Michaelsberg

Konzept zur Klimaanpassung

Siegburg. Kreis und Stadt arbeiten zusammen an einem integrierten Konzept für Klimaanpassung und natürlichen Klimaschutz, das unter dem Kürzel IKKNaK firmiert. Weil die Konzepterstellung nicht nur für, sondern mit uns allen geschehen soll, erfolgte der Auftakt als Bürgerinformation im Museum.
Ziemlich cleverer Schachzug zu Beginn. Die handelnden Institutionen, für die Kreis-Umweltdezernent Tim Hahlen und Siegburgs Beigeordneter Martin Rosorius begrüßten, hatten den in der Region ebenso beliebten wie geschätzten Meteorologen Karsten Brandt eingeladen. Der Gründer von donnerwetter.de ging ein auf die zurückliegende Hitzeperiode Ende Juni, die alles Bekannte sprengte. Die Dauer und Höhe der Temperaturen waren enorm, die Folgen liest man am Wasserstand der Flüsse und in der Natur an Bäumen und Pflanzen deutlich ab. Die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit einschließlich vieler Todesfälle sind noch nicht abschließend ausgewertet. Frühere Hitzewellen haben in Deutschland mehrere Tausend Tote zur Folge gehabt. 
Die Wahrscheinlichkeiten von Hitzetagen und Starkregen- bzw. Hagelereignissen (wie erst jüngst im Norden Deutschlands) steigen durch den vom Menschen verursachten Klimawandel. Noch sind wir bei 40 Grad Höchsttemperatur. Brand hält 44 Grad im Schatten zu unseren Lebzeiten für sehr wahrscheinlich und eine Veränderung unserer Gewohnheiten für unumgänglich. 
Das Klimaanpassungskonzept soll die Grundlage schaffen, der Weg dorthin wird von den Fachleuten der Organisationen AtmoVera und Climaticon begleitet. Max Ulrich, Inhaber und Geschäftsführer von AtmoVera, charakterisierte das Klima im Kreis in den vergangenen Jahrzehnten und zeigte in einer Prognose, mit welchen Werten zukünftig gerechnet werden kann. Lena Büge von Climaticon stellte den Aufbau des Klimaanpassungskonzepts dar. Es soll in Kooperation zwischen "internen" und "externen" Experten wachsen. Zur zweiten Gruppe gehören wie beschrieben die Bürgerinnen und Bürger. 
Erster Workshop mit Verwaltung und Fachakteuren
Weiter ging es bereits einen Tag später im Rahmen des ersten internen Workshops von Kreis und Stadt. Durch die vielfältigen Aufgabengebiete, denen die Teilnehmenden angehören, zeigte sich bereits: Klimafolgenanpassung ist eine Querschnittsaufgabe mit Fragen, die in alle Himmelsrichtungen zielen. Wie können wir im Nahverkehr Kunden und Personal schützen? Wie können wir unsere Einsatzkräfte entlasten? Wie erhalten wir die Stadt lebenswert? Was können wir bei unseren eigenen Gebäuden verbessern? Wie bekommen wir die relevanten Informationen an die richtigen Stellen? Führungsspitzen von Verwaltung und Politik müssen an einem Strang ziehen. Gleichzeitig sind die Bürger gefordert, sich zu informieren und ihr Eigentum zu schützen.
Jetzt mitmachen! 
Weitere Fachworkshops, Analysen und Beteiligungsformate folgen in den kommenden Monaten. Über die Kühle-Orte-Karte der Stadt Siegburg können besonders angenehme Plätze gemeldet werden. Die kreisweite Betroffenheitsumfrage bietet zudem die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen zu Hitze, Starkregen und weiteren Klimafolgen einzubringen. Die Rückmeldungen unterstützen dabei, die Herausforderungen vor Ort besser zu verstehen und passende Maßnahmen zu entwickeln. Auf mitmachen.siegburg.de finden Sie alles auf einen Blick.
Foto: Die Fachleute aus den Verwaltungen trafen sich im Kreishaus. Die begrünte Kulisse deutet an, welchen Weg es einzuschlagen gilt. 


Siegburg. Kreis und Stadt arbeiten zusammen an einem integrierten Konzept für Klimaanpassung und natürlichen Klimaschutz, das unter dem Kürzel IKKNaK firmiert. Weil die Konzepterstellung nicht nur für, sondern mit uns allen geschehen soll, erfolgte der Auftakt als Bürgerinformation im Museum.

Ziemlich cleverer Schachzug zu Beginn. Die handelnden Institutionen, für die Kreis-Umweltdezernent Tim Hahlen und Siegburgs Beigeordneter Martin Rosorius begrüßten, hatten den in der Region ebenso beliebten wie geschätzten Meteorologen Karsten Brandt eingeladen. Der Gründer von donnerwetter.de ging ein auf die zurückliegende Hitzeperiode Ende Juni, die alles Bekannte sprengte. Die Dauer und Höhe der Temperaturen waren enorm, die Folgen liest man am Wasserstand der Flüsse und in der Natur an Bäumen und Pflanzen deutlich ab. Die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit einschließlich vieler Todesfälle sind noch nicht abschließend ausgewertet. Frühere Hitzewellen haben in Deutschland mehrere Tausend Tote zur Folge gehabt. 

Die Wahrscheinlichkeiten von Hitzetagen und Starkregen- bzw. Hagelereignissen (wie erst jüngst im Norden Deutschlands) steigen durch den vom Menschen verursachten Klimawandel. Noch sind wir bei 40 Grad Höchsttemperatur. Brand hält 44 Grad im Schatten zu unseren Lebzeiten für sehr wahrscheinlich und eine Veränderung unserer Gewohnheiten für unumgänglich. 

Das Klimaanpassungskonzept soll die Grundlage schaffen, der Weg dorthin wird von den Fachleuten der Organisationen AtmoVera und Climaticon begleitet. Max Ulrich, Inhaber und Geschäftsführer von AtmoVera, charakterisierte das Klima im Kreis in den vergangenen Jahrzehnten und zeigte in einer Prognose, mit welchen Werten zukünftig gerechnet werden kann. Lena Büge von Climaticon stellte den Aufbau des Klimaanpassungskonzepts dar. Es soll in Kooperation zwischen "internen" und "externen" Experten wachsen. Zur zweiten Gruppe gehören wie beschrieben die Bürgerinnen und Bürger. 

Erster Workshop mit Verwaltung und Fachakteuren

Weiter ging es bereits einen Tag später im Rahmen des ersten internen Workshops von Kreis und Stadt. Durch die vielfältigen Aufgabengebiete, denen die Teilnehmenden angehören, zeigte sich bereits: Klimafolgenanpassung ist eine Querschnittsaufgabe mit Fragen, die in alle Himmelsrichtungen zielen. Wie können wir im Nahverkehr Kunden und Personal schützen? Wie können wir unsere Einsatzkräfte entlasten? Wie erhalten wir die Stadt lebenswert? Was können wir bei unseren eigenen Gebäuden verbessern? Wie bekommen wir die relevanten Informationen an die richtigen Stellen? Führungsspitzen von Verwaltung und Politik müssen an einem Strang ziehen. Gleichzeitig sind die Bürger gefordert, sich zu informieren und ihr Eigentum zu schützen.

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Weitere Fachworkshops, Analysen und Beteiligungsformate folgen in den kommenden Monaten. Über die Kühle-Orte-Karte der Stadt Siegburg können besonders angenehme Plätze gemeldet werden. Die kreisweite Betroffenheitsumfrage bietet zudem die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen zu Hitze, Starkregen und weiteren Klimafolgen einzubringen. Die Rückmeldungen unterstützen dabei, die Herausforderungen vor Ort besser zu verstehen und passende Maßnahmen zu entwickeln. Auf mitmachen.siegburg.de finden Sie alles auf einen Blick.

Foto: Die Fachleute aus den Verwaltungen trafen sich im Kreishaus. Die begrünte Kulisse deutet an, welchen Weg es einzuschlagen gilt. 

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