Rund um den Aktionstag empfängt die Filiale 17-mal Besuch von Grundschülern, manchmal sind es mehrere Klassen auf einmal. Eine Bücher-Rallye führt sie durch die Reihen. In Zeiten, in denen sich das Lesen gegen tausend medial flackernde Rivalen durchsetzen muss, promotet Thalia das Kerngeschäft mit dem Gratisbuch "Der fliegende Klassenscooter". 1.200 Exemplare gehen raus an die jungen Gäste.
Die etwas Älteren lesen in der Schule derzeit bevorzugt einen Klassiker, der sich mit DEM Kapitel unserer Historie auseinandersetzt. "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" ist zeitlos stark nachgefragt zu Unterrichtszwecken.
Schwenk in die Stadtbibliothek, die uns drei Titel aus ihrer Sachbuchbestenliste mitteilt. Die Arbeit des in Schweden sehr populären Schriftstellers Alex Schulman mit dem Titel "Vergiss mich" stellt eine Mutter-Sohn-Beziehung in den Mittelpunkt, die durch die Alkoholsucht der Mutter bis an die Grenzen des Erträglichen belastet wird. Helga Schuberts Gedanken in "Luft zum Leben" kreisen um das Altern und das Sterben. Über weite Strecken zeichnet sie das Leben in der vaterlosen Gesellschaft ab 1945 nach und hebt hervor, dass es in der DDR, in der sie aufwuchs, plötzlich keine Nazis mehr gab. Jedenfalls auf dem Papier und in der Propaganda.
Gut geht in der Bibliothek des Jahres 2025 auch Petra Krivys "Es ist nie zu spät". Die Autorin widmet sich Versäumnissen und Erziehungsdefiziten aus der Corona-Zeit. Von Hunden, nicht von Menschen. Wobei zumeist die Menschen verantwortlich sind für des Wauwaus Missetaten.
Foto: Thalia-Filialleiter Bejamin Zobel mit der Geschichte, die 2026 zum Welttag des Buches gratis an Grundschüler verteilt wird.

