Michaelsberg

Hitze im Haus

Siegburg. In der zurückliegen Hitzeperiode stieg die Raumtemperatur in vielen Wohnungen und Häusern auf mehr als 30 Grad. Da es nachts kaum abkühlte, half das Lüften und Verschatten wenig. 
Die städtischen Gebäude bildeten keine Ausnahme. Eine Klimatisierung gibt es in den allerwenigsten Fällen. Zwar werden die Anforderungen beim Schul- und Kitabau immer höher, es wird etwa auf Dachbegrünung geachtet, zum Teil werden Kühldecken oder -böden installiert. Eine flächendeckende Klimatisierung nach amerikanischem Vorbild ist aber weder in Siegburg noch im Rest der Republik existent, weil in politische Entscheidungen naturgemäß ökonomische und ökologische Überlegungen einfließen, die bislang den Einsatz von Klimaanlagen weitgehend ausschlossen. Zum Teil raten übergeordnete Stellen wie der Landschaftsverband Rheinland sogar vom Einbau fester Klimageräte in Kindertagesstätten ab und führen den Gesundheitsschutz ins Feld. Dass sich bestehende Positionen angesichts immer wärmerer Sommer ändern, ist durchaus denkbar.
Da die Kitas und Tagesmütter, die im Unterschied zu den Schulen nicht über das Instrument "Hitzefei" verfügen, zuletzt besonders betroffen waren, wird die Stadtverwaltung in Kürze zu einem Trägeraustausch zur Hitzeanpassung einladen. Die Verwaltung hebt das Thema außerdem auf die Agenda des am 9. Juli tagenden Stadtrats. 
Die Lüftungs- und Klimatisierungsfragen am Standort Neuenhof beschäftigen die Kommunalpolitik ohnehin. Vor einem halben Jahr zogen Gesamt- und Realschule in die neuen Räumlichkeiten der Trakte U wie Unterricht und V wie Verwaltung (Foto). Jetzt erleben die Schulgemeinschaften ihren ersten Sommer im Neubau. Das Gebäude besitzt eine hochgedämmte Fassade inklusive Fenster mit Dreifach-Isolierverglasung, eine außenliegende Verschattung durch elektromotorisch betriebene und sowohl zentral als auch dezentral steuerbare Raffstores. Trotzdem stieg das Quecksilber in der letzten Woche deutlich. Eltern fragten sich: Wieso baut die Stadt eine neue Schule, in der es so warm wird?
Zum größeren Zusammenhang: Erst ein Drittel des BildungsCampus-Projekts ist abgeschlossen. Für den gesamten Komplex sollen perspektivisch Erdwärme/Wärmepumpen genutzt werden. Das Feld für die Bohrungen ist derzeit noch blockiert, dort stehen die mobilen Klassenzimmer, in denen die Oberstufe der Gesamtschule weiterhin lernt.
Nach dem Abbau dieser Modulraumanlage soll die Kraft der Erde genutzt werden, im Winter für Wärme, im Sommer möglicherweise für Kälte. Dafür benötigter Strom ist in ausreichender Menge da. Der BCN verfügt über eine große Photovoltaikanlage. Der Punkt stand bereits im April auf der Tagesordnung des Bau- und Sanierungsausschusses.  
Was tun bis zum Bauende 2028? Eine Option schildert uns das Campus-Projektteam: "Bisher ist eine interimsweise Kühlung der Bauteile U und V bis zur Fertigstellung des Gesamtkomplexes nicht vorgesehen. Diese könnte über gesonderte Luft-Wärmepumpen realisiert werden, die nach dem Ende der Arbeiten wegen der zentralen Erd-Wärmepumpen nicht mehr benötigt werden. Die Inbetriebnahme einer solchen Interimslösung wäre bis zum kommenden Sommer möglich."


Siegburg. In der zurückliegen Hitzeperiode stieg die Raumtemperatur in vielen Wohnungen und Häusern auf mehr als 30 Grad. Da es nachts kaum abkühlte, half das Lüften und Verschatten wenig. 

Die städtischen Gebäude bildeten keine Ausnahme. Eine Klimatisierung gibt es in den allerwenigsten Fällen. Zwar werden die Anforderungen beim Schul- und Kitabau immer höher, es wird etwa auf Dachbegrünung geachtet, zum Teil werden Kühldecken oder -böden installiert. Eine flächendeckende Klimatisierung nach amerikanischem Vorbild ist aber weder in Siegburg noch im Rest der Republik existent, weil in politische Entscheidungen naturgemäß ökonomische und ökologische Überlegungen einfließen, die bislang den Einsatz von Klimaanlagen weitgehend ausschlossen. Zum Teil raten übergeordnete Stellen wie der Landschaftsverband Rheinland sogar vom Einbau fester Klimageräte in Kindertagesstätten ab und führen den Gesundheitsschutz ins Feld. Dass sich bestehende Positionen angesichts immer wärmerer Sommer ändern, ist durchaus denkbar.

Da die Kitas und Tagesmütter, die im Unterschied zu den Schulen nicht über das Instrument "Hitzefei" verfügen, zuletzt besonders betroffen waren, wird die Stadtverwaltung in Kürze zu einem Trägeraustausch zur Hitzeanpassung einladen. Die Verwaltung hebt das Thema außerdem auf die Agenda des am 9. Juli tagenden Stadtrats. 

Die Lüftungs- und Klimatisierungsfragen am Standort Neuenhof beschäftigen die Kommunalpolitik ohnehin. Vor einem halben Jahr zogen Gesamt- und Realschule in die neuen Räumlichkeiten der Trakte U wie Unterricht und V wie Verwaltung (Foto). Jetzt erleben die Schulgemeinschaften ihren ersten Sommer im Neubau. Das Gebäude besitzt eine hochgedämmte Fassade inklusive Fenster mit Dreifach-Isolierverglasung, eine außenliegende Verschattung durch elektromotorisch betriebene und sowohl zentral als auch dezentral steuerbare Raffstores. Trotzdem stieg das Quecksilber in der letzten Woche deutlich. Eltern fragten sich: Wieso baut die Stadt eine neue Schule, in der es so warm wird?

Zum größeren Zusammenhang: Erst ein Drittel des BildungsCampus-Projekts ist abgeschlossen. Für den gesamten Komplex sollen perspektivisch Erdwärme/Wärmepumpen genutzt werden. Das Feld für die Bohrungen ist derzeit noch blockiert, dort stehen die mobilen Klassenzimmer, in denen die Oberstufe der Gesamtschule weiterhin lernt.

Nach dem Abbau dieser Modulraumanlage soll die Kraft der Erde genutzt werden, im Winter für Wärme, im Sommer möglicherweise für Kälte. Dafür benötigter Strom ist in ausreichender Menge da. Der BCN verfügt über eine große Photovoltaikanlage. Der Punkt stand bereits im April auf der Tagesordnung des Bau- und Sanierungsausschusses.  

Was tun bis zum Bauende 2028? Eine Option schildert uns das Campus-Projektteam: "Bisher ist eine interimsweise Kühlung der Bauteile U und V bis zur Fertigstellung des Gesamtkomplexes nicht vorgesehen. Diese könnte über gesonderte Luft-Wärmepumpen realisiert werden, die nach dem Ende der Arbeiten wegen der zentralen Erd-Wärmepumpen nicht mehr benötigt werden. Die Inbetriebnahme einer solchen Interimslösung wäre bis zum kommenden Sommer möglich."

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