siegburgkulturell 30.08.2026

Sechs Comedians, ein Mikrofon, eine Bühne
Siegburg. Eine Mischung aus Debutanten und erfahrenen Comedians auf der einen und ein Publikum, das nicht weiß, worauf es sich eingelassen hat, auf der anderen Seite - das ist in Kürze das Konzept der ComeDreams, eines neuen Veranstaltungsformats im VHS-Studienhaus, Humperdinckstraße 27. Erfinder und Conferencier der ComeDreams ist Mohamed El Boujaddaini. Premiere feiert ComeDreams am Samstag, 12. September, um 19 Uhr im Rahmen des Tags der offenen Tür der Volkshochschule. Veranstalterin ist die Stadtbetriebe Siegburg AöR.
ComeDreams versteht sich als Comedy Open Mic. Da stehen Newcomerinnen möglicherweise zum ersten Mal überhaupt auf der Bühne, erfahrene Kollegen testen Passagen aus abendfüllenden Programmen aus. Mutige Nachwuchstalente aus der Region und ältere Hasen geben sich ein Stelldichein. Das Publikum ist das Versuchskaninchen. Offen ist die Bühne grundsätzlich allen, nach rechtzeitiger Anmeldung bei El Boujaddaini. Für die Premiere kündigt er ein sehr spannendes Line-up mit regionalen Bezügen an.
El Boujaddaini ist Antidiskriminierungstrainer und Comedian (Künstlername: mohamed_el_comedy), wenn auch nicht immer in dieser Reihenfolge. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Komikernationalmannschaft und Gründer von ComeDreams, das er seit 2023 sehr erfolgreich in Frechen umsetzt. Seine Open-Mic-Abende sind geprägt von Empathie, Dialog und Respekt, getreu dem Motto: Mehr miteinander statt übereinander lachen!
Tickets gibt es hier.

Kühn vollendet Humperdinck-Fragmnete
Siegburg. Es gibt Kompositionen, die blieben unvollendet und wurden trotzdem weltbekannt. Franz Schuberts "Unvollendete" zum Beispiel. Die "Kunst der Fuge" von Johann Sebastian Bach. Oder auch Wolfgang Amadeus Mozarts "Requiem", das von dessen Schüler Franz Xaver Süßmayr vollendet wurde. Vollendet? Nun, sagen wir, zu Ende komponiert. Die Kunst bestehe darin, das Werk so weiterzuschreiben, dass kein Bruch zu hören sei. Wer das sagt, weiß, wovon er spricht. Es ist der Siegburger Komponist David Kühn, der in den kommenden Wochen gleich zweimal als "Vollender" Engelbert Humperdincks zu hören sein wird, denn der hat Unfertiges hinterlassen. Und damit kennt Kühn sich aus.
Kühn studiert Tonsatz in Köln. Das heißt, er lernt, die Werke eines Komponisten so genau zu studieren, dass er in der Lage ist, selbst im Stil dieses Komponisten zu schreiben. Er beherrscht Harmonik sowie Instrumentierung, aber auch die für einen Komponisten typischen zeitlichen Abläufe, und - vielleicht das wichtigste - er ist in der Lage, sich in die Kompositionsprozesse früherer Komponisten hineinzuversetzen, beinah, als schlüpfe er in ihre Figur. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass Kühn, wenn er sich in die Rolle Humperdincks versetzt, vergessen muss, wie sich Musik nach Humperdinck entwickelt hat, denn davon konnten dessen Werke nicht beeinflusst sein.
Die von Komponisten hinterlassenen Fragmente sind nicht alle auf dieselbe Art unvollendet. So breche das späte Humperdincksche Klaviertrio in G-Dur abrupt ab, während der zweite Satz seiner Orchestersuite "Sommerabend auf dem Dorfe" eher versiege wie ein Fadeout. "Die Informationen werden im letzten Drittel immer dünner", sagt Kühn, vieles gleiche einer Skizze, die nun ausgearbeitet werden musste. Dies hat Kühn im Auftrag der Siegburger Musikwerkstatt getan - im Geiste des jungen Humperdinck. Uraufgeführt wird der Kühnsche Humperdinck von der Jungen Sinfonie Siegburg am Samstag, 26. September, um 18 im Stadtmuseum. Ebenfalls auf dem Programm: Auszüge aus der Humperdinck-Oper "Königskinder" und aus Leonard Bernsteins "West Side Story".
Einen weiteren Humperdinck, vollendet aus der Feder David Kühns, gibt es beim Preisträgerkonzert des Wettbewerbs "Beethoven in seiner Zeit" am Freitag, 6. November, ebenfalls im Stadtmuseum. Das Trio Alterna, das bei dem von der Musikwerkstatt veranstalteten Wettbewerb den zweiten Platz und einen Sonderpreis gewann, spielt unter anderem Humperdincks Klaviertrio G-Dur. Eine Welturaufführung, dank der kongenialen Vollendung des Werkes von David Kühn. Da spielen dann Preisträger das Werk eines Preisträgers. David Kühn erhielt 2020 im Rahmen des Siegburger Kompositionswettbewerbs den Sonderpreis der Humperdinck-Stiftung.

Jazz zum Tag der Deutsche Einheit
Siegburg. Was wäre die Einheit ohne Freiheit? In Siegburg wurde es längst zur Tradition, den Tag der Deutschen Einheit in besonderer Weise auch als Tag der Deutschen Freiheit zu verstehen, denn Einheit ist die Einheit des Landes als freiheitlich liberale Demokratie. Und weil es wohl kaum einen Musikstil gibt, in dem das Streben nach Freiheit deutlicher hörbar ist als im Jazz, feiert Siegburg den 3. Oktober traditionell mit einem hochkarätigen Jazz-Konzert. In diesem Jahr kommt der Posaunist Joe Wulf mit seinem Quintett 5Five ins Stadtmuseum.
Das Konzert nennt Joe Wulf einen "musikalischen Liebesbrief" an sein Publikum. Joe Wulf zählt seit vielen Jahren zu den bekanntesten Posaunisten und Bandleadern seines Genres in der internationalen Musikszene. Sein Quintett interpretiert die Musik von Jazzgiganten wie Cole Porter, Steve Allen, Nat King Cole oder Chet Baker. Es sind ausgesuchte Songs aus den 40er- bis 60er-Jahren, die bis heute ihren Charme versprühen und stimmungsvolle Bilder zeichnen. Neben spannenden Improvisations-Parts gibt es viel Gesang, tolle Melodien, erstklassige Arrangements und in diesem Sinne angelegte Kompositionen aus der Feder von Joe Wulf zu hören. Die Musiker begegnen sich in hoch virtuosem Wechselspiel und mit solistischem Können. Joe Wulf führt sein Publikum quer durch die Welt des melodischen Jazz und tritt mit hauchzartem Posaunenton, swingender Vielfalt und einem Augenzwinkern in die Konversation mit der ganzen Band und dem Publikum, eben "From Joe Wulf with Love"!
Besetzung: Joe Wulf (Posaune/ Vocal), Jon Boutin, (Trompete/ Vocal), Gero Körner (Piano) und Maurice Kühn (Kontrabass/ Vocal) und Dirk Seiler (Schlagzeug).
Wann? Samstag, 3. Oktober, 18 Uhr im Stadtmuseum. Tickets über www.vivenu.de und im Stadtmuseum.

Musikalische Reise zwischen Orient und Okzident
Siegburg. Das Stadtmuseum lädt am Samstag, 5. September, um 19.30 Uhr zu einem Konzert mit dem armenischen Musiker Grigor Shagoyan ein. Als Bassbariton, Gitarrist und Oud-Spieler verbindet er in seinem Programm musikalische Traditionen seiner Heimat mit Einflüssen aus Flamenco, Jazz, lateinamerikanischer Musik, Gypsy Jazz und zeitgenössischer Weltmusik.
Shagoyan gilt als vielseitiger Künstler, der unterschiedliche musikalische Kulturen und Stilrichtungen miteinander verbindet. Neben verschiedenen Gitarren setzt er auch die Oud, eine orientalische Kurzhalslaute, ein und erweitert damit das klangliche Spektrum seines Programms. Ergänzt wird das Konzert durch seine ausdrucksstarke Bassbaritonstimme, die den Werken eine besondere Ausdruckskraft verleiht.
Vor rund zwanzig Jahren kam Shagoyan aus Armenien nach Deutschland, um klassischen Gesang und Gitarre zu studieren. Nach ersten musikalischen Erfahrungen in Rockbands führte ihn sein Weg auf internationale Opern- und Konzertbühnen. Engagements an der Deutschen Oper Berlin und am Staatstheater Beirut zählen ebenso zu seiner Laufbahn wie Auftritte mit Künstlerpersönlichkeiten wie Montserrat Caballé und Joscho Stephan. Darüber hinaus ist er Gründer der Ensembles "Trio Aguas" und "Bistro Manouche".
Kartenreservierungen nimmt das Museum unter stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de oder +49 2241 10274-10 entgegen. Tickets sind außerdem online erhältlich.

47. Wettbewerb "Musizierender Rhein-Sieg-Kreis"
Siegburg. Der Mensch liebt es, sich in Wettbewerben zu messen. Auch in den Künsten. Obwohl es bei einem Klavierwettbewerb sicher nicht darum geht, wer zuerst fertig ist. Immerhin gab es von 1912 bis 1948 bei den Olympischen Spielen auch Wettbewerbe in Musik, Kunst, Literatur und Architektur. Aber geht es im Sport grundsätzlich um den Gewinn von Wettbewerben, spielen Wettbewerbe in den Künsten eine etwas andere Rolle. Sie dienen nicht zuletzt als Sprungbretter für die weitere Karriere. Darum sind sie so wichtig. Und darum ist es wichtig, Wettkampferfahrung zu sammeln. Zum Beispiel beim "Musizierenden Rhein-Sieg-Kreis", der in diesem Jahr zum 47. Mal veranstaltet wird.
Der Wettbewerb, der mit Unterstützung der Kreissparkasse Köln und unter der Schirmherrschaft des Landrats durchgeführt wird, ist im Rhein-Sieg-Kreis die bedeutendste Fördermaßnahme für den musikalischen Nachwuchs. Und nicht nur für den Nachwuchs. Seit 2025 für alle Altersgruppen offen, erhöht der Wettbewerb die Popularität musikalischer Bildungsangebote, weckt Neugier und Interesse und motiviert Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sich mit Musik zu beschäftigen, gemeinsam zu musizieren und mit Fleiß besondere künstlerische Leistungen zu erreichen. Im vergangenen Jahr haben 444 musizierende Menschen aus dem Rhein-Sieg-Kreis an den Wertungsspielen teilgenommen und es konnten 75 Preise vergeben werden!
Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich noch bis Montag, 14. September, anmelden. Die aktuelle Ausschreibung und Anmeldeformulare können unter www.engelbert-humperdinck-musikschule.de abgerufen werden.

Klingende Antworten auf dem Musikschultag
Siegburg. Klavierspielen müsste man können! Oder Gitarre! Saxophon, Cello oder Flöte! Klarinette! Schlagzeug! Es gibt so viele. So viele Instrumente, die man spielen können müsste. Aber wie schafft man das? Nun, indem man Unterricht an der Engelbert-Humperdinck-Musikschule nimmt. Das ist - außer bei Wunderkindern - kein Hexenwerk. Regelmäßige Stunden an der Musikschule und, ja, das gehört dazu, regelmäßiges Üben zu Hause, wer sich daran hält, wird schnell Fortschritte machen. Und dabei lernt man nicht nur ein Instrument. Das musikalische Lernen, das hat sich inzwischen herumgesprochen, fördert nebenher bei Jung und Alt noch ganz andere kreative, soziale und kognitive Potentiale!
Doch: Am Anfang steht die Wahl des Instruments. Welches ist für mich oder mein Kind das richtige? Da hilft, sich die Auswahl genauer anzusehen und auszuprobieren. Und eben dazu lädt der Musikschultag in Musikschule und Musikwerkstatt ein. Am Samstag, 12. September, bietet die Musikschule Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen von 11 bis 14 Uhr Gelegenheit, in die Welt der Musikinstrumente einzutauchen und sich inspirieren zu lassen. Um 15 Uhr dann musizieren Solistinnen, Solisten und Ensembles der Musikschule im Kammermusiksaal. Der Musikschultag ist kostenlos!
Folgende Instrumente können in der Musikwerkstatt, Zeughausstraße 5, und in der Musikschule, Humperdinckstraße 27, nach Belieben erprobt werden:
Musikwerkstatt: Schlagzeug, Saxophon, Gitarre, E-Gitarre, Musikwerkstatt für Minis, Musikalische Früherziehung, Gesang, Klavier, Blockflöte, Klarinette, E-Bass und Kontrabass.
Musikschule: Gitarre, Violoncello, Querflöte, Musikwerkstatt für Minis, Musikalische Früherziehung, Blockflöte, Posaune, Trompete, Violine, Keyboard, Klavier.
Eine Voranmeldung ist nicht notwendig! Weitere Informationen unter +49 2241 102-7681 oder musikschule@siegburg.de.

Die Siegburger Museumsgespräche im zweiten Halbjahr 2026
Siegburg. 307 Museumsgespräche wurden bereits geführt. Bis zum Jahresende folgen drei weitere - jeweils donnerstags um 18.30 Uhr. Was auf dem Programm steht? Wir verraten es Ihnen!
3. September, 308. Museumsgespräch:
Krieg an Agger, Rhein und Sieg - Das Gefecht von Siegburg 1796
Vortrag von Kay Harms, Archivar und Historiker, Kreisarchiv Rhein-Sieg-Kreis
Im Jahr 1789 kommt es in Frankreich zur Revolution und zur rigorosen Beseitigung der Monarchie. Nachdem die ersten Krisen des neuen Systems überwunden sind, erklärt die Revolutionsregierung 1792 seinen europäischen Nachbarn den Krieg. Dieser später Erster Koalitionskrieg genannte Konflikt erschüttert die alte Ordnung in Europa und führt zu Auseinandersetzungen, welche erst 1815 mit der finalen Niederlage Napoleons ihr Ende finden. Im Frühjahr 1796 steht für anderthalb Tage die heutige Kreisstadt Siegburg und ihre Umgebung im Zentrum des Kriegs. Hier trifft ein großer Teil der französischen Sambre-Maas-Armee auf eine Vorhut der Österreichischen Rheinarmee. Zwischen dem 31. Mai und 1. Juni kommt es an den Flussübergängen von Agger und Sieg zu schweren Kämpfen.
Mehr zu diesem Thema zeigt das Theaterstück "Das Quartier im Kloster" am Samstag, 19. September, um 18 Uhr von und mit Armin Rafik. Rafik entführt darin das Publikum in den Herbst 1796: Auf dem Michelsberg begegnen sich Benediktinermönch Barnabas und der österreichische Feldwebel Semling. Zwischen Bierkrug und Rechnungsbuch entspinnt sich ein Gespräch über Krieg und Frieden, Moral und Politik sowie die Ereignisse, die Siegburg und das Umland prägten. Sorgfältig recherchierte Quellen und authentische Requisiten lassen die Welt vor rund 230 Jahren lebendig werden.
22. Oktober, 309. Museumsgespräch:
Als die Geschichte begann - 12.000 Jahre Pioniere und Familiengeschichten zwischen Sieg und Rhein
Vortrag von Dr. Ulrich Hofmann
Dr. Ulrich Hofmann nimmt die Zuhörenden mit auf eine Reise durch die Zeit auf den Spuren menschlichen Lebens: Unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse und Methoden lädt er ein zu einem überraschenden Streifzug durch die Lokalgeschichte von der Altsteinzeit bis zum Frühmittelalter. Sein Vortrag gibt einen ersten Einblick in die geplante Neugestaltung der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung des Stadtmuseums für unsere Region. Die ausgesuchten Bodenfunde zeugen von den lokalen Identitäten ihrer ersten Bewohner und deren überregionalen Verbindungen zu Nah und Fern.
12. November, 310. Museumsgespräch:
Der zerstörte Bunzlauer "Meilenstein" - Zur Geschichte der Vertriebenen und einer neuen Partnerschaft
Vortrag von Jan Gerull, Stadtarchiv Siegburg
Die Geschichte der Zerstörung, Restaurierung und Wiederaufstellung des sogenannten Meilensteines (Foto) - der die verbindende Gemeinsamkeit des Töpferhandwerks zwischen Siegburg und Bunzlau betont - zeichnet eine Entwicklung nach, die in vielerlei Hinsicht als Sinnbild der Vertriebenenfrage erachtet werden kann. In den 1980er-Jahren stießen die vorgebrachten Anliegen der Vertriebenenverbände zunehmend auf Gleichgültigkeit, Unverständnis oder gar radikale Ablehnung in der Bevölkerung. Unterstützungsleistungen seitens der bundesdeutschen Städte und Gemeinden waren längst kein Automatismus mehr. 2001 festigten der Rhein-Sieg-Kreis und der polnische Kreis Bolesławiec, früher Bunzlau, die Patenschaft von 1953 zu einer offiziellen Partnerschaft.

Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen der GEDOK
Siegburg. Die GEDOK feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Ida Dehmel hatte die Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen im Jahr 1926 in Hamburg gegründet, um kreativen rauen zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen und deren Vernetzung untereinander zu fördern.
Heute ist der Bundesverband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden, wie er offiziell heißt, das älteste und europaweit größte Netzwerk seiner Art. Die 23 Regionalgruppen mit insgesamt mehr als 2.750 Mitgliedern feiern dieses Jubiläum mit vielfältigen künstlerischen Aktivitäten wie Ausstellungen, Lesungen, Performances, Konzerten, Atelierbesuchen.
Die Bonner GEDOK, eine der mitgliederstärksten Gruppen, zeigt in der Ausstellung "Stark - Ein Fest für die Kunst" im Siegburger Stadtmuseum ganz unterschiedliche Positionen in den Bereichen der angewandten und bildenden Kunst. Zudem gibt es zwei Begegnungen zwischen Angewandter und Bildender Kunst mit der Poesie. Literatinnen und Künstlerinnen treten in einen Dialog zu ausgesuchten Werken unter dem Titel "Poesie trifft auf Kunst". Und bereits zur Vernissage erzählt eine Performance aus dem Leben Ida Dehmels.
37 Künstlerinnen sind mit vielen unterschiedlichen Techniken der angewandten und bildenden Kunst in der Ausstellung vertreten, darunter Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Fotografie und Goldschmiedekunst. Thematisiert werden körperliche und mentale Stärke, entweder ganz im wörtlichen Sinn, aber auch in andere Zusammenhänge transferiert. Weiter geht es um Zusammenhalt und Gemeinschaft, denn so ist man in aller Regel stärker als allein. Und dennoch gibt es Momente, in denen man allein sehr stark sein kann. Auch das zeigt sich in der vielfältigen Schau. Und dann gibt es den Blick in die Natur und Tierwelt, in der es ebenfalls starke und eher schwache Spezies gibt. So symbolisieren Adler und Wolf über kulturelle Grenzen hinweg Stärke und Kraft. Die Vielfalt des Themas lässt sich am besten bei einem Besuch der Ausstellung entdecken.
Die Ausstellung wird am Sonntag, 6. September, um 11.30 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Anschließend ist sie bis Samstag, 31. Oktober, zu sehen.

Jubiläum der Briefmarkenfreunde
Siegburg. In unseren digitalen Zeiten, werden Briefmarken so langsam zu einer Rarität. Wer weiß denn noch, was ein ganz normaler Brief überhaupt kostet? Der wunderbaren Welt der Philatelie aber tut das keinen Abbruch. Die Siegburger Briefmarkenfreunde, größter Philatelistenclub im Rheinland, begehen am Wochenende 12./13. September im Stadtmuseum gleich ein Doppeljubiläum: Ihren 80. und zusammen mit dem bundesweiten Consilium Philatelicum deren 40. Geburtstag.
Highlights sind eine umfangeiche Ausstellung mit Marken aus aller Welt und die Neuauflage des Siegburger Stempelhandbuchs mit der Postgeschichte seit dem Jahr 1428. Daneben gibt es eine Festschrift zur Entwicklung des Vereins seit 1946. Und natürlich gibt es zu den Jubiläen einen Sonderstempel. Über die Ausstellung hinaus präsentieren Händler Marken von allen Kontinenten, Auktionatoren bieten besonders seltene Schätze dar. Detailliertere Infos unter www.siegburger-briefmarkenfreunde.de und www.consilium-philatelicum.de.

Ein Navi in der Bibliothek
Siegburg. Früher fragte man sich halt so durch. Wenn man keine Karte hatte. Irgendwann kam man dann an. Was aber, wenn keiner da ist, den man fragen kann? In Zeiten von Open Library stellt sich die Frage jedem, der morgens zwischen 8 und 10 Uhr oder abends zwischen 17 und 20 Uhr durch die Welt der Bücher schwärmen möchte. Zu diesen Zeiten ist kein Fachpersonal vor Ort.
Damit sich die Besucherinnen und Besucher eigenständig zurechtfinden, hat das Bibliotheksteam vorgesorgt: Links von der Infotheke wurde nun ein Touch Screen angebracht, über den ein detaillierter, interaktiver 3D-Lageplan aufgerufen werden kann. Dieser dient nicht nur der Orientierung innerhalb der Bibliothek (wo sind WC, Aufzug und Drucker, wo finde ich Romane, Sachbücher oder Kindermedien, ...?). Der Lageplan ist außerdem mit dem Bibliothekskatalog verknüpft und liefert bei der Suche den jeweiligen Standort des gewünschten Mediums. Die einzelnen Zwischenebenen und Bereiche der Bibliothek werden detailgetreu dargestellt, die Farbgebung und eingezeichneten Möbel helfen dabei, sich zurechtzufinden. Ein Navi für die Bibliothek eben.
Wer sich den Grundriss der Bibliothek bereits vor dem Besuch digital zu Gemüte führen möchte, ruft den Lageplan über den Link auf.

Erinnerungen auf Social-Media-Kanälen
Siegburg. Im September feiert das Rhein Sieg Forum sein 20-jähriges Bestehen. Aus der ehemaligen Rhein-Sieg-Halle hat sich in zwei Jahrzehnten ein vielseitiger Veranstaltungsort für Kultur, Kongresse und Events entwickelt. Im Jubiläumsmonat wird das Rhein Sieg Forum auf seinen Social-Media-Kanälen mit Rückblicken, Erinnerungen und Meilensteinen auf die Entwicklung von der Rhein-Sieg-Halle zum heutigen Rhein Sieg Forum zurückblicken. Am 18. September ist zudem ein Pressetermin anlässlich des Jubiläums geplant.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Sonntag, 30. August 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Uta Rings: "In den Farbräumen" (bis Sonntag, 30. August)
10 bis 18 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Paolo Porelli & Mattia Vernocchi: "Werden - zwischen Materie, Geschichte und Natur" (Foto, bis Sonntag, 30. August)
11 bis 20 Uhr, Innenstadt:
Stadtfest
13 bis 18 Uhr, Innenstadt:
Verkaufsoffener Sonntag
15 Uhr, St. Servatius, Kirchplatz 3:
"Die Orgel rockt"
Montag, 31. August 2026
10 bis 12 Uhr, St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2:
Lotsenpunkt Siegburg
10 bis 13 Uhr, Spielplatz Haydnstraße:
Spielmobil Armin (10.30 Uhr: Yoga)
14 bis 16 Uhr, Gemeinschaftsgarten, Cecilien-/Wellenstraße:
Der Gemeinschaftsgarten hat für Besucher geöffne

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Sonntag, 30. August, der 242. Tag in 2026
Wetter: Eine Einladung, um zum Stadtfest zu kommen!
Sonnenuntergang heute: 20.21 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 6.43 Uhr
Monduntergang heute: 9.19 Uhr
Mondaufgang heute: 20.51 Uhr
Rebekka (im Alten Testament als Großnichte Abrahams die Frau von Isaak und Mutter von Jakob und Esau), auch: Becky, Becca; Ingeborg (Frau des Frankenkönigs Charibert, der sie für eine andere verstieß, Ingeborg starb um 594 in Tours), auch: Ingeburg, Inge; Heribert (von Köln - hier auch besonders verehrt, geboren um 970, um 994 Kanzler unter Otto III. für Italien, 998 auch für Deutschland; an den politischen Vorstellungen Ottos für die Erneuerung des Reichs war Heribert maßgeblich beteiligt, 999 wurde er Erzbischof von Köln, 1002 führte er den Leichnam Ottos und die Reichsinsignien unter schweren Kämpfen von Italien nach Aachen, sein Verhältnis zu Nachfolger Heinrich II. blieb sehr kühl; Heribert gründete 1002 die Abtei Deutz, wo er nach seinem Tod am 16. März 1021 bestattet wurde, althochdeutsch steht Heribert für "Heer" und "prächtig"), auch: Herbert, Herta; Felix.

Jacques-Louis David (1748-1825), französischer Maler ("Der Tod des Marat"); Mary Wollstonecraft Shelley (1797-1851), englische Schriftstellerin ("Frankenstein"); Maria Montessori (1870-1952), italienische Ärztin und Reformpädagogin; ihr Konzept: "Hilf mir, es selbst zu tun"; Rudi Gutendorf (1926-2019), Fußballtrainer und Weltenbummler, laut "Guinness-Buch der Rekorde" der Fußballlehrer mit den meisten internationalen Engagements (55 Vereine in 32 Ländern auf fünf Kontinenten, außerdem 18 Nationalmannschaften); Warren Buffett (1930), amerikanischer Unternehmer, mit geschätzt mittlerweile 140 Milliarden Dollar einer der zehn Superreichen der Welt, startete mit Bill Gates die Kampagne "The Giving Pledge", will nach seinem Tod 99 Prozent seines Vermögens für wohltätige Zwecke hinterlassen; John "Jack" Swigert (Foto, 1931-1982), amerikanischer Astronaut, erster Junggeselle im All, beim Pannenflug der "Apollo 13" gab er sieben legendäre Worte an die Bodenstation durch: "Okay, Houston ... we've had a problem here"; Gerhard Mitter (1935-1969), Allround-Rennfahrer und Porsche-Pilot, starb am Nürburgring; Bruce McLaren (1937-1970), neuseeländischer Formel-1-Pilot, Begründer des gleichnamigen Formel-1-Rennstalles; McLaren verunglückte auf der Goodwood-Strecke tödlich; Robert Crumb (1943), amerikanischer Comiczeichner ("Fritz The Cat"); Jean-Claude Killy (1943), französischer Skirennläufer, dreimal Olympiagold, sechs WM-Titel, zweimal Gesamtweltcup, Frankreichs Sportler des 20. Jahrhunderts; Peter Maffay (1949), Sänger ("Josie", "Du"); Dana Rosemary Scallon (1951), irische Sängerin und Politikerin, gewann mit "All Kinds Of Everything" 1970 den Eurovision Song Contest; Helge Schneider (1955), Unterhaltungskünstler ("Katzeklo") ; Cameron Diaz (1972), amerikanische Schauspielerin ("Die Maske", "Vanilla Sky", "3 Engel für Charlie"); Emily Jordan Bear (2001), amerikanische Pianistin und Komponistin, als Wunderkind der Musik berühmt; erster Auftritt im Weißen Haus mit sieben Jahren, mit neun Jahren Konzert in der Carnegie Hall und im Alter von zehn Jahren beim Montreux Jazz Festival dabei; hinter dem Studio-Album "Diversity" steht kein Geringerer als ihr Förderer Quincy Jones, auch als Michael-Jackson-Produzent bekannt.

1937: Adele Sandrock, die deutsch-niederländische Schauspielerin ("Der Kongreß tanzt") stirbt 74-jährig in Berlin; 2002: James Coburn, der amerikanische Schauspieler ("80 Tage um die Welt", "Der Fall Paradine", "Blondinen bevorzugt") stirbt 74-jährig in Beverly Hills; 1970: Abraham Zapruder, der bekannteste Hobbyfilmer aller Zeiten stirbt in Dallas 65-jährig an Krebs; sein 1963 zufällig aufgenommener Film von der Ermordung John F. Kennedys gehört zu den meistgezeigten und diskutierten Dokumentarbildern der Weltgeschichte; 1991: Jean Tinguely, der Schweizer Bildhauer, bekannt für seine bewegten Objekte, die er aus Motoren und Schrottteilen zusammenbastelte, stirbt 66-jährig in Bern; 2003: Charles Bronson, der amerikanische Schauspieler ("Ein Mann sieht rot") stirbt 81-jährig in LA; 2006: Glenn Ford, der amerikanische Schauspieler ("Der Mann aus Alamo", "Schlacht um Midway", "Superman") stirbt 90-jährig in Beverly Hills; 2006: Naguib Mahfouz, der ägyptische Literaturnobelpreisträger von 1988, Unterstützer des Friedensprozesses mit Israel, Kämpfer gegen die Islamisierung der Gesellschaft, stirbt 94-jährig in Kairo; einer der durchgeknallten Fundamentalisten verletzte ihn 1994 mit Messerstichen in den Hals lebensgefährlich, erhielt fortan Personenschutz; 2010: Alain Corneau, der französische Regisseur ("Die Wahl der Waffen", "Police Python 357") stirbt 67-jährig in Paris; 2014: Seamus Heaney, der nordirische Autor ("Verteidigung der Poesie", "Norden") und Literaturnobelpreisträger 1995 stirbt 74-jährig in Dublin; 2015: Wes Craven, der amerikanische Drehbuchautor und Regisseur ("Scream"), Erfinder des "Nightmare on Elm Street"-Leinwand-Unholds Freddy Krueger, stirbt 76-jährig in Los Angeles; 2016: Věra Čáslavská, die tschechische Ausnahmesportlerin stirbt 74-jährig in Prag; die Kunstturnerin holte bei Olympischen Spielen sieben Goldmedaillen und ist damit Fünfte der erfolgreichsten Olympiasiegerinnen, doch keine holte soviel Einzelgold wie sie; im Prager Frühling 1968 stellte sie sich mutig an die Seite der Reformer um Alexander Dubcek, unterschrieb das "Manifest der 2.000 Worte" und musste nach dem sowjetischen Einmarsch und dem Ende des Prager Frühlings für Wochen untertauchen (im Wald trainierte sie heimlich weiter, gefällte Bäume wurden ihre Schwebebalken); lange galt sie als unerwünschte Person, durfte erst 1979 nach Mexiko ausreisen, ihr Bruder starb 33-jährig in Haft; nach dem Ende des Kommunismus im November 1989 beriet sie Präsident Vaclav Havel und wurde Präsidentin des Nationalen Olympischen Komitees; Foto: Vom Team gefeiert - Čáslavská bei der Europameisterschaft 1967; 2016: Marc Riboud, der französische Fotograf, Mitglied der Magnum-Agentur, stirbt 93-jährig in Paris, der frühere Kämpfer der Resistance wurde vor allem durch seine - teils verdeckten - Fotoexpeditionen ins maoistische China bekannt; 2021: Maggie Mae, die Sängerin mit Hitparadenerfolgen in den 1970ern ("My Boy Lollipop"), wegen der ausgeflippten Liveperformance als "verrücktes Huhn" bekannt und später als Krankenpflegerin tätig, stirbt in Melbourne/Florida 61-jährig an Corona; 2022: Michail Gorbatschow, der sowjetische Politiker, letzter Staatspräsident, als Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei maßgeblich an Glasnost ("Offenheit") und Perestroika ("Umbau") der Gesellschaft beteiligt, für seine Erfolge bei der - leider nur zwischenzeitlichen - Beendigung des Kalten Kriegs mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, stirbt 91-jährig in Moskau; solange er für den "friedlichen Wandel" steht, ist er das Gegenbild des Staatsterroristen und Kriegsverbrechers Wladimir Putin; 2023: Jan Jongbloed, der niederländische Fußballtorwart, im WM-Finale 1974 gegen die Bundesrepublik zweimal bezwungen und wie 1978 "nur" Vizeweltmeister, stirbt 82-jährig; mit 717 Einsätzen ist er Spitzenreiter in der holländischen Ersten Liga, der "Eredivisie".

Vor 110 Jahren - 30. August 1916
Ernest Shackleton gelingt im vierten Anlauf endlich die Rettung der Crew seiner dramatisch gescheiterten Antarktis-Expedition. Im Januar 1915 war der britische Polarforscher mit seiner "Endurance" südöstlich der Küste von Prinzregent-Luitpold-Land vom Packeis eingeschlossen worden. Im November wurde das Schiff vom Eis zerdrückt und sank, Shackletons Mannschaft überwinterte monatelang auf driftenden Riesen-Eisschollen, stach dann mit den von der "Endurance" geborgenen Rettungsbooten in See und hatte nach 497 Tagen auf der unbewohnten und abseits jeder Schifffahrtsroute liegenden Elephant Island erstmals wieder richtigen Boden unter den Füßen. Shackleton entschloss sich, mit einigen Männern eine Seereise über 800 Kilometer im offenen Boot zu den Walfangstationen in Südgeorgien zu wagen, um Hilfe zu holen. Als sie nach mehrwöchiger Odyssee die menschenleere King Haakon Bay im Süden erreicht, entscheiden sie sich, nach einigen Tagen der Erholung keinen weiteren Versuch im Boot zu wagen, sondern Südgeorgien über das zentrale Gebirge zu queren, um zu den Walfangstationen im Norden zu gelangen. Der britische Forscher Duncan Carse versucht die Tour 1955 als erster erneut und berichtet danach: "Ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben, nur, dass sie es schafften - drei Männer des Heldenzeitalters der Polarforschung mit einem 50 Fuß langen Seil zwischen ihnen - und das Beil des Zimmermanns." Als sie die Walfangstation erreichen, kann Hilfe nach Elephant Island ausgesandt werden. Doch drei Rettungsexpeditionen scheitern an den schwierigen Eisverhältnissen. Erst der chilenische Schlepper "Yelcho" erreicht die 22 verbliebenen Expeditionsteilnehmer. Foto: Shakleton verlässt mit seinem Boot die Elephant Island, um Rettung zu holen.
Vor 100 Jahren - 30. August 1926
Der Kölner Langstreckenschwimmer Ernst Vierkötter (25) durchpflügt in zwölf Stunden und 42 Minuten den Ärmelkanal. So schnell war keiner vorher und wird 20 Jahre danach keiner mehr sein.
Vor 80 Jahren - 30. August 1946
Mit Verordnung 57 schafft die französische Militärregierung in ihrer Besatzungszone Rheinland-Pfalz.
Vor 35 Jahren - 30. August 1991
Der Amerikaner Mike Powell stellt bei der WM in Tokio einen Jahrhundertrekord im Weitsprung auf. Mit 8,95 Metern überbietet er den Sprung Bob Beamons zur Goldmedaille bei Olympia 1968 in Mexiko um fünf Zentimeter.

Vor 115 Jahren - 30. August 1911
"Die elektrische Bahn Bonn-Siegburg ist am gestrigen Dienstag vormittag landespolizeilich abgenommen worden: Nachmittags wurde sie mit einer Festfahrt Bonn-Siegburg eröffnet. Die Teilnehmer aus dem Siegkreise trafen mit dem für sie gestellten Sonderzuge pünktlich 4 Uhr auf der Endstation Brückenstraße ein. Wo der Zug bereits von den hohen Herren und den Herren aus den Kreisen Bonn-Stadt und Bonn-Land erwartet wurde. Zu der Festfahrt mit anschließendem Festtrunk waren unter anderem geladen die Kgl. Staatsregierung, die Provinzialverwaltung und die Eisenbahnverwaltung. Der buntgeschmückte Zug setzte sich in Bewegung und in angenehmer, ruhiger Fahrt ging es über die Rheinbrücke. In Beuel war ein kurzer Aufenthalt, dann kreuzte man hinter Schwarzrheindorf über eine Brücke das Geleise der Staatsbahn. Auf Station Hangelar wurde von den hohen Herren der schmucke Stationsbau in Augenschein genommen. Herr Waffler aus Siegburg ist dort Restaurateur. Dann wurde die Fahrt bis Siegburg fortgesetzt, wo die Festteilnehmer vom Kgl. Landrat, Freiherr v. Dalwigk empfangen wurden. Auf dem Bahnhof Siegburg wurden während der Begrüßung die Teilnehmer, der Zug und das Bahngebäude im Hintergrund, photographisch aufgenommen. Die Bahnstrecke war mit Tannen, bunten Wimpeln und Girlanden reich geschmückt. Überall wurde der Zug von lautem Jubel der Jugend und Zuschauer froh begrüßt. In Siegburg begaben sich die Fahrtteilnehmer in den Garten der Schützenburg zu einem Festtrunk, wozu die Kapelle des Infanterieregiments Nr. 53 aus Kalk konzertierte. Zuerst sprach Oberbürgermeister Spiritus. Die Umgegend von Bonn habe das Fehlen guter Verbindungen seit langen Jahrzehnten als großen Mangel empfunden. Nur in Köln gab es Überbrückungen des herrlichen Rheins. Die Verbindung weithin durch Fähren und Schiffe sei im Winter durch den Eisgang fast alljährlich unterbrochen gewesen. Vor 13 Jahren hätten wir die große Freude gehabt, die feste Rheinbrücke dem Verlehr zu übergeben, aber damit sei dem Mangel nur teilweise abgeholfen gewesen. Nicht nur geographisch, sondern auch politisch und wirtschaftlich ständen die drei beteiligten Kreise in Beziehungen. Die Vertretungen dieser Kreise seien daher im Frühjahre 1909 zu dem Entschlusse gekommen, dem Bau elektrischer Bahnen nach Siegburg, Königswinter und Honnef näher zu treten. Auf den guten Verlauf sowie die fröhliche Stimmung wirkte einmal das günstige Wetter und dann der schöne Burggarten sowie das tadellose Arrangement des Festes." (Kreisblatt)
Foto: Jungfernfahrt der Bahn, die hohen Herren bei einem Stopp in Mülldorf.
Vor 115 Jahren - 30. August 1911
"Die Verwaltung der elektrischen Bahnen hat Ansichtskarten herstellen lassen, die in künstlerischen Ausführungen landschaftlich schöne Punkte an den beiden rechtsrheinischen Bahnen, einzelnen Stationsgebäuden usw. zeigen. Den Teilnehmern an der Eröffnungsfeier wurden einige dieser Karten als Andenken überreicht."
Vor 100 Jahren - August 1926
"Das Richtfest eines der Neubauten an der Bonnerstraße des Beamten-Wohnungs-Vereins Siegburg konnte am vergangenen Mittwoch gefeiert werden. Der Verein hat sich jetzt nach einer längeren Ruhepause entschlossen, mit einem größeren Bauprogramm hervorzutreten. Drei Zweifamilienhäuser befinden sich im Bau und es sind 10 weitere Häuser mit etwa 30 geräumigen Wohnungen zu bauen in Aussicht genommen. Es wird besonderer Wert darauf gelegt, daß diese Häuser so erbaut werden, daß die Wohnungen den neuesten Anforderungen voll und ganz entsprechen, Eingebaut werden Badeeinrichtung, Etagenheizung mit Warmwasserbereitung, Gas und elektrisches Licht. Alle Bauten werden in Ziegelrohbau ausgeführt, so dass sie in ihrer Gesamtansicht angenehm und einheitlich wirken werden."

Vor 15 Jahren - 30. August 2011
Nachdem im letzten Jahr bereits Großgeräte beim Bau der neuen Vierfachhalle am Anno-Gymnasium im Einsatz waren, kehren die eisernen Helfer nun zurück: Die alten Turnhallen werden endgültig dem Erdboden gleichgemacht. Die Abbruchfirma hat die ersten Glasbausteinfelder der alten Turnhallen entfernt, die Entkernung von innen schreitet voran. Ist der Bauschutt entsorgt, die Erdoberfläche angeglichen, kann sich der Bau der neuen Kleinspielfelder anschließen.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
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Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
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Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
