siegburgaktuell 14.04.2026

Was tut sich bei den Stromtankstellen?
Siegburg. Alle Welt redet vom Spritpreis. Was gibt es Neues bei der Siegburger Elektromobilität? Gehen wir von Parkhaus zu Parkhaus. Im Parkzentrum Holzgasse wurden nach zwischenzeitlichem Defekt die drei bisherigen gegen neue Ladepunkte ausgetauscht. Am Rhein Sieg Forum hat sich das Angebot von vier auf acht verdoppelt (Foto). In der großen Hochgarage im Haufeld stehen mit der Eröffnung im Juni insgesamt 20 E-Ladesäulen in den unteren drei Ebenen bereit. Seit Ende März hält überdies die Mobilstation an der Humperdinckstraße zwei Zapfsäulen für "Stromer" parat.

Bürgersolarberatung sucht Verstärkung
Siegburg. Die Bürgersolarberatung informiert neutral, kostenlos und vor Ort zu Photovoltaik auf Ein- und Zweifamilienhäusern. Aktuell besteht das Team aus sieben Ehrenamtlichen, die seit dem Start Anfang März 20 Anfragen erhielten. Das Angebot scheint derzeit einen Nerv zu treffen: Steigende Preise für fossile Energieträger machen günstigen Solarstrom aus Eigenproduktion attraktiv. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden und das Angebot auszubauen, sucht die Gruppe daher weitere Engagierte.
Bürgersolarberater informieren über technische und wirtschaftliche Aspekte von Solaranlagen und begleiten durch den gesamten Prozess, von einer Wirtschaftlichkeitsberechnung bis hin zur Besprechung von Angeboten. Vorkenntnisse sind nicht zwingend - das nötige Wissen kann durch eine Schulung und das Lernen in und von der Gruppe erworben werden. Eigene Beratungen werden nach einer Übungsphase im "Tandem" mit erfahrenden Gruppenmitgliedern übernommen. Eine professionelle und umfassende Energieberatung oder die fachgerechte Planung und Installation durch einen Handwerksbetrieb kann und soll die Bürgersolarberatung dabei nicht ersetzen. Für eine kostenlose telefonische Erstberatung steht beispielsweise die Energieberatung der Verbraucherzentrale zur Verfügung.
Interesse? Dann melden Sie sich unter klimaschutz@siegburg.de!

Die Vogelwelt am Trerichsweiher
Siegburg. Ein vielstimmiges Konzert empfängt Uwe Radtke und die neun Interessierten, die dem Ornithologen in den folgenden zweieinhalb Stunden durch den Samstagvormittag folgen wollen. Amseln sind zu hören, immer wieder das "Tsi-tsi-däh" der Kohlmeisen. "Der Ruf hat ihr auch den Namen Schlossermeise eingebracht - klingt er doch wie das Feilen von Eisen." Am Himmel flieht ein Schwarzmilan vor zwei Rabenkrähen, die den potenziellen Feind mit Attacken vertreiben. Es ist der vielversprechende Auftakt zur Vogelexkursion am Trerichsweiher.
Doch bevor wir das Wasser erreichen, wandern wir durch den von Luisenstraße, B56 und ICE-Trasse eingefassten Wald. Nur die Agger bildet eine natürliche Grenze. Trotz des relativ jungen Alters - der Bestand hat sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt - entdecken wir überraschend viele alte Bäume. "Ideale Heimat für viele Arten", so Radtke. Spechte - wir hören Bunt- und Grünspecht - bauen ihre Höhlen in das morsche Holz. Später ziehen in diese andere Vögel ein. Ringeltauben beispielsweise, oder Kleiber, die das für sie viel zu große Loch mit Lehm verkleinern. Ein Stück weiter, hinter der abgeplatzten Rinde einer Weide in der Aggeraue, hat ein Gartenbaumläuferpaar sein Nest. "Das sind sogenannte Nischenbrüter, ihnen reicht ein schmaler Spalt."
Staunen lässt uns eine akustische Mimikry. Wir glauben, eine Singdrossel zu hören, doch der Vogelexperte erkennt, von der Bestimmungsapp bestätigt, eine Mönchsgrasmücke. "Die imitieren gerne Laute, zum Beispiel Autoalarmanlagen. Oder eben den Gesang anderer Arten." Fast unhörbar hingegen das Sommergoldhähnchen. "Die höhen Töne sind vor allem für ältere Menschen nur noch schwer zu vernehmen."
Dann stehen wir am Ufer des Trerichsweihers, einer ehemaligen Tongrube mit Wurzeln im 16. Jahrhundert. Das Gewässer ist maximal drei Meter tief und hat keinen natürlichen Zufluss, speist sich also ausschließlich durch Niederschläge. Auf den Inseln brüten verschiedene Arten in unterschiedlichen Stockwerken. Am Boden hocken Graugänse auf ihren Eiern. In der nächsten Etage herrscht noch emsigeres Treiben: Die Kormorane sind damit beschäftigt, an ihren Nestern zu bauen. Wenn sie damit fertig sind, brüten sie einen Monat, dann dauert es noch einmal 50 Tage, bis die Jungen "die gute Stube" verlassen. Damit sind die Eltern ihre Pflichten jedoch noch nicht los: Sie füttern den Nachwuchs weitere drei Monate mit hochgewürgtem Fisch.
Über den Köpfen der abwertend als Wasserraben bezeichneten Tiere - in der Teichwirtschaft können Kormorankolonien große Schäden anrichten, weshalb der heute wieder häufige Vogel in den 70er-Jahren kurz vor dem Aussterben stand - wohnen schließlich die Graureiher. "Das sind wahre Leichtgewichte, gemessen an ihrer Größe." Maximal zweieinhalb Kilo bringen die Schreiter die Waage, die stundenlang nahezu regungslos auf Fische, Frösche, Schlangen, Regenwürmer oder Feldmäuse lauern können. Damit sind sie mehr als 500 Gramm leichter als ihre schwarzen Nachbarn, die dementsprechend kräftigere Äste zum Bau des Nistplatzes benötigen.
Am Ende des Rundgangs stehen 30 Vogelarten, die wir hören und/oder sehen konnten, auf der Liste. Die nächste Exkursion mit Dr. Uwe Radtke führt am Freitagabend, 22. Mai, ab 19 Uhr durch die Pleistalaue. Treffpunkt ist der Parkplatz an Burg Niederpleis. Anmeldung beim Amt für Umwelt und Wirtschaft unter +49 2241 102-1353 oder umwelt@siegburg.de. Die Teilnahme ist kostenlos.
Foto: Erklärung mit vollem Körpereinsatz - Uwe Radkte führt die charakteristische Silhouette eines Kormorans (rechts unten) vor, der sein Gefieder nach einem Tauchgang trocknen lässt. Rechts oben ein Graureiher.

Kebyart bringen Saxofone zum Aufflackern
Siegburg. Im Ensemble Kebyart vereinen vier Saxofonisten aus Barcelona ihre Leidenschaft für Kammermusik, gepaart mit dem Wunsch, frischen Wind in die klassische Musik zu bringen. Am Freitag, 17. April, sind die Holzbläser im Rahmen der Resonanzen-Reihe zu Gast im Stadtmuseum, Markt 46, spielen dort Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Maurice Ravel, Caroline Shaw und Dani López Pradas. Dabei ist der Name des Quartetts Programm: Das balinesische Wort "kebyar" bedeutet "plötzlich aufflackern" oder "aufplatzen" - eine Metapher für das energiegeladene und hochvirtuose Musizieren der Spanier, die bereits zum zweiten Mal in Siegburg gastieren. Karten sind in allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter anderem an der Museumskasse, sowie online erhältlich.

Leon Berben spielt beim Orgelzyklus
Siegburg. Die gotisch-barocke Orgel in der evangelischen Kirche St. Andreas in Östonnen, einem Stadtteil von Soest, zählt zu den ältesten spielbaren Orgeln der Welt. 326 der 576 Pfeifen wurden bereits im 15. Jahrhundert in das Instrument eingebaut. Darauf musizieren darf Leon Berben, der am Sonntag, 19. April, um 16.30 Uhr beim Siegburger Orgelzyklus in St. Servatius in die Tasten greift, um Kompositionen von Giacomo Puccini, Vincenzo Petrali, Joseph Haydn und Johann Gottfried Müthel darzubieten. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende zugunsten der Kirchenmusik gebeten.

Zweimal zwei Quadratmeter
Siegburg. Zwei Ölflecke, beide etwa zwei Quadratmeter groß, entfernt die Feuerwehr am gestrigen Montag von Straßen - zunächst um 13 Uhr im Rosen-, sechseinhalb Stunden später im Buchenweg

Sportliche Tage der offenen Tür
Siegburg. Sie möchten eine neue Sportart ausprobieren? Dann nutzen Sie eines oder beide Angebote, die der Siegburger TV in den kommenden Wochen zum Schnuppern anbietet!
Die Tennisabteilung stellt sich an zwei Samstagen, 25. April und 2. Mai, jeweils von 11 bis 14 Uhr vor. Wo? Auf der Anlage "Am Grafenkreuz". Unter professioneller Anleitung können Interessierte an Gruppentrainings teilnehmen und erste Schläge wagen oder vorhandene Fähigkeiten auffrischen. Schläger und Bälle werden gestellt, sportliche Kleidung sollte mitgebracht werden. Wiedereinsteiger können Vereinsmitglieder zum Match auffordern. Die Teilnahme ist kostenlos, zur besseren Planung bittet der Verein um eine kurze Anmeldung per Mail an schnuppern@stv-am-grafenkreuz.de.
Am Samstag, 9. Mai, präsentiert sich von 11 bis 17 Uhr die Kanuabteilung. Das Bootshaus finden Sie an der Wahnbachtalstraße 19. Oberhalb des Wehrs dürfen Sie sich im Kajak oder Canadier auf das ruhige Wasser der Sieg wagen. Die Vereinsmitglieder zeigen den Einstieg und beantworten Fragen.

Kölner Stadion gedenkt des toten Nicolas (26)
Köln/Siegburg. Sonntagnachmittag, 15.30 Uhr. Im Kölner Rhein-Energie-Stadion steht Abstiegskampf auf dem Programm: Der FC gegen Werder Bremen. Doch kurz vor Spielbeginn steht die Bundesliga-Welt still. "Ne Jode" von Kasalla erklingt: "Dat kann nit sinn, oh bitte saach dat dat nit wohr es. Kann mir kein Welt vürstelle in der Du nit mieh do bes!" Ein riesiges Choreo-Banner der Wilden Horde senkt sich vom Oberrang herab, bedeckt fast die ganze Südkurve. Köln gedenkt des toten Nicolas aus Siegburg. Im Alter von nur 26 Jahren war er, der noch vor Wochen als einer der Vorsänger der Wilden Horde auf dem Zaun stand und mit für die einzigartige kölsche Stimmung und bedingungslose Unterstützung des geliebten Vereins sorgte, an einem Herzleiden verstorben. Aller Kampf vergebens, alle medizinischen Bemühungen erfolglos. Die Beerdigung auf dem Nordfriedhof vor einigen Tagen - wir berichteten - fand unter riesiger Beteiligung der FC-Fans und befreundeter Gruppen aus Paris und Glasgow statt. Nicolas war beliebt und anerkannt, engagiert.
Die Trauer-Choreo - für die Zuschauer ein bewegender Augenblick. Auch die Fans von Werder Bremen werden später im Oberrang der Nordkurve ein schwarzes Banner entrollen: "Ruhe in Frieden, Nicolas". Die Kölner Fans danken mit langem Beifall. Noch lange nach dem Schlusspfiff hängt es dort zum Gedenken. Auch in anderen Bundesliga-Stadien, etwa in Dortmund oder beim HSV, wird an Nicolas erinnert. Einen Tag vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach war er gestorben. Kränze und Blumen lagen in der Südkurve vor dem Zaun, dort wo er seinen Platz hatte. Vor dem Spiel kam FC-Keeper Marvin Schwäbe und legte als Mannschaftskapitän eine Rose nieder.
Nicolas, der Vorsänger des 1. FC Köln aus Siegburg, er ist nicht mehr: "Hört ihr die Engel singen laut im Chor, Nicolas du gibst den Takt im Himmel vor", haben sie auf das Mega-Banner, das ihn mit Megaphon im Kreis eben jener Engel zeigt und das sich von Eckfahne zu Eckfahne erstreckt, geschrieben. Doch so riesig, als dass oberflächliche DAZN-Fußballkommentatoren beim Verlesen ihres vorbereiteten Taktikgeschwafels darauf aufmerksam würden, das wahre Leben, den realen Tod, die echte Trauer, registrierten, so groß kann wohl kein Banner sein.
Die Wilde Horde, eine der ältesten und größten Ultra-Gruppierungen in Deutschland, das Herz der Südkurve, gründete sich am 7. Dezember 1996. Auf den Tag drei Jahre später, am 7. Dezember 1999, erblickte Nicolas das Licht der Welt. Es gibt keine Zufälle.
Der Anpfiff der Partie naht, das Banner wird eingerollt. Kasalla verklingt:
"Du wors ne Jode
Einer vun de Beste
Un ich schwör mer wääde Dich
Niemols verjesse
Un Du wees fähle
Einfach jede Daach aff jetz!"
Foto: Die emotionale Choreo für Nicolas. Für die Überlassung der Aufnahme danken wir Stephan Schell und Markus Krämer von der Wilden Horde 96.

Krewels- statt Keukenhof
Siegburg. "Man muss nicht immer auf den Keukenhof zu unseren niederländischen Nachbarn reisen, um sich an der farbenfrohen Pracht mit rund 200.000 Tulpen zu erfreuen", schreibt uns unser Leser Klaus Mahler. Sein Ausflugstipp ist stattdessen sogar mit dem Fahrrad zu erreichen: die Felder auf dem Krewelshof im nahegelegenen Lohmar.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Dienstag, 14. April 2026
15 bis 17 Uhr, Katholisches Pfarrheim Kaldauen, Antoniusweg 1:
Seniorencafé "Café Lichtblick"
15 bis 18 Uhr, Spielplatz Kaldauer Feld:
Spielmobil Armin (Foto)
Mittwoch, 15. April 2026
14 bis 17 Uhr, Café T.o.d., Nordfriedhof:
StrickCafé
14 bis 18 Uhr, Vorplatz der katholischen Kirche Liebfrauen, Antoniusweg 1:
Bauernmarkt
15 bis 18 Uhr, GGS Stallberg, Deutzer-Hof-Straße 24::
Spielmobil Armin
19.30 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Philosophische Stunde mit Prof. Dr. Martin Booms: "Longevity - Traum vom ewigen Leben?"

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Dienstag, 14. April, der 104. Tag in 2026
Wetter: Die Sonne kommt zurück.
Sonnenuntergang heute: 20.25 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 6.37 Uhr
Monduntergang heute: 16.46 Uhr
Mondaufgang morgen: 5.39 Uhr
Bernhard (von Tiron, Einsiedler, Abt in Poitiers, Klostergründer, starb am 14. April 1117 bei Chartres); Benedikt (Hirte in Avignon, starb 1184; gründete die Laienbruderschaft der Brückenbrüder ("fratres pontifices"), welche der Überlieferung nach die erste Rhonebrücke und viele weitere in Südfrankreich erbaute, ebenso Brücken- und Pilgerkapellen sowie Straßen, die besungene Pont d'Avignon trägt seither den Namen Pont Saint-Bénézet).
Peter Behrens (1868-1940), Architekt, Maler, Grafiker und führender Vertreter des modernen Industriedesigns, gilt als Erfinder des Corporate Designs, weil er zwischen 1907 und 1914 als Berater für die AEG erstmals ein einheitliches Erscheinungsbild eines Unternehmens schuf; Ernst Robert Curtius (1886-1956), Romanist und herausgehobener Experte der mittelalterlichen Literatur, von 1929 bis 1951 Professor an der Uni Bonn; Arnold Toynbee (1889-1975), britischer Historiker ("Der Gang der Weltgeschichte"); Rod Steiger (1925-2002), amerikanischer Schauspieler, Oscar für "In der Hitze der Nacht"; Erich von Däniken (1935-2026), schweizerischer Schriftsteller, seine 62 Millionen verkauften pseudowissenschaftlichen Bücher über angebliche Astronautengötter und extraterrestrische Vorzeitbesuche dokumentieren, dass viele Leute vieles glauben, auch die Mär von frühägyptischen Glühbirnen; Loretta Lynn (1935-2022), amerikanische Country-Sängerin ("I'm A Honky Tonk Girl") mit 27 Nummer-1-Songs in der Karriere; nach Genesung von Schlaganfall und Hüftbruch durch Sturz 2018 mit "Wouldn't It Be Great" nochmal in den Top 10 der US-Country-Charts; Julie Christie (1940), britische Schauspielerin ("Wenn die Gondeln Trauer tragen", "Fahrenheit 451", "Shampoo", "Troja"); Ritchie Blackmore (1945), Gitarrist bei Deep Purple ("Smoke On The Water"), Rainbow und Blackmore's Night; Sarah Michelle Geller (1977), amerikanische Schauspielerin ("Buffy - Im Banne der Dämonen"); Dominik Paris (1989), italienischer Skirennläufer, im Südtiroler Meran geboren; "Domme" holte bei der Olympia-Abfahrt in Cortina jüngst Bronze, WM-Gold gab es 2019 im schwedischen Åre und Silber 2013 in Schladming, bei Weltcuprennen seit 2012 über 50 Podestplätze und 26 Siege, die meisten im norwegischen Kvitfjell wie jüngst im März und auf der Pista Selvio in Bormio.
1759: Georg Friedrich Händel, der Komponist stirbt 74-jährig in London; in Halle geboren, schafft der Tonsetzer, seit 1727 mit britischer Staatsangehörigkeit, Meisterwerke spätbarocker Klangfülle, er ist der erste deutsche Komponist von europäischer Geltung - zu seinen wichtigsten Instrumentalwerken zählen die "Wassermusik" und die "Feuerwerksmusik"; sein "Messias" (1742) wird eines der bekanntesten Werke, das "Halleluja" daraus zu den meistaufgeführten Stücken der klassischen Musik, der fünfte und sechste Takt des Oratoriums sind Vorbild für die Schlagfolge des Big Ben, der Glocke im Uhrenturm des Londoner Parlamentsgebäudes; Händel wird in der Westminster Abbey beigesetzt, 3.000 Menschen erweisen ihm die letzte Ehre; 1930: Wladimir Majakowski, der russische Dichter schießt sich im georgischen Kutaissi 36-jährig mit der Pistole ins Herz, der Nachwelt hinterlässt er die Zeilen: "Wie man so sagt, der Fall ist erledigt; das Boot meiner Liebe am Alltag zerschlug. Bin quitt mit dem Leben"; 1986: Simone de Beauvoir, die französische Schriftstellerin ("Das andere Geschlecht") stirbt 78-jährig in Paris; 2012: Piermario Morosini, der italienische Fußballer, vormals Udinese, jetzt Livorno Calcio, erleidet beim Auswärtsspiel in Pescara einen Kreislaufstillstand und stirbt trotz Wiederbelebungsversuchen kurze Zeit später 25-jährig im Krankenhaus; nach dem frühen Tod seiner Eltern und dem darauf folgenden Selbstmord seines Bruders hatte er die Kosten für die Heim-Unterbringung seiner behinderten Schwester übernommen, deren Vormundschaft übernahm nach seinem Tod Udinese-Kapitän Antonio Di Natale; bei der Beerdigung des Fußballers wollen 5.000 Menschen in die Kirche von Bergamo, die Trauerzeremonie wird auf Großleinwänden am Marktplatz übertragen; 2013: Ekkehard Böhmer, der Regisseur bekannter TV-Unterhaltungssendungen ("Einer wird gewinnen", "Am laufenden Band", "Zum Blauen Bock", "Musik ist Trumpf", "ARD Wunschkonzert", "Melodien für Millionen", "Goldene Kamera", "Musik liegt in der Luft", etliche Silvester-Shows) stirbt 84-jährig in Wiesbaden; 2015: Percy Sledge, der amerikanische Sänger ("When A Man Loves A Woman") stirbt 75-jährig in Baton Rouge/Louisiana; 2015: Klaus Bednarz, der TV-Journalist und Auslandskorrespondent, 18 Jahre Leiter und Moderator von "Monitor", stirbt 73-jährig in Schwerin; 2019: Bibi Andersson, die schwedische Schauspielerin ("Wilde Erdbeeren", "Szenen einer Ehe") stirbt 84-jährig in Stockholm; 2021: Bernhard Lawrence "Bernie" Madoff, der anerkannt größte Finanzbetrüger aller Zeiten stirbt 82-jährig im Knastkrankenhaus in Butner/North Carolina; "Onkel Bernie" verarschte alle, von anonymen Kleinsparern bis Steven Spielberg; mit frischem Anlegergeld bediente er die alten Schulden, ein lawinenartiges Schneeballsystem mit am Ende rund 70 Milliarden (!) Dollar Schulden; der Ganove ließ sich auch noch dafür feiern, dass er mit ergaunerter Kohle als Wohltätigkeitsponsor herumstrahlte; für seine Betrügereien gab es 150 Jahre Haft; im Lichte einer Nierenkrankheit jammerte der Mega-Betrüger um seine Entlassung, doch der Richter befand mit Blick auf die Opfer: "Es war mein Wille, dass er den Rest seiner Lebens im Gefängnis verbringt".
Vor 835 Jahren - 14. April 1191
Papst Coelestin III. krönt Heinrich VI. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Damit billigt das Kirchenoberhaupt den Versuch des deutschen Königs, seinen Erbanspruch auf das sizilianische Reich durchzusetzen. Wegen der Revolte deutscher Fürsten schafft es aber Heinrich erst 1194 mit seinem zweiten Italienfeldzug König von Sizilien zu werden. Die Macht der Staufer erreicht den Höhepunkt. Heinrich gelingt es aber nicht, die Königswürde erblich zu machen, die Fürsten sind dagegen. So muss sich Sohn Friedrich 1196 auf herkömmliche Weise den Königswahlen stellen.
Vor 210 Jahren - 14. April 1816
Berchtesgaden bleibt bayerisch: Im Vertrag von München legen das Königreich Bayern und das Kaisertum Österreich ihren Händel bei. Österreich erhält drei Jahre später im Frieden von Schönbrunn verlorenes Gebiet zurück.
Vor 50 Jahren - 14. April 1976
Der sowjetische Regimekritiker und Physiker Andrej D. Sacharow und seine Frau Jelena Bonner werden in Omsk verhaftet. Sacharow ist führender Kopf der Bürger- und Menschenrechtsbewegung der UdSSR. 1975 erhielt er für seinen Einsatz für politisch und religiös Verfolgte den Friedensnobelpreis.
Vor 45 Jahren - 14. April 1981
Die Raumfähre "Columbia" mit John Young und Robert Crippen an Bord landet sicher auf der kalifornischen Edwards Air Force Base. Nach zwei Tagen endet damit die erste Space-Shuttle-Mission der NASA erfolgreich.
22 Jahre später bricht die "Columbia" bei der Rückkehr von ihrer 28. Mission am 1. Februar 2003 mit knapp 20.000 Stundenkilometern in einer Höhe von etwa 61 Kilometern über Texas auseinander. Ein Loch im Hitzeschild, verursacht beim Start durch ein abgerissenes Schaumstoffteil, hatte zur Überhitzung eines Tragflächenteils geführt. Alle sieben Besatzungsmitglieder, darunter mit Kalpana Chawla (40) die erste Frau indischer Herkunft im All, kommen ums Leben.
1986 war die "Challenger" kurz nach dem Start zu ihrer 25. Mission explodiert, auch hier starben alle sieben Besatzungsmitglieder. Zur US-Raumtransporterflotte gehörten noch die "Atlantis", die "Endeavour" und die "Discovery". Start zum letzten Einsatz: 8. Juli 2011, "Atlantis".
Vor 40 Jahren - 14. April 1986
1.020 Gramm wiegt das schwerste jemals gewogene Hagelkorn: Es fällt bei einem Unwetter bei Gopalganj in Bangladesch vom Himmel. 92 Menschen sterben im Hagelsturm.
Vor 5 Jahren - 14. April 2021
US-Präsident Joe Biden kündigt den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan bis spätestens zum 11. September an, um den Krieg zu beenden. Die NATO-Verbündeten schließen sich der Entscheidung an.

Vor 145 Jahren - April 1881
Sein "reichhaltig assortiertes Lager in sämmtlichen polirten Möbeln" bietet Mathias Schmandt mit Schreinerei und Möbelgeschäft in der seinerzeitigen "Bahnhoffstraße" 8 an. Zum Möbelsortiment zählen "Bettstellen, Kleider-, Gallerien-, Bücher-, Spiegel-, Silber- und Etagerenschränke, Commoden, Wasch- und Nachtscommoden mit und ohne Marmoraufsatz, Patent-Ausziehtische, Sophatische und Nähtischchen, Etageren, Garderobenhalter und Spiegel, Auswahl aller polirten Stühle etc. in Mahagoni und Nußbaumholz und sämtliche Polstermöbeln. Große Auswahl an Kinderwagen."
Vor 115 Jahren - 14. April 1911
"Das Sarrasani-Gastspiel in Köln ist das Tagesgespräch. Für den Vormittag des Freitags steht das Eintreffen des letzten Sarrasani-Transportes in Aussicht, der aus dem gesamten Tier- und Menschenmaterial sich zusammensetzt. Bis dahin wird die Zeltstadt, die sich augenblicklich auf dem Platze am Aachener Tore erhebt, fertig aufgebaut sein. Bereits in den nächsten Tagen wird der Vorverkauf für die Galapremiere am Samstag abend und die folgenden Feiertage einsetzen. Außer der Zirkuskasse unterhält der Zirkus eine ständige Vorverkaufsstelle im Zentrum bei J. Neumann, Hohestraße 124. Der Zirkus erhält telefonischen Anschluss unter der Nummer 6500. Es sind genug der Veranstaltungen, die uns der Zirkus Sarrasani in den zweiwöchigen Frist seines Kölner Gastspieles bescheren wird." (Siegburger Kreisblatt)
Vor 110 Jahren - 14. April 1916
"Bei verhältnismäßig kaltem Wetter und die Nacht durch anhaltendem Regen entlud sich gegen 3 Uhr gestern morgen das erste Nachtgewitter über Siegburg. Besonders stark waren drei Schläge, sodaß die Erde dröhnte und die Fenster klirrten." (Siegburger Kreisblatt)

Vor 110 Jahren - 14. April 1916
Polizeibericht: "Gestern nachmittag gegen 3 Uhr brach in der Schützenburg ein Schadenfeuer aus, dem ein kleiner Teil des Daches über dem Saale zum Opfer fiel. Da gleich Hilfe zur Stelle war, war jede Gefahr schnell beseitigt". Foto: Die Schützenburg 1907, heute steht dort das Siegburger Rathaus
Vor 110 Jahren - 14. April 1916
"Der auch im Befehlsbereich der Festung herrschende Volksgebrauch, gelegentlich des Osterfestes Eier zu färben und Schokolade- und Zuckereier herzustellen, führt zu einem größeren Verbrauch von Eiern, Zucker und Schokolade als in diesem Jahr mit Rücksicht auf die Knappheit an Lebensmitteln und die ohnehin gedrückte Lage mancher Teile der Bevölkerung angemessen erscheint. Der Herr Gouverneur der Festung Cöln rechnet darauf, daß die Bevölkerung soviel Einsicht und Selbstzucht beweisen wird, daß sie auch ohne behördliche Maßnahmen genötigt zu sein, sich die in diesem Jahre gebotene Einschränkung auferlegen wird." Anm.: Zur "Festung Cöln" zählte seinerzeit auch die Stadt Siegburg.
Vor 105 Jahren - April 1921
"Am vergangenen Sonntag nachmittag 2 Uhr hat die Kraftverkehrsgesellschaft "Rheinland" die Probefahrt auf der Strecke Siegburg-Hennef-Uckerath-Altenkirchen veranstaltet. Von Siegburg aus nahm als Vertreter des Herrn Landrats Herr Regierungsassessor Finger und Herr Bürgermeister Becker an der Fahrt teil, unterwegs stiegen noch hinzu der Bürgermeister von Hennef, verschiedenste Gemeindevertreter und der Landrat von Altenkirchen. Der Wagen ist ein schöner, in blauer Farbe gehaltener Autoomnibus, der an den Seiten unter den Fenstern in gelber Aufschrift den Namen der Firma und oben auf besonderem weißen Schild in schwarz die Fahrstrecke aufgeschrieben erhalten hat. Der Wagen enthält 20 Sitz- und 8 Stehplätze. Für Gepäckzwecke war bei der Probefahrt ein zweirädriger Anhänger dem Wagen angehängt worden. Das Fahrzeug ist mit gutem Motor ausgerüstet und nimmt die schwere Steigung des Käsberges vor Uckerath leicht. Bei der Fahrt am Montag wurde der Wagen nach Altenkirchen und zurück besonders stark, auf der anderen Hälfte nach Siegburg zu weniger stark benutzt. Die Fahrpreise sind: Von Bahnhof Siegburg bis Deichhaus 1 Mark, bis Hennef 3,50, bis Uckerath 8, bis Vier Winden 10,50, bis Weyerbusch 14,50 und bis Altenkirchen 18. Ab Siegburg um 10.15 Uhr, 3.15 und 6.15."

Vor 70 Jahren - April 1956
"Meinungsverschiedenheiten gab es im Rat über die Empfehlung des Bauausschusses, in der Griesgasse auf den vorgesehenen Parkplatz zu verzichten. Der Platz liege nur 50 Meter vom Hauptparkplatz der Stadt, dem Markt, entfernt. Es bestehe die Gefahr, daß ein Stück der alten Stadtmauer niedergelegt werden müsse. Es soll ein neuer Ausweichvorschlag für den Parkplatz vorgelegt werden. Die Ratsherren bemängelten, daß durch die Kehrtwendung des Verkehrs in der Mühlenstraße die Neue Poststraße und die Bahnhofstraße überlastet geblieben seien. Man meint, daß die Geschäftsleute in der Mühlenstraße eine nochmalige Kehrtwendung herbeiwünschten, denn die Straße sei jetzt halbleer." (Siegburger Zeitung). Foto: Blick vom Markt in die Griesgasse um 1965.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Apotheken-Notdienst: https://www.aponet.de
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
