Für die Wiederherstellung des Werks veranstalten die Humperdinckfreunde am Sonntag, 9. August, um 15 Uhr eine Konzertlesung im Museum. Entführt, verschleppt, ausgesetzt - was Engelbert Humperdinck in seiner Oper Hänsel und Gretel vertont, ist das dramatische Schicksal zweier Geschwister im 19. Jahrhundert. 133 Jahre nach der Uraufführung der Märchenoper gibt es in Siegburg einen weiteren Fall Hänsel und Gretel. Mit einem musikalisch-literarischen Benefizkonzert sammeln die Humperdinckfreunde für die Wiederherstellung der Skulptur und spüren nicht nur den Kriminalfällen "Hänsel und Gretel" nach. Zusätzlich wird aus dem Briefwechsel zwischen dem Komponisten und seiner Schwester Adelheid Wette vorgetragen, die das Libretto zum Welterfolg schrieb. Im Geburtshaus der Geschwister Humperdinck und am Todestag der Textdichterin spielt ein Quintett aus international erfolgreichen Musikern, das Helen-Mills-Bläserquintett. Was? Natürlich "Hänsel und Gretel". Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.
Wo wir bei Fällen sind: In Schleswig-Holstein, wo der Hänsel-und-Gretel-Schöpfer Karlheinz Goethke (1915-1995) lebte, wurden vor gar nicht langer Zeit zwei nicht minder spektakuläre Diebstähle gemeldet. Goetdkes "Die Lesende" verschwand von einem Friedhof im Landkreis Herzogtum Lauenburg. Das LKA Berlin stellte sie später in der Hauptstadt sicher, sie hat ihren Platz an den Gräbern im Örtchen Schmilau wiedereingenommen. Jetzt schwer gesichert.
An der Breitenburger Fähre nahe Itzehoe nahmen dreiste Diebe ein Relief des Künstlers mit, das in mehreren Bildern die Chronologie des Übergangs über den Tidefluss zeigt, vom durchs Wasser watenden Pferd bis zur A23-Brücke, die Hamburg mit Husum verbindet. Dieser Klau wurde im Podcast "Kunstverbrechen" von NDR Kultur thematisiert.

