Porelli, Jahrgang 1966, schafft ausgehend von Personen der antiken Mythologie und christlichen Ikonografie eine Vielzahl von Kopien unterschiedlichster Gestalt. Ein Beispiel dafür sind die Marienfiguren, die den Hintergrund unseres Fotos von Porelli, rechts, und Vernocchi bilden, aber auch von Minerva, der römischen Göttin für Weisheit, des Kriegs und des Handwerks, oder der Seherin und Prophetin Sibylle hat er sich inspirieren lassen.
Vernocchi, 1980 geboren, bindet Gras, Heu, Karton, Pappe und Papier in seine Werke ein - Materialien, die beim Brennvorgang, der in erster Linie den von ihm gefärbten Ton härten soll, verbrennen. Was bleibt, sind - ähnlich wie bei Fossilien - die Spuren der verwendeten Zusätzen. Seine Arbeiten sind durchzogen von Rissen, die für eine archaische und gleichzeitig fragile Struktur sorgen. "Es überrascht mich immer wieder, was dabei herauskommt, wenn ich Dinge durch Zerstören konserviere", sagt er mit einem Augenzwinkern.
Die offizielle Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, 12. Juli, um 11.30 Uhr statt, die Schau mit dem Titel "Werden: zwischen Materie, Geschichte und Natur" ist aber bereits ab dem morgigen Samstag, 11. Juli, und bis Sonntag, 30. August, zu sehen.

