Wir stellen die Gefährte vor. Links im Bild sehen Sie das MLF - die Abkürzung steht für Mittleres Löschfahrzeug -, das der ehrenamtlichen Löschgruppe Brückberg anvertraut wurde. Der Vorgänger wies nach drei Jahrzehnten im Dienst gravierende technische Mängel auf, eine Instandsetzung wäre, auch mit Blick auf aktuelle Anforderungen, nicht mehr rentabel gewesen. Tatsächlich gab das Auto bereits vor einiger Zeit seinen Geist auf, sodass das baugleiche Löschfahrzeug aus Kaldauen auf den Brückberg wechselte. Die Löschgruppe wurde eng in Planung und Beschaffung des neuen MLF eingebunden, die Beladung auf die häufigsten Einsatzbereiche abgestimmt. So verbergen sich hinter den Rollos neben der Standardausrüstung Module zur Bekämpfung von Waldbränden, zur Türöffnung oder zur Zuhilfenahme bei Sturm- und Hochwassereinsätzen. Das MLF verfügt über einen 900 Liter fassenden Löschwassertank, eine externe Pumpe fördert minütlich bis zu 2.000 Liter Wasser. Mit Blick auf mögliche Kontaminierungen bei Bränden kann Ausrüstung direkt am Einsatzort gereinigt werden, sodass gesundheitsschädliche Partikel auf der Rückfahrt nicht eingeatmet werden müssen.
In der Mitte steht ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), rechts ein Rettungsfahrzeug (RTW). Die Anschaffung erfolgte in einer Kooperationsgemeinschaft unter Federführung des Rhein-Sieg-Kreises mit den Städten Königswinter und Troisdorf. So können zum einen Kosten gesenkt, zum anderen die Fahrzeuge identisch bestückt werden. Für die Mitarbeitenden im Rettungsdienst ist dies eine enorme Erleichterung, da so auch ein "fremdes", zuvor noch nicht genutztes Fahrzeug "bekannt" ist. Letztendlich profitieren davon auch die Patienten, da in Notfällen wertvolle Zeit gewonnen wird. Der RTW ist unter anderem mit einem "elektrischen Fahrtragensystem und einer Einziehhilfe zur ergonomischen Entnahme" ausgestattet. Hinter der Fachsprache verbirgt sich ein großer Vorteil: körperliche Entlastung der Einsatzkräfte.
Insgesamt kosteten die drei Fahrzeuge 934.000 Euro. "Gut angelegtes Geld in unsere Sicherheit", ist Bürgermeister Stefan Rosemann überzeugt. "Denn unsere Feuerwehr basiert im Wesentlichen auf Freiwilligkeit. Dafür müssen die Voraussetzungen so gut sein, dass man gerne dabeibleibt."
Foto: Bürgermeister Stefan Rosemann, links, übergibt den symbolischen Fahrzeugschlüssel an Daniel Winterscheid, Leiter der Feuerwehr. Zwischen den beiden steht Dezernent Bernd Lehmann. Die weiteren Vertreter der Feuerwehr sind, v.l., Jan Platvoet (Sachgebietsleiter Technik), Sascha Franke und Dominik Simons (beide Mitglied der Löschgruppe Brückberg), Daniel Klein und Leon Schiffbauer (beide stellvertretende Löschgruppenführer Brückberg). Ben Franke vertritt die Jugendfeuerwehr.

