Michaelsberg

Die Berührung der Unwissenheit 

Siegburg. Das Werk "Die Berührung der Unwissenheit" des koreanischen Künstlers Philsoo Heo spiegelt seine Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld von Unwissenheit und Erkenntnis auf der Suche nach einer tieferen "Wahrheit" des Seins. Es zeigt die Ambivalenz des Lebens zwischen unterschiedlichen Kulturen und gesellschaftlichen Prägungen im rasanten Wandel der globalisierten Welt. Zwischen der Stabilität einer robusten Basis und der undefinierten Zukunft bricht sich, je nach Standpunkt des Betrachters, die Pluralität der Gegenwart Bahn.
Philsoo Heo ist inspiriert von der Natur, in der Urkräfte wirken, die das menschliche Dasein auch im 21. Jahrhundert noch bestimmen. Auf dem kubischen Fundament einer Architektur oder Behausung macht sich ein wucherndes Gewächs breit, das wie die Rudimente eines Baumes oder wie menschliche Torsi Strünke oder Gliedmaßen in den Raum emporreckt, als wollte sich ein lebendiges Wesen aus der Substanz von Ursuppe und historischen Verwerfungen befreien. In Umkehrung dessen scheint die Skulptur die Verdichtung menschlicher Katastrophen zu versinnbildlichen, die Verschüttung von menschlichen Existenzen und Fragmenten architektonischer Elemente durch magmaartige Schlieren in den Verschmelzungen der Zeit. In dem fast malerisch-sahnigen Farbenspiel der Glasuren, die sich in der Gemengelage der keramischen Formen ihre eigenen Wege suchen, materialisiert sich das "panta rhei", der ewige Fluss von Zeit, Raum und Substanz.

Siegburg. Das Werk "Die Berührung der Unwissenheit" des koreanischen Künstlers Philsoo Heo spiegelt seine Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld von Unwissenheit und Erkenntnis auf der Suche nach einer tieferen "Wahrheit" des Seins. Es zeigt die Ambivalenz des Lebens zwischen unterschiedlichen Kulturen und gesellschaftlichen Prägungen im rasanten Wandel der globalisierten Welt. Zwischen der Stabilität einer robusten Basis und der undefinierten Zukunft bricht sich, je nach Standpunkt des Betrachters, die Pluralität der Gegenwart Bahn.

Philsoo Heo ist inspiriert von der Natur, in der Urkräfte wirken, die das menschliche Dasein auch im 21. Jahrhundert noch bestimmen. Auf dem kubischen Fundament einer Architektur oder Behausung macht sich ein wucherndes Gewächs breit, das wie die Rudimente eines Baumes oder wie menschliche Torsi Strünke oder Gliedmaßen in den Raum emporreckt, als wollte sich ein lebendiges Wesen aus der Substanz von Ursuppe und historischen Verwerfungen befreien. In Umkehrung dessen scheint die Skulptur die Verdichtung menschlicher Katastrophen zu versinnbildlichen, die Verschüttung von menschlichen Existenzen und Fragmenten architektonischer Elemente durch magmaartige Schlieren in den Verschmelzungen der Zeit. In dem fast malerisch-sahnigen Farbenspiel der Glasuren, die sich in der Gemengelage der keramischen Formen ihre eigenen Wege suchen, materialisiert sich das "panta rhei", der ewige Fluss von Zeit, Raum und Substanz.

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