Siegburg. "Vergangenheit bewahren, Zukunft gestalten" heißt die neue Ausstellung im Stadtmuseum. Zu sehen sind informative Collagen und Plakate, mit denen der Auschwitz-Projektkurs der Siegburger Gesamtschule seine intensive Beschäftigung mit dem Ort des Menschheitsverbrechens abschließt. Die Tafeln bieten Hintergründe zum ermordeten Priester Maximilian Kolbe, setzen einen Schwerpunkt auf die Frauen im Konzentrations- und Vernichtungslager oder gehen ein auf philosophische Ansätze von Hannah Arendt und Theodor Adorno. Vorausgegangen war eine Fahrt nach Auschwitz und Krakau unter Begleitung der Lehrer Simon Steuer und Stefan Wahl im vergangenen Winter, auf der die Jugendlichen die Zeitzeugin Niusia Horowitz trafen, die auf Schindlers Rettungsliste stand.
Schulleiter Jochen Schütz eröffnete die Ausstellung, zog Parallelen zwischen 1933 und der Gegenwart. Sein Gedankengang: Die Vernichtung war keine ausgemachte Sache. Anfangs wollten die Nationalsozialisten die Juden verschwinden lassen, etwa nach Madagaskar. "Es ist offensichtlich das, was heute die Befürworter von Remigration fordern."
Wehret den Anfängen, besuchet die Ausstellung! Zu sehen bis zum 18. Juli bei freiem Eintritt.