Begrüßt werden die Nutzenden, Schülerinnen und Schüler sowie die Mitglieder verschiedener Vereine, von einem farbigen Leitsystem. Blau führt zu den WCs, Weiß zu den Umkleiden, die beiden roten Streifen in die Hallen. Zur noch nicht fertiggestellten Kletterwand im Außenbereich kommt man, wenn man sich der gelben Linie anvertraut. Und die schwarze Markierung leitet zum Unterrichtsbereich.
Ein Unterrichtsbereich in der Sporthalle? Ja, dem Gymnasium stehen im Neubau zwei Klassenräume zur Verfügung. Akustisch sind diese vom Sportbereich getrennt, optisch nicht: Ein Pausenplatz mit Aussicht - kennt man sonst nur aus dem Bergsport - öffnet den Blick in die Turnhalle im Untergeschoss.
Die Herausforderung der Planer und Architekten beim Entwurf der neuen Vierfachsporthalle: Es steht verhältnismäßig wenig Platz zur Verfügung. Daher wurde die Idee entwickelt, in die Höhe und in die Tiefe zu bauen. Die kleinere Einfeldhalle liegt zu großen Teilen unter der Erde, Panoramafenster versorgen sie trotzdem mit Tageslicht. Unter der Glasfassade befindet sich, um den Bergsport aufzugreifen, eine Boulderwand.
Zwei Stockwerke höher - zu erreichen über das Treppenhaus oder mittels Aufzug - befindet sich die große Turnhalle, die durch von der Decke herunterfahrbare Trennwände in drei Einheiten geteilt werden kann. Hier begrüßte Bürgermeister Stefan Rosemann (Foto) die zur Eröffnung geladenen Gäste, dankte der Politik für den Mut, die Sportstätte zu verwirklichen, und der Verwaltung sowie dem Architekturbüro HWP für die zügige Umsetzung. Mit Kosten von 18,7 Millionen Euro, davon eine Million gefördert, blieb der Bau unter den kalkulierten 20 Millionen. "Es ist ein Projekt, von dem viele junge Menschen Nutzen haben, denn der staatliche Bildungsauftrag beinhaltet auch die sportliche Betätigung."
Diesen Gedanken griff auch Sabine Trautwein, Leiterin des Gymnasiums Alleestraße, auf: "Dieser Bau ist ein Meilenstein für unsere Schule und für die Stadt, ein Fingerzeig, welchen Wert Sport in Siegburg hat."
Den Weg ins Dachgeschoss, wo die Hallentechnik untergebracht ist, haben wir uns erspart, stattdessen sind wir zurück im Erdgeschoss und werfen unseren letzten Blick in die Umkleiden. Jeweils vier gibt es für Jungen und Mädchen. Die Duschen sind direkt angeschlossen, wer die Toilette besuchen muss, wechselt die Flurseite.
Wir wünschen allen Alleestraßengymnasiastinnen und -gymnasiasten sowie allen Mitgliedern der in den neuen Hallen trainierenden Vereine schöne Stunden im frisch eröffneten Bewegungstempel!
Foto: Daniel Schreiter, Leiter des Amts für Immobilienmanagement, zeigt eine der versteckten Kostbarkeiten in der neuen Vierfachturnhalle des Gymnasiums Alleestraße. In die Wand integriert ist eine Nische, in der auf einem Flachbildschirm - noch zu installieren - die Trainingseinheit im Lehrfilm erklärt werden kann. Das "Versteck" dient dabei nicht dem Verheimlichen, sondern der Sicherheit von technischem Gerät und Sportelnden. Für die sind die Wände auch mit einem Aufprallschutz ausgestattet. Weitere Bilder gibt es in der heutigen Ausgabe von siegburgaktuell.

