Michaelsberg

Wieler wechselt in den Ruhestand

Siegburg. Der Anrufterror dubioser Losverkäufer. Die Finanzkrise und die Sorge um die Anlagen bei der Bank. Der VW-Abgasskandal. Die Schattenseiten der Digitalisierung durch Betrugsversuche im Netz. Die Unsicherheit in der Energiewende. Die Anfragen, mit denen Martin Wieler in der Verbraucherberatung seit seinem Dienstantritt 2002 konfrontiert wurde, spiegeln gesamtgesellschaftliche Fehlentwicklungen wider.
In der letzten Woche wurde er in Ruhestand verabschiedet. "Er hat Pionierarbeit geleistet und dem Verbraucherschutz in der Kreisstadt mehr als zwei Jahrzehnte lang Gesicht und Stimme gegeben", würdigte Bürgermeister Stefan Rosemann Wielers Dienstzeit. Zugleich begrüßte er die Nachfolgerin Marie Budde in den Räumlichkeiten an der Ringstraße 6.
Seine Laufbahn bei der Verbraucherzentrale NRW begann Wieler 1993 als Leiter der Beratungsstelle in Düren, ehe er vor nunmehr 24 Jahren an die Sieg wechselte. "Unermüdlich hat er sich mit Herzblut für die Rechte der Verbraucher eingesetzt - und das bei zunehmender Bandbreite und Komplexität der Themen", attestierte die Regionalbeauftragte der Organisation, Beate Fackeldey.
"Grundsätzlich ärgert es mich, wenn Menschen übervorteilt und ungerecht behandelt werden", beschreibt der Geehrte seine Motivation. Dazu beitragen zu können, das Ungleichgewicht zwischen finanz- und personalstarken Unternehmen und dem Bürger auszugleichen, sei für ihn fortwährender Ansporn. Dabei ging er neue Wege, schloss keine Bevölkerungsgruppe aus. Ein Beispiel ist das Pilotmodell "Fit im Einmaleins des Verbraucheralltags" in der Siegburger JVA. "Mutig, kreativ und mit hoher sozialer Kompetenz", so Fackeldey, habe Wieler hier einen neuen Ansatz umgesetzt.
Abseits des Berufsalltags engagiert sich Wieler auf der Richterbank des Bonner Landgerichts, als Schöffe war er eingesetzt in den Cum-Ex-Steuerverfahren rund um den größten Wirtschaftskrimi der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Marie Budde, die seine Position übernimmt, ist gebürtige Bonnerin und war zuletzt als Beraterin für Textil und Mode, Kreislaufwirtschaft und Mobilität sowie als Referentin beim ADFC in Berlin tätig: "Die bewährten Kooperationen mit der Verwaltung, den kommunalen Unternehmen, Wohlfahrts-, Umwelt- und Sozialverbänden sowie der regelmäßige Austausch mit politischen Interessenvertretern werden es mir leicht machen, hier Fuß zu fassen und gemeinsam für die Menschen der Stadt etwas zu bewegen."
Foto: Wieler (2.v. r) reicht seiner Nachfolgerin Marie Budde den symbolischen Pappschlüssel. Horrend überzogene Schlüsseldienstforderungen sind eine unendliche Geschichte für die Verbraucherzentrale. Außen Regionalleiterin Beate Fackeldey und Bürgermeister Stefan Rosemann.

Siegburg. Der Anrufterror dubioser Losverkäufer. Die Finanzkrise und die Sorge um die Anlagen bei der Bank. Der VW-Abgasskandal. Die Schattenseiten der Digitalisierung durch Betrugsversuche im Netz. Die Unsicherheit in der Energiewende. Die Anfragen, mit denen Martin Wieler in der Verbraucherberatung seit seinem Dienstantritt 2002 konfrontiert wurde, spiegeln gesamtgesellschaftliche Fehlentwicklungen wider.

In der letzten Woche wurde er in Ruhestand verabschiedet. "Er hat Pionierarbeit geleistet und dem Verbraucherschutz in der Kreisstadt mehr als zwei Jahrzehnte lang Gesicht und Stimme gegeben", würdigte Bürgermeister Stefan Rosemann Wielers Dienstzeit. Zugleich begrüßte er die Nachfolgerin Marie Budde in den Räumlichkeiten an der Ringstraße 6. 

Seine Laufbahn bei der Verbraucherzentrale NRW begann Wieler 1993 als Leiter der Beratungsstelle in Düren, ehe er vor nunmehr 24 Jahren an die Sieg wechselte. "Unermüdlich hat er sich mit Herzblut für die Rechte der Verbraucher eingesetzt - und das bei zunehmender Bandbreite und Komplexität der Themen", attestierte die Regionalbeauftragte der Organisation, Beate Fackeldey. 

"Grundsätzlich ärgert es mich, wenn Menschen übervorteilt und ungerecht behandelt werden", beschreibt der Geehrte seine Motivation. Dazu beitragen zu können, das Ungleichgewicht zwischen finanz- und personalstarken Unternehmen und dem Bürger auszugleichen, sei für ihn fortwährender Ansporn. Dabei ging er neue Wege, schloss keine Bevölkerungsgruppe aus. Ein Beispiel ist das Pilotmodell "Fit im Einmaleins des Verbraucheralltags" in der Siegburger JVA. "Mutig, kreativ und mit hoher sozialer Kompetenz", so Fackeldey, habe Wieler hier einen neuen Ansatz umgesetzt.  

Abseits des Berufsalltags engagiert sich Wieler auf der Richterbank des Bonner Landgerichts, als Schöffe war er eingesetzt in den Cum-Ex-Steuerverfahren rund um den größten Wirtschaftskrimi der deutschen Nachkriegsgeschichte. 

Marie Budde, die seine Position übernimmt, ist gebürtige Bonnerin und war zuletzt als Beraterin für Textil und Mode, Kreislaufwirtschaft und Mobilität sowie als Referentin beim ADFC in Berlin tätig: "Die bewährten Kooperationen mit der Verwaltung, den kommunalen Unternehmen, Wohlfahrts-, Umwelt- und Sozialverbänden sowie der regelmäßige Austausch mit politischen Interessenvertretern werden es mir leicht machen, hier Fuß zu fassen und gemeinsam für die Menschen der Stadt etwas zu bewegen." 

Foto: Wieler (2.v. r) reicht seiner Nachfolgerin Marie Budde den symbolischen Pappschlüssel. Horrend überzogene Schlüsseldienstforderungen sind eine unendliche Geschichte für die Verbraucherzentrale. Außen Regionalleiterin Beate Fackeldey und Bürgermeister Stefan Rosemann. 

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