Nach den Vorgaben der Unfallkasse NRW müssen ab einer Innentemperatur von 26 Grad Schutzmaßnahmen geprüft und ab 30 Grad dann auch umgesetzt werden. Ab 35 Grad dürfen die betroffenen Bereiche nicht mehr für die Arbeit genutzt werden. Bis zur genannten Marke galt und gilt: Man passt sich den Verhältnissen an, betritt das Außengelände nur noch kurz, sofern Beschattung vorhanden ist. Die Kitas waren einfallsreich, um den Alltag erträglich zu gestalten, experimentierten mit Wasser, verteilten Eis am Stiel. An den besonders heißen Tagen gingen die Träger und Leitungen auf die Eltern zu und baten darum, die Kinder früher abzuholen, so es ihnen möglich war.
Erste sachkundige Tipps zum Umgang mit fortdauernder Hitze in den Kitas erhielten die Verantwortlichen von Frank Dreesbach, beschäftigt bei der Energieagentur Rhein-Sieg. Im Nachgang sollen schnell umsetzbare Maßnahmen, die er beschrieb, bei Vor-Ort-Terminen vertieft werden. Die Kontaktvermittlung zum Experten wurde allseits begrüßt.
Im städtischen Auftrag untersucht die Energieagentur ohnehin noch bis in den Herbst die eigenen Schul- und Kitagebäude auf ihren Energiehaushalt hin. Hinter der intensiven Begutachtung steckt die Frage: Kann rein organisatorisch eine Entlastung geschaffen werden für kommende Hitzeperioden, etwa mit veränderter Lüftungs- oder Verschattungsroutine, oder sind bauliche Anpassungen notwendig - und welche davon sind finanzierbar?

