Hinter dem Konzept steht Brigitte Scharf, die Landschaftsplanerin, die in Siegburg bereits den Gemeinschaftsgarten in der Cecilienstraße gestaltet hat. Das Projekt ist Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Land und Bund trugen 70 Prozent der Kosten.
Was genau ist passiert?
Im Westen verbindet ein neugeschaffener Zugang den Rad- und Fußweg auf der ehemaligen Bahntrasse mit der Grünanlage, die Erholungssuchende hier zunächst auf einem kreisförmigen Platz empfängt. Der alte Eingang an der Johannesstraße wurde aufgewertet, unter anderem mit einer Tor-Pergola.
In zentraler Lage ist ein neuer Treffpunkt entstanden. Felssitzstufen und Bänke inmitten von Duftbeeten bieten Sitzgelegenheit. Eine begrünte Laubengang-Pergola sorgt für Beschattung, eine Boulebahn sowie inklusive Schachspielbretter laden zum Spiel ein.
Weitere neue Elemente sind ein Baumstammmikado, ein Kletternest, das den Alten Friedhof und seine Bäume aus erhöhter Perspektive erleben lässt, sowie ein wechselfeuchtes Biotop, um den Nächsterholungsbereich auch ökologisch aufzuwerten.
Nachdem seit 1965 aus Platzgründen keine Bestattungen mehr stattfanden, wurde die denkmalgeschützte Begräbnisstätte fast zu einem Lost Place, also einem vergessenen Ort. Die behutsame Umgestaltung, bei der die stadtgeschichtliche Bedeutung des Ortes immer mitgedacht wurde, hat eine grüne Oase geschaffen und ist in mehrfacher Hinsicht ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas.
Foto: Brigitte Scharf (in hellgrüner Jacke) erläutert die Idee hinter dem Projekt.

