenz entstanden ist" kündigt Robert Griess seinen Auftritt am Freitag, 27. November, im Stadtmuseum an.
Was haben wir mit unserer Natürlichen Intelligenz aus dieser Welt gemacht? Errungenschaften wie Krankenkassen, Karneval und dem Kamasutra stehen Kriege, Klimawandel und TikTok gegenüber. Wir haben Staatsschulden, Botox und E-Scooter erfunden, aber die Bundeswehr könnte momentan nicht mal einen Angriff der Hells Angels auf Hannover abwehren. Wer möchte angesichts der grassierenden Dummheit nicht ständig ausrufen: "Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!"? Andererseits haben wir Menschen uns noch aus jeder Krise kreativ herausschlawinert.
Griess mobilisiert alle Reserven der Natürlichen Intelligenz und zieht so unterhaltsam wie abwechslungsreich Bilanz. Dabei verspricht er gleichzeitig lustige und überraschende Antworten auf große Fragen: Seit wann sind die Zeiten im Bahnfahrplan nur noch Richtwerte? Weshalb werden unsere Kinder immer blöder, wenn gleichzeitig immer mehr von Ihnen ein Einserabitur machen? Und wieso wird das gesellschaftliche Klima kälter, obwohl sich das echte Klima immer weiter erhitzt?
Neugierig? Tickets für "Natürliche Intelligenz - letzter Versuch!" gibt es an der Museumskasse, Reservierungen werden unter stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de entgegengenommen.

Realschüler arbeiten auf der Ranch
Siegburg. Dank des Sponsorings der Lions kann die Alexander-von-Humboldt-Realschule ihre pferdgestützte Montessori-Pädagogik ausweiten. Schwangen in den vergangenen Jahren nur kleinere Gruppen die Hufe, sind diesmal ganze Klassen auf der Ranch in Seligenthal unterwegs. Das Konzept wurde mit dem FREIday-Gedanken verknüpft, der ein außerunterrichtliches Ende der Lernwoche umfasst. Immer freitags geht es runter von der Schulbank und rauf in den Sattel.
Ganz im Sinne der Maria Montessori treffen die Schülerinnen und Schüler eigene Entscheidungen. Drei "Bosse" übernehmen Verantwortung für unterschiedliche Arbeitsbereiche. Wie im späteren Berufsleben stellen sie ihre Teams zusammen, verteilen Aufgaben und achten darauf, dass die vereinbarten Ziele erreicht werden. Der Stall-Boss säubert mit seiner Abteilung innerhalb einer festgelegten Zeit den Pferde- und Hühnerstall, streut sie frisch ein. Auch die Versorgung der Katzen gehört dazu. Die Mannschaft des Pferdepflege-Bosses kümmert sich um die sechs Rösser der Ranch. Die Tiere werden geputzt und gepflegt, gleichzeitig muss das benutzte Werkzeug und Material sauber und ordentlich hinterlassen werden. Diese Kinder verstehen schnell, wie ein Pferd kommuniziert, wie man sich ihm nähert. Die dritte Einheit widmet sich Interviews, Reportagen und der Dokumentation des Reiterhoflebens. So entsteht ein Buch, das mit Berichten, Geschichten, Interviews und Fotos gefüllt wird. Dann viel Spaß heute - ist wieder FREIday!

VR-Banker legten eine Schippe drauf
Siegburg. Akkuschrauber, Spitzhacke und Schaufel sind nicht die Werkzeuge des Bankers. Jedenfalls nicht zwischen 9 und 18 Uhr. Anders bei den zurückliegenden "Social Days", der Mitarbeitende der VR-Bank zum Arbeitseinsatz in Siegburger Kitas führte. Alexander Stein, Beate Herzog und Tatjana Heine leisteten ihren Freiwilligendienst an der Anno-Kita ab. Gemeinsam mit Hausmeister Thomas Lübke bauten sie ein Spielgerät auf, befreiten Außenanlagen von Unkraut (Foto). Die Sozialtage umfassten mehr als eine Mission. Zur Tagesstätte Abenteuerland in Kaldauen rückte VR-Bankvorstand Holger Hürten mit aus. Und auch die letzte der drei städtischen Kitas, die Deichmäuse in der Schubertstraße, empfingen Besuch von Wohltätigkeitswilligen des Kreditinstituts.

Klönen bei Kaffee und Kuchen
Siegburg. Am Dienstag, 6. Oktober, lädt die Bürgergemeinschaft Deichhaus ab 14.30 Uhr zum Jedermanscafé in die Kirche St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2, ein. "Bei frischem Kaffee und von Ehrenamtlichen gebackenen Kuchen lässt es sich herrlich über dies und das klönen", schreibt uns Norbert Ginkel, Pressesprecher der BG.

Vereine bei Druckluft-Premiere
Siegburg. Der Kleiberg, wo sich die Junggesellen vom Rosenhügel, die Musketiere und die Stallberger Bürgergemeinschaft gestern zuprosteten, feierte große Druckluft-Premiere. Wer dabei an karnevalistische Partymusik denkt, was naheliegt, wenn sich drei Siegburger Vereine treffen, liegt falsch.
Fragezeichen in Ihren Augen? Wir lösen auf. Die Firma NeuDi kümmert sich um industrielle Druckluft, vertreibt unter anderem Kompressoren. "Jeder sollte einen Kompressor in seiner Werkstatt oder Garage haben", so Seniorchefin Marina Neubacher. In der Wolsdorfer Taubenstraße befindet sich seit 2016 der Unternehmenssitz. In Neunkirchen-Seelscheid unterhielt man seit 2022 eine Filiale. Diese Niederlassung ist seit gestern zurück in Siegburg. Schräg gegenüber der Feuerwache, in der Ladenzeile am Kleiberg, hat man sich eingerichtet.
Hier stehen nicht nur erwähnte Druckluft-Maschinen zum Verkauf, sondern auch überdimensionale Luftballons für Feier-Anlässe wie Hochzeiten, Geburtstage, Firmenjubiläen. "Zuletzt statteten wir das Oktoberfest des Krankenhauses im Rhein Sieg Forum aus", erklärt Marinas Tochter Jessy Neubacher. Sie war 2024 Maikönig des Rosenhügels und ist vernetzt in der Siegburger Vereinswelt, was erklärt, warum oben erwähnte Klubs bei der Einweihung des Standorts zugegen waren, für die Bewirtung sorgten und die Gästeliste führten.
Auf unserem Foto sehen Sie Mutter und Tochter Neubacher und rechts im Hintergrund ihre neue Nachbarschaft. "Rheinland.Coffee", ein Fachhändler für Kaffeevollautomaten, zog innerhalb Siegburgs um und lässt es ab sofort am Kleiberg 23 aromatisch duften.

... und falsch betätigter Hausnotruf
Siegburg. Am gestrigen Donnerstag wird der Feuerwehr um 10.13 Uhr ein Gebäudebrand in der Rilkestraße gemeldet. Kräfte der hauptamtlichen Wache sowie der durch Ehrenamtler besetzten Löschgruppen Innere Stadt, Brückberg und Wolsdorf machen sich auf den Weg. Vor Ort können keine Schadensmerkmale wie Feuer oder Rauch entdeckt werden. Schnell stellt sich stattdessen heraus: Der ältere Bewohner des Gebäudes bekam am Vortag einen Hausnotruf installiert, den er vermutlich fehlerhaft bediente.
Abends löst zweimal die Brandmeldeanlage im Katholisch-Sozialen Institut aus. Weder um 20.48 Uhr noch um 22.03 Uhr ist ein Grund ersichtlich, ein technischer Defekt liegt nahe. Auch hier rückten neben Kräften der hauptamtlichen Wache jeweils die Löschgruppen Innere Stadt, Brückberg und Wolsdorf aus.

Aqua-Fit im Oktopus
Siegburg. Am Montag und Dienstag, 12. und 13. Oktober, starten neue Aqua-Fit-Kurse im Oktopus. Wer mitmachen will, bucht seine Teilnahme hier.

Schaffen Sie Ihre Fadengrafikkarte!
Siegburg. Bei der Fadengrafik werden Löcher auf meist geraden Linien durch Fäden so verbunden, dass geschwungene Linien entstehen. Die hierdurch entstehenden filigranen Kunstwerke wirken durch das Übereinanderliegen der schmalen Schnüre dreidimensional. Besondere Effekte lassen sich durch die Materialien, beispielsweise Seidengarne oder Glitzerfäden, erreichen. Manuela Rottner zeigt bei einem VHS-Workshop im Studienhaus, Humperdinckstraße 27, am Samstag, 17. Oktober, wie es geht. Weitere Infos und Anmeldung unter www.vhs-rhein-sieg.de.

Erntedank in der Christusgemeinde
Siegburg. Die Christusgemeinde, Frankfurter Straße 20, feiert am Sonntag, 4. Oktober, Erntedank. Der Familiengottesdienst beginnt um 11 Uhr. Neben Liedern, die besonders auf Kinder ausgerichtet sind, wird es mehrere Stationen geben, an denen man sich auf unterschiedliche und kreative Art und Weise vor Augen halten kann, wofür man Gott in diesem Jahr dankbar ist. Die klassische Gottesdienstform wird dafür aufgebrochen und abgewandelt. Im Anschluss wird gegrillt. Gäste sind herzlich eingeladen. Das Bild ist KI-generiert.

Kanalarbeiten wirken sich auf Schiene aus
Siegburg. Noch immer macht sich der Ausfall der SWB-Stadtbahnen bemerkbar, die Linie 66 pendelt wochentags nur zwischen Bonn Hauptbahnhof und Siegburg. Zumindest sonntags konnte man jedoch bis Bad Honnef durchfahren. Das ändert sich an diesem Wochenende: Wegen Kanalbauarbeiten kann die Straßenbahn am Tag der Deutschen Einheit, Samstag, 3. Oktober, und dem darauffolgenden Sonntag, 4. Oktober, nur bis zur Haltestelle "Rhöndorf" verkehren. Von dort geht es mit Ersatzbussen weiter.

... und eine Zehn zu wenig
Siegburg. Der Fehlerteufel ist hyperaktiv ...: Die 16. Boogie & Jazz Night am 16. Oktober? Nein - eine 16 war in der gestrigen Ankündigung falsch. Welche? Die zweite: Das Konzert mit Gastgeber Stefan Ulbricht, der Boogie-Contessa Jo Carpenter, den Boogie Twins Merito und Rogerio Antonio sowie Schlagzeuger Moritz Schlömer findet am Samstag, 10. Oktober, 20 Uhr, statt. Wo? Im Rhein Sieg Forum. Hier zu den Tickets.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Freitag, 2. Oktober 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Sonntag, 1. November)
9.30 Uhr, Kleiberg:
Sport im Park: "Kraft- & Balancetraining 65+"
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Siegburger Nachhaltigkeitsimpulse (bis Sonntag, 11. Oktober)
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Samstag, 31. Oktober)
11 bis 13 Uhr, Pumpwerk, Bonner Straße 65:
Boogie Hebels und Ralf Scherer: "Spätschicht" (bis Freitag, 23. Oktober)
14 bis 16 Uhr, Gemeinschaftsgarten, Cecilien-/Wellenstraße:
Der Gemeinschaftsgarten hat für Besucher geöffnet
15 bis 18 Uhr, St. Hedwig, Katharinenstraße 66:
Spielmobil Armin
15 bis 19 Uhr, Gymnasium Alleestraße, Alleestraße 2:
Blutspende (Anmeldung)
15 bis 22 Uhr, Markt:
Hopfenfest & Streetfood-Markt
16 bis 17 Uhr, Stadtbibliothek, Griesgasse 11:
Silent Reading
19.30 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Resonanzen: "Don Giovanni" (Foto)
Samstag, 3. Oktober 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
GEDOK Bonn: "Stark - Ein Fest für die Kunst" (bis Sonntag, 1. November)
11 bis 17 Uhr, Pfarrer-Rupprecht-Saal, Kaldauer Straße 29:
Kreativmarkt
12 bis 22 Uhr, Markt:
Hopfenfest & Streetfood-Markt
16 Uhr, Pumpwerk, Bonner Straße 65:
Boogie Hebels und Ralf Scherer: "Spätschicht" - Middisage
18 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
5five: "From Joe Wulf with Love" - Jazz zum Tag der Deutschen Einheit
19.30 Uhr, Studiobühne im ehemaligen Kaufhof, Grimmelsgasse 4:
Lysistrata

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Freitag, 2. Oktober, der 275. Tag in 2026
Wetter: Auf den Morgennebel folgt wieder Sonnenschein.
Sonnenuntergang heute: 19.07 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 7.34 Uhr
Mondaufgang heute: 22.05 Uhr
Monduntergang morgen: 16.02 Uhr
Leodegar (von Autun, starb 679 in Frankreich als Märtyrer), auch: Ludger; Carlo (Borromeo/Borromäus, Kardinal und Erzbischof von Mailand, setzte sich für Reformen in der Kirche ein, starb 46-jährig im Jahre 1584), auch: Karl.
Andreas Gryphius (1616-1664), Dichter ("Horribilicribrifax"); Paul von Hindenburg (1847-1934), Generalfeldmarschall und Quasi-Diktator im Ersten Weltkrieg, Reichspräsident ab 1925, ernannte 1933 Hitler zum Kanzler; Mahatma Gandhi (1869-1948), Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Symbol des gewaltfreien Widerstands, von einem nationalen Hindu-Fanatiker ermordet; Groucho Marx (1890-1977), amerikanischer Schauspieler, wortgewandter Kopf der legendären Marx Brothers, prägte den unvergleichlichen Satz "Ich möchte keinem Verein angehören, der Leute wie mich aufnimmt"; Graham Greene (1904-1991), englischer Schriftsteller ("Der dritte Mann"); Uta Ranke-Heinemann (1927-2021), Theologieprofessorin, welcher der Glaube an die "Unbefleckte Empfängnis" fehlte - und anschließend die Lehrerlaubnis der Katholischen Kirche; Oswald Kolle (1928-2010), Volksaufklärer in den 1960er-Jahren; Moses Gunn (1929-1993), amerikanischer Schauspieler ("Shaft"); Herbert Riehl-Heyse (1940-2003), langjähriger Leitender Redakteur der "Süddeutschen Zeitung": Stets ihre Objektivität betonende Journalisten machten dem Leser etwas vor, weil es "die chemisch reine Objektivität" nicht gebe; er war sich stattdessen "sicher, dass die vorsätzliche Subjektivität des Beschreibenden für den Leser hilfreicher und ehrlicher ist. Hilfreicher, weil er auf diese Weise Dinge erfahren kann, die in einer 'objektiven' Nachricht schon aus lauter Vorsicht nicht unterzubringen wären, ehrlicher, weil der Autor erst gar nicht den Eindruck zu vermitteln versucht, er schreibe die einzig wahre, gültige Geschichte über diesen oder jenen politischen, kulturellen, gesellschaftlichen Vorgang. Ideal wäre es in diesem Sinne, wenn der Leser am Schluss des Artikels genau wüsste, dass er nichts anderes gelesen hat, als die ganz persönliche Sicht eines bestimmten Schreibers, und dass er es trotzdem nützlich fand, sich gerade mit dieser Sicht auseinanderzusetzen"; Don McLean (1945), amerikanischer Sänger ("American Pie"); Dieter Pfaff (1947-2013), Schauspieler ("Die Affäre Semmeling", "Im Schatten der Macht"); Annie Leibovitz (1949), amerikanische Fotografin, durch ihre aufwändig inszenierten Portraits von vielen US-Prominenten selbst weltberühmt; Romina Power (1951), Sängerin ("Felicita"), Ex von Albano; Sting (1951), britischer Popmusiker ("Fields of Gold"); eigentlich Gordon M. Summer, doch ein Kollege aus einer früheren Band hatte ihm wegen seines gelb-schwarz-gestreiften Pullovers im Wespen-Look den Namen "Stachel", eben "Sting", verpasst; vor der Solo-Karriere mit der Gruppe Police ("Roxanne", "Message In A Bottle", "Every Breathe You Take") erfolgreich; Xavier Naidoo (1971), Sänger, solo und bei den Söhnen Mannheims; "Nicht von dieser Welt" lautete eines seiner Alben, der Titel scheint sehr autobiographisch geprägt: Nicht nur, weil er seit 1992 meint, in einer Endzeit zu leben und Mannheim mit "Neu-Jerusalem" identifiziert, sondern vor allem wegen seiner verstörenden rechtspopulistischen Kommentare; die "FAZ" meinte, er rede "wirr", die "Süddeutsche" schrieb, er sei "ein gefährlicher Weltinterpret"; nur folgerichtig fand sich der Wirrredner auch in den dummkruden Reihen der Corona-Leugner und verqueren "Denker", zwar entschuldigte er sich zwischenzeitlich für den bisherigen Stuss, doch: Rückfall 2026; Didier Défago (1977), schweizerischer Skirennfahrer, gewann bei Olympia 2010 in Vancouver Gold in der Abfahrt, Rücktritt 2015.
1970: Grete Weiser, die Schauspielerin ("Keine Leiche ohne Lily", "Ach Egon") stirbt 67-jährig bei einem Autounfall in Bad Tölz; 1973: Paavo Nurmi, der finnische Leichtathlet, ein Ausnahmeläufer, stirbt 76-jährig in Helsinki; 1985: Rock Hudson, der amerikanische Schauspieler ("Bettgeflüster", "Ein Goldfisch an der Angel") stirbt 60-jährig in Marina del Rey/LA an Aids; 1999: Heinz G. Konsalik, der Schriftsteller ("Der Arzt von Stalingrad", "Wer stirbt schon gerne unter Palmen?") stirbt 78-jährig in Salzburg; 2003: Gunther Philipp, der im rumänischen Toplita geborene österreichische Autorennfahrer, Arzt und Schauspieler ("Das süße Leben des Grafen Bobby") stirbt 85-jährig in Bad Godesberg; 2012: Big Jim Sullivan, der britische Musiker, einer der prominentesten Studio-Gitarristen (mit Herman's Hermits "A Kind Of Hush", mit Marianne Faithfull "As Tears Go By" oder mit den Kinks "You Really Got Me"), er tourte mit Tom Jones und spielte ab 1978 neun Jahre bei James Last, stirbt 71-jährig in London; 2014: Irmtraut Wäger, die Menschenrechtlerin und von 1984 bis 2009 Erste Vorsitzende des Vereins Deutsche Tibethilfe stirbt 95-jährig in München; 2014: Horst Deichmann, der Unternehmer und Chef der größten europäischen Handelskette für Schuhe, der nach eigener Aussage einer Frau zunächst auf dieselben und dann erst in die Augen schaute, bekannt für soziales und christliches Engagement in Wort und Tat, stirbt 88-jährig in Essen; 2016: Massimo Rossi, der italienische Motorboot-Rennfahrer, Doppelweltmeister, stirbt 23-jährig bei einem tödlichen Unfall auf der Mosel bei Traben-Trabach; 2017: Tom Petty, der amerikanische Musiker, vor allem mit der Band Tom Petty & the Heartbreakers erfolgreich ("I Won't Back Down"), stirbt 66-jährig in Santa Monica an einem Herzstillstand; 2018: Geoff Emerick, der mit fünf Grammys ausgezeichnete britische Tontechniker und Musikproduzent, eng verbunden mit den Beatles durch seine Arbeit an Alben wie "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" und "Abbey Road", danach tätig für Paul McCartney und die Wings ("Band On The Run"), Art Garfunkel oder die Gruppen America und Supertramp, stirbt 72-jährig in Los Angeles an einem Herzinfarkt; erst 15 Jahre war er, als er erstmals bei Aufnahmen in den Abbey Road Studios für die Beatles die Technik bediente; 2018: Jamal Khashoggi, der saudi-arabische Journalist, nach Übersiedlung in die Vereinigten Staaten Kolumnist der "Washington Post", betritt wenige Tage vor seinem 60. Geburtstag das saudische Konsulat in Istanbul, um dort Dokumente für die anstehende Heirat mit seiner vor dem Konsulat wartenden Lebensgefährtin, einer türkischen Journalistin, abzuholen; der ehemalige und nun in Ungnade gefallene Medienberater des vorderasiatischen Königreichs wird nicht mehr lebend gesehen, zwei Wochen später geben die Saudis die Tötung zu; Kronprinz Mohammed bin Salman, in dem manche im Westen fälschlicherweise einen möglichen Reformer zu erblicken glaubten, macht einen auf unschuldig, lässt in seinem politisch-persönlichen Umfeld Menschen verhaften und leitet persönlich eine "Untersuchungskommission", doch nach Einschätzung offizieller US-Stellen steckt er selbst hinter dem grausigen Mord: Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf türkische Quellen, im Garten des Konsulats seien "biologische Beweise" gefunden worden, es ist die Rede davon, dass das Opfer zerstückelt und in Säure aufgelöst wurde; 2022: Sacheen Littlefeather, die amerikanische Schauspielerin und Aktivistin stirbt 75-jährig im kalifornischen Marine County an Brustkrebs; 1973 nahm sie den Oscar für Marlon Brando und dessen Rolle in "Der Pate" entgegen, damit war sie die erste indigene Amerikanerin, welche die Oscar-Bühne betrat, ein mutiger Schritt auf Bitten Brandos, der mit seinem Fernbleiben gegen die Darstellung der Native Americans in Hollywood protestieren und auf die Vorgänge in Wounded Knee hinweisen wollte: Littlefeather erntete Buhrufe und Hass; es dauerte bis September 2022, fast bis zu ihrem Tod, bis die Oscar-Academy es schaffte, einen Entschuldigungsabend zu ihren Ehren zu veranstalten, auf dem sie betonte: "Ich musste für den Eintritt bezahlen, und das war okay. Weil die Türen geöffnet werden mussten".
Vor 115 Jahren - 2. Oktober 1911
An den preußischen Schulen wird die Schulstunde auf 45 Minuten gekürzt.
Vor 110 Jahren - Oktober 1916
"Zum dritten Male bereits geht das Erntedankfest unter den durch die Kriegslage geschaffenen Verhältnissen als ein Fest von ganz besonderer Bedeutung ins Land. Lag in Friedenszeiten über diesem Tage etwas von jenem anheimelnden Reiz altväterlicher Freude, die sich am Gefühl des Geborgenseins für ein weiteres Jahr erwärmte, so ist unter den gegenwärtigen Einflüssen des Weltkrieges das Erntedankfest zu einem Feste geworden, an dem aus tiefinnerstem Herzen das gesamte deutsche Volk ausnahmslos teilnimmt. Ist doch der Ernteausfall für uns nicht weniger ausschlaggebend als die Ereignisse vom Kriegsschauplatz draußen." (Siegburger Kreisblatt)
Vor 100 Jahren - 2. Oktober 1926
"Panzerkreuzer Potemkin" - der Stummfilm des sowjetischen Regisseurs Sergej Eisenstein wird erstmals in deutschen Kinos gezeigt. Die Film-Oberprüfstelle gab ihn erst nach dem zweiten Testverfahren frei. Widerstand aus dem konservativen Lager hatte die Deutschland-Premiere eines der herausragenden Werke der Kinogeschichte anfänglich verhindert. "Panzerkreuzer Potemkin" führt ins Jahr 1905: Die Matrosen des zaristischen Panzerkreuzers erheben sich gegen die privilegierten Offiziere. Als ein Offizier den Matrosen Wakulintschuk ermordet, eskaliert die Auseinandersetzung.
Vor 60 Jahren - 2. Oktober 1966
Atletico Madrid eröffnet sein neues am Fluss Manzanares gelegenes Stadion, später nach dem Ex-Präsidenten, unter dem es entstand, in Estadio Vicente Calderon umbenannt. Fast auf den Tag 50 Jahre später kassiert dort Bayern München eine herbe 0:1-CL-Niederlage. Seit 2011 steht der mit allen Abwassern gewaschene Argentinier Diego Simeone an der Seitenlinie - wenn er nicht wütet und hüpft wie ein Derwisch.

Vor 115 Jahren - Oktober 1911
Die Oktoberfeste sind im Gange. Der Herrengarten hat seine Räume in den bayrischen Farben blau-weiß sehr schön ausgeschmückt und es herrschte Sonntag bei Musik und gemeinsamen Liedern großer Betrieb. In der "Glocke" ist süddeutsche Bedienung, Schuhplattler-Tänze werden von Hansl und Gretel, Mitglieder des Tegernseer Bauerntheaters, vorgeführt. Die Musik unterhält mit lustigen Weisen. Alles in der "Glocke" ist arrangiert vom Münchner Hansi Riedmaier. Während den Tagen gibt es Schlachtung von prima Landschweinen für Hausmacher-, Leber-, Blut-, Weiss- und Bockwurst. Auch Haxen, Hämmchen, Geselchtes, Leberklöße mit Sauerkraut stehen auf der "außergewöhnlichen Oktoberfestspeisenkarte", dazu Enzian, Radi, Bretzel, Nürnberger Bratwurstglöcklein. Im Ausschank fließt Münchener Löwenbräu und Paulaner Märzen. Foto: Postkarte "Zur Glocke", in der Gaststätte am Markt geht wohl offensichtlich nicht nur während des Oktoberfestes die Post ab.
Vor 115 Jahren - Oktober 1911
"Die Sonntag-Abendvorstellung im Zirkus Williams war so stark besucht, daß, obwohl Stühle aus Siegburger Lokalen herbeigeholt worden waren, die ganzen Gänge voll von Zuschauern standen. Viele kehrten, da sie mit einem Stehplatz nicht Vorlieb nehmen wollten, wieder um. Durch diesen Zuspruch angefeuert, boten die Künstler in Prachtkostümen ihr ganzes Können auf und die Direktion dehnte die Vorstellung bis über die Mitternachtsstunden hinaus. Auch Hand und Kopfequilibrist Marlo zeigte solche waghalsigen Künste, daß fast Totenstille im überfüllten Raume herrschte. Zeigte sich auch eine noch so kleine Lücke, so waren August nebst Genossen da und machten die Pausen kurz. Die in hiesiger Gegend gern besuchten Vorstellungen der plattkölnischen Volksbühne hatten in dieser großen amerikanischen Neuheiten-Schau in Theo Magors rheinischer Burleskengesellschaft eine feine Vertretung. Magor stellte den Tünnes in vorzüglicher Weise dar." (Siegburger Kreisblatt)

Vor 105 Jahren - Oktober 1921/1
Engelbert Humperdinck ist tot. Das "Siegburger Kreisblatt" gedenkt des am 27. September verstorbenen großen Sohnes der Stadt:
"Der hier am 1. September 1854 im jetzigen Gymnasialgebäude als Sohn des Lehrers am damaligen Progymnasium Gustav Humperdinck geborene bekannte Komponist Engelbert Humperdinck ist in Neustrelitz, wo er bei seinem am dortigen Landestheater als Opernregisseur mitwirkenden Sohn zu Besuch weilte, Dienstag an einem Schlaganfall gestorben. Nachdem Engelbert Humperdinck 1871 in Paderborn das Zeugnis der Reife erworben hatte, widmete er sich ein halbes Jahr lang dem Baufache, das Spritzenhaus am Markte ist sein erstes und einziges bautechnisches Werk. Es trieb ihn unaufhaltsam zur Musik und auf Anraten des Herrn Hiller am Kölner Konservatorium besuchte er dasselbe 4 Jahre lang. Mit der Frankfurter Mozartstiftung beehrt, begab er sich 1876 zu Franz Lachner in München. Am Konservatorium erwarb er sich den 1. Preis der Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung und fand auf seinen Reisen in Italien und Sicilien Gelegenheit, mit Richard Wagner bekannt zu werden. Derselbe lud ihn ein, bei den Vorbereitungen zur ersten Parzival- Aufführung in Bayreuth mitzuwirken, infolgedessen er dorthin übersiedelte und in näheren Verkehr mit ihm und seiner Familie trat." Weiterlesen ...

Vor 105 Jahren - Oktober 1921/2
"Erheblich war der Einfluß, den seine Bekanntschaft mit Wagner, in dessen Kanzlei er Jahre hindurch arbeitete und mit dessen Familie er so befreundet wurde, daß ihm die musikalische Ausbildung des jungen Siegfried Wagner übertragen wurde, auf ihn ausübte. Namentlich ist es die Instrumentierung, worin er aus Wagners Kunst Nutzen zog. Nach Beendigung der Bayreuther Festspiele 1882 besuchte er als Stipendiat noch einmal Italien, Fankreich und Spanien. Im Herbst 1885 wurde er nach halbjährigem Aufenthalt zu Villa Hügel als musikalischer Gesellschafter des alten Herrn Krupp zur Lehrtätigkeit an das Conservatorio del Liceo nach Barcelona berufen, gab aber nach erfolglosem Versuche, die zurückgebliebenen Musikzustände der Anstalt nach deutschem Muster zu reformieren und aus Gesundheitsrücksichten, die mit in die Waagschale fielen, 1886 die Stellung auf. Nunmehr wirkte er ein Jahr lang als Lehrer an dem Kölner Konservatorium und darauf zu Mainz behufs Herausgabe älterer Musikwerke für die Verlagshandlung Schott & Söhne. 1890 siedelte er nach Frankfurt, wo er als Musikberichterstatter der Frankfurter Zeitung tätig war. 1900 wurde Humperdinck als Vorsteher einer akademischen Musikschule nach Berlin berufen. Seine bekannteste Schöpfung ist die Märchenoper "Hänsel und Gretel" (1894), die später ihren Weg durch die Welt machte, aber ihren Erfolg in erster Linie der äußerst geschickten Einflechtung altbekannter Kinder- und Märchenlieder verdankt; sie ist übersetzt in das Englische, Schwedische, Böhmische, Ungarische und Französische. Weitere Werke Humperdincks sind: das Märchenspiel "Die sieben Geißlein" (1897), das Melodrama "Die Königskinder" (1898), ferner die Chorwerke "Das Glück von Edenhall", "Die Wallfahrt nach Kevelaer", "Das eherne Pferd" und "Dornröschen". Der frühere deutsche Kaiser überreichte ihm nach der 100. Vorstellung von "Hänsel und Gretel" in Berlin eigenhändig den Kronenorden 4. Klasse. Liebenswürdigkeit ist der Grundzug der Humperdinckschen Muße; er war in erster Linie Musiker und hütete sich, die ebenmäßigen Formen der Musik zu verletzen. Er gilt auch als Neuschöpfer von Volksmelodien, deren Urelement ihm seine rheinische Jugendzeit in Fülle eingepflanzt haben dürfte. Eine der beliebtesten Persönlichkeiten des heutigen Musiklebens ist mit ihm dahingegangen, geschätzt auch als treuherziger, grundehrlicher Mensch, von großer Duldsamkeit, der keine Feinde hatte. Geschwunden ist des Meisters Hülle, fortlebet, was sein Geist einst schuf."
Foto: Humperdinck 1911 bei der Aufführung seiner "Königskinder" in Berlin an der Hofoper. Die französisch-spanische Sopranistin Lola Artôt de Padilla (1876-1933) gab die Gänsemagd. In der Rolle des Spielmanns Bariton Baptist Hoffmann (1863-1937) und als Königssohn Tenor Walter Kirchhoff (1879-1951).
Vor 100 Jahren - Oktober 1926
Katastrophenstimmung erfasst die "Siegburger Zeitung" beim Rückblick auf den Sommer 1926 und die anstehenden Herbsttage:
"Früh sinkt die Sonne am westlichen Himmel nieder. In kühler Nacht wandert bleiches Mondlicht über die Höhen, während grauweiße Dunstschleier wie zauberische Gewebe Täler und Ebenen umhüllen. Sie erinnern an die schweren und dichteren Nebel, die als Vorboten des Spätherbst und Winters im Gefolge des Oktobers ihren Einzug halten. Neue Leben zieht ein unter dem Zepter des Weinmonats, der neue herrlich bunte, düstere und heitere Bilder ins abwechslungsreiche Panorama des Jahres fügt. In lyrischer Zartheit und Anmut an strahlender Schönheit und wohltuender Wärme bleibt er hinter seinen Vorgängern zurück, aber in kraftvoller Glut der Farben, an herber Dramatik seiner naturbedingten Gegensätze kommt ihm keiner nach. In den Wäldern sprühen reich und einzigartig üppige, flammende Farben mit dem Mantel der Schönheit beginnenden Moder bedeckend. Unter seinem königlich funkelnden Sternenhimmel rauscht auf lichtübersprühten Festplätzen lärmendes lachendes Leben im Wirbel von Tingeltangel-Melodien, Oktoberfesten, Jahrmärkten und Herbstmessen. Und ringsum träumt die Natur schweigend hinüber in den großen winterlichen Todesschlaf.
In das Knistern der Herbstfeuer, in das Donnern der Festböller, in die weinfrohen Lieder mischt sich klagend und ungehört der Todesschrei der sterbenden Kreatur: denn die Jagd beginnt. Alle frohen leuchtenden hellen Farben werden immer mehr verdrängt vom Grau und Braun und vielem weißen Welk.
Wenn wir auf den Sommer dieses Jahres zurückblicken, so können wir nichts Erfreuliches sehen. Denn er zählt nicht nur zu den unwirtschaftlichsten Sommern der letzten Jahrzehnte, er war eine Zeit der schwersten Katastrophen. Die schlimme Zeit setzte schon mitten im Frühjahr ein. Mann hatte zu früh gejubelt, als die ersten Frühlingsmonate die Vegetation überschnell entfalteten. Die paar schönen Wochen mußten durch monatelange Regenzeiten bezahlt werden. Die Ernte fiel mittel aus, teils überaus minderwertig, sogar erbärmlich. Schauderhaft wüteteten in diesem Jahre die Überschwemmungen, die in vielem Gegenden mehrfach hintereinander auftraten, sie waren oft so schwerer Natur, daß die heimgesuchten Wiesen und Felder wochenlang unter Wasser standen und die Feldfrucht buchstäblich verfaulte. Myriaden von Stechmücken, durch Typhuserreger verseuchte Brunnen usw. waren die Folge, sie zeitigten merkwürdige Krankheitserscheinungen. Auch das Vieh wurde durch das nicht immer einwandfreie Futter in schlechten Zustand versetzt. So kann man sagen, daß dieser Sommer einer der unerfreulichsten in diesem Jahrhundert gewesen ist. Hoffen wir, daß dem verregneten Sommer von 1926 ein solcher folgt, der uns entschädigt. Denn zwei Mißerntejahre wären bei der jetzigen Verarmung weitester Kreise, bei der mehr als bedenklichen Lage unserer Landwirtschaft und dem Harten Ringen von Industrie und Handel eine Katastrophe geradezu fürchterlichen Art!"

Vor 5 Jahren - 2. Oktober 2021
Der ins Stadtmuseum zurückgekehrte Türsturz der Kultkneipe "Zur Ente" sorgt noch immer für zahlreiche Erinnerungen, die bei uns eingehen. So schrieb uns Alfred Franke, der mit dem 2024 verstorbenen Gastwirt Norbert Mailänder eine besondere Gemeinschaft bildete:
"Ich selbst, Jahrgang 1952, bin selbstverständlich auch Stammgast in der 'Ente' gewesen. Meine Frau, die in Köln geboren ist, hatte gemischte Gefühle, mit mir 1984 ins beschauliche Siegburg zu ziehen. Wir haben unseren Polterabend im Februar 1985 in der 'Ente' gefeiert. Bei voller Kneipenbesetzung könnt ihr euch vorstellen, dass es eine Weltklasse-Party in total angenehmer Atmosphäre war. Das wird in Erinnerung bleiben! DJ Herbert Schoofs hat beim Abspielen des Liedes 'Seemann, lass das Träume' einem total männlichen Mann (die Worte sind bewusst gewählt) tausend Tränen auf sein weißes Oberhemd fließen lassen.
Und dann noch eine interessante beziehungsweise bemerkenswerte Geschichte. Der Wirt Norbert Mailänder, ich, 'sät dä Jeck', und noch zwei weitere Personen, die ich ohne deren Erlaubnis nicht namentlich nennen möchte, haben in der 'Ente' im Jahr 1984 eine Lotto-Tippgemeinschaft gegründet, die bis heute Bestand hat. Es ist ein Vollsystem mit neun Zahlen. In den zurückliegenden Jahren haben wir im statistischen Durchschnitt zwei Drittel des Tippeinsatzes verloren. Man könnte auch fast sagen: Wir sind 'die erfolgloseste Tippgemeinschaft aller Zeiten'. Aufgeben werden wir trotzdem nicht. Motivation bleibt bei uns ein zentraler Satz eines Mitspielers, der den coolen Satz geprägt hat: 'Wir haben den längeren Atem!'"
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Apotheken-Notdienst: https://www.aponet.de
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
