Der vorliegende Beschlussvorschlag fußt auf diesen Überlegungen.
Die Raumfrage: Mit der Rückkehr von G8 zu G9 und dem einhergehenden Plus an Schülerinnen und Schülern fehlt es an Platz. In den zurückliegen Sommerferien wurden bereits Raumressourcen im Bestandsgebäude an der Zeithstraße aktiviert. Das heißt vor allem: In nicht zu Unterrichtszwecken genutzten Räumlichkeiten wird jetzt gelernt. Man rückt zusammen. Zum nächsten Schuljahr wird außerdem ein Chemie-Trakt in Holzständerbauweise errichtet.
Die Haushaltsfrage: Siegburg nimmt - freiwillig - eine Reihe von Schülerinnen und Schülern aus Nachbarkommunen auf, die ein eigenes stätisches Gymnasium haben. Zwar wird die Stadt pro Kind entschädigt, doch die Pauschalen reichen nicht aus, um die Kosten zu decken. Etwa eine halbe Millionen Euro im Jahr ließe sich durch Vierzügigkeit einsparen. Die Siegburger hätten dann auch mehr Platz an „ihren“ Schulen.
Die Einsparung ist besonders deshalb geboten, weil es für den Kämmerer wegen der Änderungen bei den Schlüsselzuweisungen und der Kreisumlage zuungunsten der Stadt zur gewaltigen Herausforderung wird, einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen. Eine weitere bauliche Erweiterung der Schule trüge überdies ihren Teil zur Problematik bei.
Die sinkenden Schülerzahlen: Der Schulentwicklungsplan geht langfristig von sinkenden Zahlen an den weiterführenden Schulen aus. Noch nicht im nächsten und übernächsten Jahr, danach aber zeigt die Tendenz deutlich nach unten. Auch die aktuellen Geburtenraten sind rückläufig. Der dem Gremium vorliegende Grundsatzbeschluss beinhaltet noch keinen konkreten Startpunkt, an dem die Vierzügigkeit beginnt. Er weist aber die Richtung, die die Zahlen nahelegen. Unwägbarkeiten, die trotz aller Güte der Vorhersagen in einzelnen Jahren zu einem Überhang führen könnten, sind Tagesgeschäft. Dafür gibt es sogenannte Mehrklassen - ausnahmeweise eine Eingangsklasse mehr.
Die fachliche Expertise: Die Bezirksregierung trägt die Einschätzung bzw. Prognose der Stadt grundsätzlich mit.
Der Rechtsanspruch: Ganz wichtig ist, dass auch weiterhin alle Siegburger, die ihr Kind in unserer Stadt aufs Gymnasium schicken wollen, ein Platz am Gymnasium erhalten. Dasselbe gilt für Kinder aus „gleichgestellten Kommunen“ wie Much oder Neunkirchen-Seelscheid, in denen es kein eigenes nicht-privates Gymnasium gibt.
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