Ute Werner kommt aus Bonn. Die pensionierte Deutschlehrerin unterrichtet im Zeitraum der Diakonie ehrenamtlich Flüchtlinge, bekam durch die häufigen Siegburggastspiele den Sammlungsaufruf in der letzten Woche mit. Gestern stellte sie eine betagte Box vor Frederic Frädrich ab, der für die Stiftung Haus der Geschichte die Aufnahme protokollierte. Aus der Kiste sprang eine Adler-Nähmaschine, made in Germany, made in the Fifties. Damals eine technische Neuheit, weil handlich, transportabel und elektrisch, nicht mehr fußpedalbetrieben, wie viele Vorkriegsmodelle. Es mag dramatisch klingen: Die Adler half ihrer Familie beim Überleben. Die Mutter verwandelte preisgünstig Stoffe in Kleider und betrieb ihre eigene Ausbesserungsanstalt. So konnte Geld gespart werden. In den Siebzigern gründete Werner ihren eigenen Haushalt, erwarb ein Nachfolgemodell. Die Maschine aus Kindertagen geriet in Vergessenheit. "Als ich nun den Karton öffnete, trat der Geruch einer anderen Epoche aus."
Museumstag, 2
Siegburg. Am Museumstag wurde diese Tischreihe zum Dreh- und Sammelpunkt. Das Haus der Geschichte NRW fragte nach: Was haben Sie, was andere nicht haben? Welche wertvollen Stücke stehen bei Ihnen im Keller oder Speicher, die ab 2030 im umgebauten Düsseldorfer Behrensbau die Historie unseres Bundeslandes erzählen können?
Ute Werner kommt aus Bonn. Die pensionierte Deutschlehrerin unterrichtet im Zeitraum der Diakonie ehrenamtlich Flüchtlinge, bekam durch die häufigen Siegburggastspiele den Sammlungsaufruf in der letzten Woche mit. Gestern stellte sie eine betagte Box vor Frederic Frädrich ab, der für die Stiftung Haus der Geschichte die Aufnahme protokollierte. Aus der Kiste sprang eine Adler-Nähmaschine, made in Germany, made in the Fifties. Damals eine technische Neuheit, weil handlich, transportabel und elektrisch, nicht mehr fußpedalbetrieben, wie viele Vorkriegsmodelle. Es mag dramatisch klingen: Die Adler half ihrer Familie beim Überleben. Die Mutter verwandelte preisgünstig Stoffe in Kleider und betrieb ihre eigene Ausbesserungsanstalt. So konnte Geld gespart werden. In den Siebzigern gründete Werner ihren eigenen Haushalt, erwarb ein Nachfolgemodell. Die Maschine aus Kindertagen geriet in Vergessenheit. "Als ich nun den Karton öffnete, trat der Geruch einer anderen Epoche aus."

