Die Kolleginnen und Kollegen des städtischen Baubetriebshofs arbeiten die Straßen in ihrem Zuständigkeitsbereich (für die Bundes- und Landesstraßen ist der Landesbetrieb verantwortlich) nach und nach ab. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf stark frequentierten und gleichzeitig gefährlichen Abschnitten, entlang von Busstrecken, auf wichtigen Geh- sowie belebten und unentbehrlichen Fußgängerüberwegen. Um welche Straßen es sich hierbei handelt, entnehmen Sie der Anlage "Winterdienstverzeichnis" der Straßenreinigungssatzung.
In allen dort nicht aufgeführten Straßen müssen die Gehwege von den Anliegern geräumt werden. Wo ein befestigter Gehweg fehlt, ist ein Streifen von 1,20 Meter Breite entlang des Grundstücks freizuhalten. Der beiseite geschaffte Schnee darf Verkehrsteilnehmer nicht behindern.
Der Einsatz von Salz ist auf Geh- und Radwegen nur in Ausnahmefällen gestattet. Dazu zählen Gefahrenstellen wie Treppen, Rampen, Brücken sowie Gefällstrecken. Außerdem darf das Taumittel in "klimatischen Ausnahmefällen" wie Eisregen genutzt werden. Als Alternative bieten sich Sand, Splitt oder Holzspäne an. Bitte nach dem Tauwetter wieder reinigen!
Warum kein Salz? Dazu informiert das Bundesumweltamt: "Das mit dem Schmelzwasser versickerte Streusalz kann sich in Straßenrandböden über viele Jahre anreichern. Schäden an der Vegetation zeigen sich daher oft erst zeitverzögert. Bei einem überhöhten Salzgehalt im Boden werden wichtige Nährstoffe verstärkt ausgewaschen und die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser durch die Pflanzen erschwert. Feinwurzeln von Bäumen sterben ab, so dass die lebenswichtige Symbiose mit Bodenpilzen (Mykorrhiza) leidet. Es kommt zu mangelnder Wasserversorgung und zu Nährstoffungleichgewichten. Langfristig führt eine solche Mangelversorgung zu einer verstärkten Anfälligkeit der Pflanzen gegenüber Krankheiten und zu ihrem vorzeitigen Absterben. Neben Schäden an der Vegetation können hohe Salzgehalte die Stabilität des Bodens beeinträchtigen (Verschlämmung) und Bodenlebewesen schädigen. Die Salze greifen daneben auch Materialien zum Beispiel von Fahrzeugen und Bauwerken an. Betonbauwerke leiden wegen der korrosiven Wirkung der Salze auf die darin enthaltene Eisenbewährung. Auch bei Ziegelbauwerken können Zersetzungen auftreten. Das ist besonders bei Baudenkmälern problematisch, weil das Salz nach dem Eindringen nicht mehr aus dem Mauerwerk entfernt werden kann."

