siegburgaktuell 25.05.2026

Aline Ackers übersetzt für Taube und Schwerhörige
Siegburg. Am Samstag, 30. Mai, tritt Kasalla im Rhein Sieg Forum auf. Damit auch Schwerhörige und Taube das Konzert genießen können, haben sich die fünf Musiker aus Köln Unterstützung bei Aline Ackers gesucht. Wir sprachen mit der Gebärdendolmetscherin über diesen Arbeitstag.
Frau Ackers, Sie übersetzen bei Kasalla-Konzerten die Lieder in Gebärdensprache - auch in Siegburg. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?
Kasalla legen schon seit vielen Jahren großen Wert auf Barrierefreiheit und darauf, ihre Konzerte möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Vor knapp zehn Jahren haben wir das erste Mal zusammengearbeitet - und daraus ist inzwischen eine echte Konstante geworden. Die Band bemüht sich, viele ihrer Konzerte mit Gebärdensprache anzubieten. Mittlerweile hat sich sogar ein erster Kasalla-Fanclub aus schwerhörigen und tauben Fans gegründet.
Kasalla singen "op Kölsch". Ist es möglich, Gebärdenspräche mit Dialekt zu übersetzen?
Ja, absolut - auch in Gebärdensprachen gibt es dialektale und regionale Unterschiede. Für uns Dolmetscherinnen ist aber vor allem entscheidend, die Ausgangssprache und ihre kulturellen Besonderheiten wirklich zu verstehen. Gerade bei Kasalla spielt der kölsche Dialekt ja eine große Rolle und transportiert sehr viel Identität und Gefühl. Deshalb ist es mir auch in der Übersetzung wichtig, dass erkennbar bleibt, dass hier Kölsch gesungen wird. Das zeigt sich zum Beispiel im Mundbild, das bei der Übersetzung durchgängig Kölsch bleibt. So geht nicht nur der Inhalt der Texte mit, sondern auch ein Stück der kölschen Kultur und Atmosphäre.
Ich habe einmal erfahren, dass manche Wörter durch eine Gebärde abgebildet werden, andere, indem man die einzelnen Buchstaben zeigt. Jetzt ist bei Musik - also auch beim Gesang - der Rhythmus ein wesentlicher Bestandteil des Erlebnisses. Wie schaffen Sie es, dieses gehörlosen Konzertbesucherinnen und -besuchern zu vermitteln?
Die Gebärdensprache ist eine vollwertige Sprache und für die allermeisten deutschen Wörter gibt es eigene Gebärden. Buchstabiert wird in der Regel nur bei Eigennamen oder wenn man eine Gebärde selbst einmal nicht kennt. Natürlich kann deshalb auch Musik in Gebärdensprache gedolmetscht werden. Dabei geht es aber um viel mehr als nur den reinen Liedtext. Es muss beispielsweise immer erkennbar sein, ob gerade ein Lied gesungen wird oder ob Basti zwischendurch mit dem Publikum spricht. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei der Rhythmus der Gebärden. Je nach Musikstil und Stimmung verändern sich Bewegungen, Dynamik und Ausdruck: Gebärden können weicher, härter, schneller oder ruhiger werden. Auch Mimik und Körpersprache spielen dabei eine große Rolle. Am Ende geht es darum, dass möglichst alle Besucherinnen und Besucher eines Konzerts ein gemeinsames Erlebnis teilen können - dieses verbindende Gefühl von Musik, Stimmung und Mitsingen.
Sind die Texte von Ihnen eigentlich einstudiert? Oder dolmetschen Sie simultan - und würden beispielsweise auch einen "Versinger" oder eine spontane Textänderung (was ja ebenfalls ein wesentliches Konzerterlebnis sein kann) mit übersetzen?
Die Texte bereite ich tatsächlich sehr intensiv vor. Die Ausgangstexte der Lieder lerne ich im Grunde auswendig, damit ich sie im exakt gleichen Moment und im gleichen Rhythmus übersetzen kann. So, dass gleichzeitig gelacht, geklatscht oder geschunkelt werden kann. Trotzdem bleibt es Simultandolmetschen. Über mein In-Ear höre ich Basti permanent und bleibe immer direkt an seinen Worten. Das bedeutet: Auch spontane Änderungen, Versprecher oder "Versinger" werden von mir unmittelbar mitgedolmetscht. Genau diese spontanen Momente gehören ja zu einem Livekonzert dazu. Das, was man von mir auf der Bühne sieht, ist keine Performance, die Musik darstellt. Es ist eine vollständige Übersetzung - allerdings eine, die gleichzeitig musikalisch und im Takt funktioniert.
Aus eigenen Konzertbesuchen weiß ich, dass Sänger und Frontmann Basti Campmann sehr viel Spaß auf der Bühne hat und oft lacht. Kann man auch solches übersetzen?
Das stimmt absolut - die oft sehr ausgelassene und humorvolle Stimmung auf der Bühne steckt natürlich auch mich an und macht einfach Freude. Gleichzeitig gehört es aber auch zu meiner Aufgabe als Dolmetscherin, genau solche Feinheiten in Stimmung und Emotion mit zu übersetzen. Dabei spielen Mimik, Körpersprache und Ausdruck eine große Rolle. Es macht beispielsweise einen Unterschied, ob etwas ernst, ironisch oder lachend gesagt wird - und genau das übersetze ich mit. Trotzdem bin ich im Grunde so etwas wie ein "lebendiger Untertitel". Die gebärdensprachlichen Zuschauerinnen und Zuschauer schauen natürlich weiterhin auf die fünf Musiker auf der Bühne. Der Blick wechselt oft zwischen ihnen und meiner Übersetzung hin und her. Die Energie, die gute Laune und der Spaß, den die Band auf der Bühne hat, bekommen deshalb eigentlich alle unmittelbar mit - dafür braucht es oft gar keine Übersetzung mehr.
Gibt es Lieder, die besonders schwer oder besonders leicht zu übersetzen sind?
Es gibt tatsächlich ganz unterschiedliche Herausforderungen. Sehr schnell gesungene Lieder verlangen natürlich ein hohes Tempo in der Übersetzung, aber auch sehr langsame Songs können schwierig sein, weil man Spannung und Ausdruck über längere Momente tragen muss. Besonders herausfordernd sind auch Texte mit vielen Wortspielen oder sehr kölschen Besonderheiten. Das schwierigste Lied für mich hat aber weniger mit Sprache zu tun als mit Emotionen. "Ne Jode", das Abschiedslied für den verstorbenen Kasalla-Techniker und Freund Tom, berührt mich persönlich sehr. Gerade dann wird das Dolmetschen emotional herausfordernd - nicht, weil die Worte schwer zu übersetzen wären, sondern weil man selbst während der Übersetzung sehr mitfühlt.
Unabhängig von Ihrer Tätigkeit als Gebärdendolmetscherin: Auf welches Lied freuen Sie sich besonders, wenn dieses beim Kasallakonzert angestimmt wird?
Am meisten freue ich mich wahrscheinlich auf "Sing mich noh Hus". Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen stehen bei diesem Lied vier der fünf Musiker mitten im Publikum - und das ist tatsächlich der einzige Moment während des Konzerts, in dem ich die Band selbst anschauen kann, weil ich sonst am Rand der Bühne mit dem Blick nach Vorne stehe. Zum anderen gibt es in dem Lied eine Textzeile, die für mich unglaublich gut beschreibt, worum es bei Musik und gemeinsamen Konzerten eigentlich geht: "Blend die Welt för ne Aurebleck us." Genau das passiert bei einem gemeinsamen Musikerlebnis. Menschen verbringen Zeit miteinander, teilen Emotionen und lassen für einen Moment alles außerhalb des Konzerts hinter sich. Man lässt sich gemeinsam in die Musik fallen - unabhängig davon, ob hörend oder gehörlos. Und ich bin sehr glücklich darüber, dabei mit meiner Arbeit eine kleine Brücke sein zu dürfen.
Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, Kasalla live zu erleben oder Alina Ackers bei der Arbeit zuschauen möchten: Tickets für das Konzert gibt es in allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter anderem an der Kasse des Stadtmuseums, sowie online.

Rock'n'Roll Club, 1
Siegburg. Mathilda Ulbricht und Leonard Reglin vom Rock'n'Roll-Club Siegburg ertanzten sich die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Dafür reichte ein fünfter Platz beim Abschluss der Nord-Cup-Serie in Berlin. In den kommenden Wochen wird der Trainingsfokus auf dem letzten Feinschliff liegen: präzise Fußtechnik, Kondition, Krafttraining und vielleicht auch eine neue akrobatische Erweiterung der Choreografie.
Rock'n'Roll-Club, 2
Siegburg. Rock'n'Roll-Akrobatik verbindet dynamische Tanzschritte mit spektakulären Hebefiguren und fordert den ganzen Körper. Genau diese Mischung macht den Sport attraktiv. Aktuell sucht der Verein eine Tanzpartnerin für einen 25-jährigen Turniertänzer. Vorkenntnisse in Tanz, Turnen oder Akrobatik sind hilfreich, aber keine Voraussetzung, denn auch motivierte Einsteigerinnen sind ausdrücklich willkommen. Auch alle anderen, die den Sport kennenlernen möchten, sind jederzeit zu einem kostenlosen und unverbindlichen Probetraining eingeladen. Kontakt per Mail an info@tanzen-siegburg.de.

Sperrung in der Siegstraße
Siegburg. Wegen Tiefbauarbeiten muss die Siegstraße auf Höhe des Hauses Nummer 6 gesperrt werden. Die Maßnahme soll zwischen Dienstag, 26. Mai, und Freitag, 5. Juni, durchgeführt werden. In diesem Zeitraum wird die Durchfahrt für etwa eine Woche gesperrt, die Umleitung erfolgt durch die Michaelstraße. Fußgänger können den betroffenen Abschnitt passieren.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Montag, 25. Mai 2026
10.30 bis 11.30 Uhr, St. Dreifaltigkeit, Jakobstraße 14:
Ausstellung "St. Dreifaltigkeit in alten Bildern" (bis Sonntag, 31. Mai)
ab 11 Uhr, DITIB-Moscheegemeinde, Händelstraße 2:
Kinderfest
11 bis 18 Uhr, Atelier Jürgen Schmitz, Ringstraße 21:
Offenes Atelier (unser Bild zeigt die Ölmalerei "Blick auf Köln")
Dienstag, 26. Mai 2026
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Ute Bartel: "Only Half A Picture" (bis Sonntag, 28. Juni)
15 bis 17 Uhr, Katholisches Pfarrheim Kaldauen, Antoniusweg 1:
Seniorencafé "Café Lichtblick"
15 bis 18 Uhr, Spielplatz Kaldauer Feld:
Spielmobil Armin

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Montag, 25. Mai, der 145. Tag in 2026, Pfingstmontag
Wetter: : "Urban den Sommer send't" lautet eine alte Bauernregel. Ist in diesem Jahr ist er allerdings schon da.
Sonnenuntergang heute: 21.27 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 5.29 Uhr
Mondaufgang heute: 15.22 Uhr
Monduntergang morgen: 3.09 Uhr
Urban (I., Papst von 222 bis 230, Patron des Weinbaus und der Winzer); Gregor (VII., Papst von 1073 bis 1085, hinterließ geschichtliche Spuren: Der in der Toskana in einfachen Verhältnissen aufgewachsene Mönch lebte als Hildebrand von Soana unter anderem im Reformkloster Cluny, bevor er als Papst den Investiturstreit auslöste; seine Forderung: Bischöfe und Äbte dürften nur von kirchlichen Stellen und nicht vom Kaiser eingesetzt werden; der darob entbrannte Streit mit König Heinrich IV. eskalierte in gegenseitigen Absetzungserklärungen; Gregor bannte Heinrich, der trat den berühmten "Gang nach Canossa", dort hielt sich der Papst gerade auf, an; später ließ sich Heinrich von einem Gegenpapst zum Kaiser krönen; Gregor starb am 25. Mai 1085 in der Verbannung in Salerno); Maria-Magdalena (de'Pazzi, 1566 in Florenz geboren, gilt als bedeutende Mystikerin, starb am 25. Mai 1607).

Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Philosoph, forderte seine Denkerkollegen auf, nicht mehr von den Europäern abzuschreiben, sein Wuttext "The American Scholar" gilt als kulturelle Unabhängigkeitserklärung der USA; Jacob Burckhardt (1818-1897), schweizerischer Kulturhistoriker; Bill "Bojangles" Robinson (1878-1949), amerikanischer Stepptänzer und Broadway-Star; Folk-Sänger Jerry Jeff Walker setzte ihm 1968 mit seinem Song "Mr. Bojangles", heute ein Jazz-Standard, ein musikalisches Denkmal, wenn das Lied auch nicht von Robinson selbst, sondern einem Bojangles-Imitator handelt, der für Trinkgeld tanzt; Josip Broz Tito (1892-1980), jugoslawischer Staatspräsident, autoritärer und repressiver Kurs im Innern, angesehener Kurs der Blockfreiheit gegenüber sowjetischer Hegemonie im Äußeren; Mauritius Mittler (1921-2013), stadtbekannter Pater der ehemaligen Siegburger Benediktinerabtei; tatkräftiger Miterbauer des Klosters nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, in den 1970er- und 80er-Jahren als überaus geschätzter Seelsorger in der Servatius-Pfarre engagiert, taufte unzählige Kinder, traute viele Paare, begleitete manchen Siegburger auf dem letzten Weg; profunder Kenner der Kirchenhistorie und Lokalgeschichte, Autor zahlreicher Bücher und Abhandlungen ("Siegburger Studien"); Ehrenflorian der Siegburger Feuerwehr: Als am Montag, 4. August 1980, eine fürchterliche Gasexplosion die "Bücherei van Gils" an der Goldenen Ecke zerstörte, ein Mensch starb und 16 weitere zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden, blutüberströmt Opfer und geschockte Augenzeugen durch die Stadt liefen, da packte er mutig mit an, half, wo er konnte; Foto: "Mau" 2006 in der von ihm betreuten Abteibibliothek; Miles Davis (1926-1991), amerikanischer Jazzmusiker; Max von der Grün (1926-2005), Schriftsteller ("Stellenweise Glatteis"); Beverly Sills (1929-2007), amerikanische Opernsängerin und Generaldirektorin der New York City Opera; Tom T. Hall (1936-2021), amerikanischer Country-Sänger und Songwriter ("Harper Valley P.T.A."); Ian McKellen (1939), britischer Schauspieler ("Der Herr der Ringe", "X-Men") und LGBTQIA+-Aktivist; outete sich 1988, in einer Zeit, in der Homosexualität noch stark stigmatisiert war, und gründete die Organisation Stonewall, die sich für Rechte von Schwulen und Lesben einsetzt; Frank Oz (1944), amerikanischer Regisseur und Puppenspieler, begann bei der "Sesamstraße", wo er Figuren wie das Krümelmonster und die Phantasie der Kinder bewegte, später auch bei der "Muppet Show" (Fozzy, Miss Piggy) aktiv; Klaus Meine (1948), Sänger der Scorpions ("Wind Of Change"); Jürgen "de Plaat" Zeltinger (1949), Kölschrocker; Patti D'Arbanville (1951), amerikanische Schauspielerin ("Springfield Story"), für sie schrieb Cat Stevens in seiner kreativen Vor-Jusuf-Islam-Phase "Lady D'Arbanville"; Mike Myers (1963), kanadischer Schauspieler und Komiker, Hauptdarsteller und Autor von "Wayne's World"; Anne Heche (1969), amerikanische Schauspielerin ("Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast"); Cillian Murphy (1976), irischer Schauspieler und Chamäleon der Filmbranche ("Oppenheimer", "Breakfast On Pluto", "The Edge Of Love"); Kamil Stoch (1987), polnischer Skispringer, zweifaches Olympia-Gold in Sotschi, Gold und Bronze in Pyeongchang, mehrfacher Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger; Pedro Acosta (2004), zweifacher spanischer Motorradweltmeister.
1862: Johann Nestroy, der österreichische Dramatiker stirbt 60-jährig in Graz; 1913: Alfred Redl, der Oberst und Generalstabschef der österreichisch-ungarischen Armee, wegen seiner Homosexualität ein Erpressungsopfer des russischen Geheimdienstes und fortan als Spion mit Zugang zu geheimen Armeeunterlagen aktiv, verübt nach seiner Enttarnung 49-jährig Selbstmord; sein Verrat habe im Ersten Weltkrieg böse Nachteile für die kaiserlichen Truppen zur Konsequenz gehabt, erklären die einen, Redl sei zum Sündenbock für militärisches Versagen gemacht worden, die anderen; István Szabó verfilmte 1985 die Geschichte mit Klaus Maria Brandauer, Armin Müller-Stahl und Gudrun Landgrebe in den Hauptrollen, "Oberst Redl" wurde für einen Oscar nominiert; 1972: Asta Nielsen, die dänische Schauspielerin ("Die freudlose Gasse") stirbt 90-jährig in Frederiksberg; 1999: Horst Frank, der Schauspieler und Bösewicht vom Dienst ("Timm Thaler") stirbt 69-jährig in Lübeck; 2006: Desmond Dekker, der jamaikanische Sänger ("Israelites", "You Can Get It If You Really Want"), neben Bob Marley und Jimmy Cliff bekanntester Ska-Künstler, stirbt 64-jährig in der englischen Grafschaft Surrey; 2010: Silvius Magnago, der langjährige Südtiroler Politiker und Landeshauptmann mit großen Verdiensten für die Autonomie der Landesprovinz, stirbt 96-jährig in Bozen; 2015: Mary Ellen Mark, die amerikanische Fotoreporterin, Mitglied der angesehenen Agentur Magnum, stirbt 75-jährig in New York an den Folgen einer Knochenmarkserkrankung; als eine der weltweit bedeutenden Dokumentarfotografinnen veröffentlichte sie unter anderem in "Geo", "Life", "Time", "stern" und "Vogue"; 2017: Willi Fährmann, der Kinder- und Jugendbuchautor ("Das Jahr der Wölfe") stirbt 87-jährig in Xanten; 2020: George Floyd, der Afroamerikaner stirbt 46-jährig in Minneapolis, als ihn der weiße Polizist Derek Chauvin regelrecht hinrichtet: Neun Minuten und 26 Sekunden drückt er mit vollem Gewicht auf den Hals des wegen angeblichen Bezahlens mit einem falschen 20-Dollar-Schein Festgenommenen; trotz des Flehens Floyds, der um seine letzte Lebensluft ringt ("I can't breathe") und Bitten der Umstehenden kennt der Cop kein Erbarmen, weitere beteiligte Polizisten schreiten nicht ein; schwere Unruhen und Proteste sind die Folge; Chauvin wird wegen Totschlags in schwerem Fall schuldig gesprochen, der Richter setzt das Strafmaß auf 22 Jahre und sechs Monate fest.
Vor 115 Jahren - 25. Mai 1911
Der mexikanische Diktator Porfirio Diaz tritt zurück, nachdem er 35 Jahre emsig sein Land "modernisiert" hat. Auf Kosten der enteigneten bäuerlichen Landbevölkerung, zum Wohle ausländischer Kapitalgesellschaften und der gewissenlosen einheimischen Bourgeoisie; nach zu viel Korruption und Vetternwirtschaft bricht die Revolution aus. Deren Helden: Pancho Villa und Emiliano Zapata.
Vor 80 Jahren - 25. Mai 1946
Emir Abdallah proklamiert das Haschemitische Königreich Jordanien. Zum König wird Abd Allah ibn al-Husain ausgerufen. Die Unabhängigkeit des ehemaligen Transjordanien war bereits 1928 in einem Vertrag mit der damaligen Kolonialmacht Großbritannien festgelegt worden.

Vor 65 Jahren - 25. Mai 1961
Wettlauf ins All: Der amerikanische Präsident John F. Kennedy kündigt im amerikanischen Kongress das Programm eines bemannten Mondflugs an, mit dem "noch vor Ende des Jahrzehnts ein Mensch zum Mond und sicher zur Erde zurück gebracht" werden soll - das spätere Apollo-Programm mit Landung auf dem Erdtrabanten am 20. Juli 1969. Versprechen gehalten. Foto: JFK bei seiner Rede am 25. Mai 1961.
Vor 25 Jahren - 25. Mai 2001
Mit dem Amerikaner Erik Weihenmayer steht der erste blinde Bergsteiger auf dem Gipfel des Mount Everest, mit 8.848 Metern höchster Berg der Erde.

Vor 70/170 Jahren - Mai 1956/1856
Die Siegburger Zeitung blickt im Mai 1956 100 Jahre zurück:
"Allmählich wurde Siegburg modern und das Geschäftsleben nahm einen großen Aufschwung. Heinekamp sagte: Man hatte kaum noch nötig, seine Einkäufe zu Köln oder zu Bonn zu besorgen; die Groß- und Kleinhändler wußten alles an Ort und Stelle zu schaffen und es den Kauflustigen schmuck und gut auf den Tisch zu legen. Die Geschäftsräume bekamen eine größere Ausdehnung, die Überbaue an den Häusern wurden zurückgezogen und die Dachgiebel abgeschrägt, an die Stelle der Stubenfenster traten große Schaufenster und als die Spiegelscheiben zur Anwendung kamen, verfehlte man auch nicht, diese in Siegburg zur Einführung zu bringen und es so den Großstädten an Luxus gleich zu tun. An der Lateinschule unterrichteten Rektor Franz Huberti - Gehalt 450 Taler - und drei Lehrer. Die Volksschulen waren sehr stark besucht und die Protestanten hatten gerade um diese Zeit in der Holzgasse eine Privatschule unter einem Lehrer Bornemann eingerichtet. Einige Stadttore standen noch, bis 1864 die letzten fielen. Gerade war ein Frauen- und Jungfrauenverein behufs Pflege und Bedienung der im Kriege erkrankten oder verwundeten Soldaten, im Frieden zur Unterstützung der etwa vorhandenen Invaliden bzw. deren Witwen und Waisen entstanden. Damals wird auch der Elisabethverein auf Anregung des Kaplans Sauvage gegründet, um die Armen und Kranken in ihrer Wohnungen aufzusuchen und zu unterstützen. Krankenhaus und Kolpingfamilie machten ihre ersten Gehversuche, dankbar und großzügig von der Bevölkerung unterstützt. Auf dem Michaelsberge lag die Irrenanstalt, noch immer geleitet von dem Begründer Dr. Maximilian Jacobi, der als Gelehrter und als Mensch in Siegburg die größte Verehrung genoß."
Foto: Siegburger Irrenanstalt, hier die Direktorenwohnung von Dr. Maximilian Jacobi auf dem Michaelsberg.
Vor 105 Jahren - 25. Mai 1921
Aufruf: "Fahrraddiebe an der Arbeit! Bürger, gebt Obacht! Am vorigen Freitag sind in der Zeit von 10 bis 1 Uhr in den verschiedenen Straßen der Stadt, wo sie von ihren Inhabern unbeobachtet hingestellt waren, drei Fahrräder gestohlen worden."

Vor 70 Jahren - Mai 1956
"Das zwischen Hell und Dunkel hin- und herschwebende Wetter am Sonntag brachte der Siegburger Servatiuskirmes zwar nicht die unwiderstehliche Lockung eines Sonnentages, aber dennoch herrschte lebhafter Betrieb in der Kreisstadt. Bei der Prozession in der Servatiuspfarre am Vormittag schienen die weißen Kinder noch etwas zu frösteln, aber als das Licht heller aus der Wolkendecke brach, wurde es langsam lenzlicher. Auf dem Markt am Thingplatz hatte die Jugend das Wort. Genügend Gelegenheiten zu Kirmesfreuden vom Karussell bis zur Todeskugel standen bereit." (Siegburger Zeitung)
Foto: Servatiuskirmes auf dem Thingplatz/Mühlentorplatz. Das Bild stellte uns Anne Kramarczyk zur Verfügung.

Vor 60 Jahren - Mai 1966
Verdoppelt werden die Standgebühren für die Markthändler: 40 Pfennig statt 20 pro Quadratmeter. Die Unkosten, so der Rat, deckten die Ausgaben bei weitem nicht, der Marktplatz sei ein "Zuschussgeschäft"! Falls die Markthändler künftig mehr zahlten, als Kosten zu decken seien, wolle man den Überschuss für einen Kirmesplatz verwenden, erklärt Stadtdirektor Dr. Kersken.
Foto: Markt Ende der 1960er.

Vor 5 Jahren - 25. Mai 2021
Rückschau auf den Brand im Siegwerk am Samstag. So stellte sich die Situation für die Anwohner um kurz nach 9 Uhr dar. Dunkle Rauchschwaden steigen auf, sind weithin zu sehen. Das Foto schickte siegburgaktuell-Leser Martin Franken.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Apotheken-Notdienst: https://www.aponet.de
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
