siegburgaktuell 10.05.2026

Paris, Mailand, New York, Kaldauen
Siegburg. Man muss sicher kein Fan von diversen Mode- oder Modelshows im Fernsehen sein, um dennoch Freude an schöner Kleidung zu haben. Und nicht nur in Paris, Mailand oder New York laufen Models über den Laufsteg, sondern auch im Kaldauer Café Lichtblick. Dorthin kam Regina Linares mit dem Modemobil Rhein-Sieg. Diese Boutique auf Rädern gibt Menschen mit eingeschränkter Mobilität in Seniorentreffs, Altenheimen, Tages- und Behinderteneinrichtungen die Möglichkeit, sich über aktuelle Mode zu informieren und diese nach Wunsch auch zu erwerben. Nach anfänglichem Zögern erklärten sich drei mutige Seniorinnen und zwei Damen des Betreuerteams bereit, als Model zu fungieren. Nun galt es, passende Outfits zu finden, um diese dann "professionell" zu präsentieren. Durch Linares lockere und fachlich kompetente Moderation wurde die Modenschau zu einem Highlight für Präsentierende und Zuschauer. Nach der Vorführung hatten die Gäste genügend Zeit, um entspannt zu Stöbern, und einige Seniorinnen gingen mit einem neuen Lieblingskleidungsstück nach Hause.
Das Seniorencafé "Café Lichtblick" findet alle 14 Tage dienstags von 15 bis 17 Uhr im Katholischen Pfarrheim Kaldauen, Marienstraße 15 statt. Nächster Termin: 12. Mai. Anmeldungen nimmt Rita Quadt unter +49 157 33725174 entgegen.

Kinder lesen, Caesar hört zu
Siegburg. Caesar hilf Kindern beim Lesenlernen. Der Hund lauscht Mädchen und Jungen jeden Donnerstag von 15.30 bis 16.30 Uhr in der Stadtbibliothek, Griesgasse 11, wenn diese ihm Texte aus ihren Lieblingsbüchern - selbst mitgebracht oder einem Regal entnommen - vortragen.
Die Idee: Schüchterne Kinder oder Kinder, die an einer Leseschwäche leiden, haben oft Angst, Fehler zu machen oder sich zu blamieren. Caesars Anwesenheit wirkt stressreduzierend und beruhigend, streicheln und kuscheln erzeugen eine entspannende Atmosphäre. Und der Hund hört zu, ohne zu werten. Ihm sind Aussehen, Kleidung, Fähigkeiten oder Sprachstörungen egal, er unterbricht nicht, lacht nicht, kritisiert nicht, stellt keine Fragen.
Caesars Frauchen ist immer dabei, begleitet die Verbindung zwischen Kind und Hund, lobt und motiviert. Am Ende dürfen die Vorlesenden Caesar ein Leckerchen geben oder mit ihm zusammen spielerisch einen Trick erlernen. Ganz nebenbei erfahren die Pänz Wissenswertes über Hunde.
Wer einen Termin buchen möchte, klickt hier.

Buttercreme für den Pastor, Kleider aus Fallschirmseide
Siegburg. Erinnerungen unseres Lesers Dr. Ferdinand Kaufmann an die Feier seiner Erstkommunion. Wir schreiben das Jahr 1949, Schauplatz ist die Pfarrkirche St. Anna in Belmicke, heute Bergneustadt-Belmicke. Kaufmann will seinem Enkel, der 2026 Hostienpremiere hat, erklären, wie es war am großen Tag vor beinahe 80 Jahren.
"Am Weißen Sonntag des Jahres 1949, ich war zehn Jahre alt, feierte ich das Fest meiner Ersten Heiligen Kommunion. Es hieß, dies sei der schönste Tag in meinem Leben. So sollte dem Kommunionkind nahegebracht werden, es gebe nichts Schöneres in seinem Leben, als 'den erstmaligen Empfang des Leibes Christi'. Der Kommunionunterricht wurde von Pfarrer Werner abgehalten. Das Wichtigste während der Vorbereitung war, immer schön brav zu sein und sündenfrei zu leben. So war dem Erstkommunionstag einige Tage die erste Beichte vorgeschaltet, ein aufregendes Ereignis. 'Sünden' mussten dem Pfarrer im Beichtstuhl offenbart werden. Was ist ein Beichtstuhl? Ein dunkles Gehäuse, in dem der Priester hinter einem violetten Vorhang sitzt, das Ohr an einem Gitter, vor dem der Beichtende Platz genommen hat und seine Sünden in das Ohr des Priesters hineinflüstert, der Priester flüstert zurück. Was sind Sünden für einen zehnjährigen Jungen? Es gab im Gebetbuch einen Beichtspiegel, ein Beispielkatalog, aus dem wir einen Zettel erstellten. Der wurde dann im Beichtstuhl flüsternd vorgelesen. Ich habe genascht, ich war ungehorsam, ich habe gelogen, ich habe gestohlen, ich habe gezankt, ich habe meiner Mutter Widerworte gegeben. So wurde schon dem Kind suggeriert, es sei ein Mensch, der Schuld auf sich geladen habe.
Um den sündenfreien Empfang des Altarsakramentes zu gewährleisten, durfte das Beichtkind nun bis Sonntag nicht mehr das Haus verlassen, die Straße als 'sündiges Pflaster' war tabu. Es musste im Haus bleiben, um die Sündengelegenheiten zu meiden.
In der Familie wurden kulinarische Vorbereitungen getroffen, schließlich wurde Besuch der Verwandtschaft erwartet. An Tagen wie diesem gab es selbstverständlich besonders festliches Essen, das sich vom sonstigen Sonntagsessen abhob; ein Essen höchster Qualitätsstufe. Vorspeise - die bei festlichen Gelegenheiten obligatorische Rindfleischsuppe -, zum Hauptgericht gehörte ein ordentlicher Schweinebraten, Nachtisch vom Feinsten. Man hatte für diese Gelegenheit im Winter ein Schwein geschlachtet, das bestes Fleisch garantierte. Und dann Kuchen und Torten, vor allem Buttercremetorte zum Kaffee! Man wusste, der Pfarrer kommt vorbei, da darf man sich nicht lumpen lassen, denn er war als Genießer bekannt. Der Pfarrer war im Dorf eine besondere Person, weil der den 'Draht nach oben' hatte und die Autorität der Kirche verkörperte.
Endlich kam dann der ersehnte Weiße Sonntag. 'Ferdi, du musst nüchtern zur Kommunion gehen', so meine Mutter. Das hieß, bis 11 Uhr nichts zu trinken und nichts zu essen. Sicher eine der schwierigsten Übungen an diesem Tag. So war das damals; die 'Ehrfurcht' vor dem Leib Christi erforderte, dass man nüchtern die Kommunion empfing. So achtete ich auch peinlich darauf, beim Zähneputzen kein Wasser zu verschlucken.
Die Kommunionkinder mit ihren Vätern, Müttern, Geschwistern und Verwandten trafen sich in der Schule, wo sie abgeholt und in einem feierlichen Zug in die Kirche geleitet wurden. Ich erinnere mich noch heute, dass ich damals meinen Vater schmerzlich vermisst habe, der aus dem Krieg nicht zurückgekommen war. Überhaupt war das ganze Familienfest von diesem Verlust überschattet. Mein Vater war zwar nicht gegenwärtig. In den Köpfen und Herzen der Familie war er aber wohl unsichtbar präsent.
Jedes Kind hatte in den vorderen Bänken in der Kirche seinen Platz, an dem die Kommunionkerze stand, die dem Kind zur Taufe geschenkt worden war und die später den Erwachsenen bis in den Tod hinein begleitete. Das war die Kerze, die bei der Heirat brannte und die am Sarg stand, wenn der Verstorbene in seinem Haus verabschiedet wurde.
Die Feierlichkeit wurde unterstrichen durch festliche Kommunionkleidung. Jungen in dem obligatorischen Matrosenanzug, Mädchen im weißen Kleid. Dies sicherzustellen war für die Eltern in der Zeit der materiellen Not nach dem Krieg eine besondere Herausforderung. Man konnte nicht, wie heute, in ein Geschäft gehen, um Kleidung zu kaufen. Das musste organisiert werden, wie das damals hieß. In der Regel bekam man Kleidung von Vettern und Cousinen, die ein oder zwei Jahre zuvor das Fest gefeiert hatten. So war auch mein Kommunionanzug ein Wanderstück, das schon einen Weg durch die Familie hinter sich hatte. Weiße Mädchenkleidung wurde zum Teil aus Fallschirmseide genäht, ein Überbleibsel des Kriegs. Fallschirmjäger ließen nach dem Absprung den aus weißer Seide gefertigten Fallschirm dort, wo sie auf dem Boden gelandet waren, einfach liegen, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Dorfbewohner holten sich den Fallschirm, der zu Kleidungsstücken verarbeitet wurde.
Der Gottesdienst wurde durch die Mitwirkung des Kirchenchores feierlich gestaltet. Zur Kommunion wurde jedes Kind einzeln von älteren Kindern, den Führengelchen, an seinem Platz abgeholt, nach vorn in den Altarraum geleitet, um dort den Leib des Herrn in Empfang zu nehmen. Es war ein erhebendes Gefühl, erstmals die Kommunion zu empfangen, sicher auch deshalb, weil wir Kinder nun schon wieder ein Stück erwachsener geworden waren.
Zu Hause angekommen, wurde zunächst Kaffee getrunken, nach der langen Nüchternheitsperiode sicher für die Erwachsenen eine Erlösung. Dann gab es Geschenke. Was sage ich: Geschenke? Die Gäste hatten sich sicher Mühe gegeben, etwas Passendes zu finden, aber es gab kaum etwas zu kaufen. Die Geschäfte waren leer. So erinnere ich mich an zwei kleine Gipsengel, die vorher bei meiner Oma auf einer Kommode gestanden hatten. Ich bekam ein Taschenmesser einfachster Ausführung, das ich am nächsten Tag schon verlor, weil es mir beim Klettern auf einen Baum hinunterfiel und im Moos verschwand, wo ich es nicht wiederfand. Dieser traurige Moment ist mir noch in guter Erinnerung. Die erste Armbanduhr gab es traditionsgemäß zur Erstkommunion, selbstverständlich keine neue, die war nicht zu kaufen. Wer sie vorher getragen hatte, weiß ich nicht mehr."
Foto: Bisschen später, nämlich 1956, Siegburg statt Bergneustadt - Erstkommunion in Wolsdorf.

Van Betteray zeigt Faszination mittelalterlicher Chormusik
Siegburg. Der Faszination mittelalterlicher Chormusik spürt Dr. Dirk van Betteray, Seelsorgebereichsmusiker in der katholischen St.-Servatius-Gemeinde, bei einem Workshop im Juli nach. An zwei Samstagen, 4. und 18. Juli, werden unter seiner Leitung in Wiehl-Bielstein und Wuppertal gregorianische Choräle, Tanzlieder und Minnegesänge erarbeitet, die dann im Rahmen des Internationalen Klavierfestivals Lindlar in zwei Konzerten präsentiert werden: am Montag, 20. Juli, um 19 Uhr in der romanischen Basilika St. Gertrud Morsbach und 24 Stunden später in der romanischen Kirche St. Nikolaus Wipperfürth. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung bis Montag, 1. Juni, per Mail an buero-vanbetteray@gmx.de.Weitere Informationen unter www.bergisches-chorfest.de.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Sonntag, 10. Mai 2026
ab 10 Uhr, Walter-Mundorf-Stadion, Am Stadion:
Nationales Leichtathletik-Meeting des LAZ Rhein-Sieg inklusive Meisterschaft der LVN-Region Südost
10 bis 18 Uhr, Markt:
MuseumMobil (bis Sonntag, 17. Mai)
10 bis 18 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Ute Bartel: "Only Half A Picture" (bis Sonntag, 28. Juni)
14 bis 17 Uhr, Café T.o.d., Nordfriedhof:
Das Café hat geöffnet
15 Uhr, Studiobühne im ehemaligen Kaufhof, Grimmelsgasse 4:
Stolz und Vorurteil* (*oder so) (Foto)
15 bis 18 Uhr, Pumpwerk, Bonner Straße 65:
"En Cours - Im Prozess" (bis Sonntag, 10. Mai)
Montag, 11. Mai 2026
10 bis 12 Uhr, St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2:
Lotsenpunkt Siegburg
10 bis 18 Uhr, Markt:
MuseumMobil (bis Sonntag, 17. Mai)
14 bis 16 Uhr, Gemeinschaftsgarten, Cecilien-/Wellenstraße:
Der Gemeinschaftsgarten hat für Besucher geöffnet
15 bis 18 Uhr, Spielplatz Haydnstraße:
Spielmobil Armin

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Sonntag, 10. Mai, der 130. Tag in 2026
Wetter: Schon wieder drohen Gewitter, die die Wärme vertreiben.
Sonnenuntergang heute: 21.06 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 5.48 Uhr
Monduntergang heute: 13.06 Uhr
Mondaufgang morgen: 3.31 Uhr
Job (Hiob, Gestalt aus dem Alten Testament, ein reicher, aber rechtschaffener und gottesfürchtiger Mann, über den aus heiterem Himmel die schlimmsten Katastrophen hereinbrechen, er verliert alles, nur nicht den Glauben an Gott; seine sprichwörtliche Antwort auf die Heimsuchungen: "Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen, der Name des Herrn sei gepriesen!"; die Geschichte soll zeigen: Auch der gute Mensch wird von Leid heimgesucht und hat Prüfungen zu durchstehen; Hiob wird wieder gesund, erhält seine Familie zurück, wird vermögender als je zuvor in einem noch langen Leben; in seinem 1930 erschienenen Buch "Hiob. Roman eines einfachen Mannes" lehnt der österreichische Schriftsteller Joseph Roth das Schicksal seiner Hauptfigur, des jüdisch-ultraorthodoxen Toralehrers Mendel Singer, an die Hiob-Heimsuchungen an, verlegt sie nach Russland und ins amerikanische Exil, in die Zeit von 1900 bis nach dem Ersten Weltkrieg).

Johann Peter Hebel (1760-1826), in Basel geborener bedeutender alemannischer Mundartdichter, veröffentlichte seine "Kalendergeschichten" im "Rheinischen Hausfreund"; Friedrich Gerstäcker (Foto, 1816-1872), Schriftsteller ("Die Flusspiraten des Mississippi"); Gustav Stresemann (1878-1929), Reichskanzler 1923, Außenminister von 1923 bis 1929, Friedensnobelpreis 1926; Olaf Stapleton (1886-1950), britischer Science-Fiction-Autor ("Die letzten und die ersten Menschen", "Die Insel der Mutanten"); Fred Astaire (1899-1987), amerikanischer Tänzer und Schauspieler; Donovan (1946), britischer Popsänger ("Catch The Wind", "Atlantis"); Graham Gouldman (1946), britischer Bassist bei 10cc ("I'm Not In Love", "The Things We Do For Love"); Roland Kaiser (1952), Sänger ("Santa Maria"); Sabine Postel (1954), Schauspielerin; Paul Hewson alias Bono (1960), irischer Sänger bei U2 ("Sunday Bloody Sunday"); Petra Hammesfahr (1951), Schriftstellerin ("Der gläserne Himmel"), 1995 Trägerin des Rheinischen Literaturpreises von Siegburg; Merlene Ottey (1960), jamaikanische Leichtathletin, über 100 und 200 Meter mehrere Bronze- und Silbermedaillen bei Olympia ab 1980, mit Silber in der 4x400-Meter-Staffel in Sydney 2000 älteste Medaillengewinnerin in olympischen Laufwettbewerben, drei WM-Titel; Linda Evangelista (1965), kanadisches Model; Katja Woywood (1971), Schauspielerin; Katja Seizinger (1972), Skirennläuferin, Gold und drei Silber bei Weltmeisterschaften, Gesamtweltcup: 1995/96 und 1997/98; bei Olympia: Bronze in Albertville 1992, Gold in Lillehammer 1994, zweimal Gold in Nagano 1998.
1774: Ludwig XV., der französische Bourbonenkönig, der sich mit der Marquise de Pompadour den Inbegriff der Mätresse "hielt", stirbt 64-jährig in Versailles; 1982: Peter Weiss, der Schriftsteller ("Die Verfolgung und Ermordung Jean-Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade", "Die Ästhetik des Widerstands") stirbt 65-jährig in Stockholm; 1985: Carl Hanser, der Verleger stirbt 83-jährig in München; 2002: Yves Robert, der französische Filmregisseur ("Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh", "Ein Elefant irrt sich gewaltig") stirbt 81-jährig in Paris; 2003: Heinz Oestergaard, der Modemacher stirbt 86-jährig in Bad Reichenhall; 2006: Val Guest, der britische Regisseur ("Der Tag, an dem die Erde Feuer fing") stirbt 94-jährig in Palm Springs; 2006: Soraya, die kolumbianisch-amerikanische Sängerin ("Crossroads") stirbt 37-jährig in Miami an Krebs; 2012: Günther Kaufmann, der aus Film ("Baal", "Die Ehe der Maria Braun") und Fernsehen ("Derrick", "Der Kommissar") bekannte Schauspieler, 2002 zwischenzeitlich nach einem zum Schutz seiner kranken Frau abgegebenen falschen Geständnis wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung mit Todesfolge zu 15 Jahren Haft verurteilt, stirbt 64-jährig in Berlin; 2012: Horst Faas, der Fotograf und Kriegsberichterstatter, für Associated Press (AP) von 1962 bis 1974 in Vietnam tätig, mehrfach ausgezeichnet und von 1976 bis 2003 in London AP-Fotochef für Europa, Afrika und Nahost, stirbt 79-jährig in München; er war es, der dafür sorgte, dass gegen AP-Regeln die Veröffentlichung eines Bildes gelang, das Nick Út am 8. Juni 1972 in Vietnam aufnahm und das als Symbol des Kriegsschreckens weltberühmt wurde: Es zeigt die neunjährige Phan Thị Kim Phúc , die verletzt und schreiend nach einem Napalmangriff aus dem Dorf Trang Bang über die Straße flieht; 2016: Heinz Georg Baus, der milliardenschwere Unternehmer, der 1960 nach US-Vorbild der Kette "Home Depot" als Schreiner in einer Lagerhalle das erste "Bauhaus"-Geschäft und damit auch den ersten bundesdeutschen SB-Markt für Heimwerker eröffnete, stirbt 82-jährig; 2022: Leonard Krawtschuk, der ukrainische Politiker, erster Präsident des Landes nach dem Zerfall der Sowjetunion, stirbt 88-jährig in München; als seinen größten Fehler bezeichnete er kurz vor dem Tod, Russland Glauben geschenkt zu haben; 2024: Susan Backlinie, die amerikanische Stuntfrau, die 1975 als Chrissie mit ihrem einminütigen Auf- und Abtritt als erstes Opfer der Monsterflosse in Steven Spielbergs Horrorklassiker "Der weiße Hai" gruselige Filmgeschichte schrieb, stirbt 77-jährig im kalifornischen Ventura nach einem Herzinfarkt; Spielberg ließ sie nicht nur als Fischfutter im Wasser versinken, sondern hob sie auch aus demselben heraus: Vier Jahre später in "1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood" wird die Stuntfrau und passionierte Schwimmerin vom Periskop eine U-Bootes über die Wasserlinie befördert.

Vor 230 Jahren - 10. Mai 1796
Durch seinen Sieg über Österreich in der Schlacht von Lodi legt Napoleon Bonaparte den Grundstein für die Eroberung der Lombardei. Wenige Tage später erobern die Franzosen Mailand. Nachdem die österreichischen Truppen auch in Mantua verlieren, wird 1797 ein Friedensvertrag ausgehandelt.
Vor 155 Jahren - 10. Mai 1871
Der auf dem Vorfrieden von Versailles vom 26. Februar basierende Friede von Frankfurt beendet den Deutsch-Französischen Krieg und vorerst das Ringen um die Vorherrschaft in Europa. Frankreich muss das Elsass und Teile Lothringens abtreten.
Entscheidend für den Kriegsausgang war die Schlacht von Sedan 1870, bei der rund 100.000 französische Soldaten in Gefangenschaft gerieten. Den Friedensvertrag unterzeichneten Otto von Bismarck und Adolphe Thiers.

Vor 120 Jahren - 10. Mai 1906
In St. Petersburg wird von Zar Nikolaus II. das erste russische Parlament, die Reichsduma, eröffnet. Trotz aller Liberalität bleibt die Macht des Zaren unangetastet. Foto: Zar Nikolaus II. bei der Eröffnungsrede.

Vor 95 Jahren - Mai 1931
Das Empire State Building, "der größte Wolkenkratzer der Erde", ist seit einigen Tagen eingeweiht und die Fotos erreichen Deutschland: Die Höhe von 415 Metern und die 86 Stockwerke "in Newyork" werden wirkungsvoll in Szene gesetzt. Die Spitze des gewaltigen Gebäudes ragt aus dem Fotorahmen heraus. 25.000 Menschen "beherberge" das Empire State Building, wird berichtet. US-Präsident Herbert Hoover hatte zur Eröffnungszeremonie in Washington auf einen elektrischen (Fake?)-Knopf gedrückt und rund 225 Meilen entfernt öffneten sich im New Yorker Wolkenkratzer auf Parterre die Türen.
Vor 85 Jahren - 10. Mai 1941
Rudolf Heß, Stellvertreter von Diktator Adolf Hitler, fliegt in geheimer Mission und allein nach Glasgow, wohl um Verhandlungen über das Ende des Krieges aufzunehmen. Hitler tobt, Heß wird gefangen genommen und in den Nürnberger Prozessen 1945 zu lebenslanger Haft verurteilt. Er stirbt 1987 im Gefängnis Spandau durch Selbstmord.
Vor 45 Jahren - 10. Mai 1981
Francois Mitterand siegt im zweiten Wahlgang über Amtsinhaber Valéry Giscard d'Estaing (UDF) und wird als erster Sozialist französischer Staatspräsident. Und das im dritten Anlauf. Er verfolgt eine Politik der europäischen Integration.
In Berlin siegt unterdessen CDU-Spitzenkandidat Richard von Weizsäcker deutlich bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus. Nach Dietrich Stobbe scheitert auch Nachfolger Hans-Jochen Vogel als Kandidat der SPD.
Vor 30 Jahren - 10. Mai 1996
Drama am Mount Everest: Mehrere kommerzielle Expeditionen mit insgesamt 30 Teilnehmern werden am Dach der Welt von einem Wetterumschwung mit Schneesturm erwischt. Bis zum folgenden Tag verlieren zwölf Menschen ihr Leben.
"Into Thin Air" nennt Teilnehmer und Journalist Jon Krakauer, damals 42, sein Buch über das Erlebnis. "In eisige Höhen" lautet der deutsche Titel. Jon war im Auftrag der amerikanischen Zeitschrift "Outside" am Berg, um einen Artikel über die "Kommerzialisierung des Everest" zu schreiben, es wurde ein hautnaher und tief berührender Bericht über das größte Everest-Drama, über die Faszination und Irrationalität des Bergsteigens. Krakauer war bereits auf dem gefährlichen Abstieg, als sich noch zwanzig andere Bergsteiger zum höchsten Punkt der Erde bissen. Keiner registrierte, wie sich der Himmel verdunkelte. Sechs Stunden später, 1.000 Meter tiefer, schleppt sich Jon mit allerletzter Kraft aus dem peitschenden Sturm ins rettende Zelt. Einen Satz von José Ortega y Gasset wird er seinem Buch voranstellen: "Die Menschen spielen leichtfertig mit dem Tragischen, weil sie an die Existenz des Tragischen in einer zivilisierten Welt nicht glauben."
Einer, der das Everest-Drama nicht überleben wird, ist Rob Hall, neuseeländischer Bergsteiger und Abenteuer-Organisator ("Adventure Consultants"). Er übersteht noch die erste Nacht in 8.700 Metern Höhe, meldet sich am 11. Mai um 4.43 Uhr über Funk im Basislager. Versuche, zu ihm vorzudringen, scheitern endgültig am Nachmittag. Über eine Funkverbindung spricht er um 18.20 Uhr per Satellitentelefon mit seiner Frau in Neuseeland. Seine letzten Worte: "Ich liebe dich. Schlaf gut, mein Schatz. Mach Dir bitte nicht allzu viele Sorgen." Seine Leiche wird am 23. Mai von Mitgliedern des IMAX-Filmteams von David Breashears gefunden.

Vor 25 Jahren - 10. Mai 2001
In Südschweden entsteht der Nationalpark Söderåsen. Auf dem Höhenrücken und vor allem in den für das Mittelgebirge typischen Schluchten (Foto) konnten sich nur gering von menschlicher Nutzung geprägte Laubwälder erhalten.
Vor 110 Jahren - 10. Mai 1916
"Infolge Steigerung des Gasverbauchs in hiesiger Stadt sind die alten Gasrohre zu eng, um dem Gas, den für ein einwandfreies Licht oder dergl. erforderlichen Druck zu gestatten. So ist es erklärlich, daß manche berechtigte Klagen laut wurden. Um dem Übelstande abzuhelfen, ist vom Gaswerk geplant, die Rohre in folgenden Straßen durch weite zu ersetzen: Kaiser-Wilhelm-Platz (Südseite), Siegfeld-, Alfred- und Wolsdorfer Straße, Waldstraße von Luisenstraße bis Steinbahn einschließlich Dohkaule, Steinbahn von Waldstraße bis Barbarossastraße, Johannesstraße, Frankfurterstraße, Seehofstraße, Lohmarerstraße bis zu den Neubauten, Hopfengartenstraße, Gesamtkosten 65.000 Markt. Hierzu stimmt der Stadtrat zu. Der Vorsitzende teilt mit, daß in der Kommission von Herrn Busch der Vorschlag gemacht worden sei, von der Erhebung der Gebühr für Mindestverbrauch bei Leuchtgas mit Rücksicht auf die neue deutsche Sommerzeit abzusehen. Dieser Vorschlag wird zum Beschluß erhoben."

Vor 110 Jahren - 10. Mai 1916
Antrag der Tierbungert-Terrain-Gesellschaft auf teilweise Abänderung der 1914 genehmigten Baufluchtlinienplanung. Der neue Plan ermöglicht eine schönere und zweckmäßigere Bebauung der neuen Straßenzüge. Außer den bekannten Straßenzügen ist eine Straße auf den Kaiser-Wilhelm-Platz mit einer Brücke über den Mühlengraben geplant.
Foto: Teil des Tierbungert-Areals um 1915.

Vor 110 Jahren - 10. Mai 1916
Vergabe der Bauarbeiten zum Erweiterungsbau des Krankenhauses. Die Arbeiten und Lieferungen werden vergeben. Der Stadtbaumeister teilt mit, dass auf Grund einer Ortsbesichtigung durch die Königliche Regierung eine Änderung vorgeschlagen wurde und zwar soll die Röntgen-Einrichtung nicht neben den Operationssaal, sondern im Erdgeschoß und der Aufzug nicht auf die Ostseite des Haupttreppenhauses eingerichtet werden. Der Rat stimmt zu.
Vor 105 Jahren - Mai 1926
Eitorf geht unter - mit 2:7 gegen den Siegburger Sportverein 04. Keine Chance für die Turn- und Sportvereinigung von der oberen Sieg im Ligaspiel gegen die Kreisstädter. Bereits in der zweiten Minute geht der SSV durch einen "Kopfstoß", wie es der seinerzeitige Sportreporter formuliert, in Führung. Die Eitorfer hätten den Gästen "nichts anderes als ihren riesigen Eifer entgegen zu stellen" gehabt. Die "Schußunsicherheit" der eigenen Stürmer sei "rührend" gewesen: "Nach der Pause klappten die Eitorfer zusammen", nicht jedoch deren Publikum, das sich "direkt unfair" benommen habe: "Hier wird es erste Pflicht des Vereins sein für Ordnung zu sorgen, da sonst gute Mannschaften wohl kaum noch den Wunsch hegen werden, in Eitorf zu spielen."

Vor 70 Jahren - 10. Mai 1956
"Der Einspruch der Stadt Siegburg gegen die vorgelegten Pläne über die neue Siegbrücke geht zurück auf einen Einspruch des Stadtteils Zange, der sich von der vorgegebenen Linienführung für die Bonner Straße abgeschnitten fühlt. Siegburg hat deshalb vorgeschlagen, die Linienführung der Bonner Straße zu ändern, daß die Zufahrt zur Zange auch von der Brücke aus - und nicht erst durch die Hohenzollernstraße - garantiert wird. Die Zufahrt aus der Stadt zu den Siegwiesen müsse ebenfalls aufrecht erhalten bleiben. Wann der Brückenbau über die Sieg weitergeht, steht ebenfalls noch nicht fest. Im ersten Bauabschnitt wurden lediglich Strompfeiler und die Widerlager auf beiden Seiten der Sieg fertiggestellt. Auch die Auffahrt in Siegburg wurde weitgehend vorbereitet." (Siegburger Zeitung)
Foto: Bauarbeiten Siegbrücke 1956.

Vor 55 Jahren - Mai 1971
Die größte Bevölkerungsdichte des Rhein-Sieg-Kreises weist die Kreisstadt Siegburg auf. 1.468 Einwohner entfallen auf einen Quadratkilometer. Das teilt die Kreisverwaltung mit.
Foto: Am Landratsamt in Siegburg ist 1971 noch Platz, Blick von der Wilhelmstraße.

Vor 15 Jahren - 10. Mai 2011
Viel Wasser ist das nicht! Noch vor wenigen Monaten, nach der großen Schneeschmelze boten sich am Siegwehr ganz andere Ansichten. Jetzt, nach der langen Trockenheit, kommt einiges zum Vorschein, was sonst unter dem Wasser verborgen bleibt. Treibgut verfängt sich in inzwischen trocken da liegenden Steinen, mitten im Flusslauf entstehen grüne Inseln. Dort, wo sonst die Sieg fließt, tun sich kleine "Strände" auf, die erst am vergangenen Wochenende von vielen Ausflüglern zum Picknick oder Sonnenbad genutzt wurden. Auch heute wird sich an dem Pegelstand nichts ändern: Es bleibt weiter trocken, allerdings bewölkter als in den Vortagen. Mit über 25 Grad sommerlich warm!

Vor 15 Jahren - 10. Mai 2011
Die Gerüste fallen an den Neubauten im sogenannten Minoritenviertel, hier der erste freie Blick auf die Fassaden zur Kaiserstraße. In sich gestufte Gelbtöne, gegliederte Strukturen, Balkone. Mehrgenerationenwohnen. Im August kann eingezogen werden. Etwa in eine 220 Quadratmeter große Terrassenwohnung über den Dächern von Siegburg mit grandiosem Blick auf den Michaelsberg.

Vor 5 Jahren - 10. Mai 2021
Alte Bergsteigerweisheit: Hoch, also der Hinweg, ist meist einfacher als die Heimkehr. Das kann auch bei der Querung von Wasser gelten, mussten drei Jugendliche am Muttertag lernen. Das Trio hatte sich auf der Mittelinsel an der Siegbrücke zwischen Deichhaus und Buisdorf getroffen. Als es an den Abschied ging, mussten die Freunde feststellen: Die Strömung ist zu stark, um wieder das rettende Ufer zu erreichen.
Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr St. Augustin, Haupt- und Ehrenamtler aus Siegburg sowie die Wasserwacht - insgesamt rund 60 Helfer - rückten aus. Während sich an den Brücken in Menden, Mülldorf und Meindorf Sicherungsposten in Stellung brachten, nahmen die Kräfte in Buisdorf Kontakt zu den Verzweifelten auf. Die Strömungsretter aus Siegburg setzten mit einem Rettungsboot zu den Jugendlichen über, bauten eine Leinenverbindung über den Fluss. Gesichert durch die Augustiner Kollegen wurden die Jugendlichen schließlich unverletzt auf die Siegburger Flussseite gebracht.

Vor 5 Jahren - 10. Mai 2021
Rehe bei den Rettern: Tierischen Besuch erhielt die Feuerwehr am frühen Morgen: Rehe auf Erkundungstour im Gelände der Rettungswache am Neuenhof. "Die Kollegen haben nicht schlecht gestaunt", berichtet Leiter Thorsten Becker, Leiter der Feuerwehr.

Vor 5 Jahren - 10. Mai 2021
Schöne Abendstimmung am Michaelsberg, ein schönes Foto von Susanne Günther.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Apotheken-Notdienst: https://www.aponet.de
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
