Beim Austausch steht das UNESCO-Weltkulturerbe im Fokus. In beiden Ländern werden sich die Lernenden mit den Fragestellungen auseinandersetzen, was diese Orte zu etwas Besonderem macht, welchen Gefährdungen sie ausgesetzt sind und wie diese Monumente auch für zukünftige Generationen bewahrt werden können.
Einen Denkanstoß gab Dr. Susanne Haase-Mühlbauer, die bei ihrer kurzen Begrüßungsansprache nicht nur die Brücke von der "Wiege der Oper", Italien, zum in Siegburg geborenen Komponisten Engelbert Humperdinck schlug, sondern auch das unter anderem zu Füßen des Michaelsbergs beheimatete immaterielle Weltkulturerbe der Töpferkunst in den Fokus rückte. "Das Siegburger Steinzeug war sozusagen der Ferrari des Mittelalters", hebt sie die Besonderheit des hiesigen Tons hervor, der beim Brand heller statt dunkler wird.
Nach der offiziellen Begrüßung freuten sich die Schülerinnen und Schüler über die vom Partnerschaftsverein spendierte Pizza. In den nächsten Tagen werden sie die Welterbestätten Kölner Dom und Schloss Augustusburg besuchen. Auch das Beethovenhaus - die 9. Symphonie des in Bonn geborenen Komponisten ist Teil des Weltdokumentenerbes - sowie der UN-Campus in der ehemaligen Bundeshauptstadt stehen auf dem Programm. Und, mit einem besonderen Gedanken an die jüngst zu Ende gegangenen Winterspiele Milano/Cortina, wird auch das Deutsche Sport- und Olympiamuseum angesteuert.
Was erwartet die Siegburger bei ihrer Visite in der norditalienischen Metropole? Tenger verrät drei Höhepunkte: Das Opernhaus Teatro alla Scala, den Dom sowie Leonardo da Vincis Wandgemälde "L'Ultima Cena" ("Das Abendmahl") im Kloster Santa Maria delle Grazie, Weltkulturerbe seit 1980.
Foto: Gruppenbild im Rathaus mit Blick auf den Michaelsberg. Links steht die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Susanne Haase-Mühlbauer, in der vorderen Reihe hocken die Lehrkräfte Yvonne Tenger, Maria Rosa Lombardo und Luca Mazzini aus Mailand sowie Nele Alda, Referendarin am Anno-Gymnasium.

