Michaelsberg

Mit Wohnwagen auf Veloreise

Siegburg. Reiseradler sind in Siegburg kein alltäglicher, aber auch kein ganz ungewöhnlicher Anblick. Doch das Gefährt, mit dem Günter Beiten am gestrigen Mittwoch die Kreisstadt passiert, gehört zur eher ungewöhnlichen Art. An sein Liegerad - "damit kann man hundert Kilometer radeln, ohne das der Po zu schmerzen beginnt" - hat der 76-Jährige einen Wohnwagen gekoppelt, Marke Eigenbau. Das transportable Haus hat alles, was es unterwegs braucht: ein Bett, eine Küche, eine Toilette. Ein Solarpanel auf dem Dach versorgt das Mobilheim mit Strom. Der sorgt nicht nur nachts für Licht, sondern unterstützt auch auf der Fahrt. "Ohne käme ich keinen Berg hoch", gesteht der reisende Radler im Gespräch mit siegburgaktuell. Der Anhänger bringt beladen ein Gewicht von rund 160 Kilo auf die Waage.
Beiten startete die Tour am Montag in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen. Über Düsseldorf und Köln geht es nach Dattenfeld. Hier trifft er sich mit weiteren Wohnwagenradlern. "Mal sehen, wie viele wir werden!?" Bei der letzten Zusammenkunft im nordhessischen Beiseförth kamen 57 Personen, die die Leidenschaft, auf zwei Rädern zu (ver)reisen und dabei nicht auf das rollende Bett verzichten möchten, zusammen. 
Gemeinsam möchte die Gruppe am Sonntag vom Windecker Ländchen aus "Siegtal pur" genießen. "Wenn wir an der Mündung angekommen sind, radele ich weiter rheinaufwärts, dann durch das Ahrtal." Anschließend soll es zunächst in Richtung Norden gehen, bis zur Schwalm in der deutsch-niederländischen Grenzregion. Mitte August steht dann die nächste Zusammenkunft an, auf dem Campingplatz "De Grote Bredelaar" im Gelderländischen Elst, zwischen Arnhem und Nijmegen gelegen. Von dort tritt Beiten, so der Plan, die Heimreise an. Nach zwei Monaten auf Tour wird er sein Zuhause wiedersehen.
Es ist nicht die erste lange Fahrradreise mit Wohnanhänger für den Gelsenkirchener. 2004 radelte er 3.000 Kilometer kreuz und quer durch Deutschland. Meist pannenfrei. Wenn es ihn dann doch erwischt, wird's allerdings kompliziert. "Leider bekommt man bei den meisten Werkstätten keinen spontanen Termin, wenn man dort kein Kunde ist." Fazit: Beim einzigen Defekt, den er nicht mit den mitgeführten Werkzeugen und Ersatzteilen beheben konnte - ein verbogenes Anhängerrad - parkte er sein Vehikel auf dem Hof eines Landwirts, setzte sich in den Zug ins Ruhrgebiet, um dort einen neuen Reifen abzuholen. 
Übrigens: Nicht nur siegburgaktuell hielt Beiten an. "Heute Morgen wurde ich schon von der Polizei kontrolliert - keine Beanstandung." Sein Gespann erfüllt alle Anforderungen, die für ein sicheres Vorwärtskommen (und Anhalten) im Straßenverkehr benötigt werden. Sogar eine Auflaufbremse hat der Bastler eingebaut. Die TÜV-Plakette (kleines Bild) ist allerdings mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Wir wünschen weiterhin eine gute Fahrt!
Ach ja: Schwingen Sie sich am Sonntag, 5. Juli, doch ebenfalls in den Sattel! Vielleicht begegnen Sie ja den Wohnwagen-Radlern ...


Siegburg. Reiseradler sind in Siegburg kein alltäglicher, aber auch kein ganz ungewöhnlicher Anblick. Doch das Gefährt, mit dem Günter Beiten am gestrigen Mittwoch die Kreisstadt passiert, gehört zur eher ungewöhnlichen Art. An sein Liegerad - "damit kann man hundert Kilometer radeln, ohne das der Po zu schmerzen beginnt" - hat der 76-Jährige einen Wohnwagen gekoppelt, Marke Eigenbau. Das transportable Haus hat alles, was es unterwegs braucht: ein Bett, eine Küche, eine Toilette. Ein Solarpanel auf dem Dach versorgt das Mobilheim mit Strom. Der sorgt nicht nur nachts für Licht, sondern unterstützt auch auf der Fahrt. "Ohne käme ich keinen Berg hoch", gesteht der reisende Radler im Gespräch mit siegburgaktuell. Der Anhänger bringt beladen ein Gewicht von rund 160 Kilo auf die Waage.

Beiten startete die Tour am Montag in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen. Über Düsseldorf und Köln geht es nach Dattenfeld. Hier trifft er sich mit weiteren Wohnwagenradlern. "Mal sehen, wie viele wir werden!?" Bei der letzten Zusammenkunft im nordhessischen Beiseförth kamen 57 Personen, die die Leidenschaft, auf zwei Rädern zu (ver)reisen und dabei nicht auf das rollende Bett verzichten möchten, zusammen. 

Gemeinsam möchte die Gruppe am Sonntag vom Windecker Ländchen aus "Siegtal pur" genießen. "Wenn wir an der Mündung angekommen sind, radele ich weiter rheinaufwärts, dann durch das Ahrtal." Anschließend soll es zunächst in Richtung Norden gehen, bis zur Schwalm in der deutsch-niederländischen Grenzregion. Mitte August steht dann die nächste Zusammenkunft an, auf dem Campingplatz "De Grote Bredelaar" im Gelderländischen Elst, zwischen Arnhem und Nijmegen gelegen. Von dort tritt Beiten, so der Plan, die Heimreise an. Nach zwei Monaten auf Tour wird er sein Zuhause wiedersehen.

Es ist nicht die erste lange Fahrradreise mit Wohnanhänger für den Gelsenkirchener. 2004 radelte er 3.000 Kilometer kreuz und quer durch Deutschland. Meist pannenfrei. Wenn es ihn dann doch erwischt, wird's allerdings kompliziert. "Leider bekommt man bei den meisten Werkstätten keinen spontanen Termin, wenn man dort kein Kunde ist." Fazit: Beim einzigen Defekt, den er nicht mit den mitgeführten Werkzeugen und Ersatzteilen beheben konnte - ein verbogenes Anhängerrad - parkte er sein Vehikel auf dem Hof eines Landwirts, setzte sich in den Zug ins Ruhrgebiet, um dort einen neuen Reifen abzuholen. 

Übrigens: Nicht nur siegburgaktuell hielt Beiten an. "Heute Morgen wurde ich schon von der Polizei kontrolliert - keine Beanstandung." Sein Gespann erfüllt alle Anforderungen, die für ein sicheres Vorwärtskommen (und Anhalten) im Straßenverkehr benötigt werden. Sogar eine Auflaufbremse hat der Bastler eingebaut. Die TÜV-Plakette (kleines Bild) ist allerdings mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Wir wünschen weiterhin eine gute Fahrt!

Ach ja: Schwingen Sie sich am Sonntag, 5. Juli, doch ebenfalls in den Sattel! Vielleicht begegnen Sie ja den Wohnwagen-Radlern ...

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