Grüne Spange im Haufeld
Der Planungsausschuss der Stadt Siegburg hat in seiner Sitzung am 29.01.2026 für einen ca. 9.800 qm großen Bereich zwischen der Wilhelmstraße, der Mahrstraße und der Von-Stephan-Straße im Siegburger Zentrum, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 50/9 gefasst.
Der Anlass für die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens ist die Umsetzung des Masterplan Haufeld und die Schaffung einer planungsrechtlichen Grundlage für die Entwicklung der sogenannten "Grünen Spange", einer verkehrsberuhigten und durchgrünten öffentlichen Durchwegung des Haufelds.
Die Grüne Spange ist das räumliche Rückgrat für die gesamte Entwicklung des Masterplans Haufeld und zugleich ein bedeutender neuer Raum für die Siegburger Innenstadt. Sie erweitert den öffentlichen Raum Siegburgs, vom Michaelsberg und Bahnhof ausgehend, über den Marktplatz und die Fußgängerpassage, bis in das Gebiet hinein.
Als neuer öffentlicher Raum ergänzt die grüne Spange das städtische Gefüge um funktionale Einheiten, die gleicherweise auch die räumliche Gliederung darstellen:
Urbanes Entrée
Der Bereich stellt das Gelenk zwischen Stadt und Haufeld, und somit als städtischer Platzraum die Eingangssituation in das Gebiet dar. Das Urbane Entrée soll ein belebter Stadtraum sein und die "Verlängerung" der innerstädtischen Fußgängerpassage in das Gebiet hinein bilden. Es sollte den größten Bereich für Grün- und Retentionsflächen sowie für Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten
Grün- und Freifläche
Mit der Grün- und Freifläche geht die grüne Spange in einen natürlichen Raum über, welcher einerseits als Erholungsraum mit Aufenthaltsmöglichen und andererseits als funktionale Fläche zur Regenwasserversickerung in Mulden dient.
Die Grün- und Freiflächen der grünen Spange dienen vornehmlich als nicht-motorisierte Bewegungsflächen und ebenso als Naturräume mit Mulden, welche der Versickerung des anfallenden Regenwassers dienen sollen.
Der Bebauungsplan wird daher hauptsächlich die Festsetzung Verkehrlicher Flächen und öffentlichem Raum beinhalten. Mit einer untergeordneten Anzahl an angrenzenden Flurstücken mit sozialen Einrichtungen und zum Erhalt von Denkmalgeschützen Gebäuden.
Die Verwaltung hat das Engagement ergriffen um die sich in städtischem Eigentum befindende brach liegende Fläche kurzfristig als einen begrünten öffentlichen Raum zu verwirklichen.
Der neue Park wurde kollaborativ vom Planungs- und Bauaufsichtsamt - Sachgebiet Planung und dem Amt für Mobilität und Infrastruktur entworfen und im Bau begleitet.
Der Park soll bis zur Umsetzung der Grünen Spange, einer durchgrünten Wegeverbindung des Masterplan Haufeld, voraussichtlich aber für mindestens die nächsten 3 Jahre, vor Ort sein.
Danach können alle Objekte, bis auf die Pflanzflächen, im Stadtgebiet umgesetzt werden, um den nächsten öffentlichen Raum aufzuwerten.
Die Pflanzflächen sind großflächig und naturnah mit heimischen Wildblumen-Ansaaten gestaltet. Somit wird die Biodiversität in der Stadt gefördert und Lebensraum für Insekten und Vögel geschaffen. Die Flächen sind zudem pflegeleicht geplant und müssen nur 1-3-mal im Jahr gemäht werden.
Die Ansaaten sind im Vergleich zu Pflanzen Kostengünstig aber brauchen natürlich einige Monate Zeit bis die Pflanzen gewachsen sind und blühen. Die Geduld wird aber mit einer hohen Vielfalt und besonderem Blütenreichtum belohnt.