Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Sprachförderung, die vom Zeithwerk kreativ in den Tagesablauf integriert wurde. Die Jugendlichen setzten sich intensiv mit ihrem "inneren Kampf" auseinander und lernten, ihre Gefühle bewusster wahrzunehmen, auszudrücken und ihren Wortschatz rund um das Thema Emotionen zu erweitern. Begleitet wurde dieser Prozess von Jennifer Mehrens vom Evangelischen Jugendwerk: "Es war eine Herausforderung, Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Stärken zusammenzubringen. Aber am Ende ist eine richtig großartige Gruppe entstanden, die nicht nur sprachlich, sondern auch persönlich an Selbstbewusstsein gewonnen hat." Diese Entwicklungen hielten die Jugendlichen in sogenannten "Me Books" fest. Dabei handelt es sich um individuell gestaltete Tagebüchern, in denen Gedanken, Ergebnisse und kreative Arbeiten gesammelt wurden.
Unter der Leitung des Künstlers Volker Bremer sowie Carlotta Kirdorf-Frey vom Theater Tollhaus wurden Hände gegossen, Collagen gestaltet, Selbstporträts gezeichnet und viele weitere kreative Arbeiten entwickelt. Aus den entstandenen Werken und den sprachlichen Ergebnissen erarbeiteten die Jugendlichen eine Abschlussausstellung für ihre Familien und andere Interessierte. In deren Mittelpunkt stand ein Boxring, der den Raum für persönliche Entwicklung, Mut und innere Stärke darstellte. Darin wurden die künstlerischen Arbeiten, Texte und Gedanken zu einer gemeinsamen Installation verbunden.

