Michaelsberg

Helene, bist du das?

Siegburg. Wir lassen 20 Jahre Rhein Sieg Forum Revue passieren. Den Auftakt machten caritativer Glanz und ein karnevalistischer Kölsch-Fauxpas. Los ging es am 2. September 2006 mit dem Umzug der UNICEF-Gala von der alten in die benachbarte neue Stadthalle. Erstklassige Klassik mit internationalem Flair erfreute das Ohr, garniert mit Perlen aus Operette und Jazz. Siegburg dachte bei diesem Erstevent nicht nur an sich, sondern an benachteiligte Pänz weltweit, für deren Wohl die Gala-Erlöse eingesetzt wurden.
Musikalisch wies die Premiere den Weg in die Zukunft. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, der Saxophonist Jan Garbarek, die Pianistin Marialy Pacheco sowie renommierte WDR-Klangkörper wie Sinfonieorchester, Big Band und Funkhausorchester hielten das Niveau nicht nur. Sie trieben es nach oben.
Die erste große Karnevalssause mit den Funken Blau-Weiß geriet ungewollt zum Härtetest bei der Flüssigkeitsversorgung. Das Berliner Unternehmen Gegenbauer, in den Anfangsjahren für den Hallenbetrieb zuständig, unterschätzte den Durst des organisierten rheinischen Frohsinns und verkalkulierte sich. Das Bier ging aus. Eilig orderten die Funken Kölsch nach, während der Veranstaltung!
Der Treibstoffmangel führte nicht zu einer Abwendung der Gesellschaften von der Örtlichkeit. Nach und nach wechselten die Siegburger Narren aller Farben mit ihren Sitzungen an die Bachstraße. Die mittlerweile übers ganze Jahr verteilten Auftritte von Kasalla, Fööss und Co. trugen dazu bei, dass die Location zum unbestrittenen Brauchtumszentrum mutierte.
Was wären zwei Jahrzehnte ohne die großen Namen? Eine sehr junge, beinahe scheue Helene Fischer gastierte, der niederländische Wortzauberer Herman van Veen ist Stammgast, die grandiosen Schauspielerinnen Katharina Thalbach und Senta Berger zeigten ihr Repertoire. Sogar den US-Musikweltstar Gloria Gaynor verschlug es an die Sieg. Der mit dem Wolf tanzt, der tanzte auch in Siegburg. Kevin Costner schauspielerte nicht, er sang, spielte Gitarre, tanzte mit Sekt in der Hand und trug sich ins Goldene Buch ein. Vom Wolf zu seinem Verwandten, dem Hund. Die stets ausverkauften, immer vergnüglichen Therapiesitzungen mit Hundecoach Martin Rütter sind der Nachweis dafür, dass die Comedy ihren festen Platz in der Halle hat.
Was sind die Meilensteine der Entwicklung? 2013 erfolgte die Kommunalisierung – das Haus ging in städtische Verantwortung über. 2019 begann die bauliche Erweiterung, bei laufendem Betrieb und unter den Herausforderungen der Corona-Pandemie, ehe 2021 das moderne Kongresszentrum, nun als Rhein Sieg Forum firmierend, die Türen öffnete. Seitdem verzeichnet das Forum jährlich rund 50 bis 60 Kongresstage mit etwa 10.000 Gästen.
Mit der Erweiterung entstand 2021 auch eine Tribüne auf dem Vorplatz. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung erhielt der Bereich den Namen „Platz der Begegnung“. Seit 2025 sorgen ansprechende Sonnensegel für zusätzlichen Komfort und Aufenthaltsqualität.
„Forum“ ist ein Begriff der Politikgeschichte. Die Politik nutzte tatsächlich die Säle des Geburtstagskinds. Parteitage wurden abgehalten. Ratssitzungen mit außergewöhnlich großem Zuschauerinteresse – etwa im Zuge der kontrovers diskutierten Grundsteuererhöhungen 2015 – fanden hier ebenso statt wie Sitzungen unter Pandemiebedingungen, bei denen großzügige Abstände notwendig waren. Das Rhein Sieg Forum ist damit nicht nur Kultur- und Seminarzentrum. Die Funktion als Mittelpunkt demokratischer Debatte ist ein relevantes Standbein.
Was im Land passiert, spiegelt sich. Erinnert sei an die Kunstausstellung zum Thema Migration im oberen Foyer auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms. Oder an die Umwandlung eben dieses Foyers in eine Teststation während der Pandemie. Stäbchen statt Stars, das war die Devise im Lockdown. Seit den Feierlichkeiten zum 75-jährigen Grundgesetzjubiläum 2024 prangt Artikel 1 als Kunstwerk neben dem Eingang: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Ein starkes Statement in der Ära des um sich greifenden Extremismus und Populismus.
Das Rhein Sieg Forum versteht sich als Heimat für die Menschen der Region – für Kulturbegeisterte, Karnevalisten, Fortbildungswillige, Kommunalpolitiker. 1,25 Millionen Besucherinnen und Besucher zeugen von seiner Magnetwirkung. Die Botschaft, dass jeder Jeck anders und jeder Jeck willkommen ist, zeigen zwei Formate, die schrille Typen anlocken. Zum einen der Poetry Slam der Dichter, Denker und leidenschaftlichen Diskutanten, die sich traditionell am Tag vor Silvester mit tiefgründigen Beiträgen duellieren. Zum anderen das Treffen der Freunde japanischer Comics. Zur Anime- und Mangaconvention pilgern aufwändig Kostümierte und Geschminkte aus der weiten Umgebung. Fernöstlicher Karneval im Hochsommer.
Siegburg. Wir lassen 20 Jahre Rhein Sieg Forum Revue passieren. Den Auftakt machten caritativer Glanz und ein karnevalistischer Kölsch-Fauxpas. Los ging es am 2. September 2006 mit dem Umzug der UNICEF-Gala von der alten in die benachbarte neue Stadthalle. Erstklassige Klassik mit internationalem Flair erfreute das Ohr, garniert mit Perlen aus Operette und Jazz. Siegburg dachte bei diesem Erstevent nicht nur an sich, sondern an benachteiligte Pänz weltweit, für deren Wohl die Gala-Erlöse eingesetzt wurden.
Musikalisch wies die Premiere den Weg in die Zukunft. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, der Saxophonist Jan Garbarek, die Pianistin Marialy Pacheco sowie renommierte WDR-Klangkörper wie Sinfonieorchester, Big Band und Funkhausorchester hielten das Niveau nicht nur. Sie trieben es nach oben.
Die erste große Karnevalssause mit den Funken Blau-Weiß geriet ungewollt zum Härtetest bei der Flüssigkeitsversorgung. Das Berliner Unternehmen Gegenbauer, in den Anfangsjahren für den Hallenbetrieb zuständig, unterschätzte den Durst des organisierten rheinischen Frohsinns und verkalkulierte sich. Das Bier ging aus. Eilig orderten die Funken Kölsch nach, während der Veranstaltung!
Der Treibstoffmangel führte nicht zu einer Abwendung der Gesellschaften von der Örtlichkeit. Nach und nach wechselten die Siegburger Narren aller Farben mit ihren Sitzungen an die Bachstraße. Die mittlerweile übers ganze Jahr verteilten Auftritte von Kasalla, Fööss und Co. trugen dazu bei, dass die Location zum unbestrittenen Brauchtumszentrum mutierte.
Was wären zwei Jahrzehnte ohne die großen Namen? Eine sehr junge, beinahe scheue Helene Fischer (Foto) gastierte, der niederländische Wortzauberer Herman van Veen ist Stammgast, die grandiosen Schauspielerinnen Katharina Thalbach und Senta Berger zeigten ihr Repertoire. Sogar den US-Musikweltstar Gloria Gaynor verschlug es an die Sieg. Der mit dem Wolf tanzt, der tanzte auch in Siegburg. Kevin Costner schauspielerte nicht, er sang, spielte Gitarre, tanzte mit Sekt in der Hand und trug sich ins Goldene Buch ein. Vom Wolf zu seinem Verwandten, dem Hund. Die stets ausverkauften, immer vergnüglichen Therapiesitzungen mit Hundecoach Martin Rütter sind der Nachweis dafür, dass die Comedy ihren festen Platz in der Halle hat.
Was sind die Meilensteine der Entwicklung? 2013 erfolgte die Kommunalisierung – das Haus ging in städtische Verantwortung über. 2019 begann die bauliche Erweiterung, bei laufendem Betrieb und unter den Herausforderungen der Corona-Pandemie, ehe 2021 das moderne Kongresszentrum, nun als Rhein Sieg Forum firmierend, die Türen öffnete. Seitdem verzeichnet das Forum jährlich rund 50 bis 60 Kongresstage mit etwa 10.000 Gästen.
Mit der Erweiterung entstand 2021 auch eine Tribüne auf dem Vorplatz. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung erhielt der Bereich den Namen „Platz der Begegnung“. Seit 2025 sorgen ansprechende Sonnensegel für zusätzlichen Komfort und Aufenthaltsqualität.
"Forum" ist ein Begriff der Politikgeschichte. Die Politik nutzte tatsächlich die Säle des Geburtstagskinds. Parteitage wurden abgehalten. Ratssitzungen mit außergewöhnlich großem Zuschauerinteresse – etwa im Zuge der kontrovers diskutierten Grundsteuererhöhungen 2015 – fanden hier ebenso statt wie Sitzungen unter Pandemiebedingungen, bei denen großzügige Abstände notwendig waren. Das Rhein Sieg Forum ist damit nicht nur Kultur- und Seminarzentrum. Die Funktion als Mittelpunkt demokratischer Debatte ist ein relevantes Standbein.
Was im Land passiert, spiegelt sich. Erinnert sei an die Kunstausstellung zum Thema Migration im oberen Foyer auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms. Oder an die Umwandlung eben dieses Foyers in eine Teststation während der Pandemie. Stäbchen statt Stars, das war die Devise im Lockdown. Seit den Feierlichkeiten zum 75-jährigen Grundgesetzjubiläum 2024 prangt Artikel 1 als Kunstwerk neben dem Eingang: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Ein starkes Statement in der Ära des um sich greifenden Extremismus und Populismus.
Das Rhein Sieg Forum versteht sich als Heimat für die Menschen der Region – für Kulturbegeisterte, Karnevalisten, Fortbildungswillige, Kommunalpolitiker. 1,25 Millionen Besucherinnen und Besucher zeugen von seiner Magnetwirkung. Die Botschaft, dass jeder Jeck anders und jeder Jeck willkommen ist, zeigen zwei Formate, die schrille Typen anlocken. Zum einen der Poetry Slam der Dichter, Denker und leidenschaftlichen Diskutanten, die sich traditionell am Tag vor Silvester mit tiefgründigen Beiträgen duellieren. Zum anderen das Treffen der Freunde japanischer Comics. Zur Anime- und Mangaconvention pilgern aufwändig Kostümierte und Geschminkte aus der weiten Umgebung. Fernöstlicher Karneval im Hochsommer.


Siegburg. Wir lassen 20 Jahre Rhein Sieg Forum Revue passieren. Den Auftakt machten caritativer Glanz und ein karnevalistischer Kölsch-Fauxpas. Los ging es am 2. September 2006 mit dem Umzug der UNICEF-Gala von der alten in die benachbarte neue Stadthalle. Erstklassige Klassik mit internationalem Flair erfreute das Ohr, garniert mit Perlen aus Operette und Jazz. Siegburg dachte bei diesem Erstevent nicht nur an sich, sondern an benachteiligte Pänz weltweit, für deren Wohl die Gala-Erlöse eingesetzt wurden.

Musikalisch wies die Premiere den Weg in die Zukunft. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, der Saxophonist Jan Garbarek, die Pianistin Marialy Pacheco sowie renommierte WDR-Klangkörper wie Sinfonieorchester, Big Band und Funkhausorchester hielten das Niveau nicht nur. Sie trieben es nach oben.

Die erste große Karnevalssause mit den Funken Blau-Weiß geriet ungewollt zum Härtetest bei der Flüssigkeitsversorgung. Das Berliner Unternehmen Gegenbauer, in den Anfangsjahren für den Hallenbetrieb zuständig, unterschätzte den Durst des organisierten rheinischen Frohsinns und verkalkulierte sich. Das Bier ging aus. Eilig orderten die Funken Kölsch nach, während der Veranstaltung! 

Der Treibstoffmangel führte nicht zu einer Abwendung der Gesellschaften von der Örtlichkeit. Nach und nach wechselten die Siegburger Narren aller Farben mit ihren Sitzungen an die Bachstraße. Die mittlerweile übers ganze Jahr verteilten Auftritte von Kasalla, Fööss und Co. trugen dazu bei, dass die Location zum unbestrittenen Brauchtumszentrum mutierte.

Was wären zwei Jahrzehnte ohne die großen Namen? Eine sehr junge, beinahe scheue Helene Fischer gastierte, der niederländische Wortzauberer Herman van Veen ist Stammgast, die grandiosen Schauspielerinnen Katharina Thalbach und Senta Berger zeigten ihr Repertoire. Sogar den US-Musikweltstar Gloria Gaynor verschlug es an die Sieg. Der mit dem Wolf tanzt, der tanzte auch in Siegburg. Kevin Costner schauspielerte nicht, er sang, spielte Gitarre, tanzte mit Sekt in der Hand und trug sich ins Goldene Buch ein. Vom Wolf zu seinem Verwandten, dem Hund. Die stets ausverkauften, immer vergnüglichen Therapiesitzungen mit Hundecoach Martin Rütter sind der Nachweis dafür, dass die Comedy ihren festen Platz in der Halle hat. 

Was sind die Meilensteine der Entwicklung? 2013 erfolgte die Kommunalisierung – das Haus ging in städtische Verantwortung über. 2019 begann die bauliche Erweiterung, bei laufendem Betrieb und unter den Herausforderungen der Corona-Pandemie, ehe 2021 das moderne Kongresszentrum, nun als Rhein Sieg Forum firmierend, die Türen öffnete. Seitdem verzeichnet das Forum jährlich rund 50 bis 60 Kongresstage mit etwa 10.000 Gästen.

Mit der Erweiterung entstand 2021 auch eine Tribüne auf dem Vorplatz. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung erhielt der Bereich den Namen „Platz der Begegnung“. Seit 2025 sorgen ansprechende Sonnensegel für zusätzlichen Komfort und Aufenthaltsqualität.

„Forum“ ist ein Begriff der Politikgeschichte. Die Politik nutzte tatsächlich die Säle des Geburtstagskinds. Parteitage wurden abgehalten. Ratssitzungen mit außergewöhnlich großem Zuschauerinteresse – etwa im Zuge der kontrovers diskutierten Grundsteuererhöhungen 2015 – fanden hier ebenso statt wie Sitzungen unter Pandemiebedingungen, bei denen großzügige Abstände notwendig waren. Das Rhein Sieg Forum ist damit nicht nur Kultur- und Seminarzentrum. Die Funktion als Mittelpunkt demokratischer Debatte ist ein relevantes Standbein. 

Was im Land passiert, spiegelt sich. Erinnert sei an die Kunstausstellung zum Thema Migration im oberen Foyer auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms. Oder an die Umwandlung eben dieses Foyers in eine Teststation während der Pandemie. Stäbchen statt Stars, das war die Devise im Lockdown. Seit den Feierlichkeiten zum 75-jährigen Grundgesetzjubiläum 2024 prangt Artikel 1 als Kunstwerk neben dem Eingang: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Ein starkes Statement in der Ära des um sich greifenden Extremismus und Populismus. 

Das Rhein Sieg Forum versteht sich als Heimat für die Menschen der Region – für Kulturbegeisterte, Karnevalisten, Fortbildungswillige, Kommunalpolitiker. 1,25 Millionen Besucherinnen und Besucher zeugen von seiner Magnetwirkung. Die Botschaft, dass jeder Jeck anders und jeder Jeck willkommen ist, zeigen zwei Formate, die schrille Typen anlocken. Zum einen der Poetry Slam der Dichter, Denker und leidenschaftlichen Diskutanten, die sich traditionell am Tag vor Silvester mit tiefgründigen Beiträgen duellieren. Zum anderen das Treffen der Freunde japanischer Comics. Zur Anime- und Mangaconvention pilgern aufwändig Kostümierte und Geschminkte aus der weiten Umgebung. Fernöstlicher Karneval im Hochsommer.

Siegburg. Wir lassen 20 Jahre Rhein Sieg Forum Revue passieren. Den Auftakt machten caritativer Glanz und ein karnevalistischer Kölsch-Fauxpas. Los ging es am 2. September 2006 mit dem Umzug der UNICEF-Gala von der alten in die benachbarte neue Stadthalle. Erstklassige Klassik mit internationalem Flair erfreute das Ohr, garniert mit Perlen aus Operette und Jazz. Siegburg dachte bei diesem Erstevent nicht nur an sich, sondern an benachteiligte Pänz weltweit, für deren Wohl die Gala-Erlöse eingesetzt wurden.

Musikalisch wies die Premiere den Weg in die Zukunft. Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, der Saxophonist Jan Garbarek, die Pianistin Marialy Pacheco sowie renommierte WDR-Klangkörper wie Sinfonieorchester, Big Band und Funkhausorchester hielten das Niveau nicht nur. Sie trieben es nach oben.

Die erste große Karnevalssause mit den Funken Blau-Weiß geriet ungewollt zum Härtetest bei der Flüssigkeitsversorgung. Das Berliner Unternehmen Gegenbauer, in den Anfangsjahren für den Hallenbetrieb zuständig, unterschätzte den Durst des organisierten rheinischen Frohsinns und verkalkulierte sich. Das Bier ging aus. Eilig orderten die Funken Kölsch nach, während der Veranstaltung! 

Der Treibstoffmangel führte nicht zu einer Abwendung der Gesellschaften von der Örtlichkeit. Nach und nach wechselten die Siegburger Narren aller Farben mit ihren Sitzungen an die Bachstraße. Die mittlerweile übers ganze Jahr verteilten Auftritte von Kasalla, Fööss und Co. trugen dazu bei, dass die Location zum unbestrittenen Brauchtumszentrum mutierte.

Was wären zwei Jahrzehnte ohne die großen Namen? Eine sehr junge, beinahe scheue Helene Fischer (Foto) gastierte, der niederländische Wortzauberer Herman van Veen ist Stammgast, die grandiosen Schauspielerinnen Katharina Thalbach und Senta Berger zeigten ihr Repertoire. Sogar den US-Musikweltstar Gloria Gaynor verschlug es an die Sieg. Der mit dem Wolf tanzt, der tanzte auch in Siegburg. Kevin Costner schauspielerte nicht, er sang, spielte Gitarre, tanzte mit Sekt in der Hand und trug sich ins Goldene Buch ein. Vom Wolf zu seinem Verwandten, dem Hund. Die stets ausverkauften, immer vergnüglichen Therapiesitzungen mit Hundecoach Martin Rütter sind der Nachweis dafür, dass die Comedy ihren festen Platz in der Halle hat. 

Was sind die Meilensteine der Entwicklung? 2013 erfolgte die Kommunalisierung – das Haus ging in städtische Verantwortung über. 2019 begann die bauliche Erweiterung, bei laufendem Betrieb und unter den Herausforderungen der Corona-Pandemie, ehe 2021 das moderne Kongresszentrum, nun als Rhein Sieg Forum firmierend, die Türen öffnete. Seitdem verzeichnet das Forum jährlich rund 50 bis 60 Kongresstage mit etwa 10.000 Gästen.

Mit der Erweiterung entstand 2021 auch eine Tribüne auf dem Vorplatz. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung erhielt der Bereich den Namen „Platz der Begegnung“. Seit 2025 sorgen ansprechende Sonnensegel für zusätzlichen Komfort und Aufenthaltsqualität.

"Forum" ist ein Begriff der Politikgeschichte. Die Politik nutzte tatsächlich die Säle des Geburtstagskinds. Parteitage wurden abgehalten. Ratssitzungen mit außergewöhnlich großem Zuschauerinteresse – etwa im Zuge der kontrovers diskutierten Grundsteuererhöhungen 2015 – fanden hier ebenso statt wie Sitzungen unter Pandemiebedingungen, bei denen großzügige Abstände notwendig waren. Das Rhein Sieg Forum ist damit nicht nur Kultur- und Seminarzentrum. Die Funktion als Mittelpunkt demokratischer Debatte ist ein relevantes Standbein. 

Was im Land passiert, spiegelt sich. Erinnert sei an die Kunstausstellung zum Thema Migration im oberen Foyer auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms. Oder an die Umwandlung eben dieses Foyers in eine Teststation während der Pandemie. Stäbchen statt Stars, das war die Devise im Lockdown. Seit den Feierlichkeiten zum 75-jährigen Grundgesetzjubiläum 2024 prangt Artikel 1 als Kunstwerk neben dem Eingang: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Ein starkes Statement in der Ära des um sich greifenden Extremismus und Populismus. 

Das Rhein Sieg Forum versteht sich als Heimat für die Menschen der Region – für Kulturbegeisterte, Karnevalisten, Fortbildungswillige, Kommunalpolitiker. 1,25 Millionen Besucherinnen und Besucher zeugen von seiner Magnetwirkung. Die Botschaft, dass jeder Jeck anders und jeder Jeck willkommen ist, zeigen zwei Formate, die schrille Typen anlocken. Zum einen der Poetry Slam der Dichter, Denker und leidenschaftlichen Diskutanten, die sich traditionell am Tag vor Silvester mit tiefgründigen Beiträgen duellieren. Zum anderen das Treffen der Freunde japanischer Comics. Zur Anime- und Mangaconvention pilgern aufwändig Kostümierte und Geschminkte aus der weiten Umgebung. Fernöstlicher Karneval im Hochsommer.

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