Michaelsberg

siegburgaktuell 18.01.2026

Neujahrskonzert
Neuer Chef des Musikkorps'

Wiege in Bangkok, als Ausbilder in Afghanistan 

Siegburg. Beim Neujahrskonzert des auf dem Brückberg beheimateten Bundeswehrmusikkorps' stellte sich am Dienstagabend der neue Leiter Timor Oliver Chadik vor. Der Oberstleutnant wurde 1976 in der thailändischen Hauptstadt Bangkok geboren, absolvierte ein Musikstudium in Würzburg, es folgten Kapellmeisterengagements in Dortmund und Darmstadt. Seit 2006 ist er bei der Bundeswehr, in der er ein Jahrzehnt die Bigband dirigierte. Zu seinen Lebensstationen gehört ein zwischenzeitlicher Aufenthalt in Afghanistan, wo er gemeinsam mit anderen Mentoren beim Aufbau des Musikwesens innerhalb der damals neu aufgestellten afghanischen Armee half. Einen Eindruck davon vermittelt dieses YouTube-Video, das leider - Sie wissen um die Rückkehr der Taliban an die Macht - nicht mehr den aktuellen Stand der Dinge darstellt. 

Thalia
Thalia wieder offen

Nach Ortswechsel in der Marktpassage

Siegburg. Geistige Höhenflüge brauchen kein Obergeschoss. Komplett ebenerdig präsentiert sich die neue Thalia-Zweigstelle, die innerhalb der Marktpassage den Platz wechselte. Ein Zugewinn an Atmosphäre und Sortiment registrierten Bürgermeister Stefan Rosemann und Wirtschaftsförderer Martin Rosorius bei ihrem Besuch am Freitag, dem ersten Öffnungstag nach kurzer Pause zu Jahresbeginn.  Auf unserem Bild rahmen sie den Filialleiter Benjamin Zobel ein. Rosemann: "Ein engagiertes Team macht die Buchhandlung zum Treffpunkt für die Leserinnen und Leser unsere Stadt."  

Musikklasse Gymnasium Alleestraße
Kleine Hände, große Töne

Musikklasse am Gymnasium Alleestraße

Siegburg. Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wieder mal so spät? Beginnt schon die nächste Runde für kommende Musikklassenkinder am Gymnasium Alleestraße? Definitives JA.

Wer am Jahresende 2025 durch die Schule lief, hörte "ein Klimpern, Tröten und Flöten", so meldet man uns. Schon am Tag der offenen Tür war der Stand der Musikfachschaft belagert. Was die Musikklassen und AGs auf die Beine stellen können, zeigt die Schule gern. Am 12. Dezember öffnete man bereits um 10 Uhr die Pforten der Aula und lud die Grundschulen zu einem eigens für sie zusammengestellten Adventsprogramm ein. Schülermoderatoren führten mit Witz und Charme in die Stücke ein und hatten ein Mitmach-Spiel vorbereitet. Am Abend desselben Tages unterhielt das noch beitragsreichere Vorweihnachtskonzert unter der Gesamtleitung von Ellen Rauscher und Anke Braun Große und Kleine prächtig.

Eine Woche später, am 18. Dezember, hieß es "Hereinspaziert und mitgemacht!" beim Instrumenten-Karussell im Rahmen der Viertklässler-Angebote. Saxophon, Klarinette, Querflöte, Trompete, Cello, Schlagzeug, Klavier, Akkordeon und Harfe wurden getestet, die Musiklassenkinder begleiteten fachkundig.

In der morgen beginnenden Woche können die musikalischen AGs besucht werden. Wer ins Orchester hineinschnuppern möchte und aktiv mitmachen will, sollte sich vorher unter anke.braun@gymnasium-alleestrasse.de anmelden.

Noch nicht genug des Reigens. Am 10. Februar laden die genannten Musikerinnen Rauscher und Braun junge Aspiranten abschließend zum Mittun in ungezwungener Atmosphäre ein. Auf der To-Do-Liste steht das gemeinsame Bauen kleiner Instrumente. "Dabei gehen wir spielerisch und experimentell der Klangerzeugung auf den Grund."

Ernster wird es, wenn ebenfalls im Februar die Vorspiele für die im Sommer startende Musikklasse anstehen. Denn jeder, der dort durchstarten möchte, stellt sich vorab vor. Ein Lied, das gesungen wird, und - wenn bereits vorhanden - ein Stück auf dem eigenen Instrument reichen aus. Es ist nicht zwingend erforderlich, ein Instrument zu beherrschen. Auch wer bislang (nur) mit Begeisterung singt und Freude an Rhythmik verspürt, ist willkommen.

Bitte beachten: Der Zeitraum für die Vorspiele startet bereits am 2. und die Anmeldephase am 23. Februar. Hier zu allen klingenden Infos. Fragen richten Sie an musikfuerviertklaessler@gymnasium-alleestrasse.de

VHS Logo
So finden Sie Anklang

Klare Stimme hilft im Beruf

Siegburg. Treten Sie mit klarer und selbstbewusster Stimme auf! Das unterstreicht Ihre Präsenz und hinterlässt einen positiven Eindruck beim Gegenüber. Durch Übung und das richtige Zusammenspiel von Atem und Stimme geben Sie dem gesprochenen Wort mehr Nach- und Ausdruck. Geschickt gesetzte Sprechpausen, die richtige Betonung sowie passende Gestik und Mimik verleihen Ihrer Stimme und Ihrem gesamten Auftreten mehr Persönlichkeit.

Ralf Buchinger hat über 20 Jahre als Sprecher und Moderator für große Rundfunkanstalten gearbeitet - und darüber hinaus reichlich Sprech- und Stimmerfahrungen in Schauspielerei, Gesang und Kabarett gesammelt. Seit vielen Jahren gibt er sein Wissen weiter. Sein Kurs "Wer gut klingt, findet Anklang - Sprech- und Stimmtraining für den Beruf" in der Volkshochschule findet ab 23. Februar an drei Montagen im Studienhaus an der Humperdinckstraße statt, immer 18.30 bis 20.45 Uhr. Hier zur Anmeldung. 

Stadtnachrichten online
Videos und Infos

Stadtnachrichten online

Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.

Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.

Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Die Bremer Stadtmusikanten
Heute und morgen in Siegburg

Sonntag, 18. Januar 2026

ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Udo Zembok: "Durchlichtungen - Objekte und Installationen" (bis Sonntag, 18. Januar 2026)
10 bis 18 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Udo Zembok: "Durchlichtungen - Objekte und Installationen" (bis Sonntag, 18. Januar 2026)
"Chorklang zum Anfassen und Mitmachen - 10 Jahre Swingphonie" (bis Sonntag, 15. Februar)
12.11 Uhr, Rhein Sieg Forum, Bachstraße 1:
"Nur für Männer!" – Herrensitzung der Siegburger Funken Blau-Weiß (ausverkauft)
13 bis 16 Uhr, Pumpwerk, Bonner Straße 65:
"Packaging 2025" (bis Freitag, 23. Januar 2026)
14 bis 17 Uhr, Café T.o.d., Nordfriedhof:
Das Café hat geöffnet
15 Uhr, Studiobühne im ehemaligen Kaufhof, Grimmelsgasse 4:
Die Bremer Stadtmusikanten (Foto)
19.30 Uhr, Studiobühne im ehemaligen Kaufhof, Grimmelsgasse 4:
Ü59 Silber Rock Party

Montag, 19. Januar 2026

10 bis 12 Uhr, St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2:
Lotsenpunkt Siegburg
14 bis 16 Uhr, Gemeinschaftsgarten, Cecilien-/Wellenstraße:
Der Gemeinschaftsgarten hat für Besucher geöffnet
18.30 bis 20 Uhr, Servatiushaus, Mühlenstraße 14:

Ökumenisches Trauercafé Jordan

Kinoprogramm
Heute im Kino

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von

Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.

Der Tag heute

Sonntag, 18. Januar, der 18. Tag in 2026

Wetter: Wird wieder kälter.

Sonnenuntergang heute: 16.59 Uhr
Sonnenaufgang morgen:
8.24 Uhr
Mondaufgang morgen: 9.08 Uhr
Monduntergang morgen: 17.36 Uhr

Heilige und Namenstag

Margarethe (Tochter von König Béla IV. von Ungarn, lebte freiwillig in Armut im Kloster und pflegte kranke Menschen, starb am 18. Januar 1270).

Geburtstage

Charles de Montesquieu (1689-1755), französischer Philosoph, Schriftsteller und Staatstheoretiker; Ruben Dario (1867-1916), nicaraguanischer Schriftsteller und Diplomat; Oliver Hardy (1892-1957), bildete mit Stan Laurel das berühmteste Komiker-Duo der Filmgeschichte; Cary Grant (1904-1986), amerikanischer Schauspieler ("Über den Dächern von Nizza", "Der unsichtbare Dritte"), 1970 Ehrenoscar für das Lebenswerk; Danny Kaye (1913-1987), amerikanischer Schauspieler ("Der Hofnarr", "König der Spaßmacher"); Arno Schmidt (1914-1979), Schriftsteller ("Zettels Traum"); Toni Turek (1919-1984), Fußballspieler, Nationaltorwart und einer der Helden des Fußballwunders von Bern 1954, unvergessen Herbert Zimmermanns Radioreportage vom Finale gegen Ungarn (3:2): "Toni, du bist ein Fußballgott!"; Pedro Rodriguez (1940-1971), mexikanischer Formel-1-Fahrer (BRM), einer der schnellsten Sportwagen-Piloten der Welt, starb bei einem schweren Unfall der Interserie auf dem Norisring in Nürnberg; Bobby Goldsboro (1941) amerikanischer Sänger ("Honey") und Songschreiber (unter anderem für Paul Anka, Dolly Parton und John Denver); Billie Zöckler (1953-2019), Schauspielerin ("Kir Royal", "Forsthaus Falkenau", "Wickie und die starken Männer"); Kevin Costner (1955), amerikanischer Schauspieler ("Der mit dem Wolf tanzt", "JFK", "Bodyguard") und Regisseur ("Open Range", "Waterworld"), als Sänger 2010 zu Gast in der Rhein-Sieg-Halle, trug sich ins Goldene Buch ein; Angelique Kerber (1988), ehemalige Tennisspielerin, drei Grand-Slam-Siege, Silber bei Olympia 2016 in Rio, 34 Wochen die Nummer 1 der Weltrangliste; Sandra Jassen (1995), isländische Fußballnationalspielerin beim 1. FC Köln, das Frauenteam liegt derzeit auf Platz 8 der Bundesliga, auch Dank der neun Tore der Mittelfeldspielerin.

Todestage

1936: Rudyard Kipling, der englische Schriftsteller ("Dschungelbuch"), Literaturnobelpreisträger 1907 und unbelehrbarer Apologet des Kolonialismus, stirbt 71-jährig in London; 1966: Willi Stross, der Geigenvirtuose, einer der bedeutendsten Künstler Siegburgs und erster Musikbotschafter Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, stirbt 58-jährig in Rottach-Egern; bereits als Siebenjähriger trat er 1914 im Garnisonslazarett auf dem Michaelsberg auf, begeisterte mit 17 Jahren die Kritiker bei einem Konzert der hiesigen Germania und gewann als 20-Jähriger in Berlin gegen zahlreiche Mitbewerber den Mendelssohn-Bartholdy-Preis; nach ihm ist eine Kaldauer Straße benannt; 1976: Friedrich Holländer, der Komponist ("Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt") stirbt 79-jährig in München; 1977: Carl Zuckmayer, der Schriftsteller ("Des Teufels General", "Der Hauptmann von Köpenick") stirbt 80-jährig im schweizerischen Visp/Wallis; 1984: Carl Sembach-Krone, der Direktor des Circus Krone stirbt 76-jährig in München; 1999: Günter Strack, der schwergewichtige Filmschauspieler (in Alfred Hitchcocks "Der zerrissene Vorhang", "Die Akte Odessa", als verschlagener Bauunternehmer in "Einmal im Leben", dem "Ich bau mir ein Haus"-Dreiteiler der 1970er-Jahre von Dieter Wedel, "Der Schattenmann") stirbt 69-jährig in Frankfurt an Herzversagen; der beliebte Seriendarsteller ("Diese Drombuschs", "Ein Fall für Zwei", "Mit Leib und Seele", "Die Semmelings") prägte als beliebt-beleibter Werbedarsteller für Malteser ein geflügeltes Wort am kalt-warmem Buffet: "Man gönnt sich ja sonst nichts!"; 2011: Sargent Shriver, der Kandidat für das US-Vizepräsidentenamt 1972 unter dem Demokraten George McGovern, der später gegen den zwielichtigen republikanischen Kontrahenten Richard Nixon unterlag, 1961 Direktor des von J. F. Kennedy gegründeten Friedenscorps, von 1968 bis 1970 dann Botschafter in Frankreich, stirbt 95-jährig in Bethesda/Maryland; der Spross einer einflussreichen Ostküsten-Familie war Schwager von US-Präsident John F. Kennedy und später Schwiegervater des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger; 2016: Michel Tournier, der französische Schriftsteller ("Freitag oder Im Schoß des Pazifik", "Der Erlkönig") stirbt 91-jährig im Dörfchen Choise in der Region Île-de-France; 2016: Glenn Frey, der amerikanische Musiker, mit Schlagzeuger Don Henley Kopf der legendären Country-Rock-Band Eagles, stirbt 67-jährig in New York; er schrieb "Hotel California" mit, die unheimliche Absteige, aus der man auschecken, aber sie nicht verlassen kann ("but you can never leave"), seine Band wurde zu einer der Erfolgreichsten aller Zeiten mit Hits wie "Take It Easy" oder "Lyin' Eyes"; in den 1980er-Jahren auch als Solokünstler aktiv ("The Heat Is On"), erlag er den Komplikationen diverser Erkrankungen; 2017: Wilhelm Noll, der zweifache Motorrad-Seitenwagen-Weltmeister auf BMW stirbt 90-jährig, wenige Wochen vor seinem Gespannbeifahrer Fritz Cron (92), mit dem er neben den WM-Titeln 1954 und 1956 zwei nationale Titel und acht Grand-Prix-Siege errang; 2017: Dieter Eckart, der Journalist und Herausgeber der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) stirbt 78-jährig, der "SPIEGEL" würdigte seine "nachdenkliche Art", die eine Seltenheit sei "in einem Gewerbe voller Auskenner"; 2021: Lubomir Kavalek, das tschechische Schachgenie, 1965 zum Großmeister gekürt, stirbt 77-jährig in Reston/Virginia; in die USA flüchtete er nach Niederschlagung des Prager Frühlings 1968, indem er heimische Grenzer mit Wodka bestechen konnte; als er 1962 ein verloren scheinendes Spiel sensationell nur mehr mit acht Bauern und dem König drehte, entstand der Begriff der Kavalanche; 2023: Denys Monastrysky, der ukrainische Innenminister, von Wolodymyr Selenskyi ein halbes Jahr vor Beginn des russischen Angriffskriegs ins Amt berufen, auch um die Korruption zu bekämpfen und Reformen voranzutreiben, stirbt 42-jährig bei einem Hubschrauberabsturz nahe Kiew, bei dem Unglück verlieren 13 weitere Menschen ihr Leben.

Elizabeth und Heinrich
Historisches Kalenderblatt

Vor 540 Jahren - 18. Januar 1486

Ende der Rosenkriege: Der englische König Heinrich VII. und Elizabeth of York heiraten, die verfeindeten Königshäuser Lancaster und York werden vereint.

Vor 355 Jahren - 18. Januar 1671

Der englische Freibeuter Henry Morgan erobert mit seiner Piratenbande die zum spanischen Vizekönigreich Peru gehörende Stadt Panama. Die Plünderung bringt für Morgan & Co. ein Vermögen, den Einwohnern der in Brand gesetzten Stadt den Massentod.

Krönungszug

Vor 325 Jahren - 18. Januar 1701

Friedrich III. krönt sich im ostpreußischen Königsberg zu Friedrich I., wird vom Brandenburger Kurfürst zum König von Preußen. Der Prunksüchtige inszeniert das Schloss-Zeremoniell einschließlich Krönungszug (Bild) höchstpersönlich.

Kaiserproklamation

Vor 155 Jahren - 18. Januar 1871

"Heil dir im Siegerkranz, Herrscher des Vaterlands! Heil, Kaiser, dir": Wilhelm I. von Preußen (1797-1888) wird nach dem Triumph im Deutsch-Französischen Krieg im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles zum deutschen Kaiser proklamiert. Damit gewinnt der preußische Kanzler Otto von Bismarck durch den Zusammenschluss des preußisch dominierten Norddeutschen Bundes mit den süddeutschen Staaten die Zustimmung der einzelnen Fürsten zur Gründung des deutschen Reiches als Nationalstaat. Bild: "Kaiserproklamation im Spiegelsaal" von Anton von Werner. Die Prunksitzung ist von Uniformen dominiert, auch Kanzler Otto von Bismarck hat sich eine umgehangen. Wir sehen, wer nicht dabei ist: Gewählte Abgeordnete, Vertreter der nicht-militärischen Gesellschaft. Die Fehl-Botschaft verfängt bei vielen: Deutschland braucht Hau-Degen, keine Demokraten.

Vor 115 Jahren - 18. Januar 1911

Zufriedene Bilanz zieht die "Siegburger Zeitung" zum 40. Geburtstag des Deutschen Reiches, irrt sich aber kräftig über die angeblichen Qualitäten des "erlauchten" Kaisers Wilhelm II.:

"Vierzig Jahre sind vergangen seit jenem ewig denkwürdigen 18. Januar 1871, da im Spiegelsaale des Schlosses von Versailles ... der ehrwürdige preußische König Wilhelm I., umgeben von den deutschen Fürsten, vor ihm hochaufgerichtet der eiserne Kanzler, zum Deutschen Kaiser ausgerufen wurde, ihm zujubelnd das deutsche Volk ... Der 18. Januar wird daher für alle Zeiten ein hoher, weihevoller Gedenktag in der deutschen Geschichte bleiben. Zweifellos ist es vorwärtsgegangen mit Deutschland in diesen 40 Jahren, mögen dies gleich griesgrämige Nörgler noch so sehr bestreiten. Immer fester und inniger ist es zusammengeschweißt worden, auf allen Gebieten, auf nationalem, auf politischem, auf wirtschaftlichem, auf wissenschaftlichem, sind steigende Fortschritte zu verzeichnen. Die so wichtige Einigung auf dem Felde der deutschen Rechtsprechung ist erfolgt, gekrönt mit der Errichtung des Reichsgerichts, es ist ein einheitliches Maß, einheitliches Gewicht und einheitliche Münze vorhanden, ebenso gestalten sich die Verkehrseinrichtungen immer einheitlicher. Die industrielle und gewerbliche Entwicklung Deutschlands hat einen geradezu erstaunlichen Aufschwung genommen. Die Handelsflotte steht an Zahl und Bedeutung nur noch der des meerbeherrschenden Albion nach. In sozialpolitischer Hinsicht ist das Deutsche Reich direkt mustergültig für die anderen Kulturstaaten geworden, durch seine Arbeitergesetzgebung, und noch steht es auf diesem Gebiete unerreicht. In seiner Stellung nach außen aber hat sich Deutschland von einer Großmacht zu einer Weltmacht weiter entwickelt, wie dies schon die eingeleitete Kolonialpolitik bedingte, und mehr denn je gilt im Rate der Nationen das Wort Deutschlands. Diese seine so angesehene internationale Stellung verdankt das neue Reich jedoch nicht zum wenigsten seiner ausgesprochenen Friedenspolitik, die schon von Kaiser Wilhelm I. verkündet wurde und welche auch sein erlauchter Enkel, Kaiser Wilhelm II., seit jetzt länger als 20 Jahren konsequent durchführt. Hoch das Reich und seine Institutionen, hoch sein Kaiser und seine Fürsten."

Landung USS Pennsylvania

Vor 115 Jahren - 18. Januar 1911

Flugpionier Eugene Burton Ely legt erstmals eine Landung auf einem Schiff hin, auf einer Plattform des schweren Kreuzers "USS Pennsylvania". Dabei wird erstmals ein System mit Fanghaken angewandt.

Vor 75 Jahren - 18. Januar 1951

Eine Sekunden-Nacktszene, Tabuthemen wie Sterbehilfe und Selbstmord auf der Leinwand: Der Kinofilm "Die Sünderin" mit Hildegard Knef hat Uraufführung. Die Moralapostel sind entsetzt und geifern über den Skandal! Es gibt Aufführungsverbote und Bischofsschelte. Doch die Schimpfe von der Kirchenkanzel treibt die Leute erst recht interessiert in die Kinos. Der Film wird zum Publikumserfolg.

Siegburger Kalenderblatt

Vor 115 Jahren - 18. Januar 1911

"Die evangel. Bürger-Vereinigung Siegburg bereitet eine große Kaiser-Geburtstags-Festlichkeit, den Sonntag, d.29. d. Mts. im Siegburger Hof stattfinden soll, vor. Mit den Proben haben die einzelnen Vereine schon eifrig begonnen." (Kreisblatt)

Lebenswelt

Vor 105 Jahren - Januar 1921

"Nenn mir ein Bild, das allen Jammer eint, es ist ein krankes Kinde, das hungrig weint". Anlässlich der Kinderhilfstage der Deutschen Kinderhilfe wendet sich die Kirche an die Siegburger Bürger und erklärt: "Zum Besten notleidender Kinder veranstaltet der evangelische Kirchengesangverein am 30. Januar abends 7 Uhr im Herrengarten einen Wohltätigkeitsabend bestehend aus Gesang, Musik und Reigen-Aufführungen. Für Orchester und Aufführung sind sehr gute Kräfte gewonnen worden, sodass das Programm gewiss befriedigend wird. Der Eintrittspreis ist sehr niedrig gehalten, doch werden in Anbetracht des guten Zwecks größere Gaben dankend entgegen genommen." (Siegburger Kreisblatt) Foto: Siegburger Lebenswelt mit Kleinkindern.

Kinder Siegufer

Vor 105 Jahren - Januar 1921

Unheimliche Begegnung an der Sieg! Ein Leserbrief ruft zur Unterstützung notleidender Kinder auf: 

"An die Bürger Siegburgs. Kinder in Not! Eines Morgens im vergangenen Sommer lag ich irgendwo am Strande der Sieg. Es war einer jener wundervollen Morgen, wo man die Natur vor sich hat und die Vorzugsausgabe eines Buches auf handgeschöpftem Bütten und mit Daugilintypen gedruckt. (...) Die Schönheit dieses Sommerhimmels war sein mächtiges Blau, wie flüssiger Honig quoll die Sonne über den Strom. (...) Gesundheit, fröhliches Gedeihen, Krafterfüllung war die Stimmung der Stunde. Da ließ Gesang mich aufhorchen, ein heller Gesang von Kinderstimmen, so dünn und zart, (...) Der Gesang kam näher, ohne doch eigentlich viel stärker zu werden, und endlich kam sehr langsam an mir vorbei eine Schar von 20 oder 30 Schulkindern. Sie gingen paarweise angefasst, die ganz Kleinen zuerst, dann folgten die etwas größeren und den Schluss machten die beiden Schwestern, die eine alt, die andere jung, aber beide schon gebückt. Sie entfernten sich und schnell verrannen die Stimmchen wie ein durchsichtiger Wolkenhauch im wirbelndem Lichtstrom. Aber nicht zerrinnen wollte das Bild in meiner Seele. Es war so grell erschreckend, so traurig und voll düsterer Klage in seinen bleichen Todesfarben mitten im Gold und Blau und Waldesgrün dieses Sommermorgens, dass ich glaubte, geträumt zu haben. Es war sogleich so unwirklich und gespensterhaft, als wären von einem Kinderfriedhof die kleinen Seelchen auferstanden, um noch einmal hinauszuwandern, arme, beneidenswerte Schemen, in ihr zu früh verlassenes Jugendland. Welch ein Trost, wenn es ein Traum gewesen wäre! Aber es war Wirklichkeit, höchst alltägliche Wirklichkeit. Es waren Kinder. Kinder in Not! Ach, wie anders sahen sie aus, die uns so wohlbekannten frechen Rangen von einst, die so voll Übermut und dummen Streichen steckten, dass ein einziger kleiner Knirps ein ganzes Dorf den Sommer in Aufruhr versetzte. Sie waren so artig geworden! Der Hunger hatte sie zahm gemacht, die jahrelange Unterernährung ihnen alles Lebenskraft ausgesogen, dass sie gar nicht mehr wie richtige Buben und Mädchen auftraten, die mit jedem ihrer kleinen festen Schritte zu fragen scheinen: wir wissen, dass die Erde unter uns ist für eine lange Lebenszeit - sondern die einen waren geprägt von einer kranken, jenseitigen Schönheit, wie Kinder sie haben, die nicht alt werden, und die anderen, ja die trugen noch unheimlichere und drohendere Zeichen, und auf ihren ausgemergelten Gesichtern waren Prophezeiungen zu lesen, die nichts Gutes bedeuten. Solcher Kinder gibt es in Deutschland Hunderttausende, nicht nur in Berlin und anderen Großstädten, in jeder kleinsten Stadt gibt es ihrer. So sieht Deutschlands Zukunft aus! Soll sie wirklich auch fürderhin so hoffnungslos aussehen? Die Not der Kinder ist so furchtbar geworden, dass alle Verbände, die nur irgendwie sich mit der Linderung menschlicher Not befassen, sich zur Deutschen Kinderhilfe zusammengeschlossen haben. Gebt so viel Ihr könnt! Gebt so schnell Ihr könnt! Kinder in Not! Dieser Ruf bedeutet höchste Gefahr! Bürger Siegburgs, denkt daran in den Kinderhilfstagen unserer Vaterstadt vom 15.-23. Januar." Foto: In kargen Notzeiten sammeln Siegburger Kinder mühsam Brennholz am Ufer der Sieg.

Feuerwehr

Vor 100 Jahren - 18. Januar 1926

Brennt es in der Stadt, ist die Siegburger Feuerwehr schnell am Ort. Wird sie zu Hilfseinsätzen in Nachbarkommunen gerufen, fehlt es an schnell verfügbaren Pferden oder Zuggerät. Beschafft euch Traktoren, rät die "Siegburger Zeitung":

"In der letzten Zeit ist wiederholt die Freiwillige städtische Feuerwehr Siegburg zu Bränden außerhalb des Stadtbereiches um Hilfe gerufen worden und hat diese auch bereitwilligst geleistet. Wer nach dem Feueralarm sich am Spritzenhause befunden hat, mußte mit gewisser Achtung für die Feuerwehrleute sehen, wie sofort zugegriffen wurde und jeder bestrebt war, die Wehr auf den Weg zu bringen; wenn zwei Mann da waren, schoben sie schon den Schlauchwagen heraus, die nächstfolgenden griffen mit ein, bald standen die Löschgeräte schon vor den Toren und die Mannschaft gruppierte sich. Bei Bränden im Stadtbereich ging's noch weit besser, wenn einige Leute zur Stelle waren, eilten sie schon mit dem ersten Schlauchwagen der Brandstelle zu und die übrigen Löschgeräte folgten, je nach Bedarf, in kurzen Abständen. Bei dem schweren Brande im Gebiete der Kattunfabrik war die Feuerwehr in kurzer Zeit zur Stelle und bei dem jüngsten Brande an der Zeithstraße rollte schon der erste Schlauchwagen durch die Holzgasse, als kaum der letzte Ton der Feuersirene verklungen war. Wie anders ist es aber bei Bränden in der Umgebung! Die Feuerwehr ist bereits auf dem Platze und kann nicht fort, weil sich die städtischen Pferde in einem entfernten Stadtviertel befinden und aus dem einen oder anderen Grunde nicht herankommen können und die Automobilspritze - ja, eine solche hat die Feuerwehr noch nicht, man muß also ein Lastauto als Zugmaschine leihen gehen und bis ein solches zur Stelle ist, ist meist kostbare Zeit ungenützt vergangen. Um diesem Übelstande abzuhelfen, muß etwas geschehen! Kann die Stadt keine Automobilspritze kaufen, so ist es vielleicht möglich, daß man vorläufig zwei Traktoren zum Ziehen beschafft, die können dann später, wenn man es zu einer Autospritze gebracht hat, sonst Verwendung finden. Wenn der Stadt die Mittel fehlen, kann doch der Kreis einspringen, denn bei Bränden außerhalb der Stadt hilft die Feuerwehr doch den Kreiseingesessenen." 

Foto: Wo bleiben die Pferde? Brandmeister Gerhard Reusch mit Wehrmännern am Feuerwehrhaus zwischen Humperdinckhaus, seinerzeit Amtsgericht, und Färberei Schulz am Markt, April 1926.

Brückberg 1963

Vor 70 Jahren - Januar 1956

"Die Entwicklung auf dem Brückberg, wo in den letzten Jahren ein ganzer Stadtteil aus dem Boden gewachsen ist, ist eine weite Fläche, die früher landwirtschaftlich genutzt wurde, ist so schnell gegangen, dass selbst die auf eine schnelle Entwicklung eingerichtete Volksschule nicht mehr den Anforderungen genügt. Durch die schnelle Entwicklung der Schulkinderzahl ist die Schulleitung gezwungen worden, nunmehr wieder für eine Klasse den Schichtunterricht einzuführen. Das große Schulhaus reicht nicht mehr aus, die stark angewachsenen Klassen in Vormittagsunterricht zu betreuen. Der Schul- und Kulturausschuss hat die Grenzen der Schulbezirke geändert, so dass ein Teil der nun noch von der Schule auf dem Brückberg betreuten Kinder in den Schulbezirk Nordschule kommen wird. Die Grenze zwischen den beiden Schulbezirken soll sich mit der Grenze für die beiden Pfarrbezirke St. Anno und St. Josef decken. Die Grenze läuft von der Viktoriastraße über die Gartenstraße, Auf der Schlade, die Brauerei Germania bis zur Barbarossastraße. So werden 53 Kinder zu Ostern vom Brückberg in die Nordschule kommen, die Zuwachs gebrauchen kann." (Siegburger Zeitung). 

Foto: Gartenstraße, im Hintergrund die Katholische Volksschule, 1963.

Schneemann

Vor 5 Jahren - Januar 2021

Gut vor der Kälte geschützt ist der Schneemann, den Hasan Kilicaslan mit seiner Tochter Tuana Rana am späten Samstagabend auf dem Marktplatz baute.

Öffnungszeiten der Stadtverwaltung sowie einiger Außenstellen

Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.

Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.

Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.

Notwendige/wichtige Rufnummern

Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf:  +49 800 0022833
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen

Apotheken-Notdienst

Augustinus-Apotheke, Uhlandstraße 13, St. Augustin, Tel.: +49 2241 204200
Neue Apotheke im Kaufland, Theodor-Heuss-Ring 55, Troisdorf, Tel.: +49 2241 397580

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