Zunächst zu den Gestaltungsdetails. Auf die Betondielen, die an die im Mittelalter benutzten Holzbohlen erinnern sollten, wird verzichtet. Sie hätten, so ergab eine Erprobung, dem Lieferverkehr nicht genug entgegensetzen können, wären zerbrochen. Stattdessen wird auf der Fahrbahn die Fischgrätenpflastertechnik verwendet, an den Seiten greift man auf die klassische Reihenverbandverlegung mit jeweils rötlichem Stein zurück.
Das Mobiliar, das aufgestellt wird, orientiert sich an den schon am Michaelsberg oder anderorts in der Innenstadt vorhandenen Bänken, Radständern oder Abfalleimern. Die Bäume wie der Scharlachapfel oder die Felsenbirne sind hochkronig, um zu verhindern, dass sich Äste und Markisen ins Gehege kommen.
Grob lässt sich das Geschehen in zwei Phasen einteilen. Erst wird alles unter der Erde erledigt, dann sind die Pflaster, die Pflanzen und die Leuchtmasten dran. Kurzer Licht-Exkurs: Die historischen Lampen können nicht erhalten werden. Das Modell "City Charm Fluid“ von Philipps wird sie wahrscheinlich ersetzen - die finale Abstimmung läuft.
Zu einem Vorspiel kommt es schon bald, in der zweiten Jahreshälfte 2026. Dann wird die Bushaltestelle an der Grimmelsgasse behindertengerecht umgebaut und im Bereich des Stopps eine drängende Kanalmaßnahme abgearbeitet. Anfang 2027 geht es dann in der Holzgasse los, vom Markt aus Richtung Kleiberg und weiter die beginnende Zeithstraße hoch bis zum Kreisel Wellenstraße. Kanalanschlüsse, Versorgungsleitungen, Glasfaser - alles wird getauscht beziehungsweise frisch verlegt. Die nicht mit Fahrzeugen erreichbaren Abschnitte sind überschaubar groß. Bei der Planung hatte die Feuerwehr ein gewichtiges Wörtchen mitzusprechen. Sie unternahm im Vorfeld Anleiter-Tests und überprüfte Rettungswege.
Bis in den Herbst 2028 werden sich die wandernden Arbeiten im Untergrund ziehen. Es folgt die circa zwölfmonatige oberirdische Projektbeendigung, sodass im letzten Quartal 2029 alles fertig sein sollte.

