Initialzündung war ein VHS Kurs zu kreativem Schreiben. Seitdem trifft sich die etwa zehnköpfige Gruppe zweiwöchentlich und setzt sich mit den Arbeiten der Beteiligten auseinander. Entstanden sind inzwischen acht Anthologien und viele Lesungen, in der Regel zwei pro Jahr in der Stadtbibliothek. Die Fluktuation in der Gruppe ist gering, aber grundsätzlich ist sie offen für neue Mitglieder. Wer mitmachen möchte, muss aussagekräftige literarische Arbeiten einreichen, dann wird in der Gruppe abgestimmt.
Die meisten der Autorinnen und Autoren haben bereits auch außerhalb der von der Gruppe herausgegebenen Anthologien publiziert. Ganz aktuell: "Das orangefarbene Sofa" von Maria Uleer, eine Sammlung von Kurzgeschichten, erschienen im Bonner Brandt-Verlag. Ebenfalls von Anfang an dabei ist Rüdiger Kaun, Verfasser ebenso skurriler wie unterhaltsamer Kurzgeschichten, die ebenfalls bereits in Buchform erschienen sind (Bernstein). Im Gespräch mit ihm über Lit.11 beschreibt er, wie ein Treffen der Gruppe abläuft.
Wer einen Text hat, über den in der Gruppe gesprochen werden soll, schickt ihn im Vorfeld an alle Mitglieder. Beim Treffen wird der Text gelesen, von den Gruppenmitgliedern, nicht von der Verfasserin. Es folgt eine Beurteilung des Textes durch die anderen Autoren, dazu nimmt dann der Verfasser Stellung, bevor zum Schluss noch einmal die Gruppe das Wort hat. Für die Autoren kann ein solcher Prozess äußerst fruchtbar sein. Man muss aber mit der Kritik auch leben können. Eine gewisse Professionalität im Verhältnis zum eigenen Werk wird da schon vorausgesetzt.
Die Ergebnisse können sich jedenfalls sehr gut lesen lassen. Wer einen Eindruck davon bekommen möchte, werfe einen Blick in die aktuelle Anthologie "Lauter kleine Dinge" und komme am Donnerstag, 18. Juni, um 18 Uhr in die Stadtbibliothek zur Lit.11-Autorenlesung zum Thema "So etwas wie Liebe". Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird erwünscht und zwar über diesen Link.

