Aus den Glückwünschen zu Christi Geburt haben wir die aus unserer Sicht herausstechenden zur näheren Betrachtung herangezogen. Beginnen wir mit den im Moment so wichtigen Wärmeverteilern. Die Rhenag-Post ist klassisch in der Gestaltung. Eine Christbaumkugel verheißt ein frohes Fest und Erfolg im Jahr 2026. Der Vorstand bedankt sich in persönlichen Worten für die Zusammenarbeit. Nichts Vorgedrucktes, hier wird mit der Hand und dem Füller geschrieben. Tenor: Gegenseitiges Vertrauen ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr, daher Dank für die partnerschaftliche Kooperation.
Der Caritasverband zeigt das, was ihn ausmacht. Senioren aus der Tagespflege in Niederkassel backen Plätzchen. Die Botschaft aus der französischen Partnerstadt Nogent-sur-Marne gibt Rätsel auf. Nicht durch den Text, der ganz ähnlich der Top-Thematik in Deutschland den Zusammenhalt in der Gesellschaft beschwört, sondern durch die Herbst-Optik. Gelbe Blätter fliegen vom Baum und legen die Vermutung nahe, dass man schon im Oktober mit dem Versand begann.
Nur Eingeweihte wissen, was der Standortälteste Oberst Thomas Berger meint, wenn er aus der Kaserne schreibt: "Die Angehörigen der Abteilung VI des BAPersBW wünschen ein besinnliches Weihnachtsfest." Dahinter steckt das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Inhaltlich geht es um eine große Kraft, die nichts mit Schützenpanzern oder Drohnen zu tun hat. Der von Flecktarn umgebene Sinnspruch ist Martin Luther King zuzuschreiben und lautet: "Die Botschaft von Weihnachten: Es gibt keine größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis."
Die Stadt Bad Honnef präsentiert ein verschneites Fachwerkensemble (ein eigenes, versteht sich) und einen ebenso weißen Blick von der Löwenburg ins Rheintal. Das Ingenieurbüro Stelter schickte das Beste, was es hat, die Mitarbeitenden, aufgenommen auf dem Betriebsausflug in Dresden. Die eingestürztn Carolabrücke liegt noch im Wasser, das fällt den Ingenieuren auf, wird dokumentiert und in die Welt entlassen.
Im Corporate Design melden sich die Institution der evangelischen Kirche. Es zählt, ganz protestantisch, kein glitzernder Tand, sondern das Wort allein. Die Diakonie grüßt mit dem weltbekannten Satz: "Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe." Dazu ergänzt die Superintendentin mit eigener Karte: "Denn sie hatten in der Herberge keinen Platz gefunden." Das Evangelische Jugendwerk schließt den Reigen: "Ich bringe euch eine gute Nachricht."
Gute Nachrichten auch von interreligiöser Warte. Die DİTİB wünscht Zeit zum Innehalten und viel Kraft." Dank an alle Absender, an die Absenderinnen natürlich auch!

