siegburgaktuell 01.07.2026

Düx lädt zum kölschen Mitsingkonzert
Siegburg. Heute Abend um 18 Uhr laden Düx auf dem Markt zum Mitsingkonzert ein. Im Gepäck: Die größten Kölschen Partyhits von Brings, Kasalla, den Höhnern, Querbeat, den Räubern, Cat Ballou oder den Bläck Fööss.
Der Eintritt ist frei, Getränke werden in den Siegburg-Sommer-Live-Becher ausgeschenkt, der für fünf Euro vor Ort erhältlich ist.

Wie Sie in Wald und Flur schnell Hilfe holen
Siegburg. Der Grasland-Feuerindex, der die witterungsbedingte Feuergefahr für offenes, nicht schattiges Grasland beschreibt, steht derzeit auf Stufe 3 von 5. Das bedeutet: Pflanzenreste in Bodennähe trocknen stark aus und sind leicht entflammbar, schon eine weggeworfene Zigarette oder heiße Fahrzeugkatalysatoren können Brände auslösen. So auch am Dienstagabend um 20.45 Uhr in der Kapellenstraße. Anwohner löschen die Flammen vor dem Eintreffen der Feuerwehr (Foto), die muss nur noch mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern suchen. Fündig wird sie nicht, die Laien waren gründlich.
Greifen wir die Frage auf, wie Sie der Feuerwehr die perfekte Ortsbeschreibung abgeben, sollten Sie beim Spaziergang im Wald oder in der Siegaue einen Brand bemerken. Hier helfen die Lotsenpunkte, die in Kooperation mit den Revierförstern sowie dem Wahnbachtalsperrenverband aufgestellt wurden: Den Weg weist eine fünfstellige Nummer - die "01" zu Beginn steht für Siegburg, die dritte Zahl für den Löschbezirk und die letzten beiden Ziffern beschreiben den genauen Standort. Ein solcher Lotsenpunkt hilft am frühen Nachmittag auch einer verletzten Spaziergängerin "In der Memm", da beim Absetzen des Notrufs eine genau Position durchgeben wird. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wird die Patientin von den Brandbekämpfern betreut, ihre beiden Hunde bis zum Abholen durch das Ordnungsamt.
Um 17.42 Uhr wird der Feuerwehr von der Wahnbachtalstraße eine verletzte Ente gemeldet. Beim Eintreffen fliegt der Wasservogel davon. Brandmeldeanlagen lösen um 3.41 Uhr im VHS-Studienhaus, Grund unbekannt, und um 19.18 Uhr "Am Turm" - hier wurde versehentlich der Räumungsalarm betätigt - aus. Der letzte Einsatz des Tages führt um 22.23 Uhr wegen eines piepsenden Rauchmelders in die Dohkaule. Worauf dieser reagierte, bleibt ein Rätsel.

Feuerwehr lädt zum Familienfest
Siegburg. Mehr als 50 Jahre lang richtete die Löschgruppe 3 der Freiwilligen Feuerwehr ihr Sommerfest auf dem Wolsberg aus. In diesem Jahr wird ein neuer Weg beschritten und am Samstag, 1. August, von 12 bis 22 Uhr erstmals zu einem Familienfest auf dem Hof der Grundschule Wolsdorf eingeladen.
Die Entscheidung für das neue Veranstaltungsformat wurde aus rein wirtschaftlichen Gründen getroffen, betonen die Organisatoren. Und weiter: "Ziel ist es, auch in Zukunft ein attraktives und zugleich verantwortungsvoll geplantes Fest anbieten zu können. Wichtig ist uns der folgende Hinweis: Über die gesamte Zeit gab es seitens der Stadtverwaltung nie Probleme bei der Genehmigung des Sommerfests, auch in diesem Jahr wäre diese erteilt worden. Mit dem neuen Familienfest möchte die Feuerwehr an die lange Tradition anknüpfen und dabei neue Impulse setzen. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Angebot für Groß und Klein freuen." Bild: So stellt sich eine KI das Familienfest der Feuerwehr vor.

Kunstauto fuhr als erstes ein
Siegburg. Neues Parkhaus für die Kreisstadt. Montag war Eröffnung im Haufeld, hier die wichtigsten Daten und Fakten zum Projekt.
Geschwindigkeit ist keine Hexerei
Zweieinhalb Jahre dauerte es von der ersten Planung bis zum letzten Schritt der Realisierung. Bauherrin des 10-Millionen-Projekts waren die Stadtbetriebe Siegburg AöR, die Ausschreibung gewann die Firma Goldbeck, erfahren im Parkhausbau.
Auf die Plätze
500 Stellplätze hat der Neubau, der dabei helfen soll, den Parkdruck rund um Bahnhof, Facharztzentrum, Gericht, Rhein Sieg Forum (bei größeren Veranstaltungen läuft dort das Parkhaus voll) sowie die bestehende und vor allem die kommende Wohnbebauung im Quartier aufzunehmen. Ein Dutzend Plätze sind behindertengerecht, 20 erhalten eine E-Lade-Infrastruktur. Letztgenannte Anzahl kann bei Bedarf erhöht werden. Genutzt wird das mittlerweile standardmäßige Nummernschildparken. Mehr unter parken-siegburg.de.
Start erst ab der zweiten Etage ...
... und zwar deshalb, weil unten der Lkw-Betrieb der Firma Kohr läuft. Die von der Industriestraße erreichbare Einfahrtsrampe ist daher länger als parkhausgewöhnlich. Die Stadtbetriebe haben für die Nutzung des Baufelds einen Erbpachtbetrag mit dem Unternehmen abgeschlossen.
Sonnensammlung, Regensammlung
Die auf dem Dach installierten Solarmodule liefern rund 200.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Der Elektrizitätsbedarf des Parkhauses mitsamt der Ladesäulen wird abgedeckt. Moderne Gestaltung prägt die Fassaden. Jungfernrebe, Scharfzähniger Strahlengriffel, Winterjasmin, Immergrünes Geißblatt und Gemeiner Efeu sollen binnen eines Jahres die Außenhaut des Gebäudes in 2.800 Quadratmeter Grünfläche verwandeln. Rund 800 Pflanzen wurden dafür gesetzt. Auf dem Top-Level wird neben der Sonne das Regenwasser gesammelt und an die Pflänzchen abgegeben.
Louvre-like
Wer künftig von der Industriestraße auf die Hochgarage auf dem Kohr-Gelände schaut und genau hinguckt, könnte sich an den Pariser Louvre erinnert fühlen. Genauer gesagt an den Sonnenschutz des verglasten Innenhofs des Museums. Es handelt sich tatsächlich um das gleiche Material, ein transluzentes Metallgewebe, das das Parkhaus für jene, die aus dem Zug auf Siegburg blicken, zu einer Fassade der Stadt macht, die für Offenheit, Qualität und Modernität steht.
Erster Parker bemalt
Das erste Auto, das Bürgermeister Stefan Rosemann einparkte, war kein städtischer Dienstwagen. Es handelt sich um einen von Kohr zur Verfügung gestellten Pkw, den die Pänz der nahen Kita Schatzinsel in Eigenregie zum Kunstauto umgestaltet. Unser Foto zeigt die Pänz, den Bürgermeister, den Stadtbetriebe-Chef Andreas Roth, Kohr-Geschäftsführer Ralf Sündermann sowie Goldbeck-Projektleiterin Anja Möller. Und das Buntblech mit Rädern.

Wie sah das Mikwe-Gebäude von innen aus?
Siegburg. Das Haus Holzgasse 27 ist Anlaufpunkt jeder Stadtführung. Spannend ist das, was man nicht sieht, nämlich die vor mehr als drei Jahrzehnten im Keller entdeckte Mikwe. Das jüdische Ritualbad, in Betrieb genommen vor etwa 600 Jahren, erbrachte den Beweis dafür, dass es die Juden in Siegburg schon im ausgehenden Mittelalter geschafft hatten, an einen Siedlungsplatz innerhalb der Stadtmauern zu gelangen.
Da die Mikwe nach der archäologischen Dokumentation wieder verfüllt wurde, würden die Augen der Rundgänger, selbst wenn ihnen der Zutritt ins Haus gewährt würde, das religiöse Badebecken nicht entdecken können. Es müsste erst freigelegt werden. Vor dem Haus stehend, behelfen sich die Stadtführer mit Fotos aus den 1990er-Jahren.
Während des Kurzbesuchs der New Yorkerin Emily Tabak Epstein, von dem wir gestern berichteten, stand das Mikwe-Haus selbstverständlich auf der Sightseeing-Liste. Durch die Stadt führte Andreas Remmel. Beide sind Nachfahren der Familie Feith, der die Immobilie gehörte, bis der Nazi-Mob an die Macht kam.
Was kaum bekannt ist: Wir wissen ziemlich genau, wie es zur Blütezeit des Siegburger Judentums auf der Schwelle zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert in dem Haus aussah. Der Arzt Ernst Lyon (1890-1964), ebenfalls ein Spross aus der Feith-Familie, hat es aufgeschrieben. Von Köln kommend, war er immer wieder Gast im Elternhaus seiner Mutter. Lyon überlebte den Holocaust durch rechtzeitige Auswanderung nach Palästina und erinnerte sich als Senior im Jahr 1964 in einem Beitrag in den Heimatblättern an die Wohn- und Arbeitsstätte des Großvaters Abraham Feith (1826-1910). Interessant ist, dass die Bewohner nichts ahnten vom mittelalterlichen Schatz im Kohlenkeller.
"Großvaters Haus, Holzgasse 27, war ein zweistöckiges Geschäfts- und Wohnhaus. Straßenwärts erstreckte sich ein großer Laden mit sauber geputzten Fenstern. Hinter den Spiegelscheiben lagen die Auslagen, die jede Woche neu dekoriert wurden. Die Eingangstüre führte direkt in den großen Verkaufsraum, der zu beiden Seiten eine Theke hatte. Die mit Textilwaren aller Art vollgefüllten Fächer befanden sich an den seitlichen Wänden. Vom Laden kam man zuerst in einen kleinen dunklen Zwischengang, von dem eine Stufe in die dahinter gelegene große Stube zur Privatwohnung führte, deren beide Fenster in den Hof schauten. Von dem Zwischengang gelangte man durch eine Falltüre in den Keller, in dem hauptsächlich Kartoffeln und Kohlen aufgespeichert wurden. Vom Nachbarhause war das Anwesen durch ein gepflastertes dunkles Gäßchen getrennt. Dies war zu schmal, um ein Gefährt durchzulassen; es führte in den Hof hinter dem Hause. Hier wurden die Kisten mit den Waren ein- und ausgepackt. Während des achttägigen Laubhüttenfestes stand dort die festlich geschmückte Sukka (Laubhütte). Sie war mit einem provisorischen Dach versehen, mit Zweigen bedeckt, durch die die Sterne sichtbar sein mußten. Vom Hofe gelangte man durch eine Türe in die Küche des Hauses und über eine holprige Steintreppe auf eine Anhöhe, die dem abfallenden Hange des Michaelsberges zugewandt war ..."
Spannend, nicht wahr? Wer den Artikel in Gänze lesen möchte, meldet sich beim Geschichtsverein unter gav@siegburg.de und erhält den Text als pdf. Foto: Emily Tabak Epstein und Andreas Remmel vor dem sie verbindenden Haus in der Holzgasse.

Durch rheinischen Pfarrer und Diakon aus Vietnam
Siegburg. Dass ungünstige Umstände dem Gelingen einer Feier nicht im Weg stehen müssen, zeigte die Erinnerungszeremonie an den 1946 verstorbenen Bunzlauer Pfarrer Paul Sauer. Den Gottdienst in Servatius am Hitzesonntag begingen zwei in Sachen Schlesien wenig bewanderte Geistliche: Pfarrer im Ruhestand Peter Weiffen, selbst Rheinländer ohne in den einstigen deutschen Osten weisenden Migrationshintergrund, und der mit den "Boat People" nach Deutschland gekommene vietnamesische Diakon Duc-Y Bui. Nach voriger inhaltlicher Instruktion durch Peter Börner von der Bundesheimatgruppe Bunzlau fanden die Männer in der Kirche und draußen am Gedenkstein die passenden Worte. Der katholische Pfarrer Sauer war in den Nachkriegswirrenseiner katholischen Gemeinde wie auch den protestantischen Mitchristen ein Anker. Er geriet als vermeintlicher Agent ins Visier der neuen polnischen Herrscher, starb an den Strapazen der Haft.
Im selben Jahr, also 1946, landeten die ersten Bunzlauer in Siegburg. 1953 übernahmen der Siegkreis und ihre Kreisstadt Siegburg die Patenschaft über die vertriebenen Bunzlauer, was letztlich die Keimzelle war zur Gründung der Städtepartnerschaft Siegburgs mit Bolesławiec 1992. Mehr zum Stand der Partnerschaften - weiterlesen!

Siegburger auf Sommertour
Siegburg. Der Sommer ist traditionell Reisezeit. Das gilt auch für den Städtepartnerschaftsbereich der Kreisstadt. Im heute Abend um 18 Uhr im Ratssaal tagenden Ausschuss für Partner- und Patenschaften richtet sich der Blick auf die zahlreichen Begegnungen der kommenden Monate. Der Terminkalender ist prall gefüllt: Vom Weinfest in Guarda (Portugal) über das Ardas-Festival in Orestiada (Griechenland) und das Keramikfest in Bolesławiec (Polen) bis zum Lauf Nogent-Baltard in der französischen Partnerstadt Nogent-sur-Marne stehen zahlreiche Besuche auf dem Programm. Im Herbst folgt schließlich eine Delegationsreise nach Yuzawa in Japan.
Außerdem berichtet die Verwaltung über die Teilnahme am vergangenen Baumblütenfest in Werder/Havel (Foto) sowie über die Auszeichnung Siegburgs als "Europaaktive Kommune". Hier zur Tagesordnung und zum Livestream.

Zugvögel, Kleinstadtkind und Tanzfabrik
Siegburg. Am Samstag, 4. Juli, laden Kleinstadtkind, der Zugvögel Mode Concept Store und die Tanzfabrik von 11 bis 16 Uhr zum Sommerzauber "Am Herrengarten" ein. Auf die Gäste warten Tanzaufführungen (um 12 und 14 Uhr), ein Gewinnspiel (jeder Einkauf wandert in den Lostopf), sommerliche Deko sowie Snacks und Getränke. Übrigens: Das Mitnehmen des Ankündigungsflyers lohnt auch noch am Veranstaltungstag - mit ihm erhalten Sie Einkaufsrabatt bei Kleinstadtkind und den Zugvögeln sowie vergünstigte Probemonate in der Tanzfabrik. Foto (v.l.): Dieses Trio freut sich auf Ihren Besuch - die Gastgeberinnen Carina Norina Molitor (Zugvögel Mode Concept Store), Alexandra Böckem (Kleinstadtkind) und Ulli Hartmann (Tanzfabrik).

Tönnisberger feiern Sieburschs jecke Sommerzick
Siegburg. Nachhaltigkeit wird großgeschrieben - auch bei den Tönnisbergern. Die Karnevalisten recycelten ihr Sessionsmotto für das anstehende Sommerfest. "Met neuen Spill un neuem Jlöck durch Sieburschs jecke Sommerzick" wird am Samstag, 4. Juli, auf dem Gelände des Kanuclubs Delphin, An der Aggerbrücke, gefeiert. Ab 16 Uhr gibt's Kaffee, Kuchen und Waffeln, um 17 Uhr beginnt das Programm mit Krätzjessänger Harald Voß, dem Karnevalsrapper Nik Lewin, der Kölsche Hymnen wie "Zo Foos noh Kölle jonn" der Micky Brühl Band oder "Do bes de Stadt" von den Bläck Föös interpretiert, einem Auftritt des Siegburger Kinderprinzenpaars mit Gefolge sowie Ralf Hoßbach mit der Partyband Music-Factory. Beim Quiz warten Bierfässer, Präsentkörbe oder Restaurantgutscheine auf die Gewinner. Der Eintritt ist frei.

Für Vielfalt, gegen Diskriminierung
Siegburg. Beim Christopher Street Day am Samstag auf dem Markt vertrat die Pride-Voices-AG die Städtische Gesamtschule am Michaelsberg. Gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Gymnasium aus St. Augustin setzten sie dort ein Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung.

Schätzchensuche in der Deichhaus-Aue
Siegburg. Die Anwohner der Deichhaus-Aue laden am Sonntag, 5. Juli, von 10 bis 18 Uhr zum Flohmarkt ein. Neben Kleidung werden Spielzeug, Deko und Bücher sowie Speisen und Getränke angeboten. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung abgesagt. Das Bild ist KI-generiert.

Diakonie zeigt Wege aus der Einsamkeit
Siegburg. Die Freiwilligen-Agentur der Diakonie stellt in den kommenden Monaten Projekte aus ganz Deutschland vor, die Menschen miteinander in Kontakt bringen und Begegnung fördern. In kompakten Online-Veranstaltungen geben Initiativen und Organisationen Einblicke in ihre Arbeit und zeigen, wie Engagement Menschen verbinden kann. Auftakt ist am Montag, 6. Juli, wenn sich "Silbernetz" präsentiert. Das bundesweite Angebot vermittelt Telefonfreundschaften für ältere Menschen. Den Link zur Veranstaltung sowie die weiteren Termine erhalten Sie nach einem Klick auf www.gemeinsamstatteinsam-rsk.de. Bild: So visualisiert eine Künstliche Intelligenz das Silbernetz-Angebot.

... führt zu Wohnungseinbruch in Neunkirchen-Seelscheid
Siegburg. Am Montagnachmittag gegen 17.15 Uhr entdeckt der Vermieter einer derzeit leerstehenden Gaststätte an der Kaiserstraße einen Mann in den Räumlichkeiten. Er ruft die Polizei. Die stellt zunächst fest, dass sich der 27-jährige Marokkaner unerlaubt in Deutschland aufhält. Bei der Durchsuchung seiner mitgeführten Sporttasche finden die Einsatzkräfte unter anderem ein Fernglas sowie verschiedenen Schmuck, dessen Herkunft der Obdachlose nicht plausibel erklären kann. Die Ermittlungen führen anhand eines Notizzettels, eines Bustickets sowie der Initialen auf einem Ring zu einem Einfamilienhaus in Neunkirchen-Seelscheid. Dort entdecken die Beamten ein eingeschlagenes Badezimmerfenster und deutliche Einbruchsspuren. Die Eigentümerin kann schließlich bestätigten, dass das sichergestellte Fernglas sowie der aufgefundene Schmuck von ihr stammen.
Ein Richter erlässt einen "Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des Wohnungseinbruchdiebstahls" gegen den 27-Jährigen. Ob dieser auch für weitere Taten verantwortlich ist, wird derzeit geprüft.

Für Gründer und Unternehmer in der Nachfolgphase
Siegburg. Gründerinnen und Gründer sowie Unternehmer in der Nachfolgephase sind vom 6. Juli bis 21. Dezember zu Netzwerkabenden in die Weinschmiede, Wellenstraße 1, eingeladen. Im Mittelpunkt steht dabei der informelle Austausch auf Augenhöhe - mit Raum für neue Ideen, praktische Erfahrungen und konkrete Alltagsherausforderungen. Die Teilnehmenden sind ausdrücklich eingeladen, eigene Themen einzubringen und vorzustellen. Gemeinsam wird zudem entschieden, welche Inhalte in kompakten 20-minütigen Impulsen vertieft werden. Prof. Dr. Christoph Zacharias vom Institut für Soziale Innovationen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg moderiert. Beginn ist jeweils montagabends um 18.30 Uhr im wöchentlichen Wechsel zwischen Gründern und Unternehmern in der Nachfolgephase.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Mittwoch, 1. Juli 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Preview zum Keramikmarkt (Foto, bis Freitag, 10. Juli)
8.30 bis 16 Uhr, Kreishaus, Kaiser-Wilhelm-Platz 1:
Fotoausstellung "Gemeinsam statt einsam - Ehrenamt wirkt" (bis Dienstag, 14. Juli)
9 bis 18 Uhr, Katholisch-Soziales Institut, Bergstraße 26:
Ingrid Becker & Wolfgang Petkewitz: "Zwischenräume - Mensch.Stadt.Bewegung" (bis Sonntag, 12. Juli)
14 bis 17 Uhr, Café T.o.d., Nordfriedhof:
StrickCafé
14 bis 18 Uhr, Vorplatz der katholischen Kirche Liebfrauen, Antoniusweg 1:
Bauernmarkt
15 bis 18 Uhr, GGS Stallberg, Deutzer-Hof-Straße 24:
Spielmobil Armin
15.30 bis 17 Uhr, Servatiushaus, Mühlenstraße 14:
Ökumenisches Trauercafé Jordan
18 Uhr, Markt:
Siegburg Sommer live: Düx - Kölsches Mitsingkonzert
18 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus, Nogenter Platz 10:
Ausschuss für Partner- und Patenschaften
Donnerstag, 2. Juli 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Preview zum Keramikmarkt (bis Freitag, 10. Juli)
8.30 bis 16 Uhr, Kreishaus, Kaiser-Wilhelm-Platz 1:
Fotoausstellung "Gemeinsam statt einsam - Ehrenamt wirkt" (bis Dienstag, 14. Juli)
9 bis 18 Uhr, Katholisch-Soziales Institut, Bergstraße 26:
Ingrid Becker & Wolfgang Petkewitz: "Zwischenräume - Mensch.Stadt.Bewegung" (bis Sonntag, 12. Juli)
14 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Die Artothek hat geöffnet
15 Uhr, Caritas, Wilhelmstraße 74:
Trauergesprächskreis von "Sonare"
15 Uhr, Turnhalle der GGS Stallberg, Deutzer-Hof-Straße 27:
Schulchor der GGS Stallberg & Ukulelen-AG: "Musikalische Reise um die Welt"
15 bis 18 Uhr, Spiel- und Sportplatz Arndtstraße:
Spielmobil Armin
15.30 Uhr, Stadtbibliothek, Griesgasse 11:
Vorlesen lernen mit Caesar (Anmeldung über den Link)
18 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
"Alleekino": Kurzfilmabend der Q1 zum Thema "Grenzen. Gedanken. Gesellschaft"

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Mittwoch, 1. Juli, der 182. Tag in 2026
Der Monat Juli ist nach dem römischen Staatsmann und Feldherrn Julius Caesar benannt, der einst den julianischen Kalender, dessen Jahreslauf mit dem März begann, einführte. Der alte deutsche Monatsname lautete Heuert oder Heuet, auch als Heumonat wegen der ersten Heu-Mahd benannt.
Wetter: So darf Sommer sein!
Sonnenuntergang heute: 21.48 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 5.23 Uhr
Mondaufgang heute: 23.11 Uhr
Monduntergang morgen: 7.27 Uhr
Theobald (Thibault von Provins, Mönch, starb 1066 in Salanigo bei Vicenza/Italien).

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), Universalgelehrter, Philosoph und Mathematiker, Begründer der Differentialrechnung, Erfinder des Dualsystems; James M. Cain (1892-1977), amerikanischer Krimiautor ("Wenn der Postmann zweimal klingelt"); Charles Laughton (1899-1962); englischer Schauspieler ("Meuterei auf der Bounty") und Regisseur ("Nacht des Jägers"); William Wyler (1902-1981), amerikanischer Regisseur ("Ein Herz und eine Krone", "Ben Hur"); Willie Dixon (1915-1992) amerikanischer Bluesmusiker und Songschreiber ("The Little Red Rooster", "I'm Your Hoochie Coochie Man"); Olivia de Havilland (1916-2020), in Tokio geborene amerikanische Schauspielerin ("Vom Winde verweht", Foto); Franca Magnani (1925-1996) italienische Journalistin, erste Auslandskorrespondentin im deutschen Fernsehen, arbeitete ab 1964 für die ARD; Hans Werner Henze (1926-2012), Komponist und Dirigent; Sydney Pollack (1934-2008), amerikanischer Regisseur ("Jenseits von Afrika"), Geneviève Bujold (1942), kanadische Schauspielerin ("Der scharlachrote Pirat", "Ein anderer Mann, eine andere Frau"); Debbie Harry (1946), amerikanische Sängerin bei Blondie ("Heart Of Glass", "One Way Or Another"); Dan Aykroyd (1952), Schauspieler ("Ghostbusters"); Herbert Zimmermann (1954), ehemaliger Nationalspieler in Diensten des 1. FC Köln, Mitglied der Geißbock-Meistertruppe von 1978; Carl Lewis (1961), amerikanischer Weitspringer und Sprinter, mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger, ein von Dopingvorwürfen nicht freier Jahrhundertsportler; Diana Spencer (1961-1997), britische Prinzessin, erste Ehefrau des seinerzeitigen Prinzen und heutigen Königs Charles; Pamela Anderson (1967), kanadisch-amerikanisches Pin-Up-Girl und Schauspielerin ("Baywatch"); Liv Tyler (1977), amerikanische Schauspielerin ("Der Herr der Ringe", "Der unglaubliche Hulk"); Marit Larsen (1983), norwegische Pop-Sängerin ("If A Song Could Get Me You"), mit Milow zusammen Neuauflage von "Out Of My Hands".

1844: Allan Pinkerton, der schottische Detektiv, Begründer der berühmten amerikanischen Privatdetektei Pinkerton, stirbt 64-jährig in Chicago; 1896: Harriet Beecher Stowe (Foto), die amerikanische Schriftstellerin ("Onkel Toms Hütte") stirbt 85-jährig in Hartford; 1940: Ben Turpin, der amerikanische Stummfilmkomiker stirbt 65-jährig in Santa Monica, seine letzte Rolle hatte er mit Laurel und Hardy in "Auf hoher See", Foto: Turpin mit Hardy; 1961: Louis-Ferdinand Céline, der französische Schriftsteller ("Reise ans Ende der Nacht") stirbt 67-jährig in Meudon; 1991: Michael Landon, der amerikanische Schauspieler, der Little Joe aus "Bonanza", stirbt 54-jährig in Los Angeles; 1997: Robert Mitchum, der amerikanische Schauspieler ("Nacht des Jägers") stirbt 79-jährig in Santa Barbara; 2000: Walter Matthau, der amerikanische Schauspieler ("Extrablatt", "Ein seltsames Paar") stirbt 79-jährig in Santa Monica; 2004: Marlon Brando, der amerikanische Schauspieler ("Endstation Sehnsucht", "Der Pate") stirbt 80-jährig in Los Angeles; 2009: Karl Malden, der amerikanische Schauspieler ("Endstation Sehnsucht", "Die Straßen von San Francisco") stirbt 97-jährig in Los Angeles; 2012: Margot Werner, die österreichische Balletttänzerin und Chansonsängerin stirbt 74-jährig in München; 2013: Ulrich Matschoss, der Schauspieler, im Duisburger "Tatort" als Kriminaloberrat Karl Königsberg der verzweifelte Schimanski-Chef, in "Red Corner" auch schon mal an der Seite von Richard Gere vor der Kamera, stirbt 96-jährig in Schneverdingen/Lüneburger Heide; 2015: Sir Nicholas Winton, der britische Börsenmakler, der 1939 in mehreren von ihm organisierten Transporten nach England insgesamt 669 jüdischen Kindern in der besetzten Tschechoslowakei das Leben rettete, stirbt 106-jährig in der Grafschaft Berkshire nahe London; über den mehrfach für den Friedensnobelpreis nominierten Sohn deutscher konvertierter Juden wurde der Dokumentarfilm "The Power Of Good" gedreht; von seinen außergewöhnlichen Taten machte er kein Aufhebens, erst 1988 entdeckte seine Frau auf dem Speicher entsprechende Unterlagen; 2019: Sid Ramin, der amerikanische Komponist, Oscar und Grammy für die Filmmusik zur "West Side Story", stirbt 100-jährig in New York; 2020: Georg Ratzinger, der Papstbruder, Priester und ambitionierte Kirchenmusiker, der als Kapellmeister 30 Jahre lang junge Sänger der Regensburger Domspatzen handgreiflich mit perfektionistischem Anspruch trieb und triezte, von den Vorfällen sexuellen Missbrauchs aber nichts mitbekommen haben will, stirbt 96-jährig in der oberpfälzischen Stadt; 2022: Andrea Otto, die ARD-Journalistin, bekannt als Sportmoderatorin bei den Olympischen Spielen von Peking (2008), Vancouver (2010), London (2012) und Sotschi (2014), für den Bayrischen Rundfunk bei der "Abendschau" und "Blickpunkt Sport" im Einsatz, stirbt nach langer Krankheit 47-jährig in München; 2023: Wiktorija Amelina, die ukrainische Schriftstellerin ("Homo compatiens") stirbt in Dnipro 37-jährig an den Folgen ihrer schweren Verletzungen, die sie vier Tage zuvor beim Einschlag einer russischen Rakete in eine Pizzeria in Kramatorsk erlitt; die Autorin hatte Werke des im Jahr zuvor von russischen Soldaten ermordeten Kinderbuchautoren Wolodymyr Wakulenko veröffentlicht und russische Kriegsverbrechen dokumentiert; 2023: Dilano van 't Hoff, der niederländische Automobilrennfahrer verunglückt bei einem Rennen der Formula Regional European Champions in Spa 18-jährig tödlich - in der letzten Runde nach einer Safety-Car-Phase, als er sich bei Regen auf der Kemmel-Geraden dreht und eine Massenkollision auslöst; 2023: Lawrence Turman, der amerikanische Filmproduzent ("Die Reifeprüfung", "Getaway") stirbt 96-jährig in Los Angeles; 2024: Robert Towne, der amerikanische Drehbuchautor ("Bonnie und Clyde", "Mission Impossible"), Oscar für "Chinatown", stirbt 89-jährig in Los Angeles.

Vor 595 Jahren - 1. Juli 1431
In der Schlacht von La Higueruela nahe Granada erringen die Truppen des Königreichs Kastilien einen großen Erfolg über das granadinische Heer von Emir Muhammad IX. Nur ein Feigenbäumchen ("Higueruela") soll auf dem blutigen Schlachtfeld stehengeblieben sein.

Vor 115 Jahren - 1. Juli 1911
Das deutsche Kanonenboot "Panther" läuft in den Hafen von Agadir im Sultanat Marokko ein. Auf persönlichen Befehl von Kaiser Wilhelm II. Die als "Panthersprung von Agadir" bekannte Bootstour löst die zweite Marokkokrise aus. Wilhelm Zwos Kanonenbootpolitik richtete sich gegen das Vordringen der Kolonialmächte Frankreich und Spanien und soll die Geschäftsinteressen der Marokko-Mannesmann-Compagnie sichern. Im November beendet der deutsch-französische Marokko-Kongo-Vertrag die Krise, Deutschland akzeptiert Frankreich als Hauptkolonialmacht. Im Gegenzug erhält es Boden in Französisch-Kongo zugesichert. Bild: Der deutsche "Panthersprung" als Karikatur im "Wahren Jakob" 1911.
Vor 110 Jahren - 1. Juli 1916
Vor der Küste bei Beach Haven/Long Island wird der 25-jährige Schwimmer Charles Vansant von einem Hai attackiert und verletzt. In den folgenden zwölf Tagen kommt es zu vier weiteren Haiangriffen an der Küste von New Yersey. Die Vorfälle inspirieren später Schriftsteller Peter Benchley zu seinem Roman "Der weiße Hai" ("Jaws"). Der Bestseller geht 20 Millionen Mal über die Ladentheke, dann verfilmt ihn 1975 Steven Spielberg. Benchley darf eine kleine Nebenrolle in dem Schocker mimen.

Vor 110 Jahren - 1. Juli 1916
Britische Soldaten starten mit französischer Unterstützung an der Westfront die Bodenoffensive an der Somme. Tagelanges Trommelfeuer aus allen Rohren der Artillerie trifft die Deutschen nur scheinbar schwer: Denn tatsächlich verlieren die Briten bereits am ersten Tag, dem schwärzesten ihrer Militärgeschichte, 58.000 Mann. Division um Division wird gegen die Verteidigungswälle geworfen, 104 insgesamt. Das Gemetzel währt fünf Monate, ohne einen Sieger. Es gibt nur Verlierer: 1,2 Millionen Tote, Vermisste und Verwundete auf beiden Seiten. Foto: Britischer Schützengraben im Juli 1916 bei Ovillers-la-Boiselle.

Vor 80 Jahren - 1. Juli 1941
Im US-Bundesstaat Kentucky entsteht der Mammoth-Cave-Nationalpark. Mit über 675 Kilometern kartierter Gänge handelt es sich um die größte bekannte Höhle der Erde, die seit 1981 zum Weltnaturerbe gehört. Foto: In Sichtweite der Stalagtitengruppe Frozen Niagara stürzt ein Wasserfall aus der Höhlendecke.
Vor 60 Jahren - 1. Juli 1966
Die "Grande Nation" sagt Adieu: Frankreich tritt aus dem Nordatlantischen Verteidigungsbündnis aus. Die nationale Unabhängigkeit werde durch die Übermacht der Vereinigten Staaten bedroht. Der Sitz des NATO-Hauptquartiers wird von Paris nach Brüssel verlegt.
Die NATO war im Zuge des Ost-West-Konfliktes am 4. April 1949 in Washington gegründet worden. Anfangs mit zehn europäischen Staaten sowie Kanada und den USA. Grundlagen: Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern dürfen nur friedlich beigelegt werden. Und: Beim Angriff auf einen Mitgliedsstaat sind die anderen zum Beistand verpflichtet.
Ganz los von der NATO kommt Frankreich nicht, beteiligt sich weiterhin an Manövern und Einsätzen. 2009 kehrt die "Grande Nation" unter der Führung von Nicolas Sarkozy zurück ins Verteidigungsbündnis, dem seit dem schwedischen Beitritt 2024 32 Staaten angehören.
Vor 35 Jahren - 1. Juli 1991
Der Warschauer Pakt, das östliche Verteidigungsbündnis, wird aufgelöst.
Vor 20 Jahren - 1. Juli 2006
Drittes Elfmeterschießen der englischen Nationalmannschaft bei einer Fußball-WM und zum dritten Mal geht es schief: Frank Lampert, Steven Gerrard und Jamie Carragher heißen die Fehlschützen im Viertelfinale, nur Owen Hargreaves trifft. Wayne Rooney war seit der 62. Minute ein des Platzes Verwiesener. Portugals Keeper Ricardo schreibt mit drei gehaltenen Schüssen vom Punkt WM-Geschichte. Es ist Portugals erste Verlängerung der WM-Geschichte, zugleich das erste Halbfinale seit 40 Jahren. Für den Sieg nach 120 torlosen Minuten sorgen Simao, Helder Postiga und Christiano Ronaldo. Viana und Petit treffen nur den Pfosten.
Henry trifft für Frankreich gegen Brasilien, damit ist die WM im Halbfinale erstmals seit 1982 nur noch eine EM.

Vor 125 Jahren - 1. Juli 1901
Apotheker Dr. Rehse übernimmt die obere Apotheke am Markt, auch Junkerstorffsche Apotheke genannt. Foto: Löwen-Apotheke Rehse am oberen Markt.
Vor 115 Jahren - Juli 1911/1
"Ich nehme für mich als katholischer Bürger das Recht in Anspruch, gegen Geistliche, welche politisch andere Wege wandeln, bei der Behörde beschwerdeführend tätig zu werden". So eiskalt verteidigt Justizrat und Stadtverordneter Mielcke, Chef der Siegburger Zentrumspartei und wohlsituierter Oberschichtenbürger, sein radikales Vorgehen, mit dem er den engagierten Arbeiter-Priester Lambert Lambertz, so etwas wie der Don Bosco aus Wolsdorf, aus der Stadt gejagt hat. Ein Leserbriefschreiber empört sich wie so viele in diesen aufgeregten Tagen am Michaelsberg:
"Hier in Siegburg ist Leiter der Zentrumspartei Herr Justizrat Mielcke, ein sehr temperamentvoller Herr. Leiter des hiesigen Katholischen Arbeiter-Vereins war zur Zeit Herr Waisenhausdirektor Lambertz, ein von hohen Idealen beseelter Mann, der buchstäblich alles für die Arbeiter tat und in der Baugenossenschaft, im Konsumverein, im Arbeiter-Verein und im Waisenhaus rastlos tätig war. Justizrat Mielcke glaubte mit seinen Anhängern nach dem Ablauf der Wahlperiode des zeitigen Bürgermeisters Plum, zwar strenggläubiger Katholik, aber nicht aktiver Zentrumswähler, von einer Wiederwahl des Herrn Bürgermeisters absehen zu müssen. Herr Rektor Lambertz und die ihm nahestehenden Arbeiter-Stadtverordneten, welche besonders die soziale Tätigkeit des Herrn Bürgermeisters, seine Fürsorge für die Armen, sein Bemühen zum Besten des Arbeiters geschätzt hatten, glaubten die Wiederwahl empfehlen zu sollen. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen, der Bürgermeister wurde mit 12 gegen 11 Stimmen wiedergewählt. Im Stadtrat besitzt das Zentrum zwei Drittel Majorität, es ist tief bedauerlich, die Arbeiter-Vertreter, die vom katholischen Arbeiterverein gewählt sind, die nie gegen ein Prinzip der Zentrumspartei verstoßen habe, als liberal hinzustellen. Mielcke wurde vor Wahl des Bürgermeisters beim Erzbischöflichen Generalsekretariat vorstellig und beschwerte sich, unterstützt vom zeitigen Vertreter des Kreises, Herrn Reichstagsabgeordneter Becker, über Rektor Lambertz. Als nun bekannt wurde, daß Mielcke mit seinen Freunden, die zufällig alle dem Lokal-Wahlkomitee angehörten, eine förmliche Gerichtssitzung über den in Arbeiterkreisen allgemein beliebten Geistlichen abgehalten habe und weiterhin bekannt wurde, daß Mielke gegenüber Becker äußerte, den einen Rektor haben wir fortgebracht, wenn der neue sich nicht fügt, wird er sehen wie es ihm geht, und weiterhin auch laut wurde, daß wiederum Mielcke durch Drohen mit Vorstellungen bei der Bischöflichen Behörde einen weiteren Geistlichen zu beeinflussen suchte, da erhob sich ein furchtbarer Sturm der Entrüstung, besonders in Arbeiter-Kreisen. Es folgte eine gegen den Willen des Vorsitzenden einberufene Versammlung von Zentrumsanhängern im Arbeitervereinshause, in der unter dem jubelnden Beifall der Arbeiter das Vorgehen auf das Schärfste mißbilligt wurde. Wie die Sache enden wird, ist nicht vorauszusehen. Sicher ist, daß eine gewaltige Empörung in Zentrumskreisen gegen Mielcke herrscht. Eine Spaltung innerhalb der Partei ist leider sehr zu befürchten."
Wie unterdessen das Schicksal von Lambert Lambertz die Emotionen schürt, zeigt ein weiterer Leserbrief: "Am Sonntagmorgen waren fleißige Hände damit beschäftigt, die aufgeklebten Zettel abzureißen. Nachher lagen auf den Straßen und Plätzen die Papierfetzen umher und wurden ein Spiel der Winde. Einerseits macht es auf einen ordnungsliebenden Menschen einen schlechten Eindruck, andererseits dürfte dem Fremdenverkehr ein schlechter Dienst erwiesen sein."
Vor 115 Jahren - Juli 1911/2
Die "Kölnische Zeitung" schreibt über Lambert Lambertz: "Das ist also der Siegburger Fall, der Terror in seiner nacktesten Gestalt, der typisch für die Auffassung ist, die man gewissen und nicht den einflußlosesten Zentrumskreisen von der Freiheit der politischen Überzeugung hat und umso schwerwiegender ist, als es sich gegen die Person eines makellos dastehenden katholischen Geistlichen richtet."
Vor 115 Jahren - Juli 1911
"In Wolsdorf fuhr Donnerstag ein Bäckerlehrling, als er mit seinem Rad an einer abschüssigen Stelle um eine Ecke fuhr, gegen ein Fuhrwerk. Er wurde schwer verletzt vom Platze getragen."
Vor 100 Jahren - 1. Juli 1926
Am Peter - und Paulstag versammelten sich die Bäcker von Siegburg und Troisdorf in ihrem Vereinslokal, um in althergebrachte Weise ihren Brudertag zu feiern. Um 9 Uhr wurde in der Servatiuskirche ein feierliches Hochamt für die verstorbenen Mitglieder der Innung gehalten. Nach dem Gottesdienst fand im "Hotel Reichenstein" eine Festversammlung statt. In der Eröffnungsrede wies Obermeister Schmandt auf den Sinn und die Bedeutung des Brudertages hin. Er soll zeigen, daß im Bäckerstande der rechte Gemeinschaftsgeist fest verankert ist, einmal im christlichen Bekenntnis, dann aber auch in Treue und Liebe zur Heimat. Nachmittags machte man einen Familienausflug nach Seligenthal. Foto: Bäcker- und Conditoren-Innung 1926.

Vor 60 Jahren - 1. Juli 1966
"Die Firma Gottfried Lichtenberg, Zeithstraße 208, besteht am 1. Juli 100 Jahre. Lichtenberg stellt feuerfeste Bau- und Reparaturmassen her, verfügt in Siegburg über zwei Werke zur Herstellung der Massen, Grubenbetrieb und Labor und hat eine Niederlassung in Dortmund, die jetzt nach Waltrup verlegt wurde. Die feuerfesten Massen werden zu einem erheblichen Teil von eigenen Fachkräften nach modernsten Verfahren verarbeitet. Die Siegburger Firma zählt heute zu den führenden Herstellern feuerfester Massen in Europa und hat besonders seit der Übernahme des früheren Familienunternehmens durch die Vereinigten Thonwerke eine starke Aufwärtsentwicklung genommen. Die Firma Gottfried Lichtenberg ist auf der Basis Siegburger Tons aufgebaut worden. In der Festschrift zum 100jährigen Jubiläum wird festgestellt: Die seit Jahren bekannte und sich fast überstürzende Entwicklung in der chemischen Industrie breitet sich auf zahlreiche andere Gebiete aus. Dadurch werden neue erhöhte Anforderungen an die Beschaffenheit der feuerfesten Auskleidungen der Feuerräume gestellt. Trotz des wirtschaftlichen Auf und Ab, wie es in einer Zeitspanne von 100 Jahren unvermeidbar ist, konnte das Unternehmen alle Krisen überwinden und sich stetig weiter entwickeln. So entstand aus einem leistungsstarken Werk für feuerfesten Mörtel mit eigenen Gruben und mehreren Betriebsstätten ein führendes Unternehmen der feuerfesten Industrie."
Foto: Tongrube Lichtenberg in den 1920er-Jahren. Die Lichtenberg GmbH förderte ihre Sande und Tone aus einer Grube an der Alten Lohmarer Straße, einer Grube in Wolsdorf zwischen Papagei und Bertramstraße sowie auf dem Seidenberg zwischen Viehtrift und Zeithstraße gegenüber dem heutigen TÜV.
Vor 60 Jahren - 1. Juli 1966
1151 - ab heute gibt es den automatischen Telefonansagedienst mit dem aktuellen Kinoprogramm für Siegburg.

Vor 55 Jahren - Juli 1966
Schäm dich, Siegburg! Geradezu überschwänglich und enthusiastisch hatten die Siegburger Honoratioren aus Politik und Gesellschaft die Private Sociale Mission und ihr Jugendheim in Heide gefeiert. Bevor sich die scheinbar ach so gläubig-sittliche Gemeinschaft über Nacht nach Chile absetzte und hinter Stacheldraht die Colonia Dignidad errichtete. Noch unterhält die Mission eine Menge Geschäfte und Unternehmen in Siegburg, etwa in Mühlenstraße und Michaelstraße, und in Hennef. Da erscheint ein Artikel in der Zeitung "Christ und Welt" und reißt den Biedermännern die Tarnung herunter. Der Reporter über einen Besuch vor Ort in Chile:
"Eine Dame in den mittleren Jahren empfing mich freundlich, auch dann noch, als ich sagte, daß ich von der Presse komme. Die Frau war ein wenig hinter der Mode zurückgeblieben, denn das Kleid war weit länger, als man es auf dem Lande gewohnt ist. Dazu trug sie ein Paar feste Schuhe und derbe Strümpfe. Allerdings, so sagt sie, glaube sie nicht, daß sie viel sagen kann. Ihr Chef, Herr Schmidt, sei gerade weggefahren. Die Frau wollte nichts über die Siedlung und ihre Menschen sagen. Auch Dr. Blanck, einer der Vorstandsmitglieder, der herbeigerufen wurde, redete sich stets auf Herrn Schmidt aus. Er verneinte, daß es sich um eine Sekte handele. Die Frage, ob sie Kommunisten seien, da kein Mitglied der Gemeinschaft Privateigentum habe, wurde mit einem Lächeln quittiert. Lediglich, daß man sich in Deutschland bei Freizeiten kennengelernt habe, gestand man mir, aber schon nicht, welcher Art Freizeiten das gewesen sind. Zweck dieser Gemeinschaftsarbeit sei es, chilenische Waisenkinder beruflich auszubilden. Als ich nach anderthalbstündiger Beißzangenfragerei zu ergründen suche, woher man das Geld für die 3.000 Hektar habe, wurde ich höflich hinauskomplimentiert. Mitte März tauchte bei der deutschen Botschaft in Santiago der 20jährige Wolfgang Ernst Müller auf. Er gab an, aus der Siedlung La Dignidad, was auf Deutsch etwa Würde heißt, geflüchtet zu sein, wo man ihn gegen seinen Willen festhalte. Er verlangte, großjährig gesprochen zu werden, da er im September 21 werde. Die Konsulatsabteilung wandte sich an das Vormundschaftsgericht Hamburg-Altona und brachte den jungen Mann vorerst im Altersheim des Deutschen Hilfsvereins unter, einer Fürsorgeorganisation von Chilenen deutscher Abstammung. Von dem jungen Mann erfuhr das Konsulat, und alle, die es wissen wollten, daß er kurz nach Vollendung seines 12. Lebensjahres, seine Eltern hatten sich einige Jahre zuvor scheiden lassen, die Private Sociale Mission bei Siegburg besuchte und dort zur Schule ging, auch beim Aufbau eines neuen Heimes mithalf. Die Schularbeiten wurden kontrolliert, Nachhilfeunterricht erteilt, so daß er bald von der Siegburger Volksschule auf die Realschule in Much überwechseln konnte. Der Zwanzigjährige erhob schwere Vorwürfe sittlicher Art gegen den Seelsorger und Prediger Paul Schäfer. Die Menschen, die Schäfer in Deutschland um sich sammelte, seien zumeist Abtrünnige einer Baptistengemeinde in Gronau gewesen. Was Schäfer mit ihm getan habe, das habe er auch mit anderen Jungen des Heimes getan. Begleiter war stets Hermann Schmidt, ein Baptistenprediger aus Hamburg, wo denn viele aus der Siedlung Dignidad aus Hamburg stammen oder zuletzt dort wohnten. Leiter des Direktoriums der Sociedad Beneficia y de Educacion la Dignidad wurde Hermann Schmidt, während Schäfer nach den Feststellungen der Polizei Chile im November 1961 wieder verlassen hat, aber irgendwann auf noch nicht geklärte Weise zurückkehrte, denn er befand sich im März 1966 in der Siedlung, ohne daß die Ausländerpolizei eine Einreise registriert hätte. Gegen den geflüchteten Müller legte Schmidt ein Attest der Ärztin der Siedlung, Frau Seewald vor, die ihn als verrückt erklärte. Der Vertrauensarzt des deutschen Konsulats bescheinigte, dass er normal ist."
Foto: Eingang der chilenischen Kolonie in den 1960er-Jahren.

Vor 15 Jahren - 1. Juli 2011
Bei nur zwei Nein-Stimmen hat der Rat in nichtöffentlicher Sitzung den Verkauf des städtischen Grundstücks Heinrichstraße 4 an die Stadtbetriebe Siegburg beschlossen. Am Tag danach schreibt siegburgaktuell:
"Die Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) will nach dem Abriss der ehemaligen Pestalozzischule und der Turnhalle unterhalb der Humperdinck-Grundschule ein Pflegeheim errichten. Die AöR würde als Investor und Verpächter der Immobilie auftreten, das Seniorenzentrum würde den Betrieb des Pflegeheimes übernehmen. Das sind die Gründe für die Pflegeheim-Pläne: Der Anteil der Senioren wird sich nach den Prognosen des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg von 19,7 auf 21,9 Prozent in 2020 steigern. 45 Prozent der vollstationären Pflegeplätze im Zentrum 'Am Hohen Ufer' sind derzeit von Menschen belegt, die vorher außerhalb Siegburgs lebten. Andersherum: Lediglich 240 der 446 Pflegeplätze entfallen auf 'alteingessene Siegburger'. Bei einem bereits heute bestehenden Bedarf von 300 vollstationären Pflegeplätzen für die Senioren unter den Siegburgern wird der Mangel deutlich. Das Seniorenzentrum ist konstant zu 98 Prozent belegt. Der Zustand der 1971 gebauten Turnhalle (Foto) an der Heinrichstraße ist schlecht."
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Apotheken-Notdienst: https://www.aponet.de
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
