Michaelsberg

Geschichte in neuer Dimension

Siegburg. In neue Dimensionen stieß das Museumsgespräch am letzten Donnerstagabend vor. Für seine Ausführungen zum Gefecht von Siegburg im Jahr 1796 modifizierte Referent Kay-Marten Harmes das Computerspiel "Napoleon: Total War". So konnte der Mitarbeiter des Kreisarchivs das Aufeinanderprallen von Franzosen und Österreichern auf dem Gebiet des heutigen St. Augustin authentisch simulieren. Uniformen, Regimentsfahnen und aufsteigender Musketenrauch flimmerten über die Leinwand. Eine Zeit, in der es nicht einmal Fotografie gab, wurde mit bewegten Bildern für die Gegenwart fassbar. 
Das Setting von 1796 sei hier grob skizziert. Auf der einen Seite das revolutionäre Frankreich, das die Ideen von 1789 über den Rhein trägt. Auf der anderen das ins Wanken geratene Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Die Fürsten und Herzöge des noch bestens aus der Schule bekannten Flickenteppichs überlassen den Kampfjob dem österreichischen Vielvölkerheer um Erzherzog Karl. Dazwischen die Bevölkerung und der Magnet Abtei, auf ewig wichtig wegen der strategischen Lage.
In den Städten und Dörfern sind die Franzosen gefürchtet, weil sie keine Feldküchen mitführen. "Holt euch von den Menschen, was ihr braucht", lautet die Ansage der Feldherren zur Motivationssteigerung. Die Träger der Trikolore holen sich längst nicht nur Lebensmittel. Es geht grausam zu.
Am 1. Juni kommt es zur Schlacht in den Siegauen zwischen Menden und Buisdorf. Die Österreicher sind nummerisch deutlich unterlegen, keine 4.000 Mann gegen 20.000 Anstürmende unter dem genialen General Jean-Baptiste Kléber aus Straßburg. Die Franzosen siegen, kommen bis Wetzlar, dann werden sie zurückgedrängt. Im wesentlich bekannteren Gemetzel bei Uckerath, das am 19. Juni 1796 folgt, wechselt das Kampfglück vollends die Seiten.
Unterdessen macht in Norditalien ein Befehlshaber von sich reden, dessen Körpergröße im krassen Missverhältnis zu seinem Erfolg steht: Napoleon Bonaparte. Die Kriege gehen bis 1815 weiter. Austerlitz, Jena-Auerstedt, Leipzig und Waterloo - all diese blutgetränkten Namen warten noch auf Eingang in die Geschichtsbücher.
Erstaunlich der Besuch des Museumsgesprächs. Knapp 100 Personen saßen im Forum.

Siegburg. In neue Dimensionen stieß das Museumsgespräch am letzten Donnerstagabend vor. Für seine Ausführungen zum Gefecht von Siegburg im Jahr 1796 modifizierte Referent Kay-Marten Harmes das Computerspiel "Napoleon: Total War". So konnte der Mitarbeiter des Kreisarchivs das Aufeinanderprallen von Franzosen und Österreichern auf dem Gebiet des heutigen St. Augustin authentisch simulieren. Uniformen, Regimentsfahnen und aufsteigender Musketenrauch flimmerten über die Leinwand. Eine Zeit, in der es nicht einmal Fotografie gab, wurde mit bewegten Bildern für die Gegenwart fassbar. 

Das Setting von 1796 sei hier grob skizziert. Auf der einen Seite das revolutionäre Frankreich, das die Ideen von 1789 über den Rhein trägt. Auf der anderen das ins Wanken geratene Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Die Fürsten und Herzöge des noch bestens aus der Schule bekannten Flickenteppichs überlassen den Kampfjob dem österreichischen Vielvölkerheer um Erzherzog Karl. Dazwischen die Bevölkerung und der Magnet Abtei, auf ewig wichtig wegen der strategischen Lage.

In den Städten und Dörfern sind die Franzosen gefürchtet, weil sie keine Feldküchen mitführen. "Holt euch von den Menschen, was ihr braucht", lautet die Ansage der Feldherren zur Motivationssteigerung. Die Träger der Trikolore holen sich längst nicht nur Lebensmittel. Es geht grausam zu.

Am 1. Juni kommt es zur Schlacht in den Siegauen zwischen Menden und Buisdorf. Die Österreicher sind nummerisch deutlich unterlegen, keine 4.000 Mann gegen 20.000 Anstürmende unter dem genialen General Jean-Baptiste Kléber aus Straßburg. Die Franzosen siegen, kommen bis Wetzlar, dann werden sie zurückgedrängt. Im wesentlich bekannteren Gemetzel bei Uckerath, das am 19. Juni 1796 folgt, wechselt das Kampfglück vollends die Seiten.

Unterdessen macht in Norditalien ein Befehlshaber von sich reden, dessen Körpergröße im krassen Missverhältnis zu seinem Erfolg steht: Napoleon Bonaparte. Die Kriege gehen bis 1815 weiter. Austerlitz, Jena-Auerstedt, Leipzig und Waterloo - all diese blutgetränkten Namen warten noch auf Eingang in die Geschichtsbücher.

Erstaunlich der Besuch des Museumsgesprächs. Knapp 100 Personen saßen im Forum.

Hilfe zur Barrierefreiheit

  • Allgemein

    Wir sind bemüht, unsere Webseiten barrierefrei zugänglich zu gestalten. Details hierzu finden Sie in unserer Erklärung zur Barrierefreiheit. Verbesserungsvorschläge können Sie uns gern über unser Feedback-Formular zukommen lassen.

  • Schriftgröße

    Um die Schriftgröße anzupassen, verwenden Sie bitte folgende Tastenkombinationen:

    Größer

    command
    +

    Kleiner

    command

    Größer

    Strg
    +

    Kleiner

    Strg
  • Tastaturnavigation

    Verwenden Sie TAB und SHIFT + TAB, um durch nächste / vorherige Links, Formularelemente und Schaltflächen zu navigieren.

    Verwenden Sie ENTER, um Links zu öffnen und mit Elementen zu interagieren.

  • Kontrastmodus

    Drücken Sie die folgende Tastenkombination, um den Kontrast zu verringern bzw. zu vergrößern:

    Vergrößern

    control
    option
    command
    .

    Verringern

    control
    option
    command
    ,
    Hinweis: Die Kurzbefehle müssen in den Systemeinstellungen des Betriebssystems aktiviert sein.

    Drücken Sie die linke ALT-TASTE + linke UMSCHALTTASTE + DRUCK, um den Modus für hohen Kontrast schnell ein- oder auszuschalten.

  • Farben umkehren

    Drücken Sie folgende Tastenkombination, um die Farbumkehrung ein- und auszuschalten:

    control
    option
    command
    8
    Hinweis: Die Kurzbefehle müssen in den Systemeinstellungen des Betriebssystems aktiviert sein.

    Aktivieren Sie zuerst die Bildschirmlupe und schalten Sie dann die Farbumkehrung mit folgenden Tastenkombinationen ein und aus:

    1. Bildschirmlupe

    +

    2. Farben umkehren

    Strg
    Alt
    I
  • Bildschirmlupe

    Drücken sie folgende Tastenkombinationen, um die Bildschirmlupe zu verwenden:

    Ein-/ausschalten

    option
    command
    8

    Ansicht vergrößern

    option
    command
    =

    Ansicht verkleinern

    option
    command
    Hinweis: Die Kurzbefehle müssen in den Systemeinstellungen des Betriebssystems aktiviert sein.

    Einschalten / Ansicht vergrößern

    +

    Ansicht verkleinern