Ruth Kippelt, Leiterin der Beratungsstelle, beschreibt das Selbstverständnis ihrer Arbeit so: "Von der Verantwortung der Frau ausgehend, ermutigend statt belehrend, verständnisvoll statt bevormundend." In der Belastungssituation bestimmen Frauen selbst, wie viel sie erzählen möchten. Die Mitarbeiterinnen hören zu, informieren und unterstützen."
Die Beratungsstelle ist nicht nur für Frauen im Schwangerschaftskonflikt da. Sie begleitet auch Schwangere und Eltern nach der Geburt. Dabei geht es um finanzielle Hilfen und Anträge, aber ebenso um Beziehungen, Wohnraum, den Beruf und den Alltag mit einem Kind. "Jede Schwangerschaft ist anders, jede Frau ist anders, die Umstände sind anders", sagt Diakonie-Geschäftsführer Patrick Ehmann. "Gute Beratung heißt, wir helfen Menschen dabei, ihre eigenen Antworten zu finden." Ein Satz wie "Ich weiß nicht weiter" sei kein Problem, sondern der Beginn eines Gesprächs.
Im vergangenen Jahr begleitete die Beratungsstelle 144 Frauen in einem Schwangerschaftskonflikt. Hinzu kamen 769 Beratungsanliegen rund um Schwangerschaft und Geburt. Insgesamt hatten die Mitarbeiterinnen Kontakt zu 2.800 Personen.
Wie unterschiedlich Mutterschaft erlebt werden kann, griffen auch die Beiträge der Feier auf. Spoken-Word-Künstlerin Jule Weber trug ihren Text "Mutter werden" vor. Dolors Planiol eröffnete ihre Fotoausstellung "On Motherhood". Sie ist bis zum 30. September im AOK-Haus, Kaiserstraße 35–37, zu sehen. Das Foto zeigt das Beratungsteam.

