Grundlage für den Zuwendungsbescheid ist das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept Siegburg Innenstadt" (ISEK), das 2019 vom Rat beschlossen wurde. Die Mittel fließen, weil innerstädtische Maßnahmen nie singulär betrachtet werden, sondern immer als Teil eines Ganzen, als Summe von sich gegenseitig stützenden Vorhaben.
Bestes Beispiel dafür ist der ebenfalls geförderte Umbau des Michaelsbergs, bei dem ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zusammengedacht wurden. Weitere ISEK-Projekte waren das Anlegen des Gemeinschaftsgartens an der Cecilienstraße, die künstlerische Aufwertung der Bahnunterführung Mahrstraße, die Sitztreppen am Mühlengraben und die kürzlich abgeschlossene Umgestaltung des Alten Friedhofs zum Leisepark.
Die Förderung über ISEK ist nur eine von vielen Optionen, finanzielle Unterstützung zu erhalten. Das Amt für Immobilienmanagement bekommt für die anstehende Sanierung der Turnhalle Deichhaus aus dem europäischen EFRE-Topf 1,5 Millionen Euro, 500.000 Euro muss die Stadt selbst aufwenden. Das Umkleidegebäude am Stadion brachte bei einem Gesamtumfang von 4 Millionen Euro eine halbe Million aus dem Programm BEG. Die Großprojekte Rathaus (8,9 Millionen Euro Förderung der KFW-Bank) und BildungsCampus Neuenhof (11,5 Millionen aus verschiedenen Töpfen) sind weitere prominente Beispiele für die Möglichkeiten der Mittelakquise.
Um das Fördermittelmanagement zu professionalisieren, empfahl der Hauptausschuss dem Rat in seiner Sitzung am Donnerstagabend, eine eigene, zunächst auf 24 Monate befristete Stelle in der Verwaltung zu schaffen. Hier zur Aufzeichnung der Sitzung. Foto: Regierungspräsident Gregor Lange (r.), Stephan Marks in der Mitte und Fabian Löbach links.

