Die Infotafeln, die dank der Spendensumme von 30.000 Euro aufgestellt werden konnten, vollziehen die wechselvolle Geschichte des Bergs und seiner einzelnen Abschnitte nach. Irrenheilanstaltsleiter Maximilian Jacobi aus dem 19. Jahrhundert kommt ebenso vor wie Mauritius Mittler, den Siegburgern besser bekannt als "Pater Mau". Der Klosterarchivar und beliebte Seelsorger an St. Servatius gehörte zur ersten Benediktinergeneration nach 1945. 2011 verließ er seinen Lebensmittelpunkt und sein Lebenswerk für immer.
Die 16 Tafeln sind der vorerst letzte Baustein der umfangreichen Umgestaltung des Michaelsbergs. Sie gehen ein auf die konkreten Schritte, die die Stadt unternahm, um vor dem Hintergrund der Ansiedlung des Katholisch-Sozialen Instituts die verwilderten Areale unterhalb der Abtei in Wert zu setzen.
Seit dem Jahr 2013 wurde das Wegenetz erneuert, der Spielplatz, der Rosen- und der Johannesgarten veränderten ihr Gesicht, Wehr- und Stützmauern wurden saniert, Hänge aufwendig gegen Steinschlag gesichert. Der entstandene Parcours für Sport und Spiel lädt zur Bewegung ein. Auf den angepflanzten Streuobstwiesen und den terrassenförmig angeordneten Steinquadern sitzen diejenigen, die entspannen möchten. Kurzum: Die Aufenthaltsqualität erhöhte sich durch die Maßnahmen immens.
Zwei Stelen verweisen auf das Siegwerk, das selbst seit 1824 Anlieger des Michaelsbergs ist. Der gegenüber dem Werkstor platzierte Aufsteller geht ein auf die Firmengeschichte. Am Spielplatz erfahren die Eltern, während der Nachwuchs schaukelt und rutscht, mehr über das soziale Engagement von Siegwerk und der Fabrikantenfamilie Keller. Besonders Kinder und Jugendliche profitierten in den letzten Jahrzehnten von der großzügigen Unterstützung für Schulen, Jugendzentren oder Freizeiteinrichtungen.
Foto (v.l.): Bürgermeister Stefan Rosemann, Siegwerk-CEO Dr. Nicolas Wiedmann, Alfred Keller und Tochter Maria sowie der Technische Beigeordnete Stephan Marks an der Stele, die die Historie des ältesten Industrieunternehmens der Stadt nachvollzieht.

