Michaelsberg

Wärmewende in Siegburg

Siegburg. Wie in Siegburg künftig geheizt wird, ist eine zentrale Frage auf dem Weg zur Klimaneutralität. Mit der kommunalen Wärmeplanung wollen Stadtverwaltung, Stadtbetriebe und Stadtwerke die Weichen dafür stellen, dass Siegburg bis 2045 CO2-neutral wird. Rund 60 Siegburgerinnen und Siegburger informierten sich im Stadtmuseum über den aktuellen Stand der Planungen. Ole Erdmann, Leiter des städtischen Umweltamtes, eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung des Austauschs mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Die Ergebnisse der bisherigen Arbeitsschritte stellte Julia Schüler, Projektleiterin Kommunale Wärmeplanung bei den Stadtwerken Siegburg, vor. Mehr als 98 Prozent der Wärme in Siegburg wird derzeit mit fossilen Energieträgern erzeugt, über 40 Prozent der Gebäude gelten als energetisch unsaniert. Gleichzeitig weist insbesondere die Innenstadt eine hohe Wärmedichte auf. Das ist einer von vielen Faktoren, die künftig gemeinschaftliche Versorgungslösungen, etwa über Wärmenetze, begünstigen könnten. Derzeit decken bestehende Netze allerdings lediglich rund vier Prozent des städtischen Wärmebedarfs.
Als größtes technisches Potenzial wurde die Solarthermie auf Dach- und Freiflächen identifiziert. Ihre Nutzung ist jedoch nur in Verbindung mit geeigneten Speichern sinnvoll. Dezentrale Wärmepumpen können in Siegburg nicht nur mit Luft, sondern auch mit Erdwärmesonden oder Grundwasser als Wärmequelle betrieben werden. Einen ebenso wichtigen Hebel stellt die energetische Sanierung dar: Durch sie ließe sich der Raumwärmebedarf theoretisch um etwa ein Drittel senken.
In den nächsten Planungsschritten soll das Stadtgebiet in künftige Wärmeversorgungsgebiete eingeteilt und eine Wärmewendestrategie mit konkreten Maßnahmen entwickelt werden. Nicht Teil der kommunalen Wärmeplanung sind individuelle Lösungen für einzelne Gebäude oder detaillierte Planungen künftiger Wärmenetze. Hauseigentümerinnen und -eigentümer sind weiterhin auf individuelle Energieberatungen angewiesen. Sie können sich hier im ersten Schritt an die Verbraucherzentrale wenden.
Weitere Informationen unter www.stadtwerke-siegburg.de. Unter mitmachen.siegburg.de können Sie bis Freitag, 6. März, eine Stellungnahme zu den Ergebnissen der Eignungsprüfung, der Bestands- und der Potenzialanalyse abgeben.

Siegburg. Wie in Siegburg künftig geheizt wird, ist eine zentrale Frage auf dem Weg zur Klimaneutralität. Mit der kommunalen Wärmeplanung wollen Stadtverwaltung, Stadtbetriebe und Stadtwerke die Weichen dafür stellen, dass Siegburg bis 2045 CO2-neutral wird. Rund 60 Siegburgerinnen und Siegburger informierten sich im Stadtmuseum über den aktuellen Stand der Planungen. Ole Erdmann, Leiter des städtischen Umweltamtes, eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung des Austauschs mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Die Ergebnisse der bisherigen Arbeitsschritte stellte Julia Schüler, Projektleiterin Kommunale Wärmeplanung bei den Stadtwerken Siegburg, vor. Mehr als 98 Prozent der Wärme in Siegburg wird derzeit mit fossilen Energieträgern erzeugt, über 40 Prozent der Gebäude gelten als energetisch unsaniert. Gleichzeitig weist insbesondere die Innenstadt eine hohe Wärmedichte auf. Das ist einer von vielen Faktoren, die künftig gemeinschaftliche Versorgungslösungen, etwa über Wärmenetze, begünstigen könnten. Derzeit decken bestehende Netze allerdings lediglich rund vier Prozent des städtischen Wärmebedarfs.

Als größtes technisches Potenzial wurde die Solarthermie auf Dach- und Freiflächen identifiziert. Ihre Nutzung ist jedoch nur in Verbindung mit geeigneten Speichern sinnvoll. Dezentrale Wärmepumpen können in Siegburg nicht nur mit Luft, sondern auch mit Erdwärmesonden oder Grundwasser als Wärmequelle betrieben werden. Einen ebenso wichtigen Hebel stellt die energetische Sanierung dar: Durch sie ließe sich der Raumwärmebedarf theoretisch um etwa ein Drittel senken.

In den nächsten Planungsschritten soll das Stadtgebiet in künftige Wärmeversorgungsgebiete eingeteilt und eine Wärmewendestrategie mit konkreten Maßnahmen entwickelt werden. Nicht Teil der kommunalen Wärmeplanung sind individuelle Lösungen für einzelne Gebäude oder detaillierte Planungen künftiger Wärmenetze. Hauseigentümerinnen und -eigentümer sind weiterhin auf individuelle Energieberatungen angewiesen. Sie können sich hier im ersten Schritt an die Verbraucherzentrale wenden.

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