siegburgaktuell 27.02.2026

Gasalarm in der Aggerstraße
Siegburg. Großer Schreck am gestrigen Donnerstagnachmittag gegen 16.30 Uhr bei der Sanierung der Aggerstraße. Während Baggerarbeiten wird ein Gasanschluss beschädigt. Beim Eintreffen der Feuerwehr ist das Ausströmen des Gases deutlich zu hören. Die Floriansjünger stellen nicht nur den Brandschutz sicher (Foto), sie gehen auch von Haus zu Haus, bitten die Anwohner, den Gefahrenbereich zu verlassen. Viele kommen bei Freunden und Verwandten unter, für andere wird das Gemeindehaus der evangelischen Kirche in der Jahnstraße geöffnet. Eine Person muss vom Rettungsdienst versorgt werden - für sie war die Aufregung zu groß. Der Energieversorger schaltet den betroffenen Bereich stromlos und schiebert die Gasleitung ab. Die Feuerwehr misst die Gaskonzentration in den geräumten Gebäuden - in einem werden erhöhte Werte festgestellt. Mittels Überdrucks wird dem Haus frische Luft zugeführt. Kurz nach 20 Uhr können die Bewohner zurückkehren. Im Einsatz sind Kräfte der hauptamtlichen Wache sowie der freiwilligen Löschgruppen Innere Stadt, Brückberg und Wolsdorf.
Außerdem: Um 22.15 Uhr wird eine tote Nutria von der Wahnbachtalstraße geborgen, um 23.45 Uhr löst eine defekte Platine die Brandmeldeanlage in einem Betrieb an der Industriestraße aus.

DB und RSVG rollen
Siegburg. Zwischen diesen beiden Fotos liegen keine zwei Minuten und einhundert Meter. Heute Morgen am Busbahnhof: reger Verkehr. Derweil an der Stadtbahnhaltestelle: gähnende Leere.
Während die Beschäftigten der RSVG regulär ihren Dienst ausüben, sind die Angestellten der SWB heute und morgen (bis Betriebsschluss) in den von der ver.di ausgerufenen Warnstreik getreten. Die Gewerkschaft fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen - etwa kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten sowie längere Ruhezeiten -, aber auch höhere Nacht- und Wochenendzuschläge.
Gute Nachrichten gibt es jedoch von der Deutschen Bahn. Das Unternehmen hat sich mit der Lokführergewerkschaft GDL noch vor Ablauf der Friedenspflicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen können - hier drohen in den kommenden Wochen und Monaten keine Arbeitsausstände.

Frühling im Rhein Sieg Forum
Siegburg. In Zauberwelten entführt das Rhein Sieg Forum im März. Märchenhaft wird es beispielsweise am Sonntag, 29. März, ab 16 Uhr, wenn das Classico Ballet Napoli zu Sergej Prokofjews "Cinderella" (also Aschenputtel) tanzt (Bild). Oder wenn der Menschenjunge Mogli am Sonntag, 22. März, um 15 Uhr im Familien-Musical "Dschungelbuch" mit den Tieren des Waldes nicht nur spricht, sondern auch singt.
Gleich zwei Konzerte sind am Samstag, 28. März, zu erleben: Um 16 Uhr erklingen die Melodien aus den Filmtrilogien "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit", vier Stunden Später Kompositionen von Hans Zimmer.
Ihre Stimmen sind am Samstag, 14. März, gefragt, denn dann bittet Frau Höpker zum Gesang. Angestimmt werden Popsongs, Schlager, Volkslieder und Evergreens.
Über ihre Lacher freut sich Chris Tall, der am Montag, 9. März, 20 Uhr, sein neues Liveprogramm "Keep Laughing" aufführt. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten und alltagsnahe Beobachtungen. Und am Samstag, 21. März, öffnet Nico Stank die "Akte Ex" - er widmet sich auf humorvolle Weise seinen vergangenen Beziehungen, von Ex-Freundinnen und -Freunden bis zum Ex-Ich. Gesangs- und Tanzeinlagen gehören ebenso zum Konzept des Abends wie die Einbindung bekannter Social-Media-Clips.
Sollte Sie das Frühlingswetter an die frische Luft kitzeln oder gar das Fernweh bei Ihnen wecken: Am Sonntag, 8. März, ist die ADFC-Messe "Rad+Freizeit" zu Gast.
Ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen sowie Links zur Online-Ticketbestellung erhalten Sie unter www.rhein-sieg-forum.de; Eintrittskarten sind zudem in allen bekannten Vorverkaufsstellen, beispielsweise an der Museumskasse, erhältlich.

Alle(e)s Kunst hängt bis zum 22. März
Siegburg. Kaum hatten wir auf den "Versenden"-Button für den gestrigen Newsletter geklickt, klingelte das Telefon. Am anderen Ende: Stefanie Kemp aus dem Stadtmuseum: "Wir haben gerade noch ganz spontan die Alleestraßen-Ausstellung um eine Woche verlängert!" Für siegburgaktuell leider zwei Minuten zu spät. Daher heute die freudige Mitteilung: Die Werke der Schülerinnen und Schüler sind noch bis Sonntag, 22. März, zu sehen. Der Eintritt zum Museumsschaufenster ist frei.

Entwurf geht an die Politik
Siegburg. Der Kämmerer der Kreisstadt hat den Fraktionen den Entwurf für den Haushalt 2026 zugeleitet. Die Politik steigt nun intensiv in das Zahlenwerk ein, die im Prozess zwingend erforderliche Vorberatung erfolgt in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 19. März - Verabschiedung des Haushalts dann voraussichtlich am 16. April durch den Rat.
Das Aufstellen eines genehmigungsfähigen Haushalts glich wiederum einem Kraftakt, was in erster Linie an der (zu) knappen Finanzausstattung der Kommunen liegt. Die allermeisten Städte und Gemeinden kämpfen diesbezüglich mit denselben Problemen. Immerhin: Das Altschuldengesetz ist mittlerweile umgesetzt. Liquiditätskredite in Höhe von 35 Millionen Euro werden vom Land übernommen. Der sogenannte Investitionsbooster führt dazu, das 2026 und 2027 Investitionen im Umfang von 17,7 Millionen Euro nicht durch städtische Kreditaufnahme finanziert werden müssen.

IT-Sicherheit plus Zukunft C&A-Gebäude
Siegburg. Begleitung von Unternehmen in der digitalen Transformation und Stärkung der Innenstadt - zwei Kernanliegen der Wirtschaftsförderung, zum Ausdruck durch die Tagesordnung des Fachausschusses, der am Dienstag tagte. Im letzten Jahr liefen fünf Veranstaltungen zum Thema IT in Regie der Stadtverwaltung, im ersten Halbjahr 2026 folgen deren zwei.
1. Im Workshop am Donnerstag, 26. März, geht es um Sicherheitsaspekte. Was können Firmen tun, um für den Notfall eines Systemausfalls gewappnet zu sein? Wie sehen erste Schritte hin zu einem Notfallplan in der Krise aus? Wer Rüstzeug benötigt, kündigt sein Kommen im Online-Formular an.
2. Am deutschlandweiten Digitaltag (Freitag, 26. Juni) beteiligt sich die Stadt mit dem Business Forum. Um besser wahrgenommen zu werden und die Zielgruppe der Geschäftstreibenden passgenau zu erreichen und zu informieren, hat die Wirtschaftsförderung ihren Newsletter professionalisiert. Hier zur Anmeldung.
Was tut sich in der City? Zunächst zum C&A (Foto). Das 1980 eröffnete Traditionshaus in Sachen Bekleidung zieht bekanntlich hinüber zum Kaiser Carré und macht Raum frei. Einen Teil im hinteren Bereich wird "City Fit" belegen, die Fitness-Kette hat auf Social Media mit umfangreichen Werbeaktivitäten begonnen. Der Gebäude-Eigentümer wird in Kürze die Nachnutzung für den Rest der Fläche im rückwärtigen Bereich bekanntgeben. Für das Vorderhaus zur Kaiserstraße laufen derzeit konkrete Vertragsverhandlungen. Eine Sanierung bringt den jahrzehntelange C&A-Standort in Gänze energetisch und optisch auf den neuesten Stand, Ende des Jahres soll die Maßnahme fertig sein.
Noch ein Blick zur anstehenden Holzgassen-Sanierung. Die aufsuchenden Gespräche mit jedem Gastonomen und jedem Einzelhändler gehen weiter. Dabei nehmen die Kollegen die jeweiligen individuellen Erfordernisse des Betriebs auf, damit sie in die Baustellenplanung einfließen. 2027 soll es losgehen.
Hier zum Re-Live der Sitzung.

Becken zur Regenrückhaltung kommt
Siegburg. Die Stadtbetriebe setzten ihre Starkregenvorsorge fort und bauen ein neues Regenrückhaltebecken an der Grundschule Nord. Vorbereitend müssen vor Beginn der Schonzeit einige Bäume weichen, daher werden die Anwohner per Einwurf in den Briefkasten über Sägemaßnahmen informiert, die morgen ablaufen. Eine weitere detaillierte Bürgerinfo zu der anstehenden Maßnahme, die insgesamt ein Jahr in Anspruch nehmen wird, ist in Planung.
Die Schule ist seitens der Stadt in die Planung eingebunden.

Gesamtschüler sprachen mit Überlebenden
Siegburg. Nach Auschwitz und Krakau reisten die Zwölftklässler der Gesamtschule, die sich für den Projektkurs "Gedenkstätten des Holocaust" entschieden haben. Sie trafen auf die 94-jährigen Niusia Horowitz-Karakulska, eine der letzten Überlebenden der Liste Oskar Schindlers, die von ihrem unglaublichen Überleben berichtete. Die Gesamtschüler besuchten das Schindler-Museum in der ehemaligen Emaille-Fabrik, erhielten Einblicke in die Umstände der mutigen Rettungsaktion. Ein Workshop zu Kindern in Auschwitz verdeutlichte tausend Formen der Ausbeutung, Schikane und Unmenschlichkeit, die die wenigen, die davonkamen, auf ganz unterschiedliche Art und Weise verarbeiteten. Im Dorf Harmeze ist der Auschwitz-Überlebenden Marian Kołodziej zu Hause, der seine Kindheitserlebnisse in beeindruckende Kunst umsetzt und sich mit den Gästen ins Gespräch begab.
Im Mittelpunkt der Fahrt ins Nachbarland stand das Bewusstsein für die historische Verantwortung und die tiefen, nachhaltigen Auswirkungen der grausamen NS-Taten. Zurück in Siegburg geht die Auseinandersetzung mit den Menschheitsverbrechen weiter. Die Jugendlichen bereiten eine Ausstellung vor, die im Stadtmuseum zu sehen sein wird.

Anno-Gymnasiastinnen debattieren nun im Landtag
Siegburg. Gestern berichteten wir über den "Jugend debattiert"-Schulwettbewerb am Anno-Gymnasium - und erhielten kurz vor Redaktionsschluss die Info, dass auch die Qualifikation zum Landeswettbewerb erfolgreich verliefen. Vertreten war nicht nur Schulsiegerin Lucy Turner, sondern auch Marie Sophie Heinen sowie als Nachrücker für einen nicht erschienen Teilnehmer einer anderen Schule Nick Oschlisniak.
Heinen und Turner qualifizierten sich in den Vorrunden für die Finaldebatte rund um die Frage, ob für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe künstliche Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden soll. Heinen gewann die Runde, Turner landete auf Platz 2. Beide Schülerinnen gehen nun am Montag, 27. April, beim Landewettbewerb im Düsseldorfer Landtag an den Start. Wir drücken die Daumen!

Blick auf längst vergangene Gesellschaften
Siegburg. Die meisten Menschenbilder, die uns von Eiszeitmenschen hinterlassen wurden, zeigen Frauen. Da stellt sich die Frage: Was waren das für Gesellschaften, die sie und ihr Geschlecht so zentral und ohne Scham darstellten? Antworten sucht die Comiczeichnerin und Illustratorin Ulli Lust am Mittwoch, 4. März, ab 19.30 Uhr in einem Online-Vortrag der VHS. Anmeldung und weitere Infos unter www.vhs-rhein-sieg.de.

Die zwei Gesichter der Sieg/1
Siegburg. Trotz des fallenden Wasserstands zeigte sich die Sieg gestern am Wehr ausgesprochen aufbrausend. Das Foto sendete uns Klaus Mahler.

Die zwei Gesichter der Sieg/2
Siegburg/Troisdorf. Ein ganz anderes Gesicht offenbarte die Sieg am Mittwochnachmittag kurz vor der Mündung in den Rhein: Die Brücke der L269 zwischen Bonn und Niederkassel reflektiert im nahezu spiegelglatten Wasser. Unser Kollege Björn Langer brachte die Aufnahme vom Feierabendspaziergang mit.

Polizei warnt vor Betrug auf Immobilienportalen
Siegburg. Mitte Februar 2026 wurde ein Siegburger Opfer eines betrügerischen Mietangebots im Internet. Der Geschädigte hatte auf einem bekannten Immobilienportal ein vermeintlich echtes Wohnungsinserat entdeckt und nahm Kontakt zur angeblichen Eigentümerin auf. Der weitere Austausch verlief zunächst unauffällig. Im Verlauf der Kommunikation wurde der Mann dann jedoch aufgefordert, einen Betrag von knapp 2.000 Euro für die Reservierung der Wohnung, die erste Monatsmiete sowie die Kaution zu überweisen. Der 63-Jährige kam der Forderung nach. Entgegen der Vereinbarung kam es jedoch weder zu einer Wohnungsbesichtigung noch zu einer Schlüsselübergabe. Stattdessen brach der Kontakt zu der bislang unbekannten Person vollständig ab. Der Geschädigte erstattete daraufhin Anzeige wegen Betrugs.
Hinweise der Polizei: Immer wieder nutzen Betrüger Immobilienportale im Internet, um sogenannte "Fake-Anzeigen" zu schalten. Dabei locken sie mit günstigen Mietpreisen in gefragten Lagen und geben sich als Makler oder Vermieter aus. Ziel ist es, vor einer Besichtigung Geld zu erlangen - etwa für angebliche Kautionen, erste Mieten oder "Reservierungsgebühren". In vielen Fällen existieren die beworbenen Wohnungen nicht oder sind bereits vermietet. Ein klassisches Merkmal betrügerischer Immobilienanzeigen ist eine sehr günstige Wohnung in gutem, renoviertem Zustand und gefragter Lage. Auch die Aufforderung zur Zahlung vor der Besichtigung ist unüblich. Seriöse Vermieter und Makler erwarten keine Bekanntgabe sensibler Daten im Vorfeld. Erst nach einer persönlichen Besichtigung erfolgt die Übermittlung von Einkommensnachweisen, Schufa-Selbstauskunft oder Bürgschaften.

Blau-weißes Finale
Siegburg. Kurzer Rückblick auf die jecke Zick. Die Funken feierten am Karnevalsamstag im ausverkauften Rhein Sieg Forum ihre Kostümsitzung "Das Finale!". Neben den blau-weißen Tanzcorps - von klein bis groß - begeisterten die Domstürmer, Räuber (Foto), Rabaue, Palaver sowie der Domstädter Musikzug Fidele Kölsche die Gäste. Für die humoristischen Höhepunkte sorgten dä Tuppes vum Land (Jörg Runge), Martin Schopps und der Sitzungspräsident (Volker Weininger).
Reichlich Emotionen gab es beim Auftritt des Siegburger Prinzenpaares, als Siegburgia Elke I. ihren Prinzen Helmut IV. zum 65. Geburtstag mit einigen unerwarteten Gästen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis sowie einem Geburtstagsständchen überraschte.

Alt-Wolsdorfer Junggesellensitzung
Siegburg. Im Saal der Wolsdorfer Unterkirche feierten die Eintracht-Junggesellen aus Alt-Wolsdorf mit ihren Gästen Karneval. Zum Auftakt marschierte die vereinseigene Bumskapelle in den ausverkauften Saal, bevor Jonas Krämer - seines Zeichens Vorsitzender des Vereins - und Fabian Schäfer das Publikum begrüßten. Zu den Gästen zählten das Kinderprinzenpaar Markus III. und Siegburgia Madeleine I. mit Matrosen-Gefolge sowie das "große" Prinzenpaar, Helmut IV. und Siegburgia Elke I. mit ihren "Jecken vum Rosenhügel". Das Gastspiel auf heimischem Terrain - die Siegburger Tollitäten wurden vom zweiten Wolsdorfer Junggesellenverein gestellt - gehörte zu den umjubelten Höhepunkten des Abends. Tänzerische Glanzpunkte setzten die Siegburger Musketiere, die Showtanzgruppe Explosive und die Dorfgrenadiere Birkenfeld, musikalisch heizten die Bands Jot Drop und Kölsche Welle ein. Spätestens bei der großen Polonaise hielt es niemanden mehr auf den Stühlen.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Freitag, 27. Februar 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Alix Brodeur: "Standort"
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Alle(e)s Kunst: "Landschaften" (bis Sonntag, 15. März)
6. Siegburger Keramikpreis (bis Sonntag, 12. April)
11 bis 18 Uhr, Pat-Lissy-Store, Am Herrengarten 2:
Lukrezia Krämer stellt aus (Foto)
14 bis 16 Uhr, Gemeinschaftsgarten, Cecilien-/Wellenstraße:
Der Gemeinschaftsgarten hat für Besucher geöffnet
15.30 Uhr, Stadtbibliothek, Griesgasse 11:
Bilderbuchkino: "Was macht Krakks?" von Bernhard Hoëcker, Eva von Mühlenfels und Nikolai Renger (ausgebucht)
17.30 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46 (Treffpunkt):
Henkerführung mit Hans-Willi Kernenbach
18 Uhr, Pat-Lissy-Store, Mühlenstraße 13:
Chansonabend als Vernissage zur Ausstellung von Lukrezia Krämer
18.30 Uhr, VHS-Studienhaus, Humperdinckstraße 27:
Zeitzeugengespräch mit Peter Börner
19.30 Uhr, Studiobühne im ehemaligen Kaufhof, Grimmelsgasse 4:
1984 (Premiere, ausverkauft)
Samstag, 28. Februar 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Alix Brodeur: "Standort
10 bis 12 Uhr, Stadtbibliothek, Griesgasse 11:
Energie und Klima in der Wohnung - Offene Sprechstunde der Verbraucherzentrale zu Stromverbrauch und Schimmel
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Alle(e)s Kunst: "Landschaften" (bis Sonntag, 22. März)
6. Siegburger Keramikpreis (bis Sonntag, 12. April)
11 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46 (Treffpunkt):
Keramik- und Stadtteilführung Innenstadt mit Charly Halft
11 bis 18 Uhr, Pat-Lissy-Store, Mühlenstraße 13:
Lukrezia Krämer stellt aus
15 Uhr, Stadtbibliothek, Griesgasse 11:
"Auf ein Buch ..." - der Bücher-Talk mit Lioba Herhaus
17.30 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46 (Treffpunkt):
Henkerführung mit Hans-Willi Kernenbach
19 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Marc Wallert: "Stark durch Krisen - Resilienz"
19.30 Uhr, Studiobühne im ehemaligen Kaufhof, Grimmelsgasse 4:
1984 (ausverkauft)
Verlegt auf Samstag, 27. Februar 2027:
HAUSMarke (20 Uhr, Rhein Sieg Forum)

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Freitag, 27. Februar, der 58. Tag in 2026
Wetter: Haben Sie nach drei Tagen schon genug vom Frühling? Der Wettergott anscheinend schon. Heute Nacht kommt mit dem Regen auch die Temperaturrutsche.
Sonnenuntergang heute: 18.09 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 7.18 Uhr
Monduntergang morgen: 6.13 Uhr
Mondaufgang morgen: 14.21 Uhr
Baldomer (Schmied in Lyon, verteilte seinen Arbeitslohn meist unter Notleidenden, starb um 660), auch: Baldur; Markward (Abt des Klosters Prüm in der Eifel, später Berater von Kaiser Ludwig dem Frommen, starb 853), auch: Marko.
Konstantin I. (208-337), römischer Kaiser ab 306, beendete die Christenverfolgung und stellte im "Edikt von Mailand" das Christentum den römischen Religionen gleich, ließ sich selbst aber erst auf dem Totenbett taufen; begründete 330 Konstantinopel (Byzanz/Istanbul) als Hauptstadt des oströmischen Reichs; Ruprecht von der Pfalz (1427-1480), Kölner Erzbischof und Kurfürst, starb vor der Annahme seines erzwungenen Rücktritts durch den Papst in Gefangenschaft auf Burg Blankenstein, im Bonner Münster beigesetzt; Rudolf Steiner (1861-1925), von Wissenschaftlichkeit unberührter österreichischer Anthroposoph, Vorlagengeber für manches Anti-Impf-Geschwurbel; Enrico Caruso (1873-1921), italienischer Opernsänger; John Steinbeck (1902-1968), amerikanischer Schriftsteller ("Früchte des Zorns"), Literaturnobelpreis 1962; Grethe Weiser (1903-1970), Schauspielerin; Elisabeth "Liz" Taylor (1928-2011), amerikanische Schauspielerin ("Cleopatra"); Alfred Hrdlicka (1928-2009), österreichischer Bildhauer; Rainhard Fendrich (1955), österreichischer Sänger ("Macho, Macho", "Es lebe der Sport") und TV-Moderator ("Herzblatt"); Albert Caspers (1933-2015), ehemaliger Vorstandschef von Ford Europa, von 1997 bis 2004 Präsident des 1. FC Köln, sein Name ist mit dem Bau des Rhein-Energie-Stadions verbunden.
1989: Konrad Lorenz (1903-1989), österreichischer Zoologe und Verhaltensforscher, der "SPIEGEL" bezeichnete ihn einst als "Einstein der Tierseele", 1973 Nobelpreis, stirbt 85-jährig in Wien; 1993: Lillian Gish, die amerikanische Schauspielerin stirbt 99-jährig in New York; neben Mary Pickford war sie der Star des Stummfilms; erste große Rolle 1915 in "Geburt einer Nation", dem erfolgreichsten - wegen rassistischer Tendenzen aber umstrittenen - Stummfilms der Geschichte; 1955 spielte sie in Charles Laughtons Grusel-Meisterwerk "Die Nacht des Jägers" die Gegenspielerin von Robert Mitchum als mordender Wanderprediger, 1978 in Robert Altmans Gesellschafssatire "Eine Hochzeit", letzter Film 1987: "Wale im August"; 2008: Hans Rolf Rippert, der Sänger mit Stimmumfang von mehr als vier Oktaven, besser bekannt unter dem Künstlernamen Ivan Rebroff, stirbt 76-jährig in Frankfurt; 2015: Boris Nemzow, der russische Oppositionspolitiker und engagierte Putin-Kritiker ("Für Russland und Ukraine ohne Putin"), unter Boris Jelzin einst Vizeministerpräsident, wird im Moskauer Zentrum 55-jährig erschossen; 2015: Leonard Nimoy, der Schauspieler (der Mr. Spock in "Raumschiff Enterprise") und Regisseur ("Noch drei Männer, noch ein Baby") stirbt 83-jährig in Bel Air/L.A.; 2018: Quini, der spanische Fußballnationalspieler (Sporting Gijon, FC Barcelona), fünffacher Torschützenkönig der Primera Division, stirbt 68-jährig in Gijon; Schlagzeilen machte "El Brujo" ("Der Zauberer"), als er am 1. März 1981 nach einem Ligaspiel von Barca gegen Alicante beim Verlassen des Camp Nou von Unbekannten überfallen und entführt wurde, erst 24 Tage später und nach einer Lösegeldübergabe in der Schweiz, bei der einer von drei Tätern gefasst wurde, gelang in Saragossa seine Befreiung aus einem Keller; seine Teamkollegen um Bernd Schuster hatten ursprünglich während der Gefangenschaft Quinis alle Ligaspiele boykottieren wollen, doch es war der Entführte selbst, der sie mit einer Tonbandbotschaft davon abbrachte - Barca verlor gleichwohl von sechs in dieser Zeit ausgetragenen Partien fünf, erreichte nur ein Unentschieden; 2025: Boris Spasski, der russisch-französische Schachweltmeister zwischen 1969 bis 1972 stirbt 88-jährig in Moskau; 1972 unterlag er in Reykjavík nach 21 Partien dem exaltierten Amerikaner Bobby Fischer in einem von den Medien zum Jahrhundertduell und "Wettkampf der Systeme“ aufgeblasenen WM-Finale; er heiratete eine Französin, erwarb die Französische Staatsbürgerschaft und kehrte erst 2012 nach Scheidung zurück, zuletzt nach Schlaganfällen auf den Rollstuhl angewiesen.
Vor 495 Jahren - 27. Februar 1531
Reaktion auf die Religionspolitik Kaiser Karls V. und dessen Ablehnung der "Confessio Augustana", dem grundlegenden Bekenntnis der lutherischen Reichsstände zu ihrem Glauben, auf dem Reichstag zu Augsburg 1530: Die protestantischen Reichsstände, Fürsten und Städte, unter Führung Kursachsens und Hessens, schließen sich auf dem Konvent in Schmalkalden zum Schmalkaldischen Bund zusammen. Karl V. zerschlägt ihn im Schmalkaldischen Krieg 1546/47.
Vor 160 Jahren - 27. Februar 1866
Um Frauen bessere Bildungsmöglichkeiten zu eröffnen, gründet Wilhelm Adolf Lette mit 300 Männern in Berlin einen "Verein zur Förderungen der Erwerbstätigkeit des weiblichen Geschlechts". Unter anderem soll die Ausbildung von Frauen in kaufmännischen und gewerblichen Berufen unterstützt werden. Lettes Verein richtet eine Arbeitsvermittlung ein und einen Basar zum Verkauf von Waren, die von Frauen hergestellt werden. Außerdem betreibt er ein Frauenstift, aus dem im Jahre 1873 die erste Kochschule mit Restaurant für Frauen hervorgeht.

Vor 110 Jahren - 27. Februar 1916
Wie mörderisch der Krieg an der Westfront tobt, hören die Menschen selbst vor den Toren Siegburgs mit eigenen Ohren, infernalisch ist der Schlachtenlärm: Es begann am 21. Februar mit einem Angriff deutscher Truppen, das Gemetzel um die französische Festung Verdun, Sinnbild des blutig-grausamen und sinnlosen Stellungskampfes im Ersten Weltkrieg. Bis zum Ende des Mordens am 20. Dezember wird es keine wesentliche Verschiebung des Frontverlaufs geben, aber 167.000 tote Franzosen und 150.000 tote Deutsche, insgesamt fast 390.000 Verletzte. Am 22. Februar finden starke Geschützkämpfe nördlich von Verdun statt, am 23., einem Mittwoch, gibt es Einbrüche in den französischen Frontlinien, die Einnahme von Ortschaften bei Verdun am 25. und die Erstürmung des Fort Douaumant sind weitere Daten dieser schrecklichen Tage. So berichtet die Siegburger Zeitung am 27. Februar, ohne angesichts der Militärzensur näheres über die Vorgänge bei Verdun zu wissen, Unfassliches:
"Kanonendonner aus dem Westen war Mittwoch vormittag auf der Höhe des Gutes Annaberg bei Godesberg zu hören. Ohrenzeugen vermuten, daß der Kanonendonner von den Obercasseler Steinbrüchen auf der rechten Rheinseite aufgefangen und nach der gegenüberliegenden linken Rheinseite zurückgeworfen worden sei. Auch aus Honnef wird berichtet, daß man dort den Kanonendonner vom westlichen Kriegsschauplatze gehört habe. Ebenfalls ist in der Eifel Lärm vom Kriegsschauplatz vernehmbar. Später setzte Trommelfeuer ein, das selbst bei geschlossenem Fenster sehr gut vernehmbar war. Auf freier Höhe, insbesonders am Rande von Fichtenwaldungen, dröhnen die Schläge besonders stark. Trotz des herrschenden Nordwindes unterscheidet man die schweren Schläge der großen Geschütze und das anhaltende eiserne Rollen der kleinen Geschütze. Die Kanonade läßt sich vergleichen mit dem Trommelfeuer der Septemberoffensive und der Kanonade im Oktober."
Foto: Verbrannte Erde - Soldat bei Verdun.

Vor 110 Jahren - 27. Februar 1916
Um 10.30 Uhr läuft der britische Passagierdampfer "Maloja", der erst 15 Minuten zuvor den Hafen von Dover verlassen hat, auf eine deutsche Seemine auf und sinkt. 155 der 456 Menschen an Bord verlieren ihr Leben.
Vor 75 Jahren - 27. Februar 1951
Der 22. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten tritt in Kraft: Keinem US-Präsidenten ist nunmehr eine dritte Amtszeit vergönnt, nur eine einzige Wiederwahl möglich.
Jedenfalls steht es so auf Verfassungspapier ...
Vor 110 Jahren - 27. Februar 1916
"Die Fastnacht - Aschermittwoch. Von der Fastnachtszeit mit ihrem im Frieden üblichen Karnevalsgetriebe und fröhlichen Mummenschanz hat man wie im vorigen Jahre auch diesmal wenig oder nichts gemerkt. Allzuernst und schwer sind die Zeiten, um Geschmack und Freud an derartigen Dingen gegenwärtig aufkommen zu lassen. Und deshalb wird auch der Aschermittwoch als Tag des Beginns neuer ernster Lebensauffassung in diesem Jahre keine besondere Betonung zu erfahren brauchen. Und deshalb trifft uns deshalb in diesem Jahre die Fastnacht nicht bei losem Tand und Spiel an, noch der Aschermittwoch bei Katerstimmung, so sollen uns dafür beide in diesem Jahre ein Zeichen sein, daß trotz aller Winternacht und Öde doch wieder ein neuer Frühling heranzieht." (Siegburger Kreisblatt)

Vor 105 Jahren - 27. Februar 1921
"Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Siegburg hat, wie vielen Bürgern noch nicht bekannt ist, an verschiedenen Stellen der Stadt Verbandsstationen eingerichtet. Hierdurch ist es möglich, bei vorkommenden Unglücksfällen einen sachgemäßen Notverband dem Verunglückten zu beschaffen. Diese Verbandsstationen wurden in letzter Zeit dankenswerter vermehrt und sollen im allgemeinen Interesse die Standorte der Stationen nochmals bekanntgegeben werden. Folgende Stationen befinden sich: 1. Ottersbach Wilh., Frankfurter Straße 212; 2. Jakes Eduard, Hohenzollernstraße 68; 3. Willberg, Tillmann, Wolsdorferstraße 91; 4. Günther Emil, Zeithstraße 50; 5. Weber Franz, Mühlenstraße 60; 6. Grützenbach, Lorenz, Nordstraße 13; 7. Pilger, Johann, Augustastraße 9a; Rath, Josef, Ernststraße 49. Die Benutzung dieser Verbandsstationen wird bei eintretenden Unglücksfällen dringend empfohlen, da durch sofortige sachgemäße Behandlung der Verunglückten bzw. durch sachgemäße Behandlung des Verunglückten bzw. durch sachgemäße Anlagen von Verbänden größere und dauernde schädliche Wirkungen des Unglücksfalles vermieden werden. Am Freitag beginnt im Herrengarten unter Leitung von Herrn Dr. Grabhorn abends um 8 Uhr ein neuer Unterrichtskurs."
Foto: Dr. Arno Grabhorn (Mitte) als Sanitätsarzt im Reservelazarett auf dem Michaelsberg während des Ersten Weltkriegs, hier vor dem Eingang zur Abtei.

Vor 70 Jahren - 27. Februar 1956
"Nach den von der Denkmalpflege aufgestellten Planungen soll das ganze Gelände hinter dem Hause Kaiserstraße 25 für das Heimatmuseum verwandt werden. An das alte Gebäude soll ein neuer Trakt angebaut werden, der Hauteingang dazu soll von der Grimmelsgasse her angelegt werden. Im neuen Trakt sollen untergebracht werden: Glashalle für den Eingang, Pförtnerloge, Stadtbücherei Treppen, Ausstellungsräume oben und ein Saal für Unterrichtszwecke und Kulturveranstaltungen. Die Meinung des Rathauses der Stadt war nicht gerade ablehnend, aber man machte darauf aufmerksam, daß die Mittel der Stadt dadurch sehr angespannt würden. Bürgermeister Dr. Schmandt sagte: "Ebenso überrascht, wie wir über die Belastung sind, die uns erwächst, sind wir es über die Großzügigkeit der Planung, die uns vorgetragen wurde. Allen ist aber klar: wir müssen die Siegburger Schätze bewahren und richtig zur Geltung bringen." (Siegburger Zeitung)
Foto: Kaiserstraße, hinter dem "Metropol"-Kino an der Ecke Grimmelsgasse das Haus Nummer 25, Heimatmuseum.

Vor 10 Jahren - 27. Februar 2016
Altabt Placidus Mittler ist tot. siegburgaktuell berichtet:
"Der Benediktiner und Siegburger Ehrenbürger seit 1987 starb im Alter von 87 Jahren. Die Abtei auf dem Michaelsberg hatte er 30 Jahre lang, von 1970 bis zum Herbst 2000, geleitetet. Schon als Novize hat sich Placidus eigenhändig am Wiederaufbau der Abtei nach dem Krieg beteiligt. 'Unvergessen sind sein persönliches Engagement und seine Verdienste um die Sanierung der Abtei, die unter großen Opfern der Ordensgemeinschaft durchgeführt wurde', heißt es in der städtischen Laudatio zu seiner Ehrenbürgerwürde. Stets habe er die sozialen und geistlichen Geschicke der Stadt Siegburg in hervorragender Weise mitgestaltet. 13 Jahre lang hatte sich Placidus auch als Seelsorger der Servatius-Gemeinde engagiert, dann im Herbst 1985 überraschend zurückgezogen und auf das Kloster konzentriert. Damals erklärte er: 'Man muss im Hause sein, Präsenz ist wichtig. Viele Außenstehende haben eine falsche Vorstellung vom Klosterleben - das ist auch keine heile Welt. Da gibt es körperliche und seelische Krankheiten, wie anderswo auch'. Seinerzeit durfte sich Mittler allerdings noch über einen 'augenblicklich stärkeren Trend zum Kloster hin' freuen. Die letzten Jahre hatte Mittler nach dem Ende der Glaubensgemeinschaft auf dem Berg 2011 im Haus Zur Mühlen der Alexianer verbracht. Der Altabt wird der letzte Mönch sein, der auf dem Klosterfriedhof neben der ehemaligen Abtei beigesetzt wird. Für den offiziellen Film zum 950- jährigen Stadtjubiläum war der Altabt ein letztes Mal vor laufenden Kameras aufgetreten, hatte im Rosengarten Einblicke in und Rückschau auf sein Leben geworfen - jetzt ein Dokument Siegburger Stadtgeschichte."

Vor 10 Jahren - 27. Februar 2016
Jochen Hildesheim, Jahrzehnte lang Leiter der Rhein-Sieg-Rundschau, hatte im Jahr des 950. Stadtjubiläums für siegburgaktuell einen Blick zurück auf Menschen, die eine besondere Beziehung zu Siegburg haben, geworfen. Sein Portrait des Altabtes:
Der Ursprung der Stadt Siegburg geht auf die Gründung des Benediktinerklosters Anno 1064 durch den Kölner Erzbischof Anno II. zurück. Stadt und Abtei feiern deshalb das 900jährige Bestehen gemeinsam.
Der 36 Jahre alte Pater Placidus Mittler lebt im Jubiläumsjahr schon 16 Jahre auf dem Michaelsberg. Mit einer "Melodienuntersuchung zu den Dorischen Hymnen der Lateinischen Liturgie im Mittelalter" promoviert er 1964 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn zum Doktor der Philosophie. Musikwissenschaft ist sein Hauptfach an der Uni, Kunstgeschichte und Moraltheologie Nebenfächer.
In das Jahr 1964 fällt auch die Gründerzeit der "Siegburger Studien". Maßgeblich arbeiten Pater Placidus und sein Bruder, Pater Mauritius, daran. Die vielbeachtete neue theologische Schriftenreihe erscheint im Respublica-Verlag Siegburg. In den folgenden 50 Jahren kommen 30 Hefte heraus. Die Dissertation von Pater Placidus, des späteren Klostervorstehers und Pfarrers von St. Servatius Siegburg, wird in der Ausgabe Nr. 2 der "Siegburger Studien" veröffentlicht.
1964 beginnt Placidus an der Musikhochschule Düsseldorf als Dozent für Gregorianische Gesänge. Zehn Jahre bleibt er dabei. In Siegburg gibt der Mönch vom Michaelsberg Religionsunterricht an der Berufsschule und in der Gutenbergschule. Im Seniorenheim St. Joseph der Alexianer, dem Mühlenhof, seinem heutigen Altersruhesitz, und in verschiedenen Pfarrkirchen der Umgebung hält er regelmäßig Gottesdienste.
Der Altabt erinnert sich, dass er im Jubiläumsjahr Besuchergruppen durch das Kloster geführt und auch an Feierlichkeiten in der Stadt teilgenommen hat. Zum Fest des Heiligen Michael am 29. September 1964 schreibt Pater Dr. Placidus Mittler OSB einen Aufsatz unter dem Titel "St. Michael - Fürst des Berges und der Stadt". Die Sieg-Kreis-Rundschau veröffentlicht den Beitrag. Eine Abbildung des Erzengels Michael ziert das Siegburger Stadtwappen. Darauf Bezug nehmend sagt Dr. Mittler: "Es ist erklärlich, dass die Stadt am Berg des heiligen Michael gelegen, sich dieses Zeichen erwählt hat, Symbol ihres Lebens zu sein".
Am Ende des Jubiläumsjahres spielt Pater Placidus für Heinrich und Wilhelmine Lübke in der Abteikirche die Orgel und erfüllt damit dem Bundespräsidenten und seiner Frau bei ihrem offiziellen Besuch in Siegburg einen persönlichen Wunsch. 1970 wählt der Konvent den damals 42jährigen Mönch zum 49. Abt des Benediktinerklosters auf dem Michaelsberg.
30 Jahre, bis zum Jahr 2000, bleibt Dr. Placidus Mittler Klostervorsteher und bis zur Auflösung der Klostergemeinschaft noch ein weiteres Jahrzehnt in "seiner" Abtei. Danach, 2011, findet der heute 86jährige seinen Wohnsitz im "Haus zur Mühlen" - hinter den Wolsbergen und jenseits der A3 in Sichtweite zum Michaelsberg. Von 1972 bis 1985 ist er zugleich Pfarrer von Sankt Servatius Siegburg.
1998 ernennt der Stadtrat den Benediktinerabt Dr. Placidus Mittler wie seinen Vorvorgänger Dr. Ildefons Schulte Strathaus zum Ehrenbürger der Stadt Siegburg.
Am 26. Juli 2014 feierte der Mönch vom Michaelsberg in der Kapelle des Mühlenhofes sein Diamantenes, das 60jährige Priesterjubiläum, auf den Tag genau 60 Jahre nach der Priesterweihe in der Abteikirche. Kreisdechant Axel Werner, Siegburg, und Bruder Domenikus von den Alexianern zelebrieren mit ihm die Heilige Messe. Foto: Placidus Mittler am Tag der Bestätigung seiner Wahl zum Abt.

Vor 10 Jahren - 27. Februar 2016
In seiner Dankansprache zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde im Rathaus fand Placidus Mittler seinerzeit bemerkenswerte und heute leider wieder aktuelle Worte:
"Ich hatte Probleme, eine Ehrenbürgerschaft anzunehmen. Ich habe dann die Bitte geäußert, dass man den ganzen Konvent - also alle meine Mitbrüder - einbeziehen möchte. Ich bin schließlich nicht aufgrund meiner Verdienste für die Stadt, sondern mehr aufgrund meiner Stellung als Abt der benediktinischen Gemeinschaft vom Rat zu Ehrenbürger gewählt worden.
Das gute Verhältnis von Stadt und Abtei ist uns allen in Siegburg in die Wiege gelegt. Kurz nach der Gründung der Abtei durch Erzbischof Anno wurde Siegburg 1069 das Markt-, Münz- und Zollrecht zugesprochen und 1180 dem kleinen Dorf am Fuß des Siegberges das Stadtrecht verliehen. Als es zu Beginn dieses Jahrhunderts um eine Wiederbesiedlung der Abteigebäude ging, die Napoleon 1803 säkularisiert hatte, haben sich die Verantwortlichen dieser Stadt für eine Wiederbesiedlung mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Kräften eingesetzt, damit Benediktinermönche wieder nach Siegburg zurückkehren konnten. Das war nicht leicht. Und die Stadt hat dafür sogar große Geldsummen aufgewandt, um den Berg dem preußischen Staat abzukaufen. Ob wir jedoch dieses Geld jemals an die Stadt zurückgezahlt haben, konnte bisher - wohl wegen der Turbulenzen des Kriegsausbruchs 1914 - von den Historikern nicht geklärt werden. Die Sorge der Siegburger und besonders auch des Rates erreichte dann wieder eine neue Welle der Sympathie, als es darum ging, nach dem zweiten Weltkrieg die völlig zerstörte Abtei aus den Ruinen erstehen zu lassen, um aus ihr wieder einen würdigen Ort klösterlichen Lebens für Gebet und Arbeit zu machen.
Als mich der Bürgermeister wegen der Ehrenbürgerschaft anrief, gab ich ihm zur Antwort: Ich könnte damit nicht allzuviel anfangen, weil ich mich doch immer bemüht habe, ein guter Bürger zu sein; das genüge doch wohl. Eine Steigerung von Bürger gibt es eigentlich nicht, wenigstens für einen Menschen meiner Generation, der entscheidende Erlebnisse seiner Kindheit und Jugend in einer menschenverachtenden Diktatur durchmachen musste.
Was mir das bedeutet, Bürger in einer freiheitlichen Gesellschaft zu sein, kann ich mit ein paar wenigen Sätzen aus jugendlichem Erleben darstellen Ich war bereits als Dreizehnjähriger in einer illegalen Jugendgruppe in Bonn. Wir mussten im Winter 1943 Schluss machen, weil man uns auf die Spur gekommen war. Und so werden Sie verstehen können, dass ich aus folgendem Grunde nie zu einem totalen Pazifisten werden konnte. Der erste Kampfpanzer, der am Morgen des 19. März 1945 in Oberkassel, meinem Geburtsort einrollte und einige Salven in den Ort hinein abgab, war für mich das Signal der Erlösung von der Diktatur und das Anfangszeichen einer Freiheit, die man nur begreifen kann, wenn man unter dem dauernden psychischen Druck einer Diktatur gelebt hat - und das als junger Mensch. Nach über 50 Jahren einer sich immer freiheitlicher darstellenden Gesellschaft wird man nicht mehr so schnell an der Demokratie irre, auch wenn sie nur ein menschlicher Kompromiss ist, die Gesellschaft aufzubauen und dem Menschen dieser Erdenzeit eine Hilfe fürs Leben zu sein. Gott segne diese Stadt und diese Bürger."

Vor 10 Jahren - 27. Februar 2016
Anlässlich des Tods von Altabt Placidus Mittler berichtet siegburgaktuell über den Friedhof der Mönche an der Abtei:
"Der im Alter von 87 Jahren verstorbene Altabt Placidus wird als letzter Benediktiner auf dem Klosterfriedhof beigesetzt. Eine einzige Grabstelle ist dort noch frei. Zuletzt war 2013 der im Alter von 92 Jahren verstorbene Bruder von Placidus, Mauritius Mittler, beigesetzt worden. Der Abteifriedhof liegt am Westhang des Michaelsberges, hinter dichtbewachsenen Bäumen versteckt: Die Friedhofsanlage im ehemaligen Klostergarten ist öffentlichem Zugang entzogen. Über acht Jahrzehnte wurden die Mitglieder der nun aufgelösten Ordensgemeinschaft dort bestattet. Das älteste der in zwei langen Reihe links und rechts eines Sandwegs gelegenen Gräber ist die Ruhestätte von Pater Hermann Renzel, verstorben am 9. Mai 1922. Am Ende der langgezogenen Begräbnisstätte, im Schatten einer Begrenzungsmauer, liegt zur Linken einer großen Christusdarstellung die Ruhestätte von Ildefons Schulte-Strathaus, Abt der Benediktinergemeinschaft von 1935 bis 1967. Wo die Mönche zu anderen Zeiten ihre Toten bestatteten, darüber gibt es nur einzelne Erkenntnisse. Vor rund 30 Jahren wurden am Johannistürmchen in Höhe der Bögen des Wehrganges bei Arbeiten Knochen gefunden. 'Mit Sicherheit', so berichtete einst Pater Mauritius, 'habe sich an dieser Stelle einmal eine historische Friedhofsanlage befunden.' Im 18. Jahrhundert diente auch die Krypta als Begräbnisstätte. Nur Äbte dürften in der Kirche selbst zu letzten Ruhe gebettet worden sein. Neben Krypta und Johannisgarten stellte der äußere Bereich um die Apsis der alten romanischen Kirche bis zum 15. Jahrhundert einen Bestattungsort dar. Auf den Steinsarkophagen entstanden gegen 1410 die Mauern des Hochchores und der Ostpartie der Krypta. 500 Jahre später waren auf dem abschüssigen Boden die Särge ins Rutschen geraten, der Chor konnte 1935 nur durch aufwändige Verankerungen gesichert werden. Im Zuge der Arbeiten stieß man auf die wohl ältesten Grabanlagen. In seinem Buch 'Seine viel liebe Stadt' erinnerte sich der mittlerweile verstorbene Pater Gabriel Busch, 'persönlich einen großen Korb Knochen zum Klosterfriedhof gebracht' zu haben."

Vor 5 Jahren - 27. Februar 2021
Verwittert und begrünt zeigte sich die mindestens 650 Jahre alte Wehranlage oberhalb des Mühlentorplatzes, die einst die Stadtmauer mit der Abteibefestigung verband. Im Zuge des Gesamtkonzepts zur Verschönerung des Michaelsbergs wurde sie im letzten Dreivierteljahr unter Zuhilfenahme eines großen Gerüstes saniert. Arbeiter brachten Metallanker ein, ergänzten hier herausgefallen Steine, stellten dort zugemauerte Schießscharten frei. Wichtig war das Schließen von Spalten und Ritzen, durch die Regenwasser ins Gemäuer drang und dieses von innen schädigte. Mittlerweile hat der Kölner Architekt Carsten Monnerjahn sein Werk vollbracht. Das Gestänge kann in Kürze abgebaut werden.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
Apotheken-Notdienst
Hubertus-Apotheke, Hauptstraße 64, Lohmar, Tel.: +49 2246 3636
