Wird jetzt bestimmt mit jedem Oktobertag voller? Riemscheid verwehrt sich dagegen, ihr Metier sei ein Saisongeschäft. "Teezeit ist immer. Nicht nur im Herbst und Winter. Aber natürlich beginnt im Herbst die heiße Verkaufsphase." Bei immer größeren Teilen der jüngeren Zielgruppe ist Tee längst ein ernsthafter Kaffee-Konkurrent. Riemscheid: "Matcha eignet sich zum Beispiel perfekt zum Wachbleiben beim Lernen." Wie zum Beweis kommt ein Teenager zur Tür herein, greift in die Kühlung und bezahlt den Eistee. Beinahe unnötig zu schreiben, dass diese Erfrischungen boomten in den zurückliegenden Monaten.
TeeGschwendner in Siegburg feiert 40 Jahre des Bestehens, begeht das Jubiläum mit einer Aktionswoche vom 19. bis zum 24. Oktober. Dann darf noch ausgiebiger als ohnehin probiert werden. Rabatte winken. Am Abschlusssamstag warten Überraschungen auf die aktuelle und zukünftige Stammkundschaft.
Rückblick: Denises Eltern Hardy und Barbara Riemscheid eröffnen das Fachgeschäft im Juni 1986. Als einer der ersten Franchise-Partner von TeeGschwendner wagt der Vater - damals mit zwei kleinen Kindern - den Schritt in die Selbstständigkeit. Was als Projekt in der City-Passage beginnt, entwickelt sich nach dem Umzug an die Goldene Ecke zu einem anerkannten Zentrum des guten Geschmacks.
Mit dem Wachstum von TeeGschwendner verwachsen auch die Riemscheids mit dem Unternehmen. Hardy engagiert sich unter anderem im Einkaufsbeirat, wo neue Ideen und Produktpaletten mitentwickelt werden. Außerdem begleitet und unterstützt er zahlreiche Franchisepartner bei Neueröffnungen, Sortimentsgestaltungen und der Einrichtung ihrer Geschäfte.
Inzwischen ist die Übergabe an die nächste Generation erfolgt. Tochter Denise führt gemeinsam mit dem Team den Siegburger Standort, der Vater übernimmt im Hintergrund technische und organisatorische Aufgaben. Daniel, Denises Bruder, war ebenfalls jahrelang bei TeeGschwendner tätig und ist der bekannten Marke weiterhin verbunden. Also eine Familienangelegenheit. Die Familie nennt es anders. "Für uns ist Tee eine Herzenssache", lautet das Schlusswort von Denise.

