Leichenfliegen aus der Eiszeit
Siegburg. In der letzten Eiszeit war das Rheinland durch eine baumfreie Landschaft mit Jahresdurchschnittstemperaturen von etwa zwei Grad Celsius gekennzeichnet, in der kälteangepasste Großsäuger wie Wollhaarmammut oder Wollnashorn lebten. Fossilien dieser Tiere begeistern bis heute. Oftmals ist die Faszination über diese Funde so groß, dass bei der Reinigung der Knochen Informationen verloren gehen können, beispielsweise die Überreste einer kleinen, noch heute lebenden Art - die der Schmeißfliege Protophormia terraenovae. Nur ein geschultes oder aufmerksames Auge erkennt die Spuren, die uns spannende Einblicke in die letzten Tage der Großsäuger liefern. Darüber berichtet der Paläontologe Dr. Bastian Mähler vom Bonner Institut für Organismische Biologie im Museumsgespräch am Donnerstag, 11. Juni, um 18.30 Uhr im Stadtmuseum. Der Eintritt ist frei.

