siegburgaktuell 02.02.2026

Busse ja, Stadtbahn nein
Siegburg. Streik-News vom Vormittag und Morgen. Die Busse der RSVG sind regulär unterwegs. Sehr wohl betroffen sind laut RSVG-Homepage allerdings diejenigen Linien, die von den Stadtwerken Bonn, kurz SWB, bedient werden, also die 117, 540, 550, 636 und 640. Abfahrten im ausgedünnten Fahrplan finden Sie hier.
Große Auswirkungen hat der Warnstreik auf die Stadtbahnlinie 66 zwischen Bundes- und Kreisstadt. Hier läuft aktuell nichts. Erst ab 3 Uhr morgen früh werden die SWB den Betrieb wiederaufnehmen.
Foto: Busbahnhof mit Bussen, Stadtbahngleis ohne Bahnen - Resultat davon, dass bei der RSVG nicht, bei den SWB sehr wohl gestreikt wird.

Monatelang kein Nahverkehr
Siegburg. Der ÖPNV-Streik am ersten Arbeitstag im Februar - für Siegburg und die Region nur ein laues Lüftchen im Vergleich zu dem, was von Dezember 2026 bis Juli 2027 auf die Pendler zukommt. Die Deutsche Bahn plant eine Modernisierung des Abschnitts zwischen Troisdorf und Siegen. Auf dem Programm stehen Arbeiten an mehreren Brücken und "Verkehrsstationen", außerdem tauscht die DB im großen Stil Gleise, Schwellen und Schotter aus. Die Strecke soll fit gemacht werden für die Umleitverkehre, die mit der noch umfangreicheren "Korridorsanierung" der linken Rheintalstrecke zwischen Mainz und Hürth-Kalscheuren einhergehen. Denn in der Zeit, in der im Rheintal die Bagger rollen, nutzt das Unternehmen die dann ertüchtigte Siegtal-Trasse als Ausweichroute für den Gütertransport zwischen den industriellen Herzkammern Rhein/Ruhr und Rhein/Main bzw. Rhein/Neckar, mithin eine der relevantesten Verbindungen des Kontinents zwischen Nordsee und Alpen überhaupt.
Doch zurück zur Nahraumanalyse. Wie genau die Alternativen für Pendler im Siegtal im gesamten ersten Halbjahr 2027 aussehen, ist noch unklar. Auf der DB-Internetpräsenz heißt es bislang nebulös: "Die Details zu den Schienenersatzkonzepten erarbeitet die DB gemeinsam mit den Aufgabenträgern sowie den Eisenbahnverkehrsunternehmen. Rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten wird die DB über die Fahrplananpassungen im Zugverkehr informieren."

Von Siegburg in die Welt, aus der Welt nach Siegburg
Siegburg. Fast 200 Gäste - nicht nur aus Siegburg, sondern auch aus Übersee angereist - begrüßte das Stadtmuseum am gestrigen Sonntag zur Verleihung des 6. Siegburger Keramikpreises, für den 335 Bewerbungen vaus 23 Ländern eingereicht wurden. Entsprechend schlug Bürgermeister Stefan Rosemann in seiner Begrüßungsrede einen Bogen von der mittelalterlichen Keramikstadt Siegburg, die ihre Ware in alle Teil der damals bekannten Welt exportierte, hin zur heutigen Keramikstadt Siegburg, die Tonkünstler aus aller Welt einlädt, um ihre Werke zu präsentieren. Denn im Anschluss an die Bekanntgabe der Prämierungen wurde die begleitende Ausstellung eröffnet, in der 70 der eingereichten Arbeiten präsentiert werden. Diese ist bis Sonntag, 12. April, zu sehen; an drei Samstagen - 21. Februar, 21. März und 11. April - führt Keramikerin Ines Rother durch die Schau.
Dank großzügiger Spenden konnte das Stadtmuseum acht der eingereichten Arbeiten für die Sammlung zeitgenössischer Keramik erwerben.
Unser Foto zeigt die Gewinner, v.l.: Heidi Hentze (Platz 2 mit "Mining"), Philsoo Heo (Platz 1 mit "Die Berührung der Unwissenheit") und Marianne Wesolowska-Eggimann (Platz 3 mit "Trust The Process"). Ihre Werke lernen Sie anhand der Jurybegründungen kennen, wenn Sie weiterlesen. Lassen Sie sich auf die melodiösen Interpretationen ein!

Keramikpreis: Platz 1
Siegburg. Das Werk "Die Berührung der Unwissenheit" des koreanischen Künstlers Philsoo Heo spiegelt seine Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld von Unwissenheit und Erkenntnis auf der Suche nach einer tieferen "Wahrheit" des Seins. Es zeigt die Ambivalenz des Lebens zwischen unterschiedlichen Kulturen und gesellschaftlichen Prägungen im rasanten Wandel der globalisierten Welt. Zwischen der Stabilität einer robusten Basis und der undefinierten Zukunft bricht sich, je nach Standpunkt des Betrachters, die Pluralität der Gegenwart Bahn.
Philsoo Heo ist inspiriert von der Natur, in der Urkräfte wirken, die das menschliche Dasein auch im 21. Jahrhundert noch bestimmen. Auf dem kubischen Fundament einer Architektur oder Behausung macht sich ein wucherndes Gewächs breit, das wie die Rudimente eines Baumes oder wie menschliche Torsi Strünke oder Gliedmaßen in den Raum emporreckt, als wollte sich ein lebendiges Wesen aus der Substanz von Ursuppe und historischen Verwerfungen befreien. In Umkehrung dessen scheint die Skulptur die Verdichtung menschlicher Katastrophen zu versinnbildlichen, die Verschüttung von menschlichen Existenzen und Fragmenten architektonischer Elemente durch magmaartige Schlieren in den Verschmelzungen der Zeit. In dem fast malerisch-sahnigen Farbenspiel der Glasuren, die sich in der Gemengelage der keramischen Formen ihre eigenen Wege suchen, materialisiert sich das "panta rhei", der ewige Fluss von Zeit, Raum und Substanz.

Keramikpreis: Platz 2
Siegburg. Die prämierte Arbeit von Heidi Hentze aus Dänemark lässt sich in die Kategorie der Gefäßobjekte einordnen; zugleich gehört "Mining" dem Bereich der Konzeptkunst an. Aus der Ferne erscheint das Werk als ein Gefäß aus Porzellan in Form eines weißen Zylinders. Seine Außenfläche weist eine organische Struktur auf, wie zartes Pergament; die Innenseite dagegen erinnert an eine eisige Meereslandschaft, an gefrorene Seen und Gletscherwände. Die filigrane Materialität steht im Kontrast zu der kristallinen Anmutung von Packeis und Eiswasser. Im Inneren des "Gefäßes", das einen sowohl landschaftlichen als auch gedanklichen Raum symbolisiert, ist ein Naturstein aus porösem Vulkangestein an einem dünnen schwarzen Faden zwischen den Eiswänden aufgespannt. Er droht die zarten, durchscheinenden Wände zusammenzuziehen und zum Einstürzen zu bringen.
In der Ambivalenz zwischen transparenter Fragilität und eisiger Robustheit und dem Kontrast von Porzellan und Stein thematisiert Heidi Hentze auf stille, poetische Weise unseren enormen Verbrauch an natürlichen Ressourcen. Unser Konsum geht weit über die Kapazitäten der Natur hinaus und bringt die Welt, wie wir sie kennen, zum Einsturz. Noch ist der Grad nicht überschritten, aber die Bedrohung ist längst offensichtlich. Ohne Fingerzeig auf andere stellt die Künstlerin ein System der Grenzüberschreitung in Frage, von dem wir alle ein Teil sind, noch als Nutznießer, irgendwann als Opfer, wenn die Dämme brechen.

Keramikpreis: Platz 3
Siegburg Die figürlich-skulpturale Installation von Marianne Wesolowska-Eggimann zeigt vier von mindestens acht oder mehr Objekten, die wie wesenhafte Individuen außer Konkurrenz auf Siegertreppchen gestellt sind. Ob hüfthoch oder von handlichen 50 Zentimetern, schlank und aufrecht wie Stelen oder untersetzt wie Zwerge oder Gnome, verkörpern die jeweiligen Skulpturen emotionale Erfahrungen der in Polen lebenden Schweizerin. Es handelt sich um abstrakte, biomorphe Formen, die mit ihren Annexen, Gliedmaßen, Tentakeln und Wucherungen den Grenzbereich zwischen Objekt, Skulptur, Pflanze, Figur und lebendigem Wesen überschreiten. Sie entstehen unter dem Eindruck gesellschaftlicher Diversität und versinnbildlichen charakterliche Eigenschaften oder auch Wesensmerkmale wie Aufrichtigkeit, Unsicherheit, Schmerz und Angst, Mütterlichkeit und Fruchtbarkeit, Wachstum und Transformation, im konkreten wie im übertragenen Sinne.
Der Schaffensprozess selbst als Akt der Schöpfung folgt keiner bildhaften Idee oder konzeptuellen Planung. Die Objekte entstehen aus der Intuition und Erfahrung, wie der Titel der Installation, "Trust The Process", verdeutlicht. Im Einzelnen verkörpern die figurnahen Skulpturen fremde Wesen, die sich erst in der Gruppe stimulieren und als Gemeinschaft gegenüber den anderen mit all ihren unterschiedlichen Merkmalen und Charakteren definieren wie im wahren Leben.

Vom Tannenbaum ins Rathaus
Siegburg. Ende November 2025 ist das Standesamt zurück ins "neue" Rathaus gezogen. Standesbeamtin Bettina Eisen blickt zurück auf die Zeit am Interimsstandort im "Haus zum Tannenbaum", bezogen Ende April 2021:
"Dies war keine unbekannte Räumlichkeit, denn von 2014 bis 2018 haben wir dort bereits sogenannte Ambientetrauungen außerhalb der Öffnungszeiten der Buchhandlung durchgeführt. Als offizieller Sitz des Standesamtes wurde dort am 10. Juni 2021 die erste Trauung durchgeführt; die letzte fand dort am 7. November 2025 statt. Insgesamt wurden in dieser Zeit im Haus zum Tannenbaum 497 Ehen geschlossen."
Die erste Ehe im neuen Rathaus wurde am 2. Januar geschlossen. Hier sind Trauungen grundsätzlich donnerstags und freitags zwischen 9.15 und 11.30 Uhr möglich. Info unter +49 2241 102-5034 oder standesamt@siegburg.de.

Glücksbringer unterstützte Feuerwehr
Siegburg. Unterstützung durch einen Glücksbringer hatte die Feuerwehr am Freitagabend gegen 19.45 Uhr: Aus einem dreistöckigen Gebäude an der Steinbahn wird ein Kaminbrand gemeldet. Im Beisein des Bezirksschornsteinfegers kehren die Floriansjünger - elf sind im Einsatz - den Rauchabzug frei (Foto links), parallel dazu kontrollieren sie alle Etagen auf eine mögliche Brandausbreitung. Nach anderthalb Stunden ist die Gefahr beseitigt.
Was gab es sonst noch über das Wochenende zu tun?
E-Call eines Smartphones am Freitagabend von der B56 - vor Ort keine Feststellung. Essenszubereitung löst am Samstagnachmittag die Brandmeldeanlage im Seniorenzentrum Heinrichstraße aus, die Feuerwehr reißt die Fenster zum Lüften auf. Abends wird ein Streifenwagen der Polizei, der sich an der Seligenthaler Straße auf schlammigen Untergrund festgefahren hat, freigezogen. Zweieinhalb Stunden später Unterstützung des Rettungsdienstes beim Patiententransport am Gerhart-Hauptmann-Weg. Außerdem jede Menge Öl auf den Straßen: Am Freitagmorgen auf der Hauptstraße (Foto rechts) - die Feuerwehr streut Bindemittel, der Baubetriebshof übernimmt die Reinigung mittels Kehrmaschine -, am Samstags 300 Meter auf Anna-Reuter- und Zeithstraße, mittags ein Kilometer von der Industriestraße bis zum Busbahnhof - in beiden Fällen sichern die Floriansjünger den betroffenen Bereich, der dann von einer Fachfirma gesäubert wird.

Nach Unfall aufgeflogen
Siegburg. In der Nacht auf Samstag meldet ein Zeuge der Polizei, dass auf dem Siegdamm ein dunkler BMW gegen einen Baum gefahren sei und die Insassen flüchten wollten. Ein Streifenwagen eilt zum genannten Ort und trifft dort auf einen Hennefer, der sich als Fahrer ausgibt. Ein Drogentest fällt positiv aus. Doch damit nicht genug: Bei der Durchsuchung entdecken die Beamten ein Messer in seiner Tasche, woraufhin sie sich auch das Auto näher anschauen. Im Fußraum finden sie einen offenen Rucksack, gefüllt mit einer Axt, einem Elektroschocker, Drogen und Utensilien zu dessen Verkauf. Der 38-Jährige wird vorläufig festgenommen, die Fundstücke werden beschlagnahmt.
Auch der 37-jährige Begleiter gerät in den Fokus der Polizisten: Bei seiner Durchsuchung finden die Beamten einen Schlagstock, ein Messer und zwei Schreckschusspistolen, für die er keine Erlaubnis vorweisen kann. Gegen beide Männer werden entsprechende Verfahren eingeleitet.
Polizei stellt Werkzeugdiebe
Siegburg. Gleich mehrere Handwerkerfahrzeuge bricht ein Langfingerduo am Donnerstag auf. Gegen 23.15 Uhr wird es dabei an der Dammstraße beobachtet, der Zeuge verständigt umgehend die Polizei. Als diese mit mehreren Streifenwagen vor Ort eintrifft, sind die Diebe bereits - an dieser Stelle erfolglos - mit einem silberfarbenen Ford geflohen. Das Auto wird wenig später auf dem Parkplatz gegenüber der Feuerwache, zwischen zwei weiteren Handwerkerautos stehend, entdeckt. Die Beamten blockieren mit ihren Fahrzeugen den Pkw, die Insassen versuchen, zu Fuß zu fliehen, können jedoch im Pilgrimsweg gestellt werden.
Im unverschlossen zurückgelassenen Ford finden die Ordnungshüter unter anderem Handschuhe sowie mutmaßliches Aufbruchswerkzeug, im Kofferraum mehrere Werkzeugkoffer und Werkzeuge, vermutlich Diebesgut. An einem der beiden unmittelbar neben dem Pkw geparkten Transporter stellen sie Aufbruchspuren fest, auch hier war das Öffnen jedoch offenbar nicht gelungen.
Noch während der Sachverhalt aufgenommen wird, erscheint ein Geschädigter auf der Wache, um den Aufbruch seines an der Wilhelm-Ostwald-Straße geparkten Transporters zu melden. Er kann den ihm entwendeten Werkzeugkoffer unter den Fundstücken aus dem Tatfahrzeug identifizieren.
Das mutmaßliche Tatwerkzeug sowie das Diebesgut werden als Beweismittel sichergestellt, die beiden 23-Jährigen müssen sich nun in einem Verfahren wegen besonders schweren Diebstahls verantworten.

Sommerferien in Mini-Siegburg
Siegburg. In den ersten drei Wochen der Sommerferien (20. Juli bis 7. August) öffnet Mini-Siegburg für Pänz von sechs bis zwölf Jahren seine Tore. Die Kinderstadt funktioniert wie eine richtige Stadt und hat alles, was eine solche ausmacht: unterschiedliche Berufe, Geschäfte, Ämter, ein Krankenhaus, einen Radio- und einen Fernsehsender, eine Internetredaktion, einen Fußballverein, einen Stadtrat und eine Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister, außerdem eine eigene Währung und ein eigenes Grundgesetz.
Rund 40 Helferinnen und Helfer ab 16 Jahren, die sogenannten Teamer, tragen für eine oder mehrere Wochen zum Gelingen der Aktion bei. Wer Interesse an dieser Arbeit hat, erfährt alles über die weiteren Voraussetzungen und die Bewerbungen unter www.evaju.de.

Schulwechsel aufs Gymnasium Alleestraße?
Siegburg. Das Gymnasium Alleestraße stellt sich am kommenden Montag, 10. Februar, ab 18 Uhr Eltern von Viertklässlern im Rahmen eines Informationsabends vor. Präsentiert werden unter anderem das pädagogische Profil, besondere Schwerpunkte wie Europa- und Austauschprogramme, individuelle Förder- und Forderangebote sowie das vielfältige außerunterrichtliche Engagement. Schulleitung, Lehrkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Schulgemeinschaft stehen für Fragen und Austausch zur Verfügung.
Parallel zum Informationsabend werden Workshops für die Kinder angeboten, in denen diese einen ersten Einblick in das Arbeiten und Lernen am Gymnasium Alleestraße erhalten.

Anno-Gymnasiasten machten Praktikum in Italien
Siegburg. Ein besonderes Betriebspraktikum absolvierten Anne Hirsch, Kim Marie Weinberg, David Sahlin, Jan Stausberg, Tom Beck und Taylan Tuncer vom Anno-Gymnasium: Sie durften zwei Wochen in der Turiner Dependance von Kuka, einem der weltweit führenden Robotik-Unternehmen, schnuppern. Auf dem Stundenplan standen Vertriebsmanagement und Marketing, Solutions Engineering (das ist die technische Schnittstelle zwischen Vertrieb und Produktentwicklung) sowie Programmieren, immer verbunden mit praktischen Übungen. Eine besondere Faszination übten die aktuellen Roboter-Modelle aus, welche die Jugendlichen im hauseigenen Showroom steuern durften.
Nebenbei lernten die Praktikanten auch Turin kennen. Unter anderem wurden durch Kuka Besuche des Ägyptischen Museums und der Mole Antonelliana, des Wahrzeichens von Turin mit Filmmuseum und Panorama-Aufzug, organisiert. Außerdem gingen die Jugendlichen nach Feierabend mit den begleitenden Lehrkräften Yvonne Tenger und Achim Werner auf Erkundungstour, besichtigten den Königspalast und machten Ausflüge nach Mailand und auf den Monte Superga.
Foto, im Uhrzeigersinn von oben Mitte: Taylan Tuncer, Tom Beck, Marco Astore (Mitarbeiter Kuka), Yvonne Tenger, Anne Hirsch, David Sahlin, Ermanno Deloglu (CEO Kuka Italia), Jan Stausberg und Kim Marie Weinberger.

Mit einem Hauch von Karneval
Siegburg. Karnevalistisch angehaucht ist das Jedermanscafé der Bürgergemeinschaft Deichhaus morgen, 3. Februar, ab 14.30 Uhr in St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2. Wie immer versprechen die Organisatoren Kaffee und selbstgebackene Kuchen bei netter Unterhaltung.

Digitale Mittagspause widmet sich dem Ehrenamt
Siegburg. Sie möchten sich ehrenamtlich engagieren, sind sich aber noch nicht sicher, welche Möglichkeiten es gibt oder was zu Ihnen passt? Dann kommen Sie am Donnerstag, 26. Februar, um 13 Uhr zur digitalen VHS-Mittagspause mit Birgit Binte-Wingen! In der halbstündigen Online-Veranstaltung stellt sie die Engagementbörse vor - eine Plattform, auf der Sie sich unverbindlich über vielfältige Möglichkeiten informieren können. Ähnlich wie bei einer Jobbörse erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Angebote aus unterschiedlichen Bereichen und erfahren, wie Sie Ihre Interessen und Fähigkeiten gewinnbringend einbringen können. Weitere Infos und Anmeldung unter www.vhs-rhein-sieg.de.

Dienstag, 27.01.2026
Nordfriedhof: Maria Wiebe
Nordfriedhof: Maria Hammerstingl
Waldfriedhof: Christa Heide
Mittwoch, 28.01.2026
Nordfriedhof: Abdullah Yousef Nazzal
Donnerstag, 29.01.2026
Nordfriedhof: Werner Kahmann
Freitag, 30.01.2026
Nordfriedhof: Karola Neigenfind

Stadtnachrichten online
Siegburg. Nachrichten und Veranstaltungen, Bürgerservice und Digitale Verwaltung, Mängelmelder und Umfragen. Mit der App Citykey lernen Sie die Kreisstadt neu kennen und erledigen Behördengänge bequem über das Smartphone. Ganz einfach, unabhängig von Zeit und Ort. Download über nachfolgenden Link.
Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Kreisstadt Siegburg oder den Instagram-Account kreisstadt_siegburg liked, der ist quasi mittendrin. Mehr zu spannenden Ausflugszielen und Freizeittipps für Klein und Groß erfahren Sie auf dem Instagram-Account visit.siegburg der Tourist Information.
Ihre Stimme zählt! Unter mitmachen.siegburg.de laden wir Sie herzlich ein, sich mit der Stadtverwaltung über anstehende Themen in Siegburg auszutauschen, Ihr Wissen und Ideen einzubringen oder an Umfragen und Beteiligungen teilzunehmen. Der Vorteil: Eine einmalige Registrierung reicht aus, um bei sämtlichen Projekten mitzumachen.
Montag, 2. Februar 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Alix Brodeur: "Standort"
10 bis 12 Uhr, St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2:
Lotsenpunkt Siegburg
14 bis 16 Uhr, Gemeinschaftsgarten, Cecilien-/Wellenstraße:
Der Gemeinschaftsgarten hat für Besucher geöffnet
16 bis 18 Uhr, Kreishaus, Kaiser-Wilhelm-Platz 1:
Kostenlose Sprechstunde der Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine
18 Uhr, Katholisches Pfarrheim Kaldauen, Marienstraße 15:
Treffen der ZWAR-Gruppe Kaldauen
Dienstag, 3. Februar 2026
ganztägig, Kulturkiosk, Markt:
Alix Brodeur: "Standort"
10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
"Chorklang zum Anfassen und Mitmachen - 10 Jahre Swingphonie" (bis Sonntag, 15. Februar)
6. Siegburger Keramikpreis (bis Sonntag, 12. April)
14.30 Uhr, St. Elisabeth, Chemie-Faser-Allee 2:
Jedermanscafé
15 Uhr, Stadtbibliothek, Griesgasse 11:
Vorlesetreff
15 bis 17 Uhr, Katholisches Pfarrheim Kaldauen, Antoniusweg 1:
Seniorencafé "Café Lichtblick"
18 Uhr, Stadtmuseum, Markt 46:
Bürgerforum Kommunale Wärmeplanung
19.30 Uhr, Studiobühne im ehemaligen Kaufhof, Grimmelsgasse 4:
Bürgerensemble AndersArt: "Die Katze Eleonore"

Das aktuelle Kinoprogramm entnehmen Sie bitte den Webseiten von
Capitol, Augustastr. 20, Tel.: +49 2241 62288, https://www.capitol-siegburg.de und
Cineplex, Europaplatz 1, Tel.: +49 2241 958080, https://www.cineplex.de.
Montag, 2. Februar, der 33. Tag in 2026
Mariä Lichtmess, christliches Fest am 40. Tag nach Weihnachten
Wetter: "Ist's an Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit." Eine von zahlreichen althergebrachten Wetterregeln mit der Erfahrungsbotschaft: Zu früh ein schönes Wetter - gar nicht gut, denn: "Scheint zu Lichtmess die Sonne heiß, gibt's noch viel Schnee und Eis." Die Sorge vor zu viel Sonnenschein an diesem Tage führte einst zu heftigen Vergleichen: "Lichtmess sieht der Bauer lieber den Wolf im Schafstall, als die Sonn."
Die Wetterprognose dreht sich heute wieder um Phil aus Punxsutawney. Denn Murmeltiertag ist! Sie wissen schon: "Und täglich grüßt das Murmeltier", der erfolgreiche Kinofilm von Harold Ramis aus dem Jahr 1993 mit Wettermann Bill Murray in der Hauptrolle. Der Groundhog, so heißt das nordamerikanische Waldmurmeltier (lat: Marmota monax) in den Staaten, wird in dem kleinen Nest Punxsutawney aus dem Bau gelockt. Erstmals grüßte es 1887. Sieht das Nager mit dem Namen Phil seinen Schatten, herrscht ungetrübtes Wetter und der Winter dauert noch sechs Wochen. Um das Wetter schattenmäßig zu peilen, ist Marmota monax eigentlich nicht vonnöten. Dann gäbe es aber keinen Grund für die volksfestartige Inszenierung.
Sonnenuntergang heute: 17.25 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 8.04 Uhr
Mondaufgang heute: 18.13 Uhr
Monduntergang morgen: 8.52 Uhr
Alfred (Delp, Seelsorger in der Münchener Pfarrei Heilig Blut, Mitglied des sogenannten Kreisauer Kreises, 1945 zum Tode verurteilt und von den Nationalsozialisten als Widerstandskämpfer hingerichtet); Jakob (Libermann, französischer Priester, gründete die Kongregation "Vom heiligen Herzen Mariens", der für "menschenwürdige Ordnung" eintrat, starb 1852); Botho (königlicher Leibwächter, starb bei einem Überfall durch Normannen zu Ebsdorf bei Lüneburg 880), auch: Bodo.

Alfred Brehm (1829-1884), Zoologe ("Brehms Tierleben"); Solomon R. Guggenheim (1861-1949), amerikanischer Industrieller und Kunstmäzen, gründete 1937 die "Solomon R. Guggenheim Foundation" und stiftete das nach ihm benannte New Yorker Museum (Foto); das Meisterwerk des Architekten Frank Lloyd Wright beheimatet die berühmte und wertvolle Guggenheim-Sammlung moderner Kunst; James Joyce (1882-1941), irischer Schriftsteller ("Ulysses"); Johnston McCulley (1883-1958), amerikanischer Schriftsteller, schuf die Figur des "Zorro" ("The Curse Of Capistrano"); Eugen Kogon (1903-1987), Publizist und Politologe, christlich geprägter Gegner des Nationalsozialismus; Valéry Giscard d'Estaing (1926-2020), in Koblenz geborener französischer Staatspräsident von 1974 bis 1981; Stan Getz (1927-1991), amerikanischer Jazzsaxophonist, mit elf Grammy-Awards ausgezeichnet; Graham Nash (1942), britischer Sänger und Gitarrist, erst Hollies, dann Crosby, Stills & Nash, später auch mit Neil Young dabei; Bo Hopkins (1942-2022), amerikanischer Schauspieler ("The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz", "Getaway", "Die Brücke von Remagen", in den 1980er-Jahren der Matthew Blaisdel in "Denver-Clan"); Robert Atzorn (1945), Schauspieler ("Unser Lehrer Dr. Specht"); Farrah Fawcett (1947-2009), amerikanische Schauspielerin ("Drei Engel für Charlie"); Roger Williamson (1948-1973), britischer Formel-1-Pilot, verbrannte beim GP in Zandvoort tragisch in seinem Unfallwrack; Al McKay (1948), amerikanischer Gitarrist, unter anderem bei Earth, Wind and Fire ("Fantasy"); Barbara Sukowa (1950), Schauspielerin ("Die bleierne Zeit", "Rosa Luxemburg"); Hansi Hinterseer (1954), erfolgreicher österreichischer Skirennläufer, heute Sänger; Hella von Sinnen (1959), Ulknudel; Eva Cassedy (1963-1991), amerikanische Sängerin ("Fields Of Gold", "Songbird"); Shakira (1977), kolumbianische Sängerin ("Whenever, Wherever", "Underneath Your Clothes"), bis 2022 mit Barcelonas Fußballstar Piqué liiert; Gerard Piqué (1987), spanischer Fußballer beim FC Barcelona, Ex von Sängerin Shakira; Gemma Arterton (1986), britische Schauspielerin ("James Bond 007: Ein Quantum Trost")

1969: Boris ("The Master of Horror") Karloff, der amerikanische Schauspieler ("Frankenstein", "Frankensteins Braut", "Der Leichendieb", "Das Haus des Schreckens", "Der Rabe", Mime der "Mumie") stirbt 81-jährig in Midhurst; 1970: Bertrand Russel, der britische Philosoph ("Was ich glaube"), einer der Gründerväter der Analytischen Philosophie, Mathematiker, Literaturnobelpreisträger 1950 und überzeugter Friedensaktivist stirbt 97-jährig im walisischen Penrhyndeudraeth; 1979: Sid Vicious, der Punk-Rocker (Sex Pistols) setzt sich in New York 21-jährig den goldenen Schuss; 1995: Donald Pleasence, der britische Schauspieler (Erzbösewicht Ernst Stavro Blofeld im James-Bond-Thriller "Man lebt nur zweimal") stirbt 75-jährig in Saint-Paul de Vence; 1996: Eugene ("Gene") Kelly, der amerikanische Choreograph, Tänzer, Schauspieler ("Broadway Melodie") und Regisseur ("Hello Dolly"), dem mit "Singin' In The Rain" ein Welterfolg gelang, stirbt 83-jährig in Beverly Hills; 2004: O.W. Fischer, der Schauspieler ("Es muss nicht immer Kaviar sein") stirbt 88-jährig in Lugano; 2005: Max Schmeling, der Box-Weltmeister von 1930 bis 1932 stirbt 99-jährig in Wenzendorf; 2012: Edgar Bessen, der Schauspieler stirbt 78-jährig in Hamburg, im dortigen "Ohnsorg-Theater" begann seine Karriere an der Seite von Heidi Kabel und Onkel Henry Vahl in Stücken wie "Opa wird verkauft", in den 80er- und 90er-Jahren spielte er in Bühnen-Klassikern von Brecht bis Shakespeare; 2014: Philip Seymour Hoffmann, der amerikanische Schauspieler, 2006 Oscar für die Rolle des Hauptdarstellers im biographischen Film "Capote", stirbt 46-jährig in New York; in "Die Tribute von Panem" mimt er in Teil eins den Plutarch Heavensbee, danach dreht er die beiden "Panem"-Folgen von "Mockingjay", der letzte Teil der "Panem"-Trilogie muss wegen seines Tods in Sequenzen nachdigitalisiert werden; Cineasten feiern den Gegenspieler von Tom Cruise in "Mission: Impossible III" als einen "der größten Schauspieler seiner Generation"; als er in seinem Appartement aufgefunden wird, steckt eine Nadel in seinem Arm und 70 Tüten mit Heroin finden sich; 2016: Dieter Spethmann, der Unternehmer, der als "Sonnenkönig von der Ruhr" in 18 Jahren als Vorstandschef die Thyssen AG vom Stahlkocher zum internationalen Industrieunternehmen umformte, das Projekt der Magnetschwebebahn Transrapid mitverfolgte, 2011 mit vier Gesinnungsgenossen - erfolglos - vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Rettungsschirm für Griechenland klagte und als Euro-Gegner 2013 zu den hauptverantwortlichen Wegbereitern der Gründung einer angeblichen Alternative für Deutschland zählte, stirbt 89-jährig in Düsseldorf; 2016: Ben Wettervogel, der Meteorologe und ZDF-Moderator erschießt sich 53-jährig in Berlin; 2018: Dennis Edwards, der amerikanische Sänger, bekannt als Leadstimme der Temptations ("Papa Was A Rolling Stone", "Masterpiece"), stirbt zwei Tage vor seinem 75. Geburtstag in Chicago; 2021: Millie Hughes-Fulford (Foto), die amerikanische Biochemikerin, erste Nicht-Profi-Astronautin der Staaten, stirbt 75-jährig im kalifornischen Mill Valley; am 5. Juni 1991 hob sie - nachdem mehrere "Atlantis"-Missionen wegen der "Challenger"-Katastrophe abgesagt worden waren - mit dem Shuttle "Columbia" - nach diversen wegen auftretender Mängel verschobener Startversuche - endlich zur Mission STS-40 ab; die fünfte Spacelab-Mission war als erste ausschließlich biowissenschaftlichen Experimenten gewidmet; 2021: Sir Thomas Moore, der als Captain Tom bekannte britische Offizier und Geschäftsmann, der am 26. April 2020, 24 Tage vor seinem 100. Geburtstag, während der Covid-19-Pandemie mit seinem Rollator zu einem Spendenlauf gestartet war (Ziel: 100 Runden im Garten, um 1.000 Pfund an Spenden für den National Health Service zu generieren), stirbt nach einer - impfverhindernden - Lungenentzündung in einer Klinik in Bedford am Virus; seine Spendenaktion fand bereits in kurzer Zeit überwältigenden Nachhall und brachte bis Mitte Mai über 32 Millionen Pfund ein, Weltrekord für einen individuellen Spendenaufruf; mit Sänger Michael Ball nahm der Captain eine Coverversion von "You'll Never Walk Alone" auf und landete einen Nummer-Eins-Hit, als ältester Mensch überhaupt - zweiter Weltrekord; mit einem Sonderstempel gratulierte die Royal Mail zum 100. Geburtstag, an dem Moore 125.000 Glückwunschkarten zugesandt bekommt, die Royal Air Force lässt Jagdflugzeuge über den Jubilar donnern; 2022: Monica Vitti, die italienische Schauspielerin ("Die Nacht", "Das Gespenst der Freiheit") stirbt 90-jährig in Rom.

Vor 605 Jahren - 2. Februar 1421
Kaiser Zhu Di weiht die Verbotene Stadt ein. In ihr leben bis zur Revolution 1911 die chinesischen Herrscher der Ming- und Qing-Dynastie. Dem einfachen Volk ist der Zutritt verboten gewesen. Kein anderes Gebäude Pekings durfte die Paläste und Bauten mit teils vergoldeten Dächern überragen. Das am nördlichen Ende des Platzes des himmlischen Friedens liegende Areal ist seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe. Foto: Blick über den Kaiserpalast auf die Verbotene Stadt.
Vor 490 Jahren - 2. Februar 1536
Der spanische Eroberer Pedro de Mendoza landet mit 16 Schiffen und 1.600 Mann am Rio de la Plata und gründet das spätere Buenos Aires. Die Siedlung benennt der Eroberer zunächst in "Hafen Unserer Heiligen Maria des guten Windes" - "Puerto de Nuestra Senora Santa Maria del Buen Ayre". Im Kampf gegen die Querandi-Indianer zieht der Konquistador den Kürzeren und segelt 1541 wieder heim. 29 Jahre später gründet Juan de Garay die Siedlung neu. Aus Buen Ayre wird später Buenos Aires.
Vor 115 Jahren - 2. Februar 1911
Ein deutscher Korrespondent berichtet - vom Hörensagen? - über "eine furchtbare Dynamitexplosion im Finanz- und Wolkenkratzerviertel von New-York":
"Arbeiter waren damit beschäftigt, Dynamit aus einem Güterzuge in ein Boot umzuladen. Die 50 Pfd. schweren Kisten wurden eine Ebene heruntergleiten gelassen, zu deren Seiten Arbeiter aufgestellt waren, die die Kisten führen sollten, um ein gefährliches Abgleiten zu verhüten. Wahrscheinlich hat ein Arbeiter die Gewalt über eine Kiste verloren. Die Explosion war ungeheuerlich. Das zu beladende Boot und ein weiteres sowie die Besatzung sind gänzlich zerrissen worden, die Gebäulichkeiten der Einwanderungsinsel haben gelitten, tausende von Fensterscheiben sind zertrümmert, die Leute sprangen aus den Wolkenkratzern auf die Straßen, sodaß diese unpassierbar wurden, an Banken und Börsen stockte der Verkehr. Die Krankenhäuser sind überfüllt. Es hat annährend 25 Tote gegeben."
Anm.: Die Jahreschronik der "New York Times" von 1911 verzeichnet unter dem 1. Februar eine Dynamitexplosion im benachbarten Jersey City am Hudson River.
Vor 110 Jahren - 2. Februar 1916
Eröffnung der ersten deutschen Modewoche in Frankfurt. Ein Jahr zuvor im Juni hatte sich der deutsche Modebund gegründet.

Vor 55 Jahren - 2. Februar 1971
Im iranischen Ramsar unterzeichnen 21 Staaten ein Umweltabkommen zum Schutz von Feuchtgebieten. Mittlerweile haben 169 Länder die nach dem Unterzeichnungsort benannte Konvention ratifiziert. Es ist eines der ersten internationalen Umweltschutz-Abkommen überhaupt. "Ramsar"-Gebiete - Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung - in Deutschland sind etwa der Chiemsee, der Niederrhein (unser Foto zeigt dort überwinternde Graugänse) und das Wattenmeer, bei den Nachbarn in Österreich zählen das Bregenzer Rheindelta und der Wilde Kaiser dazu, in der Schweiz sind es unter anderem Zonen von Rhone- und Bernina-Gletscher.
Seit 1997 wird jährlich am 2. Februar der Welttag der Feuchtgebiete begangen, der auf die wichtige Bedeutung dieser Ökosysteme für den Natur- und Klimaschutz aufmerksam machen soll.
Vor 115 Jahren - 2. Februar 1911
Am heutigen Donnerstag, an Lichtmess, ist Maskenball in der Schützenburg, in sämtlichen Räumen. So ganz traut der Schützen-Verein seinen Gästen, Nichtmitglieder können von Schützen eingeführt werden, aber doch nicht über den Weg: "Sämtliche Masken, auch Damen, müssen sich vor dem Eintritt in den Saal den mit der Kontrolle beauftragten Herren zu erkennen geben", ordnet der Vorstand Gesichtskontrolle an.
Vor 110 Jahren - 2. Februar 1916
"Wie der Januar, so muß auch der Februar noch im Zeichen von Kälte, Frost und Schnee stehen und darf noch nicht allzu lenzmäßig anmuten, weil sonst erfahrungsgemäß das dicke Ende nachzukommen pflegt. Namentlich der Lichtmeßtag ist in dieser Hinsicht von Bedeutung. Der Lichtmeßtag ist in der katholischen Kirche ein seit längerer Zeit kaum noch besonders ausgeprägter Feiertag. Früher wurden an diesem Tage in der Kirche Kerzen geweiht, die daheim bei feierlichen Gelegenheiten angezündet wurden." (Kreisblatt)

Vor 110 Jahren - 2. Februar 1916
Der Siegburger Turnverein trauert um "Turnvater Hermann Schmidt", der 80-jährig verstarb. Der Nachruf des Kreisblatts ist ein Stückchen STV-Historie:
"Am 7. Juli 1868 trat er dem 1862 gegründeten Siegburger Turnverein als aktiver Turner bei. Sehr bald erkannte der Turnverein die hervorragenden turnerischen Fähigkeiten und Schmidt wurde auf Vorschlag des 1. Turnwarts Franz Dobbelmann zum Vorturner ernannt. 1870 wählte ihn das Vertrauen der Mitglieder zum 1. Turnwart. Im Jahre 1879 wurde er anstelle von Müllenschläder einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt, nun konnte er seine ganze Person in den Dienst der Turnsache stellen. Durch Wort und Schrift hat der Alte mit dem weißen Jahnbarte in allen Kreisen das Interesse für die Turnersache und besonders den Siegburger Turnverein wahrgenommen, alle seine Turner hingen an ihm bis ins hohe Alter. Schmidt erkannte schon zeitig, daß es notwendig sei, auch die Jugend von 14 Jahren dem Turnen zuzuführen und so richtete er am 29. August 1880 eine Zöglingsabteilung ein, die heute nach 36 Jahren als Jugendabteilung noch segensreich für die Jugend Siegburgs wirkt. Er ließ es sich ferner angelegen sein, eine Vereinsbücherei zu schaffen, die heute über 700 Werke hat. Im Verein mit dem damaligen 1. Schriftwart Alfred Burkardt legte er 1883 den Grundstein zu einer Turnhallenbaukasse, die im Laufe der Jahre sich so vergrößerte, daß der Turnverein es wagen konnte, 1913 den herrlich auf dem Brückberg gelegenen Turn-Spiel- und Sportplatz zu erwerben und anzulegen. Die Generalversammlung vom 12. Februar 1890 ehrte den 1.Vorsitzenden dadurch, daß sie ihn zum Ehrenmitglied ernannten, 1895 wurde er Ehrenvorsitzender. Das glorreiche Ende des großen Krieges, welches er noch zu erleben hoffte, ist ihm nicht mehr beschieden gewesen."
Foto: Sie kannten den Turnvater - STV-Mitglieder 1908 nach der Teilnahme am deutschen Turnfest in Frankfurt.
Vor 100 Jahren - 2. Februar 1926
"Siegburg feiert die Stunde der Befreiung. Die Stadt Siegburg ist festlich geflaggt, eine innere Freude ließ den ganzen Tag über die Herzen der Bevölkerung höher schlagen, weil die französische Besatzung Siegburg verlassen hatte. Auf dem ehemaligen französischen Kommandanturgebäude in der Kaiserstraße weht jetzt die deutsche Fahne. Der Marktplatz war durch besonders angebrachte Bogenlampen hell erleuchtet, als sich am Sonntag abend von 10 ½-11 Uhr die Vereine der Stadt zu einem großen Festzug dort sammelten. Vom Abteiberge herab dröhnten Kanonenschläge, die den Beginn des großen Fackelzuges, der sich Punkt 11 Uhr in Bewegung setzte, ankündigten. Der Fackelzug, der ein recht prächtiges Bild mit seinen nach tausenden zählenden Teilnehmern bot und leider nur zu wenig Musik hatte, bewegte sich durch die Mühlenstraße, Kaiser-Wilhelm-Platz, Wilhelmstraße, Bahnhofstraße, Markt, Kaiserstraße, Johannesstraße, Tönnisbergstraße, Brandstraße, Zeithstraße, Holzgasse zum Marktplatz, wo für die Zugteilnehmer die ganze Mitte abgesperrt war. Mit dem Glockenschlage 12 Uhr Mitternacht stimmte der SMGV das weihevolle Halleluja, komponiert von unserem Mitbürger Josef Cleuver an. Feierlich klang der prächtige Chor durch die nach und drang in die Herzen der aufmerksam zuhörenden Bürgerschaft."
Vor 100 Jahren - 2. Februar 1926
Ansprache von Bürgermeister Becker um Mitternacht auf dem Marktplatz:
"In dieser weihevollen Stunde haben wir uns zusammengefunden, um die wiedergewonnene Freiheit feierlich und freudigen Herzens zu begrüßen. Mit dem soeben verklungenen Glockenschlage hat die nördliche Rheinlandzone auch mit ihr unsere liebe Vaterstadt Siegburg aufgehört, besetztes Gebiet zu sein. Die mehr als 7jährige Leidenszeit fremder Besatzung ist damit zu Ende. Die fremde Macht ist weg. Ihre Befehlsgewalt bindet uns nicht mehr. Die seelischen und materiellen Lasen, die sie uns auferlegt sind von uns genommen. Wir sind wieder frei (...) Das erste greifbare Ergebnis des neuen Geistes der Völkeraussöhnung ist die soeben vollzogene Räumung unseres Gebetes."
Vor 100 Jahren - 2. Februar 1926
Mitternächtliche Ansprache des Bürgermeisters, danach singt die "ganze ungeheure Menge entblößten Hauptes mit Musikbegleitung" die Nationalhymne. "Die Glocken der Kirchen und das Raketenfeuer auf dem Michaelsberg stimmen mit ein", heißt es. "Auf jeden Teilnehmer hinterließ diese Stunde eine gehoben, weihevolle Stimmung. Damit war die Befreiungsfeier würdig beendet, die Vereine begleiteten ihre Fahnen zu den Vereinslokalen, langsam leerten sich die Straßen und jeder Bürger und jede Bürgerin freute sich im Innern des Herzens, daß Siegburg nun frei ist. Diese einzig schöne, harmonische und alle begeisternde Feier wird allen Mitbürgern unvergessen bleiben. In den Lokalen wurde die Befreiung von der Besatzung bis tief in die Morgenstunden gefeiert. Die Polizeistunde war aufgehoben, und die Straßenlaternen brannten die ganze Nacht hindurch. Noch am frühen Morgen spielten Musikkapellen in den Straßen das Deutschlandlied."
Vor 70 Jahren - 2. Februar 1956
Rums, krawums, gleich sieben Oberleitungsmasten demoliert um 5.08 Uhr die "Bonner Bahn" in Siegburg-Mülldorf auf der Fahrt von Siegburg an den Rhein. Nur zehn Fahrgäste sind an Bord, keiner wird verletzt. Am Triebwagen gehen zwei Fensterscheiben zu Bruch. Der Verkehr ist längere Zeit unterbrochen, der Linienverkehr der Tram wird von Siegburg bis Augustin mit Bussen der Bonner Verkehrsgesellschaft aufrechterhalten. Möglicherweise brachten Eis und Schnee die Bahn aus der Bahn.

Vor 15 Jahren - 2. Februar 2011
Harry Goltz vom Museumscafé hatte den Besen schon in die hinterste Ecke verbannt. "Wenn das Ding erst einmal weg ist", sagte er sich nach dem sibirischen Dezember, "dann gibt es auch keinen Schnee mehr". Der Gute lag fasch. Zwei Zentimeterchen fielen über Nacht, Goltz wurde am Morgen erneut zum "Schieber".
Vor 15 Jahren - 2. Februar 2011
Die zwei Seiten des Winters: Schippen und räumen müssen die einen, Spaß haben die anderen. Die neunjährige Ilyada nutzte mit Mutter Sevinc heute Morgen den frischen Flockenfall am Markt zum Bau eines kleinen Schneemannes - oder ist es das Marmota monax aus Punxsutawney? Dort lauert heute ein Schneesturm - wie im Film!
Vor 5 Jahren - 2. Februar 2021
Auf 42 stieg die Zahl der Coronatoten in Siegburg. Kreisweit endeten bisher 317 von insgesamt 14.470 Infektionen tödlich. 1.638 Kontaktpersonen leben in häuslicher Quarantäne.

Vor 5 Jahren - 2. Februar 2021
Die Mitglieder der größten Siegburger Karnevalsgesellschaft erhielten ihren Sessionsorden in diesem Jahr in einem auf dem weiträumigen Gelände des Siegburger Baustoffzentrums Henrich eingerichteten Funken-Drive-In. Voller karnevalistischer Freude, aber unter strikter Einhaltung der Corona-Regeln wurde der Halsschmuck übergeben. Präsident Ferdi Büchel begrüßte über Mikrofon jedes einzelne zu Karnevalsmusik einfahrende Auto und dessen Insassen, die vielfach ihre blau-weißen Uniformen trugen oder bunt kostümiert waren. Manches Vehikel rollte geschmückt und zu reinsten Prunkwagen dekoriert auf den Hof. Aussteigen musste niemand zum Empfang der mit einem blau-weißen Funken-Emblem und der Aufforderung "Usspacke, aanluure, Spass hann" bedruckten Boxen, denn diese wurden zur Wahrung des Abstands mittels eines Pizzaschiebers in die Fahrzeuge gereicht. Sti(e)l-gerecht.
Für einen Besuch der Stadtverwaltung gilt: Erst hier Termin vereinbaren, dann vorbeikommen.
Tourist Information (+49 2241 102-7533 oder tourismus@stadtbetriebe-siegburg.de) und Stadtmuseum (+49 2241 102-7410 oder stadtmuseum@stadtbetriebe-siegburg.de), Markt 46, haben dienstags bis samstags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet (die Tourist Information auch montags von 10 bis 17 Uhr). Die Stadtbibliothek, Griesgasse 11, kann dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr besucht werden, Inhaber eines Büchereiausweises erhalten darüber hinaus während der Open-Library-Zeiten (dienstags bis sonntags von 8 bis 10 sowie 17 bis 20 Uhr) Zugang.
Aktuelle Öffnungszeiten des Oktopus Freizeitbad, Zeithstraße 110, können hier abgerufen werden. Der Zugang zum Bad ist mit einem Online-Ticket möglich, das hier erworben werden kann. Sie können das Online-Ticket auch mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich des Hallen- und Freibades sowie im Stadtmuseum am Markt erwerben. Im Stadtmuseum ist der Ticketverkauf mit Bargeld möglich, ansonsten nur bargeldlos mit allen digitalen Zahlungsmitteln einschließlich der IBAN. Zusätzlich können Schwimmbadtickets vor Ort auch mit dem Siegburg-Gutschein (Karte oder App) erworben werden.
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
Krankentransport: +49 2241 19222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: +49 1805 986700
Giftnotruf-Informationszentrale der Universitätsklinik Bonn: +49 228 19240
Apotheken-Notruf: +49 800 0022833
Telefonseelsorge: +49 800 1110111 oder +49 800 1110222
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 116111 oder +49 800 1110333
Bundesweites Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde Siegburg: +49 2241 5413812
Beratungsstelle sexualisierte Gewalt: +49 228 635524
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116116
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
Apotheken-Notdienst
Linda-Apotheke am oberen Stadttor, Kölner Straße 62 a, Troisdorf, Tel.: +49 2241 995290
