Michaelsberg

Dienstweg kurz und glatt

Siegburg. Im Kaldauen benötigte gestern Abend ein Streifenwagen der Polizei Unterstützung, dessen Räder witterungsbedingt durchdrehten. "Der Wagen wurde durch die Besatzung unseres Löschfahrzeuges aus dem Ginsterweg geschoben und zur Hauptstraße abgeschleppt, wo er seine Fahrt fortsetzen konnte", schreibt uns die Feuerwehr zur Alarmierung auf dem kurzen Dienstweg.
Für neuerliche Schneefälle am Samstag sieht sich die Feuerwehr gerüstet. Wenn es gar nicht anders geht, rücken die Kollegen mit Schneeketten aus. Wehrführer Daniel Winterscheidt: "Bei Eisglätte hilft eigentlich nur eins, nämlich langsameres Fahren."
Der für den Winterdienst zuständige Bauhof weist nochmals darauf hin: "Bei Unfällen auf vereisten Gehwegen haftet der Eigentümer des angrenzenden Gehwegs. Wo das Trottoir fehlt, muss ein 1,20 Meter breiter Streifen freigemacht werden."
Die sich entwickelnde Wetterlage ähnelt der zum Jahreswechsel 1978/79, als der Norden im Schneesturm unterging. Zugrunde lag und liegt ein Armdrück-Szenario. Hier sehr milde Luft, dort Eiseskälte, die Luftmassen liefern sich ein unsichtbares Duell. Das Resultat sind enorme Temperaturunterschiede auf wenigen Hundert, an der Luftmassengrenze wenigen Dutzend Kilometern. Hamburg minus 5, Köln plus 5, so könnte es morgen Mittag aussehen. Im sogenannten Katastrophenwinter vor 47 Jahren waren die Gegensätze wesentlich ausgeprägter. An der Ostsee herrschten fast minus 20 Grad, in Süddeutschland plus 10. Auf ihrer Internetseite ordnet die Tagesschau ein, dass uns ohne den "wärmenden" Klimawandelfaktor möglicherweise ein solches Szenario drohen würde.
In der Kölner Bucht betrachten wir die Extreme vorerst aus der Ferne. Heute und morgen Tauwetter, ab dem Abend mit Regen und Wind. Gefährlich wird es am Samstag, wenn die zwischenzeitlich verdrängte Kaltluft Schritt für Schritt zurückkehrt. Stündlich fällt das Thermometer, aus Regen wird wieder Schnee, Glätte inklusive. Sonntag dann ein strahlend schöner Wintertag mit klirrendem Dauerfrost. Es gilt: Vorsicht ist gut, Panik unangebracht.
"Alle reden vom Wetter, nur wir nicht." So warb die Bahn jahrzehntelang und zeigte eine Lok, die unbeeindruckt von äußeren Gegebenheiten durch den Schnee pflügt. Der Werbespruch aus dem 20. Jahrhundert ist reif fürs Museum. Anfang 2026 gibt die DB bekannt: Wer vor dem 7. Januar ein Bahnticket für die Zeit vom 8. bis 10. Januar gekauft hat, kann die Fahrkarte später einsetzen. Wer sich dennoch in den Zug setzt, muss Zeit mitbringen - mehr als ohnehin. Züge in den Norden und Nordosten verkehren nach ausgedünntem Plan, über Schnee drosseln Schnellzüge das Tempo, wodurch sich die Fahrt automatisch verlängert.

Siegburg. Im Kaldauen benötigte gestern Abend ein Streifenwagen der Polizei Unterstützung, dessen Räder witterungsbedingt durchdrehten. "Der Wagen wurde durch die Besatzung unseres Löschfahrzeuges aus dem Ginsterweg geschoben und zur Hauptstraße abgeschleppt, wo er seine Fahrt fortsetzen konnte", schreibt uns die Feuerwehr zur Alarmierung auf dem kurzen Dienstweg.

Für neuerliche Schneefälle am Samstag sieht sich die Feuerwehr gerüstet. Wenn es gar nicht anders geht, rücken die Kollegen mit Schneeketten aus. Wehrführer Daniel Winterscheidt: "Bei Eisglätte hilft eigentlich nur eins, nämlich langsameres Fahren."

Der für den Winterdienst zuständige Bauhof weist nochmals darauf hin: "Bei Unfällen auf vereisten Gehwegen haftet der Eigentümer des angrenzenden Gehwegs. Wo das Trottoir fehlt, muss ein 1,20 Meter breiter Streifen freigemacht werden."

Die sich entwickelnde Wetterlage ähnelt der zum Jahreswechsel 1978/79, als der Norden im Schneesturm unterging. Zugrunde lag und liegt ein Armdrück-Szenario. Hier sehr milde Luft, dort Eiseskälte, die Luftmassen liefern sich ein unsichtbares Duell. Das Resultat sind enorme Temperaturunterschiede auf wenigen Hundert, an der Luftmassengrenze wenigen Dutzend Kilometern. Hamburg minus 5, Köln plus 5, so könnte es morgen Mittag aussehen. Im sogenannten Katastrophenwinter vor 47 Jahren waren die Gegensätze wesentlich ausgeprägter. An der Ostsee herrschten fast minus 20 Grad, in Süddeutschland plus 10. Auf ihrer Internetseite ordnet die Tagesschau ein, dass uns ohne den "wärmenden" Klimawandelfaktor möglicherweise ein solches Szenario drohen würde.

In der Kölner Bucht betrachten wir die Extreme vorerst aus der Ferne. Heute und morgen Tauwetter, ab dem Abend mit Regen und Wind. Gefährlich wird es am Samstag, wenn die zwischenzeitlich verdrängte Kaltluft Schritt für Schritt zurückkehrt. Stündlich fällt das Thermometer, aus Regen wird wieder Schnee, Glätte inklusive. Sonntag dann ein strahlend schöner Wintertag mit klirrendem Dauerfrost. Es gilt: Vorsicht ist gut, Panik unangebracht.

"Alle reden vom Wetter, nur wir nicht." So warb die Bahn jahrzehntelang und zeigte eine Lok, die unbeeindruckt von äußeren Gegebenheiten durch den Schnee pflügt. Der Werbespruch aus dem 20. Jahrhundert ist reif fürs Museum. Anfang 2026 gibt die DB bekannt: Wer vor dem 7. Januar ein Bahnticket für die Zeit vom 8. bis 10. Januar gekauft hat, kann die Fahrkarte später einsetzen. Wer sich dennoch in den Zug setzt, muss Zeit mitbringen - mehr als ohnehin. Züge in den Norden und Nordosten verkehren nach ausgedünntem Plan, über Schnee drosseln Schnellzüge das Tempo, wodurch sich die Fahrt automatisch verlängert. 

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