siegburgaktuell 26.02.2026

Frühling in the City
Siegburg. "Angesichts der frühlingshaften Temperaturen zog es gestern zahlreiche Sonnenhungrige ins Freie, wie die vollbesetzten Straßencafés am oberen Markt und die langen Schlangen vor den Eisdielen zeigten. Wer keinen Platz gefunden oder kein Eis bekommen hat, hat dank des voraussichtlich bis zum Wochenende anhaltenden Hochs noch weitere Gelegenheiten." Ein Dank an Klaus Mahler für Foto und sonnige Wetterprognose!

Auszeichnung in Düsseldorfer Staatskanzlei
Siegburg/Düsseldorf. Freundschaftsvertrag mit Sbarash in der Ukraine, sechs aktive Städtepartnerschaften, Erasmus+-Projekte an Schulen, europäisch geprägte Bürgerfeste und ein Karnevalsorden mit klarer Europabotschaft. Für dieses vielfältige Wirken wurde Siegburg gestern in der Düsseldorfer Staatskanzlei von Europaminister Nathanael Liminski und Kommunalministerin Ina Scharrenbach als "Europaaktive Kommune" ausgezeichnet.
Für die Kreisstadt nahm der Beigeordnete Martin Rosorius die Urkunde entgegen, der mit einer Delegation aus dem Bürgermeisterbüro aufgebrochen war, wo die europäischen Beziehungen organisatorisch angesiedelt sind. An der Seite der Rathausmannschaft war eine Gruppe des Anno-Gymnasiums mit Rektor Sebastian Kaas und dem schulinternen Außenbeauftragten Achim Werner in die Landeshauptstadt gefahren. Das Anno ist ein exzellentes Beispiel für die von der Jury geforderte und gewürdigte Vernetzung unterhalb der offiziellen Rathaus-/Verwaltungsebene. Sie betreibt eine Europa-AG, schickt Jugendliche zum Praktikum nach Italien, trägt mit Stolz das Erasmus-Label. Dank an Schülersprecher Justus Hellmich, seine Stellvertreterin Jada Knipp, an Dana Ziegler und Lina Schlößer von der Europa-AG!
Foto, v.l.n.r.: Dana Ziegler, Lina Schlößer, Jada Knipp und Justus Hellmich, Europakoordinator Achim Werner und Schulleiter Sebastian Kaas, Ina Scharrenbach und Nathanael Liminski, Martin Rosorius, Ute Krämer-Bönisch, die Leiterin des Amts für Bürgermeisterangelegenheiten, Kira Haasbach, Verantwortliche für Städtepartnerschaften, Nesrin Göksu aus dem Bürgermeisterbüro sowie Ratsmitglied Siegfried Dolezych.
Der Zufall wollte es, dass parallel zur Feierstunde in Düsseldorf die Europafreude und Europafreundschaft in Siegburg greifbar wurde. Weiterlesen!

Französische Freundschaft: museumsreif und zukunftsorientiert
Siegburg/Charbonnières-les-Bains. Da sind sie wieder: Die Stufe 9 des Anno-Gymnasiums empfing die Gäste aus der Nähe von Lyon auf mittlerweile traditionelle Art. Warum traditionell? Nun: Die Schülerinnen und Schüler aus dem Lycée Blaise Pascal in Charbonnières-les-Bains besuchen mit ihren Siegburger Austauschpartnern immer zuerst das Stadtmuseum, wo man Siegburg besonders nahekommt. Es gibt jedes Mal das obligate Gruppenfoto auf der Treppe. Und es gibt eine hohe Konstanz bei den betreuenden Lehrerinnen. Die Damen Lacour auf französischer und Seifert auf deutscher Seite bilden das Tandem der deutsch-französischen Freundschaft auf der Ebene, die maßgeblich ist - an der Basis.
Für die begleitenden Pädagogen, für Museumleiterin Gundula Caspary, die auf Französisch durchs Haus führt, und für uns als Berichterstatter ist der Austausch ein liebgewonnener, aber mittlerweile routinierter Termin. Für die immer neuen Eleven, die partizipieren, sind Siegburg, Köln und Bonn neu und hoffentlich ein kleines bisschen aufregend. Das, was die die Teens aus Lyon diese Woche erleben, könnte der Eindruck unseres Landes sein, der bleibt. Viel Spaß zusammen!

Partnerschaftsverein lud zur Pizza
Siegburg. An den Gang durchs Museum schließt sich das Pizzaessen mit dem Partnerschaftsverein als weiteres Ritual an. Zuletzt stellte sich die Raumfrage: Die Schule im Haufeld, lange Sitz des Vereins, wartet auf Abriss. Das Rathaus wurde viereinhalb Jahre saniert. Jetzt ist es fertig, und so konnten Binnur Vossen und Lazaros Tsapanidis dem binationalen Schülermix im neuen Sattelgeschoss den schmackhaften Diskus kredenzen. Deutsche und französische Schüler speisen italienisch, das Essen wird serviert von Rheinländern mit griechischer und türkischer Migrationsgeschichte. Was sagen die Fööss dazu? "Fronkreisch, Fronkreisch." Und: "Su simmer all he hinjekumme."

"Alle(e)s Kunst" im Stadtmuseum
Siegburg. Landschaften widmet sich die heute eröffnete Ausstellung "Alle(e)s Kunst" im Museumsschaufenster. Dabei betrachteten sich die Schülerinnen und Schüler das Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Deutlich wird immer: Landschaft ist weit mehr als Natur, sie ist auch Lebensraum, Ausdruck von Stimmung und Spiegel gesellschaftlicher Entwicklung, ein realer Ort, eine Erinnerung, ein Gefühl oder auch eine Vision der Zukunft.
Die aus Stoff geschaffenen Arbeiten der Fünftklässler zeigen, wie stark Farben unsere Wahrnehmung von Landschaften beeinflussen. Warme und kalte Töne, Hell-Dunkel-Gegensätze und komplementäre Farbpaare erzeugen Spannung, Dynamik und Harmonie.
Die Achtklässler schulten durch die Anwendung einer Zentralperspektive räumliche Tiefe und Blickführung. Landschaft wird hier als konstruierter Raum erfahrbar - geplant und durchdacht. Die Jahrgangsstufe ist zudem mit einem besonderen Projekt vertreten: Häuser aus Naturmaterialien wie Ästen, Blättern, Steinen und Erde. Die architektonischen Formen sind eingebettet in eine natürliche Umgebung, sie symbolisieren das Zusammenspiel von Mensch und Natur, stellen die Frage nach nachhaltigem Bauen und Leben.
Der Streetart widmeten sich die Neuntklässler, ihre Bügelperlenbilder sind inspiriert von Graffiti, Schriftzügen und starken Farbkontrasten. So wird die Stadt zur Bühne, eine Mauer zur Erzählerin von Geschichten, Landschaften erscheinen als pulsierender Lebensraum.
Bleibt die Q1 - das sind die Zwölftklässler -, die Landschaften reflektiert und weitergedacht hat. Als inneren Seelenraum, als politischen Raum oder als Symbol für Veränderung. In ihren Collagen und Buchskulpturen verbinden sich Technik, Konzept und individuelle Aussagen zu vielschichtigen Bildwelten, zerschnittene Fotografien, Papierfragmente und Fundstücke zu imaginären Landschaften, politischen sowie gesellschaftlichen Zukunftsvisionen oder kritischen Kommentaren.
Die Arbeiten der jungen Künstlerinnen und Künstler - nicht alle sind auf unserem Foto zu sehen - können bis Sonntag, 15. März, während der Öffnungszeiten bei freiem Eintritt im Stadtmuseum entdeckt werden.

Kitas, Tagespflege, BildungsCampus
Siegburg. Die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Montag in ihrer Essenz.
Kitaplätze 2026/27: Fürs kommende Kitajahr werden 326 U3- und 1.265 Ü3-Plätze zur Verfügung gestellt. Aufgeschlüsselt nach gebuchten Betreuungsumfängen ergibt sich dieses Bild: 61,7 Prozent sind 45 Stunden in der Einrichtung, 34,3 Prozent nehmen die 35 Stunden in Anspruch und nur 4,1 Prozent die 25 Stunden.
Tagespflege: Der Fachbereich der Kindertagespflege stellte sich vor. Kindertagespflege gilt als gleichwertiges Betreuungsangebot, insbesondere für Kinder unter drei Jahren. Sie findet in einem familienanalogen Setting mit bis zu fünf oder maximal neun Kindern, dann im Rahmen einer Großtagespflege, statt. 149 Pänz werden morgens bei Siegburger Tagesmüttern und -vätern abgesetzt. Die Fachberatung im Jugendamt erteilt die notwendigen Erlaubnisse, überprüft die Arbeit und unterstützt in der Qualitätsentwicklung und Weiterbildung.
Personalien: Neue Vorsitzende des Ausschusses ist Zeynep Kirli-Selen. Bei den Mitgliedern des Ausschusses ersetzt Sonja Höfer, die Leiterin des Jugendzentrums Kulturcafé, Andreas Wabnik, der zuvor im "Kulti" den Hut aufhatte. Frisch im Amt ist Stefan Bönninghausen, der neue Manager am BildungsCampus Neuenhof. Ebenfalls am Neuenhof aktiv ist seit kurzem Schulsozialarbeiterin Paula Artmann, die Ronja Carlov nachfolgt. Noch ein letztes neues Gesicht: Joanna Vervurt ist seit Anfang Februar die neue Verfahrenslotsin im Jugendamt, die Stelle war vakant. Ihre Aufgabe: Beratung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer (drohenden) Behinderung und deren Familien gemäß Sozialgesetzbuch sowie Unterstützung des Fachamtes bei der Umsetzung politischer Beschlüsse zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe.
Foto: Stefan Bönninghausen haben wir im Januar bei der Eröffnung der Jugendberufsagentur in seinem Einflussgebiet, also am BCN, kennengelernt. Dabei entstand dieses Bild. Gespielt wurde Berufe-Pong, selbstverständlich nicht Bier-Pong.

Unternehmer trafen sich zum "Frühsport"
Siegburg. Gastronomie, IT oder Verwaltung: Das Siegburger Unternehmerfrühstück führt Geschäftsleitungen unterschiedlicher Branchen zum Austausch zusammen. Gestern Morgen wurde der Bereich Sport und Gesundheit abgedeckt. Man gastierte, diskutierte und aß im Fitnessstudio am Europaplatz 1. Bereits seit 25 Jahren ist das Unternehmen mit einem Standort in Siegburg vertreten - seit Herbst 2025 runderneuert und vergrößert unter dem neuen Namen by linzenich (vormals Family Fitness Club) am Bahnhof über dem Cineplex. Die Linzenich-Gruppe ist ein regionales Familienunternehmen und seit 44 Jahren Dienstleister im Bereich Training und Wohlergehen. Zum Angebot gehören Firmenfitness, Partnerprogramme sowie die betriebliche Gesundheitsförderung. Foto: Stefan Rosemann bei seinem Grußwort an die versammelte Unternehmerschaft.

Photovoltaik für Mehrfamilienhäuser
Siegburg. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aus Photovoltaikanlagen gewonnene Energie zu nutzen. Eine ist der sogenannte Mieterstrom für Mehrfamilienhäuser. Anbieter sprechen über mögliche Renditen von 8,5 Prozent und eine Amortisationszeit zwischen fünf und zehn Jahren. Über technische Voraussetzungen, Wirtschaftlichkeit und rechtlichen Rahmenbedingungen informiert eine kostenlose Onlineveranstaltung des Amts für Umwelt und Wirtschaft am Dienstag, 10. März, ab 17 Uhr. Anmeldung unter www.siegburg.de.

Katze im Baum, Auto im Container
Siegburg. Siebenmal rückte die Siegburger Feuerwehr in den zurückliegenden 24 Stunden aus. Wieso? Weshalb? Warum? Wir verraten es Ihnen!
Die erste Fahrt des Tages führt nach St. Augustin. Dort soll ein Auto in einer Werkstatt brennen. Zunächst rücken nur Einheiten aus Menden, Meindorf, Mülldorf, Hangelar und Buisdorf an. Die stellen fest, dass der Wagen auf dem Hof steht - aber es handelt sich um ein Elektrofahrzeug. Und so kommen die Kräfte aus der Kreisstadt ins Spiel: Sie bringen den "Abrollcontainer Hochvolt“ mit. Mittels Winde wird das gelöschte Mobil in diesen gezogen, dann für mindestens 24 Stunden geflutet. Damit wird ein mögliches Wiederentzünden der Batterie unterbunden.
Kurz vor 12.30 wird eine Verrauchung im Parkhaus in der Grimmelsgasse gemeldet. Die Feuerwehr kontrolliert alle Decks, kann keine Schadensmerkmale ausfindig machen. Die Rücksprache mit dem Haustechniker bringt die Lösung: Dieser hatte das stationäre Notstromaggregat getestet, wodurch es kurzzeitig zur Qualmbildung gekommen war.
Eine leichte Rauchentwicklung auch um 19.50 Uhr bei Siegwerk. Auslöser ist das Durchrutschen eines Keilriemens, was zur Überhitzung eines Mischers führt. Die Brandmeldeanlage löst automatisch aus. Die Werkfeuerwehr reagiert unmittelbar, sichert den Bereich, kühlt den Mischer zügig und kontrolliert herunter. Ein Eingreifen weiterer Kräfte ist nicht erforderlich.
Um 23.15 Uhr wird die Feuerwehr gebeten, eine erst wenige Monate alte Katze, die auf einen Baum in einem Hinterhof am Eibenweg geklettert ist, zurück auf den Boden zu holen. An der Stelle, an der das junge Tier sitzt, kann keine Leiter angelegt werden; der Besitzerin wird empfohlen, die Samtpfote mit Futter nach unten zu locken - bislang erfolglos. Daher rücken die Floriansjünger heute Morgen noch einmal aus, sehen eine Chance, zur Katze zu kommen. Doch die ergreift die Flucht nach oben - und sitzt nun außerhalb des Bereichs, der mit der Leiter erreicht werden kann. Die Hoffnung liegt nun (zunächst wieder) auf dem knurrenden Magen.
Zuletzt blicken wir in die Lambertstraße, wo heute um 4.30 Uhr eine Tür geöffnet wird, um dem Rettungsdienst Zugang zu einer hilflosen Person zu verschaffen.

Verkehrssicherheitstag der Realschule
Siegburg. Sicher in die Fahrradsaison starten die Fünftklässler der Alexander-von-Humboldt-Realschule nach der Teilnahme am Verkehrssicherheitstag. Gleich zu Beginn überprüften Fachleute, wie gut die Kinder sehen und hören können - zwei entscheidende Voraussetzungen für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr.
Sportlich ging es beim Fahrradparcours weiter. Hier mussten die Schülerinnen und Schüler eine schmale, erhöhte Linie meistern, durch enge Kurven lenken, korrekt Handzeichen geben sowie im Rollen einen Gegenstand greifen und ablegen. Spielerisch wurden so wichtige Techniken und Fähigkeiten - Geschick, Konzentration und Gleichgewichtssinn - wiederholt und gefestigt.
Mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille tauchten die Kinder digital in realitätsnahe Verkehrssituationen ein. Besonders das richtige Verhalten beim Abbiegen wurde intensiv trainiert. So konnten Gefahrensituationen erlebt und angemessenes Reagieren erprobt werden. Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und Ausdauer waren bei der anschließenden Fahrradsimulation gefragt.
Besonders eindrucksvoll schließlich die Station zum "Toten Winkel" eines Lkw. Die Kinder durften in einem Lastwagen Platz nehmen und konnten so erleben, welche Bereiche für Fahrerinnen und Fahrer nur schwer oder gar nicht einsehbar sind. Dabei wurde deutlich: Eine halbe Schulklasse kann nahezu unsichtbar werden.
Abgerundet wurde der Tag durch kleine Geschenke: "Leuchtgespenster" und reflektierende Anhänger sorgen zukünftig für mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Zusätzlich konnten altersgerechte Informationsmaterialien mitgenommen werden.

Lucy Turner vertritt Schule beim Regionalwettbewerb
Siegburg. Der Austausch von Meinungen gehört zu einer demokratischen Gesellschaft. Dabei gilt es, mit Fakten zu argumentieren, andere Menschen zu Wort kommen zu lassen und deren Ansichten zu akzeptieren. Damit dies gelingen kann, gibt es den Schülerwettbewerb "Jugend debattiert". Nachdem das Anno-Gymnasium mit einer entsprechenden AG startete, wurde das Thema mittlerweile auch in den Unterricht eingebaut. In diesem Jahr wurde erstmals ein Schulwettbewerb durchgeführt, deren Siegerin, Lucy Turner, nun beim Regionalwettbewerb antreten durfte und sich dort - ganz frisch eingetroffene Info - gestern fürs Landesfinale qualifizierte. Herzlichen Glückwunsch!
Auf unserem Foto wird Lucy Turner eingerahmt von Louis Wolf, links, sowie Marie Heinen und Nick Oschlisniok, die mit ihr im Anno-Finale über die Frage, ob Weiberfastnacht am Gymnasium ein schulfreier Tag werden solle, debattierten.

Siegburger kämpften leidenschaftlich
Siegburg. Die Überraschung ist geglückt, die Sensation blieb aus: Teuer verkaufte sich der Siegburger SV 04 (weiße Trikots) im Verbandspokal gestern Abend vor 1.000 Zuschauern gegen die zwei Klassen höher spielende Viktoria aus Köln. Am Ende trafen die Gäste aus Höhenberg zweimal, die Blues einmal. Die Fans sahen einen intensiven und leidenschaftlichen Pokalabend, in dem der Underdog den Favoriten bis in die Schlussphase vor große Aufgaben stellte. "Mit Mut, Disziplin und hoher Intensität gelang es, das Spiel über 90 Minuten offen zu halten", schreibt der SSV auf Social Media. Zur Halbzeit stand es 1:1, der Siegtreffer fiel erst wenige Minuten vor dem Schlusspfiff.

Künstlerin gibt Tipps zum Malen
Siegburg. Malen Sie das Johannestürmchen! Am Sonntag, 1. März, gibt Ihnen Künstlerin Merle Stanko in einem VHS-Workshop ab 12 Uhr hilfreiche Tipps für die kreative Arbeit mit Acrylfarben und den Bildaufbau. Während der Trocknungsphasen ist für Snacks und Getränke gesorgt. Weitere Infos und Anmeldung unter www.vhs-rhein-sieg.de.

Vier Powereinheiten
Siegburg. Für Jugendliche ab zwölf Jahre, die sich zu aktueller Musik auspowern wollen, bietet das DRK-Familienbildungswerk, Zeughausstraße 3, ab Mittwoch, 4. März, 16.45 Uhr, einen Zumba-Kurs an. Mit viel Spaß werden Fitness, Ausdauer und Koordination verbessert, aber auch Selbstvertrauen, Teamgefühl und Ausdrucksfähigkeit gestärkt. In der ersten Einheit trifft man sich viermal bis zu den Osterferien. Weitere Infos und Anmeldung unter www.drk-familienbildung.de.

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.

Donnerstag, 26. Februar 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Alix Brodeur: "Standort"
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Alle(e)s Kunst: "Landschaften" (bis Sonntag, 15. März)
6. Siegburger Keramikpreis (bis Sonntag, 12. April)
15 Uhr, in den Räumen der Caritas, Wilhelmstraße 74:
Trauergesprächskreis von "Sonare" (jeden 1. Donnerstag im Monat)
15.30 Uhr, Stadtbibliothek, Griesgasse 11:
Vorlesen lernen mit Caesar (Foto, Anmeldung über den Link)
Freitag, 27. Februar 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Alix Brodeur: "Standort"
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Alle(e)s Kunst: "Landschaften" (bis Sonntag, 15. März)
6. Siegburger Keramikpreis (bis Sonntag, 12. April)
11 bis 18 Uhr, Pat-Lissy-Store, Am Herrengarten 2:
Lukrezia Krämer stellt aus
14 bis 16 Uhr, Gemeinschaftsgarten, Cecilien-/Wellenstraße:
Der Gemeinschaftsgarten hat für Besucher geöffnet
17.30 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46 (Treffpunkt):
Henkerführung mit Hans-Willi Kernenbach
18 Uhr, Pat-Lissy-Store, Am Herrengarten 2:
Chansonabend als Vernissage zur Ausstellung von Lukrezia Krämer
18.30 Uhr, VHS-Studienhaus, Humperdinckstraße 27:
Zeitzeugengespräch mit Peter Börner
19.30 Uhr, Studiobühne im ehemaligen Kaufhof, Grimmelsgasse 4:
1984 (Premiere, ausverkauft)

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Donnerstag, 26. Februar, der 57. Tag in 2026
Wetter: Heute unbedingt tanken - Sonne und Wärme!
Sonnenuntergang heute: 18.07 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 7.20 Uhr
Monduntergang morgen: 5.37 Uhr
Mondaufgang morgen: 12.56 Uhr
Dionysius (um 300 erster Bischof von Augsburg, starb vermutlich als Märtyrer), auch: Dennis; Mechthild (von Sponheim, Schwester des Abtes Bernhelm von Sponheim, führte ein Leben der Bescheidenheit, starb 1154), auch: Mathilde, Mette, Tilde, Tilla; Adalbert (von Tegernsee, gründete mit Bruder Otgar um 756 die dortige Abtei und wurde ihr erster Vorsteher, starb um 804).

Victor Hugo (1802-1885), französischer Schriftsteller ("Der Glöckner von Notre-Dame"); Honoré Daumier (1808-1879), französischer Maler und Karikaturist, der gerne alberne Alltagsmerkwürdigkeiten und die Kehrseiten scheinbar erhabener und großer Dinge aufs Korn nahm; Levi Strauss (1829-1902), deutsch-amerikanischer Industrieller, Goldgräber und Jeans-Erfinder; William Frederick Cody (1846-1917), berühmter Bisonjäger und Pionier, bekannt als Buffalo Bill, 4.280 Bisons soll der Kavallerieoffizier in 17 Monaten erlegt und an die Köche der Trupps zum Bau der Pazifikeisenbahn verkauft haben; im Alter von 37 Jahren begann er mit seinen Wild-West-Shows als Büffelreiter und Kunstschütze, tourte ab 1887 auch durch Europa, mit in seinem Schaustellertross auch Sitting Bull, Häuptling der Hunkpapa-Sioux, Bild: Plakat für eine Buffalo-Bill-Show 1910; Hans Böckler (1875-1951), 1949 erster Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes; Hans Sachs (1912-1993), Oberstaatsanwalt in Nürnberg und Mitglied des "Was bin ich?"-Rateteams bei Robert Lemke, legendär seine "Gehe ich recht in der Annahme, dass ...?"- Frageformulierung; begründete den "Weißen Ring" mit, einen Hilfsverein für Opfer von Straftaten; Theodore Sturgeon (1918-1985), amerikanischer Science-Fiction-Autor ("Das Maschinenungeheuer", "Das Milliardengehirn"), schrieb auch Drehbücher, unter anderem für einige Folgen der Serie "Raumschiff Enterprise"; Tony Randall (1920-2004), amerikanischer Schauspieler ("Bettgeflüster", in "Männerwirtschaft" der abgedrehte Hypochonder Felix Unger, Oscar Madisons - gespielt von Jack Klugman - personifizierte Heimsuchung); Antoine "Fats" Domino (1928-2017), amerikanischer Rhythm-and Blues-Musiker ("I'm Walkin'", "Blueberry Hill"); Johnny Cash (1932-2003), amerikanische Country-Legende ("Man in Black"), Sänger und Songschreiber ("I Walk The Line", "Folsom Prison Blues"); Brigitte Grothum (1935), Schauspielerin ("Das Gasthaus an der Themse", "Piefke-Saga"); Sandy Shaw (1947), britische Sängerin ("Puppet On A String"); Frank Busemann (1975), Zehnkämpfer, Silber bei Olympia in Atlanta und Sportler des Jahres 1996; Sébastian Loeb (1974), französischer Rallyeweltmeister; Tom Beck (1978), Schauspieler ("Alarm für Cobra 11") und Sänger; Laura Wontorra (1989), TV-Sportmoderatorin bei DAZN und RTL; Elvira Öberg (1999), schwedische Biathletin, jüngst Olympia-Staffelsilber.

212: Publius Septimus Geta, der römische Mitregent stirbt durch die Hand seines älteren Bruders, Kaiser Caracalla; zur Sicherung dessen Alleinherrschaft werden in der Folge auch Getas Freunde und Gefährten grausam ermordet; 1924: Franz Halm (Foto), der Siegburger Kunstmaler stirbt 79-jährig in Köln, die Siegburger Benediktinermönche halten am 1. März die Feierlichen Exequien in St. Ursula, einer der zwölf romanischen Kirchen in der Altstadt - für die Trauergäste aus der Kreisstadt stehen am Deutschen Ring, später Theodor-Heuss-Ring, "elektrische Sonderwagen" bereit; Halm wohnte zuletzt am Salierring 42; der Künstler, der mit Rauschebart und Zylinder durch Siegburg spazierte, hatte an der Düsseldorfer Kunstakademie seine Vorliebe zur Landschaftsmalerei entwickelt, wovon insbesondere seine Ansichten aus Siegburg und Umgebung zeugen; Halm war aber nicht nur "Kunstmaler", sondern auch Zeichner, Entwerfer von Kunstgewerbe und Innenausstattungen, Restaurator, Kunstsammler und -händler sowie Zeichenlehrer, er galt als feste kulturelle Größe in seiner Geburtsstadt und begründete 1903/04 den Geschichts- und Altertumsverein mit; 1971: Fernandel, der französische Komiker ("Don Camillo") stirbt 67-jährig in Paris; 2009: Ruth Drexel, die Schauspielerin ("Wildwechsel", "Jagdszenen aus Niederbayern", "Irgendwie und Sowieso") und Regisseurin, als Resi Berghammer resolute Mutter des "Bullen von Tölz", stirbt 78-jährig in Feldkirchen; vor der TV-Karriere lag eine starke Bühnenpräsenz: 1981 inszenierte sie, die sich als politische Volksschauspielerin verstand, als erste Frau am Bayrischen Staatsschauspiel, sie leitete ein Jahrzehnt das Münchner Volkstheater und arbeitete einst im "Berliner Ensemble" von Bertolt Brecht; 2012: Hazy Osterwald, der schweizerische Musiker, Sänger und Orchesterchef stirbt 90-jährig in Luzern, bekannte Stücke von ihm sind "Kriminal-Tango" und "Geh'n Sie mit der Konjunktur"; 2015: Fritz J. Raddatz, der Schriftsteller, Feuilletonist und Literaturkritiker tritt 84-jährig im schweizerischen Pfäffikon "selbstbestimmt" durch begleiteten Suizid aus dem Leben; 2016: Placidus Mittler, der Altabt der Siegburger Benediktinerabtei und Siegburger Ehrenbürger stirbt 87-jährig im Haus zur Mühlen, wo er die letzten Jahre nach dem Ende seiner Glaubensgemeinschaft auf dem Michaelsberg verbrachte; dem Kloster, an dessen Wiederaufbau nach dem Krieg er schon als Novize eigenhändig mitwirkte, hatte er von 1970 bis zum Herbst 2000 vorgestanden; in der Laudatio zur städtischen Ehrenbürgerwürde hieß es: "Unvergessen sind sein persönliches Engagement und seine Verdienste um die Sanierung der Abtei, die unter großen Opfern der Ordensgemeinschaft durchgeführt wurde", stets habe er die sozialen und geistlichen Geschicke der Stadt Siegburg in hervorragender Weise mitgestaltet; 13 Jahre lang engagierte er sich auch als Seelsorger der Servatius-Gemeinde und erklärte beim Rückzug: "Man muss im Hause sein, Präsenz ist wichtig. Viele Außenstehende haben eine falsche Vorstellung vom Klosterleben - das ist auch keine heile Welt. Da gibt es körperliche und seelische Krankheiten, wie anderswo auch"; seine Ruhestätte fand er als letzter Benediktiner auf dem Friedhof der Abtei; 2021: Hannu Mikkola, der finnische Rallye-Weltmeister 1983, 18 Siege bei 123 Starts zwischen 1973 und 1993, einer der legendären "Flying Finns", zumeist mit Co-Pilot Arne Hertz unterwegs, stirbt 78-jährig an Krebs; 2023: Günther von Lojewski, der Journalist (FAZ, Leiter der ZDF-Nachrichtenredaktion, führte das "heute-journal" ein), als SFB-Intendant mitprägend für die ARD-Berichterstattung am Abend der Maueröffnung, stirbt 87-jährig in Grasbrunn nahe München; 2025: Monika Lundi, die Schauspielerin („Der Bastian“), Ex von Kollege Horst Janson, stirbt 82-jährig in München; 2025: Gene Hackmann, der amerikanische Schauspieler (Oscar für die beste Nebenrolle als Popeye Dole 1971 in "The French Connection"/"Brennpunkt Brooklyn", ein weiterer 1993 für seinen Auftritt im Clint-Eastwood-Western "Erbarmungslos") wird 95-jährig in seinem Haus in Santa Fe gemeinsam mit seiner Frau gefunden, vermutete Todesursache: Infektion durch Hantaviren, welche durch das Einatmen von mit Urin, Kot und Speichel infizierter Mäuse verunreinigtem Staub übertragen werden können; 2025: Michelle Trachtenberg, die amerikanische Schauspielerin ("Gossip Girl", "Buffy") stirbt 39-jährig in New York.
Vor 650 Jahren - 26. Februar 1376
Nix Helau: Während eines Turniers zur Fasnacht auf dem Münsterplatz in Basel kommt es zum Aufstand gegen den habsburgischen Herzog Leopold III., bei dem mehrere seiner Gefolgsleute getötet werden. Die "Böse Fasnacht" führt nach der Niederschlagung zu schweren Sanktionen gegen die Stadt.

Vor 220 Jahren - 26. Februar 1806
An die Arbeit: Kaiser Napoleon I. erteilt den Auftrag zum Bau eines Triumphbogens in Paris. Der Arc de Triomphe du Carrousel zwischen Louvre und Tuilerien ist nicht zu verwechseln mit dem doppelt so großen Triumphbogen an der Champs-Élysées.
Vor 125 Jahren - 26. Februar 1901
Verfall einer Familie: Der erste Band von Thomas Manns "Buddenbrooks" erscheint im Fischer-Verlag. Dafür gibt es 1929 den Literatur-Nobelpreis.
Vor 40 Jahren - 26. Februar 1986
Go West: Zwei Schlosser aus Magdeburg durchqueren in Gummianzügen der Armee sowie mit Taucherbrille und Schnorchel die Elbe westwärts. Die ist so kalt, dass im Fluss dicke Eisschollen treiben und die Todesschützen kein Wachboot fahren können. Die Flucht in die Freiheit gelingt! Auf dem XXVII. Parteitag der KPdSU kündigt unterdessen Generalsekretär Michail Gorbatschow radikale Reformen an.
Vor 35 Jahren - 26. Februar 1991
WorldWideWeb: So heißt der erste Internet-Browser, den Tim Berners-Lee vorstellt. Im Herbst des Vorjahres hatte er ihn für das europäische Kernforschungszentrum CERN bei Genf entwickelt. Später nennt er ihn in Nexus um. Es ist der Ursprung des Internets.

Vor 35 Jahren - 26. Februar 1991
Alliierte Flugzeuge bombardieren im Zweiten Golfkrieg die sich nachts zurückziehenden irakischen Truppen. Unter den Bombardierten sind auch zahlreiche Zivilisten auf der Flucht, die Straße wird später als "Highway of Death" bekannt.

Vor 35 Jahren - 26. Februar 1991
Steinzeit-Terroristen, wahnsinnige: Ein Taliban-Boss befiehlt die Zerstörung der zwei riesigen Buddha-Statuen von Bamian in Afghanistan. Sie waren 1.500 Jahre alt, die eine 53 Meter und die andere 34 Meter hoch, gehörten zu den geschützten Denkmälern des Weltkulturerbes der UNESCO. Die Statuen beeindruckten durch ihre Monumentalität und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung. Einen Monat später vollenden durchgeknallte Taliban-Milizionäre das Vernichtungswerk mit Dynamit. Bild: Zeichnung der Bamian-Buddhas aus dem Jahre 1885.
Vor 20 Jahren - 26. Februar 2006
In Turin enden die XX. Olympischen Winterspiele. Luciano Pavarotti singt bei der Schlussfeier "Nessun dorma" und die Bilanz des deutschen Teams, das seinerzeit noch Sportarten wie Biathlon beherrscht, kann sich sehen lassen: Platz 1 in der Nationenwertung mit elf Gold-, zwölf Silber- und sechs Bronzemedaillen. Es folgen die USA, Österreich und die Dopingnation Russland.

Vor 105 Jahren - 26. Februar 1916
"Mehrere junge Burschen hatten hier auf der Bröltalbahn eine Bude erbrochen und daraus verschiedene Gegenstände gestohlen, wofür sie zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden waren. Einer von ihnen hatte außerdem noch eine Weiche umgelegt. Infolgedessen entgleiste am anderen Morgen ein Zug der Bahn, wodurch ein großer Schaden entstand. Zwei Begleiter des Täters hatten ihn zwar vor der Tat gewarnt, aber nicht, wie vorgeschrieben, rechtzeitig Anzeige erstattet, um ein Unglück zu verhindern. Die Bonner Strafkammer verurteilte am Freitag jeden der beiden Angeklagten zu einem Monat Gefängnis." (Kreisblatt)
Foto: Bröltalbahnhof auf der Zange, heute Berliner Platz, um 1910.

Vor 105 Jahren - Februar 1921
Zicke, Zacke, Zicke, Zacke, Heu Heu Heu! Blöder Spruch. Oder? Woher kommt er? Etwa hierher? Wenn der SSV 04 den KBC 1899, mit Sülz 07 Vorläufer des späteren stolzen 1. FC Köln, empfängt, gibt's was auf die Nuss. Was "Cattaro" (benannt nach dem Matrosenaufstand 1918), Sportreporter des Heimatblattes, in Harnisch bringt, sind denn auch mehr einige der Siegburger "Fans":
"Sportverein hatte den Meister zu Gast und mußte sich nach überlegenem Spiels KBCs mit 6:1 geschlagen geben. Jedoch muß ich anerkennen, daß Sportvereins Elf sich zähe und tapfer schlug, trotz des verletzten Brodessers, der nur noch als Statist mitwirkte, vielleicht wäre das Resultat nicht so hoch geworden, wenn, eigentlich unverständlich, das Publikum den Kölnern in den letzten Minuten nicht noch zu 2 Erfolgen verholfen hätte. Unverständige und von der Leitung des Sportvereins 04 scharf verurteilte Zwischenrufer aus dem Publikum brachten eine nervöse Unruhe in die Mannschaft, auf Grund dessen Köln noch 2 Tore erzielte. Ich empfehle der Vereinsleitung, bei den nächsten Spielen verschiedene Bündel Heu bereitzuhalten, damit die größten Schreihälse sich damit beschäftigen können. Es ist kaum glaublich, welche Verwirrung diese Strohköpfe anrichten."
Foto: SSV-Team in den 1930er-Jahren.

Vor 105 Jahren - Februar 1921
Am Montagnachmittag entgleiste auf der Mülldorfer Brücke ein Güterzug der Bröltalbahn. Die Gleise, auch die der Elektrischen, waren längere Zeit gesperrt. Der Verkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten. Foto: Mülldorfer Brücke, Blick zur Zange ("Bonner Hof") und gesonderter Brötalbahn-Schmalspur.

Vor 70 Jahren - 24. Februar 1956
Dem Jahresbericht des städtischen Schlachthofes 1955 ist zu entnehmen: 199 Pferde, 2.337 Rindvieh, 1.681 Kälber, 8.562 Schweine und 329 Schafe wurden geschlachtet. Gegenüber dem Vorjahr sind die Schlachtungen um 26 Prozent gestiegen. Die Mehrschlachtungen sind zurückzuführen auf die Zunahme der Einwohnerzahl und weitere Modernisierungen der Anlagen. Foto: Schlachthof in den 1960er-Jahren, am oberen Bildrand verläuft die Heinrichstraße.

Vor 5 Jahren - 24. Februar 2021
Corona-Einschränkungen in den Innenstädten, die Menschen drängen an den Wochenenden in die Natur. Was problematische Folgen hat. siegburgaktuell berichtet:
"Scheinbar idyllisch liegt sie da, die Wahnbachtalsperre. Doch der frühe Frühling lockte am vergangenen Wochenende zahlreiche Erholungssuchende an das Trinkwasserreservoir, was leider auch chaotische Zustände mit sich brachte: Zwischen Staumauer und Gut Umschoß flanierten Menschenmassen, die Zufahrtsstraßen verwandelten sich in kilometerlange Parkplätze, Menschen gingen am Ufer des Sees spazieren, Hunde badeten im kalten Nass.
Das städtische Ordnungsamt bittet darum, auch außerhalb der Innenstadt Sicherheitsabstände einzuhalten oder, wo diese nicht eingehalten werden können, Alltagsmasken zu tragen. Wichtig ist auch: Die Wahnbachtalsperre ist Schutzgebiet, versorgt mehr als 750.000 Menschen in Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis und an der Ahr mit Trinkwasser. Das bedeutet: Die offiziell beschilderten Wege dürfen nicht verlassen, die Uferzone nicht betreten werden. Das Baden, auch für Hunde, ist nicht gestattet."
Vor 5 Jahren - 24. Februar 2021
Die Diagnose: Angeborener Schwachsinn. Die Folge: Unfruchtbarmachung. Wilhelm W. lebt in den 1930er-Jahren in einer Barackensiedlung an der Zeithstraße und schuftet beim Bau der neuen Reichsautobahn Köln-Frankfurt, als seine Intelligenzminderung, damals als Schwachsinn bezeichnet, zu einer Anzeige beim Gesundheitsamt führt. Das Amt leitet den Fall zum Erbgesundheitsgericht in Bonn weiter, welches entscheidet: Wilhelm W. soll keine Kinder zeugen, die deutsche Rasse vor Degeneration geschützt werden.
Medizinverbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus - kein leichtes Thema, das der Geschichts- und Altertumsverein für seinen Onlinevortrag gewählt hatte. Es war - coronabedingt - die erste Digitalveranstaltung in der seit 1903 währenden Historie des Vereins. Referent Ansgar Klein, der in den letzten drei Jahren Zwangssterilisationen und Euthanasiefälle auf dem Gebiet des heutigen Rhein-Sieg-Kreises - früher die Kreise Sieg und Bonn-Land - untersuchte, zeichnete den Weg von der Anzeige an den Amtsarzt über den offiziellen Antrag ans Gericht bis hin zum operativen Eingriff in Bonner Krankenhäusern nach.
Die Anzeigen auf Unfruchtbarmachung kamen von Haus-, Gefängnis- und Fürsorgeärzten, von Leitern psychiatrischer Kliniken, den sogenannten Heil- und Pflegestätten, aber auch von Lehrern und Nachbarn. In Siegburg beteiligt waren die Amtsärzte Bange und Witkop, Gefängnisarzt Hohn und Gefängnisdirektor Cremer, nachgewiesen auch die in der Bergstraße praktizierende Kinderärztin Baare. Das Denken, ungesunde Elemente aus dem Volkskörper auszumerzen, hatte sich massenhaft in den Köpfen eingerastet. Allein 2.400 Anzeigen aus dem rechtsrheinischen Siegkreis sichtete der Historiker Klein. Die Anzeigensteller blieben im Verfahren anonym, der Denunziation war Tür und Tor geöffnet.
Weil nach 1945 das am 1. Juli 1933 verabschiedete "Gesetz zur Verhinderung erbkranken Nachwuchses" nicht als rein nationalsozialistisch gewertet wurde (andere Länder wie die Schweiz, Kanada oder einzelne US-Bundesstaaten hatten ähnliche Lenkungsmechanismen der Fortpflanzung festgeschrieben), mussten die Opfer bis 1998 warten, bis sie offiziell als solche anerkannt wurden.
Klein streifte den späteren Patientenmord im Rahmen der Aktion T4, in der Behinderte in Mordkammern der "Heilstätten" umgebracht wurden. Er nannte die Namen einiger Siegburger Opfer: Katharina Orth, geborene Lülsdorf, Maria Magdalena Klein oder den Wolsdorfer Heinrich Weber. Im Gegensatz zur Zwangssterilisation, die von breiten Bevölkerungskreisen akzeptiert wurde, stieß die heimlich ausgeübte Tötung, die gegenüber den Hinterbliebenen durch die Angabe falscher Todesursachen verschleiert wurde, auf breite Ablehnung. Die Predigten Kardinal von Galens oder die Opposition des Friedrich von Bodelschwingh in Bethel stoppten die zentral gelenkte Vernichtung. Das Morden ging trotzdem weiter. Im Zuge der sogenannten "Wilden Euthanasie" ließ man die in Psychiatrien Untergebrachten verhungern.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
Apotheken-Notdienst
Schloss-Apotheke, Birlinghovener Straße 8, St. Augustin, Tel.: +49 2241 333300
