siegburgaktuell 01.03.2026

Radeln, damit andere das Lesen lernen
Siegburg. Lesen ist der Schlüssel zur Bildung. Um die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken, begeben sich Jahr für Jahr motivierte Radler auf eine "Ride for reading"-Tour. In diesem Jahr starten die Sportlerinnen und Sportler am Sonntag, 19. Juli, im französischen Angers. Dann liegen rund 870 Kilo- und 5.300 Höhenmeter vor ihnen. Über Le Mans, Chartres, Saint-Quentin, Charleroi (Belgien) und Valkenburg (Niederlande) roll der Tross nach Siegburg, wo am Samstag, 25. Juni, mit dem Michaelsberg eine letzte Herausforderung wartet. Wer mitradeln möchte, meldet sich unter www.rideforreading.de an - und findet dort auch weitere Informationen. Foto: Bereits im Sommer 2024 endete die Radtour zur Leseförderung auf dem Michaelsberg.

Wenn Kinder dem Unterricht fernbleiben
Siegburg. Die Schulpsychologische Beratungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises möchte Mütter und Väter von Kindern, die dem Unterricht fernbleiben, über mögliche Ursachen informieren und Möglichkeiten aufzeigen, wie man das Problem in den Griff bekommen kann. Der kostenlose Online-Elternabend findet am Donnerstag, 26. März, um 19.30 Uhr statt. Hier geht's zu weiteren Infos und zur Anmeldung (bis Donnerstag, 12. März).

Neu bei Facebook, Instagram und Co.?
Siegburg. Bislang hatten Sie noch nicht allzu viele Berührungen mit sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram? Sie möchten aber gerne mit Freunden und Familie über Entfernungen hinweg im Austausch bleiben oder neue Leute kennenlernen? Dann sind Sie im VHS-Kurs "Soziale Medien kennenlernen" am Samstag, 7. März, im Studienhaus, Humperdinckstraße 27, genau richtig. Ohne Vorkenntnisse erhalten Sie einen Schritt-für-Schritt-Einstieg in verschiedene Plattformen und deren Funktionen. Weitere Infos und Anmeldung unter www.vhs-rhein-sieg.de.

Einladung zum Jedermanscafé
Siegburg. Am kommenden Dienstag, 3. März, lädt die Bürgergemeinschaft zum Jedermanscafé in die Kirche St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2, ein. Los geht es um 14.30 Uhr, versprochen werden Kaffee, selbstgebackener Kuchen und nette Unterhaltung.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Sonntag, 1. März 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Alix Brodeur: "Standort"
10 bis 18 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Alle(e)s Kunst: "Landschaften" (Foto, bis Sonntag, 22. März)
6. Siegburger Keramikpreis (bis Sonntag, 12. April)
14 bis 17 Uhr, Café T.o.d., Nordfriedhof:
Das Café hat geöffnet
14.30 Uhr, Katholisch-Soziales Institut, Bergstraße 26:
Öffentliche Führung durch KSI und Abtei mit Chaly Halft
18 Uhr, Studiobühne im ehemaligen Kaufhof, Grimmelsgasse 4:
Ü59 Silver Rock Party (ausverkauft)
Montag, 2. März 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Alix Brodeur: "Standort"
ganztägig, Pat-Lissy-Store, Mühlenstraße 13:
Lukrezia Krämer stellt aus (bis Samstag, 14. März - Werke im Geschäft nur nach Voranmeldung unter +49 176 24612079)
10 bis 12 Uhr, St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2:
Lotsenpunkt Siegburg
14 bis 16 Uhr, Gemeinschaftsgarten, Cecilien-/Wellenstraße:
Der Gemeinschaftsgarten hat für Besucher geöffnet
16 bis 18 Uhr, Kreishaus, Kaiser-Wilhelm-Platz 1:
Kostenlose Sprechstunde der Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine
18 Uhr, Katholisches Pfarrheim Kaldauen, Marienstraße 15:
Treffen der ZWAR-Gruppe Kaldauen

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Sonntag, 1. März, der 60. Tag in 2026
Meteorologischer Frühlingsanfang, der astronomische bzw. kalendarische Frühlingsbeginn mit Tag-und-Nachtgleiche ist am Freitag, 20. März, 15.45 Uhr MEZ.
Die Monatsbezeichnung März (Märzen) geht auf den römischen Kriegsgott Mars zurück. Altdeutsche Namen sind Lenzing oder Lenzmond. Martius war im römischen Kalender einst der erste Jahresmonat, deshalb auch die Sieben - Septem - im Namen des heutigen neunten Monats und entsprechend Octo (Acht), Novem (Neun) und Decem (Zehn) in den folgenden Monaten. Mit einem wenig schönen Begriff hat der März Eingang in die Umgangssprache genommen: Ausmerzen bedeutete im 16. Jahrhundert die finale Aussonderung von ungeeignet erscheinenden Tieren in der Schafzucht. Und die stand im März an.
Wetter: "Im Märzen trocken und Sonnenschein, wird eine gute Ernte sein."
Sonnenuntergang heute: 18.12 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 7.14 Uhr
Mondaufgang heute: 15.48 Uhr
Monduntergang morgen: 6.56 Uhr
Roger (Le Fort, Erzbischof von Bourges, Gründer sozialer Einrichtungen, starb 1368); David (von Menevia, Einsiedler in den Bergen von Wales, starb um 601); Eudokia (junge Frau aus Phönizien, heute Libanon, verteilte ihr Vermögen unter die Armen; von einem früheren Liebhaber als Christin angezeigt, wurde sie um 114 enthauptet), auch: Dunja.

Sandro Botticelli (1445-1510), italienischer Maler und Zeichner der Frührenaissance, Bild: "La Primavera" ("Der Frühling"), Gemälde von Boticelli um 1478/82; Frédéric Chopin (1810-1849), polnischer Komponist und Pianist, komponierte als "Wunderknabe" bereits mit sieben Jahren, starb mit 39 Jahren in Paris; Oskar Kokoschka (1886-1980), österreichischer Dichter und Maler des Expressionismus; Glenn Miller (1904-1944), amerikanischer Posaunist, Bandleader (Glenn Miller Orchestra) und Komponist ("Moonlight Serenade", "In The Mood"), starb im Zweiten Weltkrieg bei einem nie aufgeklärten Flugzeugunglück über dem Ärmelkanal; David Niven (1909-1983), schottischer Filmschauspieler, ("In 80 Tagen um die Welt", "Der rosarote Panther", "Casino Royale", "Tod auf dem Nil"); Jitzchak Rabin (1922-1995), israelischer Ministerpräsident, ein Jahr nach Verleihung des Friedensnobelpreises von einem religiösen Fanatiker und Rechtsextremisten ermordet; Harry Belafonte (1927-2023), amerikanischer Sänger ("Matilda", "Island In The Sun"); Jacques Rivette (1928-2016), französischer Regisseur; Sam McBratney (1943-2020), nordirischer Autor von Kinder- und Jugendbüchern ("Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?"); Roger Daltrey (1944), britischer Sänger von The Who ("Tommy", "Pinball Wizard"), von der Gründungsformation leben noch er und Pete Townshend; Hans-Christoph Blumenberg (1947), einer der renommiertesten Filmkritiker ("Die Zeit"), danach Drehbuchautor ("Die Stunde der Generäle") und Regisseur ("Der Sommer des Samurai", häufig "Tatort"); Monika Pflug (1954), Eisschnellläuferin, Gold bei den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo über 1.000 Meter; Katerina Jacob (1958), Schauspielerin ("Der Bulle von Tölz"); Thomas Anders (1963), Popsänger, Ex-Modern-Talking-Partner von Dieter Bohlen; Jack Davenport (1973), amerikanischer Schauspieler ("Der talentierte Mr. Ripley", "Fluch der Karibik"); Justin Bieber (1994), kanadischer Popsänger ("Love Yourself"), Karrierestart mit selbsterstellten Videos auf YouTube; Maren Kirkeeide (2003), norwegische Biathletin, Gold (Sprint), Silber (Verfolgung) und Bronze (Staffel) bei Olympia 2026 in Mailand/Cortina.
1938: Gabriele D'Annunzio, der durchgeknallte italienische Dichter des "Fin de Siècle" mit Nähe zum Faschistenführer Benito Mussolini stirbt 74-jährig in Gardone am Gardasee; er erschuf mit seinem "Il Vittoriale degli Italiani" ("Siegesdenkmal der Italiener") in Gardone, zu Lebenszeiten als Anwesen genutzt, einen neun Hektar großen Komplex, heute weiträumige Museumsanlage, mit Wohnhaus, Mausoleum, Freilufttheater und einem halben Kriegsschiff im Garten - dessen Bug richtete D'Annuncio Richtung Dalmatien aus, das es seiner Meinung nach unbedingt zurückzuerobern gelte; 2003: Ulli Herzog, der Autor und Hörspiel-Regisseur ("Benjamin Blümchen", "Bibi Blocksberg") stirbt 64-jährig in Grömitz; 2006: Annette von Aretin, die erste Fernsehansagerin in Diensten des Bayerischen Rundfunks (1954) und populäres Ratemitglied des "Was bin ich?"-Teams von Robert Lembke (Goldene Kamera 1967) stirbt 85-jährig in München; 2012: Lucio Dalla, der italienische Liedermacher ("Caruso"), Autor und Schauspieler stirbt auf einer Konzerttournee 69-jährig in Montreux; 2014: Alain Resnais, der französische Regisseur ("Hiroshima, mon Amour", "Stavisky") stirbt 91-jährig in Paris; 2015: Wolfram Wuttke, der vor allem mit dem Außenrist geniale, aber menschlich schwierige Fußballer (Schalke, Kaiserslautern, HSV, Espanyol Barcelona), mit dem DFB-Team Bronze bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, stirbt 54-jährig in Lünen an multiplem Organversagen; "Wolfram Wahnsinn" verpasste dem schnell gesichtsgeröteten Fußballlehrer Jupp Heynckes den ewigen Spitznamen "Osram"; den Vorwurf, vor einer Ligapartie auf dem Dürkheimer Wurstmarkt gesichtet worden zu sein, konterte er mit den Worten "Ich kann gar nicht auf einem Weinfest gewesen sein, weil ich nämlich Biertrinker bin"; einem Schiri schnauzte er mal entgegen: "Du scheißt dir doch vor dir selber in die Hose!"; seinen meist grantelnden Hamburger Trainer Ernst Happel charakterisierte er mit den Worten: "Für den Alten war ich entweder Zauberer, Wurschtl oder Arsch. Am Ende war ich fast nur noch Arsch!", der österreichische Fußballlehrer schoss zurück: "Dem Wuttke hat einer ins Hirn g'schissen"; 2017: David Rubinger, der in Wien geborene israelische Fotograf, der die Geschichte seines Landes in eindrucksvollen Aufnahmen dokumentierte, stirbt 92-jährig in Jerusalem; Staatspräsident Schimon Peres bezeichnete ihn als den "Fotografen der Nation im Werden", Historiker und Autor Joseph Croitoru nannte ihn das "Objektiv, durch das Time Israel sah" - Rubinger fotografierte ein halbes Jahrhundert für das "Time Life Magazin"; seine berühmteste Aufnahme machte er während des Sechs-Tage-Krieges, als drei israelische Fallschirmjäger an der wiedereroberten Klagemauer standen; 2017: Paula Fox, die amerikanische Jugendbuch-Autorin, 1978 mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis und 2008 für "Ein Bild von Ivan" mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, stirbt 93-jährig in New York; US-Autor Jonathan Franzen hatte 1996 "Desperate Characters", in der deutschen Ausgabe "Was am Ende bleibt", als besten amerikanischen Roman der letzten Jahrzehnte gelobt und für ein gewaltiges Comeback von Fox gesorgt, bis dahin galt für ihre Romane ein Schicksal, das der "SPIEGEL" mit den Worten umschrieb: "Viel gerühmt, wenig gelesen und bald vergessen"; 2017: Christopher Schmidt, der Kulturchef der "Süddeutschen Zeitung", Erfinder der "Phrasenmäher"-Rubrik gegen Sprachverhunzung und regelmäßiger Autor der herausragenden Seite-1-Glosse "Streiflicht", stirbt 52-jährig in München; 2020: Ernesto Cardenal, der nicaraguanische Priester und Politiker, Dichter und Revolutionär stirbt 95-jährig in Managua; der aus reicher Familie stammende Befreiungstheologe hatte einst die sandinistische Revolution mit ihrem Sieg über den Blutdiktator Anastasio Somoza unterstützt, wurde 1979 gar Kulturminister seines Landes, doch 1994 sagte er sich von den Sandinisten los, veröffentlichte seine Abhandlung "Die verlorene Revolution" ("La revolución perdida"); Papst Johannes Paul II. hatte 1985 auf seinem antikommunistischen Kreuzzug den Priester suspendiert, Papst Franziskus kassierte diese kurzsichtige Entscheidung des polnischen Pontifex ein Jahr vor Cardenals Tod wieder ein - spät, doch nicht zu spät; 2020: Eberhard Figgemeier, der Sportjournalist, lange Jahre Leiter der ZDF-"Sportstudio"-Redaktion, stirbt 73-jährig in Mainz; 1985 war er Livereporter bei der Katastrophe im Brüsseler Heysel-Stadion, ein Jahr zuvor unterlief ihm bei der Kommentierung eines verrückten 6:6-Pokalspiels zwischen Schalke 04 und Bayern München der "Im-Eifer-des-Gefechts"-Versprecher: "Was dieses fantastische Spiel an Werbung für den Fußball gebracht hat, ist nicht wieder gutzumachen!"; 2022: Claus Seibel, der TV-Journalist, jahrzehntelanger Nachrichtensprecher des ZDF, stirbt 85-jährig; bei seinen ersten "heute"-Nachrichten regierte Willy Brandt, bei seiner letzten 2005 saß nach Helmut Schmidt und Helmut Kohl Gerhard Schröder im Kanzleramt; 2023: Just Fontaine, der französische Fußballnationalspieler, 13 Treffer bei der WM 1958, stirbt 89-jährig in Toulouse.
Vor 215 Jahren - 1. März 1811
Muhammad Ali Pascha, osmanischer Statthalter in Ägypten, lässt mehrere hundert Mamluken ermorden und erlangt damit Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich.
Mamluken dienten seit Jahrhunderten in islamischen Ländern als Sklaven für den Kriegsdienst und wurden, einstmals türkischer oder slawischer Herkunft, selbst zur mitherrschenden Oberschicht. Der Ausdruck Mameluck kommt von malaka: besitzen.
Vor 150 Jahren - 1. März 1876
Ingenieur Carl Linde erhält ein Patent für die erste Ammoniak-Kältemaschine. Die Zukunft der Kühltechnik ist eingeleitet: In den nächsten knapp 15 Jahren werden allein in Deutschland 625 Kältemaschinen für Brauereien, Molkereien, Fleisch- und Schokoladenfabriken gebaut und verkauft.
Vor 130 Jahren - 1. März 1896
Henri Becquerel entdeckt bei der Entwicklung von Fotoplatten, auf denen er zuvor Uransalze gelagert hatte, die Radioaktive. 1903 erhält er "als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er durch die Entdeckung der spontanen Radioaktivität erworben hat" gemeinsam mit Marie und Pierre Curie den Nobelpreis.

Vor 125 Jahren - 1. März 1901
"Neuestes Wunder des Verkehrswesens" (Barmer Zeitung): In Wuppertal wird zwischen den Stationen Zoologischer Garten und Kluse das erste Teilstück der Schwebebahn eröffnet - ein weltweit einzigartiges Verkehrsmittel. Das Bild zeigt die Haltestelle Döppersberg (heute Hauptbahnhof).
Vor 115 Jahren - 1. März 1911
"Der Salvator-Ausschank beginnt in München Sonntag auf der Nockherberg. Da der Name Salvator nach richterlichem Urteil nur dem Starkbier der Paulanerbrauerei zukommt, haben die anderen Brauereien für ihr Starkbier andere Bezeichnungen erfunden. Das Bürgerbräu führt Triumphator, das Hackerbräu Liebfrauenbier, das Schwabinger X-Bier, der Franziskaner St. Franziskaner-Bier, das Thomasbräu Thomasbräu-Anstich, das Pschorrbräu Animator, das Löwenbräu St. Bennobier, das Weiße Brauhaus St. Aventinus, das Spatenbräu Doppelspaten."
Vor 105 Jahren - 1. März 1921
Jaroslav Hasek veröffentlicht "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk im Weltkrieg". Hauptfigur ist ein Prager Hundehändler, der eines besonders und ganz schlau kann: Sich dumm stellen.

Vor 95 Jahren - 1. März 1931
Der weiße Tod: "Selten hat ein Winter so viele Lawinenunglücke gebracht wie der diesjährige", berichtete die Presse. "Wieder kommen Meldungen über den Vernichtungszug des weißen Todes. In Graubünden und in Osttirol wurden Bauernhäuser zerschmettert und 14 Menschen aus dem Leben gerissen. Von der ungeheuren Gewalt und der räumlichen Ausdehnung einer solchen Lawine vermag ein Flachländer sich kaum eine Vorstellung zu machen. Vielleicht vermittelt diese Aufnahme einen Begriff von der Stärke dieser Gewalten."
Vor 60 Jahren - 1. März 1966
Das Landemodul der sowjetischen Raumsonde "Venera 3" erreicht als erstes vom Menschen geschaffenes Objekt die Venus.
Vor 55 Jahren - 1. März 1971
In Deutschland tritt die neue Straßenverkehrsordnung in Kraft.
Vor 15 Jahren - 1. März 2011
Eine Woche zuvor hatte ihm bereits die Universität Bayreuth den Doktortitel aberkannt, jetzt tritt CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg auf dem Höhepunkt der Plagiatsaffäre vom Amt des Bundesverteidigungsministers zurück. Untersuchungen zeigten: Seine Dissertation enthielt mindestens 21,5 Prozent Plagiatsanteil. Stets hatte sich der eloquente Polit-Beau zuvor zu verkaufen gewusst und selbstgerecht in Szene gerückt: "Politik muss so gestaltet werden, dass sie nicht Eitelkeiten bedient, nicht auf Wirkung in der Öffentlichkeit bedacht ist, sondern dass sie Ergebnisse erzielt."

Vor 115 Jahren - 1. März 1911
Im Saale "Zur Glocke" findet Sonntagabend das diesjährige Salvatorfest bei Konzert mit gemeinschaftlichen Liedern statt. Der Schreiber des "Siegburger Kreisblattes" leckt sich angesichts des Bieres im Ausschank schon mal genüsslich die Lippen: "Wer den Stoff kennt, verfehlt nicht, Sonntag Abend zur Glocke zu gehen, zumal der Eintritt frei ist." Wirt Robert Blum lädt per Annonce zum Besuch des Salvator-Festes: "In den nächsten Tagen beginnt der Ausschank des weltberühmten Salvator-Bieres, Sonntag, 5. März, im dekorierten Saale. Salvator-Würstchen mit Sauerkraut."
Foto: "Die Glocke", Traditionsgaststätte am Siegburger Markt, links daneben das Modegeschäft Wagner.
Vor 110 Jahren - 1. März 1916
Bürgermeister Carl Plum bringt den Siegburgern die Anordnung des Generalleutnants v. Zastrow für die Karnevalstage inmitten des Ersten Weltkriegs zur Kenntnis. Zastrow ist der Gouverneur der "Festung Cöln", zu der auch Siegburg zählt:
"Um Kundgebungen, die der ernsten Zeit nicht entsprechen, während der bevorstehenden Karnevalstage vorzubeugen, verbiete ich für den Befehlsbereich der Festung Cöln während der Zeit vom 2. bis 8. März 1916: 1. den gewerbsmäßigen Ausschank von Branntwein (Spirituosen) aller Art in sämtlichen Wirtschaftsbetrieben, 2. die Veranstaltung von Versammlungen und Sitzungen, auch von Vereinen jeder Art, soweit es sich nicht um wissenschaftliche, religiöse oder rein geschäftliche Angelegenheiten handelt, 3. das Tragen von Verkleidungen oder karnevalistischen Abzeichen in der Öffentlichkeit und in Vereinsräumen, 4. die Veranstaltung karnevalistischer Aufführungen und Vorträge, das Singen und Spielen karnevalistischer Lieder in öffentlichen Lokalen oder Vereinsräumen sowie auf großen und öffentlichen Plätzen, 5. den Verkauf von Confetti, Luftschlangen und anderen Karnevalsartikeln. Die Polizeistunde wird auch auf geschlossene Gesellschaften ausgedehnt. Sie wird unter Aufhebung aller Ausnahmen auf 12 Uhr abends festgesetzt."
Vor 105 Jahren - 1. März 1921
"Vom März" fabuliert das "Siegburger Kreisblatt": "Der mürrische Februar ist vorüber und mit der ganzen Kraft neu erwachsenden Lebens kommt der März ins Land gezogen. Mit dem März hält die Lenzeshoffnung wieder Einzug. Es faucht ein kalter Wind und Regenschauer und Schneegestöber sind im März nichts Seltenes. In den ältesten Zeiten Roms war der März der erste Monat des Jahres und dem Mars geweiht, der damals noch nicht als Kriegsgott, sondern als Gott des Frühlings und des beginnenden landwirtschaftlichen Jahres verehrt wurde. Märzschnee tut den Saaten weh, aber er ist angeblich ein gutes Mittel gegen Sommersprossen und daher den Damen zu empfehlen, die gern ein frisches Aussehen haben möchten."
Vor 100 Jahren - 1. März 1926
Volkstrauertag für die im Weltkrieg Gefallenen. Der erste Volkstrauertag hatte 1925 auf Anregung des Volksbunds der deutschen Kriegsgräberfürsorge am 1. März stattgefunden, jetzt soll er stets am fünften Sonntag vor Ostern begangen werden. Diesmal ist das wieder der 1. März. Erst seit 1952 liegt der Volkstrauertag auf dem zweiten Sonntag vor dem 1. Advent.
Die "Siegburger Zeitung" würdigt den zweiten öffentlich begangenen Volkstrauertag vor 100 Jahren in zeittypischem Pathos:
"Trauerkundgebung für die im großen Kampf Gefallenen - wie im ganzen Reich - so auch in Siegburg. Sobald der gewaltige Zug, der 11.15 Uhr vom Markte aus sich entwickelte, durch das Friedhoftor den Gottesacker betrat, zog in die Brust eines jeden Teilnehmers der Gedanke ein: wir kommen, in deutscher Treue öffentlich zu danken den Helden, die ihr Herzblut im Kampfe für uns und unser Vaterland dahingegeben, auch denen, die an den erlittenen Wunden oder in bitterer Gefangenschaft gestorben sind. Wie vielen, die noch mit im Feuer gestanden, bewegt der Ernst dieser Stunde doppelt das Herz, wie wird der Schmerz aller, die einen toten Sohn, Vater oder Freund zu beklagen, erneuert, aber gemildert durch diese feierliche Ehrung von Jahr zu Jahr. Nahezu 40 Banner, Fahnen und Standarten umrahmten den Ehrenfriedhof (...) Dem hochwürdigen Pfarrer Berghoff war es vorbehalten, der Trauerfeier Ausdruck zu verleihen, die ergreifende Ansprache wird unvergessen bleiben (...) Es waren tief empfundene Worte, die hoffentlich auf empfängliche Gemüter fielen und beherzigt werden von Tag zu Tag: Herrliche Kränze wurden niedergelegt, von der Stadt durch den Herrn Bürgermeister, von der Kriegsgräberfürsorge, Herrn Studienrat Vogt und von den Kameraden. Musik und Gesang beschlossen die Weihestunde und in der gleichen Ordnung wie hin ging es in festem Schritt und Tritt durch die halbmast oder mit Trauerschleifen geflaggten Straßen zur Stadt zurück. Alle Staats- und städt. Gebäude hatten halbmast geflaggt. Der Dauerregen, der schon frühmorgens begann, ließ um die Mittagsstunde etwas nach, sodaß die Kundgebung nicht gestört wurde. In den Gottesdiensten wurde des Tages gedacht, feierliches Geläute der Glocken aller Kirchen um 1 Uhr kündigte das Ende der Feier."
Vor 100 Jahren - 1. März 1926
"Der Lenzmonat, der heute beginnt, soll uns wieder den Frühling bringen. Immer freilich ist die Natur noch nicht so weit mit ihrer Frühjahrstoilette, um den Lenz zu empfangen, oft liegt noch Eis und Schnee auf den Feldern. Sturm und Kampf kostet es immer noch, ehe die holden Boten des Lenzes ihren Einzug halten können in das nach Wärme sich sehnende Land. Die Frostriesen geben ihre Herrschaft ab."

Vor 5 Jahren - 1. März 2021
Schneeglöckchen im Krokusrahmen serviert uns nach einem "vorfrühlingshaften Sonntagsspaziergang" an den Rand der A3 Michael A. Schmiedel. Das Foto der von der Sonne angestrahlten Schneeglöckchen mit Schatten-Krokussen entstand auf dem Nordfriedhof. Der Frühling kann kommen - wir wären soweit.

Vor 5 Jahren - 1. März 2021
Den Vollmond über dem Michaelsberg und dem hell erleuchteten Marktplatz hielt Hasan Kilicaslan im Foto fest. Von nun an werden die Nächte zwar wieder dunkler, die Tage dafür immer länger. In drei Wochen ist Tag-und-Nacht-Gleiche.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
Apotheken-Notdienst
Adler-Apotheke, Kaiserstraße 126, Siegburg, Tel.: +49 2241 52740
