Die Temperaturen waren das bestimmende Thema. Zwischen dem 1. Juni und dem 31. August gab es 58 Sommertage über 25 Grad. An 34 Tagen war es wärmer als 30 Grad, was in die Rubrik "Hitze" fällt. Der Spitzenwert wurde am 27. Juni mit 38 Grad im Schatten erreicht. Die Sonne schien insgesamt 730 Stunden lang. Niederschlag? Gab es in homöopathischen Dosen, vornehmlich am Anfang und am Ende des Betrachtungszeitraums. Insgesamt fielen am Airport 155,9 Liter auf den Quadratmeter, rund ein Drittel der Summe am 21. August. Der Juli war beinahe durchgehend regenfrei.
Interessant die Abweichung vom Mittel der Jahre 1990 bis 2020, einer Periode also, die bereits massiv vom Klimawandel beeinflusst war. Der Juni: 3,2 Grad zu warm. Der Juli: brachte nur sieben Prozent des Wassers. Der August: zwei Grad mehr, aber immerhin mit 116 Prozent der Niederschlagsmenge. Beim Nass von oben können die Zahlen zwischen Flughafen und Siegburg stärker differieren, wenn kein Landregen auf breiter Front, sondern lokaler Gewitterregen fiel.
Foto: Zwei Bilder eines Sommers. Trockene Siegaue links, Unwetterschäden auf der Wahnbachtalstraße rechts. Das Gewitter am 19. Juni tobte schwerpunktmäßig an der Sieg und in Kaldauen.

