Als Mai Redner machte Hans Jürgen Urban, Bundesvorstandsmitglied der IG Metall, deutlich: "Unsere Industrie braucht Zukunft. Allein in den energieintensiven Branchen stehen vier Millionen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Permanent müssen wir gegen Lohn- und Arbeitsplatzabbau und für Zukunftsinvestitionen kämpfen. Auch hier bei ZF in Eitorf, bei Ammann in Hennef, bei GKN in Lohmar." Die Arbeitnehmer stünden bereit, sich für wettbewerbsfähige Energiekosten und eine funktionierende Infrastruktur zu engagieren, koppelten, so Urban, diese Bereitschaft aber an verbindliche Beschäftigungs- und Standortzusagen sowie sogenannte Transformationsvereinbarungen.
Ihm gelang eine treffende Diagnose der finsteren Weltlage, die in starkem Kontrast stand zum sonnigen Wetter: "Autoritärer Nationalismus à la Trump, Globalisierung des Krieges, beschleunigter Klimawandel und die Zerstörung des Miteinanders - das sind die Krankheitserscheinungen unserer Zeit."
Bürgermeister Stefan Rosemann übertrug das Oberthema Gerechtigkeit auf die kommunale Ebene. In den Städten und Gemeinden zeige sich aufgrund der Anknüpfungspunkte zu sozialen Akteuren, ob der Staat als handlungsfähig wahrgenommen werde. Verpasse man es, die Rathäuser mit genügend Geld auszustatten, leide einerseits das Angebot, schwinde andererseits das Vertrauen in das große Ganze.
Ein Kultur und Familienprogramm schloss sich an den appellativen Teil an. Mit pointiert-scharfem Kabarett begeisterte Wilfried Schmickler. In der Folge reichten in einer fetzigen Bühnenshow die Saints Cheerleader, die Abteilung Nova des Siegburger TV, die Augustiner Dancing Devils und eine Taekwondo Gruppe den Staffelstab untereinander weiter. Den musikalischen Schlusspunkt setzte die Band Mad Memories mit beliebten Rock- und Popsongs.

