Rund die Hälfte der Teilnehmenden waren Schüler. An mehreren Stationen stellten ihre Lehrer einzelne Lebensgeschichten vor. Besonders eindrücklich war die des jungen Fotografenlehrlings Oscar Hoffmann, der 1942 nach Minsk deportiert wurde. Noch unterwegs schrieb er hoffnungsvolle Postkarten und glaubte, in seinem Beruf weiterarbeiten zu können. Doch statt eines Neuanfangs erwartete ihn der Tod im Vernichtungslager Maly Trostenez.
Die Veranstalter betonten, dass Erinnerungskultur nicht nur dem Gedenken an die Vergangenheit dient, sondern auch dazu ermutigen soll, sich heute aktiv für Menschenwürde, Vielfalt und Demokratie einzusetzen.
Die Bürgerinitiative "Siegburg zeigt Haltung" setzt ihre Arbeit in den kommenden Wochen fort: Am 27. Juni beteiligt sie sich ab 12 Uhr am Christopher Street Day auf dem Marktplatz. Zudem lädt sie am 15. Juli um 19.30 Uhr zu ihrem nächsten offenen Stammtisch ein. Nähere Informationen unter www.siegburg-zeigt-haltung.de.

