Unterdessen droht eine zweite Bahnersatzperiode im Sommer. Denn: Die Maßnahme des "Rückschwenkens" der Linie 66 von der momentan gennutzten auf die dauerhafte Brücke über die von der DB gebaute S13-Trasse im Bonner Osten, mithin der Grund für die aktuelle Situation, findet entgegen früheren Planungen gar nicht statt. Im Sommer soll ein zweiter Versuch starten, was für Pendler heißt, dass sie wiederum den Bus besteigen müssen, der mit dem Verkehr auf der staugeplagten B56 rollt und entsprechend länger braucht.
Zwei Fragen drängen sich auf: 1. Hätte nicht mit der Absage der DB alles wie gewohnt weiterlaufen können? Die Bonner Stadtwerke hatten vor, den Ruhezeitraum zu nutzen, um sich ihrerseits notwendiger Instandsetzungen an der Infrastruktur zu widmen, alles war in die Wege geleitet. Das Vorhaben zieht man deshalb jetzt durch. 2. Kann man den Bus-Abschnitt nicht kürzer halten, beispielsweise nur von Hangelar bis Vilich? Logistisch funktioniere das nicht, so Clarissa Pütz, stellvertretende SWB-Sprecherin. "Zum Dienstschluss könnten unsere Bahnen nicht ins Depot nach Dransdorf rollen, stünden auf freier Strecke - mit allen sicherheitstechnischen Auswirkungen, die das hat."

